„Cowlip“

Ron Cowen und Daniel Lipman sind die Produzenten und zwei der Drehbuchautoren von Queer As Folk – außerdem Lebenspartner. Sie waren diejenigen, die eine amerikanische Version der Originals erschaffen wollten und dabei jegliche Zensur strikt ablehnten. Doch ihre gemeinsame Geschichte beginnt schon lange bevor Queer As Folk überhaupt erdacht war: Sie trafen sich vor über dreißig Jahren bei der Eugene O’Neill Playwrights Conference in Connecticut – einem Treffen von aus vielen Bewerbungen ausgewählten Dramatikern und ihren Stücken. Daniel Lipman, ein Bachelorabschluss der Boston University of Fine Arts und ein Master der University of Michigan in der Tasche, hatte ein Ein-Akt-Stück geschrieben. Ron Cowen, selbst ein Drei-Akt-Stück verfasst, wusste, dass man mit einem Akt nicht besonders viel anfangen konnten und schlug Dan vor, ein begleitendes Stück zu schreiben, dass man zu Dans hinzufügen konnte. Dieser willigt ein – und erst dann realisierten sie, dass sie auch noch einen dritten Akt innerhalb sehr kurzer Zeit benötigten. Also schrieben sie diesen zusammen, und, einfach um lächerlich zu sein, machten sie das Ganze zu einem Musical.

Zwar war das Stück weder gut noch ein Erfolg, doch über die nächsten Jahre arbeiteten sie immer wieder zusammen und entwickelten eine Stimme, die unverwechselbar Cowlip war. Als sie nach Los Angeles zogen wurde es aufgrund der gehetzten Abgabetermine im Fernsehen notwendig, zusammenzuarbeiten. So konnten sie gemeinsam verrückt sein – das traurige Schicksal vieler Schriftsteller, allein wahnsinnig zu werden, blieb ihnen erspart.
Ihre großer Durchbruch fand im Jahre 1985 mit dem von ihnen geschriebenen und produzierten TV-Film An Early Frost statt, der von einem an AIDS erkrankten schwulen Mann und dessen Kampf gegen die Krankheit und um die Akzeptanz seiner Familie handelt. Trotz oder gerade wegen seines kontroversen Status war der Film ein großer Erfolg.
Ihr nächster großer, gemeinsamer Erfolg war die Serie Sisters über das Leben vier sehr verschiedener aber eng verbundener Schwestern im Jahre 1991. Hier setzten sie sich, ähnlich wie in Queer As Folk, mit einer Minderheit auseinander, die oft schlechter behandelt und als zweitklassig angesehen wird: Frauen.
Sie arbeiteten gerade an einer Serie für Showtime, dessen Finanzierung soeben ins Wasser gefallen war, als sie am 21. November 1999 den Artikel der Los Angeles Times über das britische Queer As Folk lasen... .


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Text © QaF Germany
Quelle für Bild und Informationen: „Queer as Folk - The Book“, erhältlich hier bei Amazon.de