Queer as Folk - Episode 01

Nach Unten

Disco Musik, Neon-Licht und Laser-Effekkte, gutaussehende, junge Männer auf der Tanzfläche und den Plattformen eines riesigen Clubs, nackte, muskulöse Öberkörper soweit das Auge reicht: Michael Novotny entführt die Zuschauer mit seinem weltberühmten Einleitungssatz: „The thing you need to know is: It’s all about sex“ nach Pittsburgh in den top schwulen Szene-Club Babylon.
Wir lernen Michaels Freunde Ted Schmidt und Emmett Honeycutt neben ihm an der Bar und Brian Kinney auf der Tanzfläche kennen – welcher gerade wieder einmal einen Kerl abschleppt.
Zur selben Zeit betritt Justin Taylor zum ersten Mal die Liberty Avenue, noch vollkommen orientierungslos. Er ist sichtlich überwältigt und verunsichert davon, wie offen „schwul“ das Nachtleben auf der Liberty Avenue ist – und so spricht er, nachdem er sich wieder gefangen hat, einen Mann an und fragt ihn, „wo man hier so hingeht“. Dieser gibt Justin eine kurze Aufzählung einiger Einrichtungen auf der Liberty Avenue – doch als der Kerl Justin anmacht verabschiedend der Schüler sich recht schnell.
Michael, Ted und Emmett entschließen sich, Babylon zu verlassen. Michael macht sich auf die Suche nach Brian, von dem er weiß, dass er sich im „Hinterzimmer“ Babylons aufhalten wird, denn das Hinterzimmer ist nur für eines da: Sex!
Auf dem Weg durch das Hinterzimmer grüßt er einen Mann namens Todd und fragt diesen, wie es ihm geht. Todd antwortet mit „guuuut“, dann lässt er sich entspannt weiter ficken. Schließlich findet Michael Brian, der sich gerade mit der zweithäufigsten Aktivität im Hinterzimmer beschäftigt: Blowjobs. Und natürlich ist Brian am empfangenden Ende. Er sagt Michael, dass er in höchstens 10 Minuten nachkommt, woraufhin dieser mit Emmett und Ted vor dem Club auf seinen Freund wartet. Ein Kerl, der Michael schon die ganze Nacht lang beobachtet hat, verlässt Babylon ebenfalls und präsentiert sich (in einiger Entfernung, aber doch sehr offensichtlich) von seiner... Schokoladenseite. Aber Michael ist nicht interessiert, da mehr als nur die Größe des Schwanzes bei einem Mann zählt.
Als Brian auftaucht, geht die kleine Gruppe zu dessen Jeep, weil Brian Michael und Emmett nach Hause fahren soll. Doch Justin, dessen Irrfahrt auf der Liberty Avenue ihn inzwischen zum Babylon verschlagen hat, kommt ihnen dazwischen: Nur durch einen zufälligen Blick zur Straße hin sieht Brian den jungen Mann, verführerisch hervorgehoben durch das Licht der Laterne, an der er lehnt; und sofort weiß Brian, womit er seine Nacht verbringen wird. Er spricht Justin an, der vorgibt, sich in der Szene bereits hervorragend auszukennen (so steht er zum Beispiel selbstverständlich auf Leder). Brian bietet ihm an, ihn mit zu sich zu nehmen – und lässt seine Freunde einfach am Babylon stehen.
In Brians nach recht viel Geld und gutem Geschmack aussehendem Loft angekommen, macht Justin ihm wegen seiner Wohnung ein Kompliment, während dieser sein schwarzes Tanktop auszieht und seinen muskulösen Oberkörper entblößt. Brian bietet dem Jungen eine Droge an, die sein „Disco-Apotheker“ für ihn zusammengemischt hat, und Justin offenbart ihm, dass er allergisch auf fast jede Art von Drogen ist, von einigen sogar Durchfall bekommt und sich gleichzeitig übergeben muss.
Brian, der inzwischen fast nackt ist, lässt sich von dieser kleinen, unappetitlichen Unterhaltungen nicht beeinflussen, zieht seine Unterhose aus und breitet anbietend seine Arme aus, bevor er seinen wohl berühmtesten Spruch sagt: „So are you coming or going? Or coming, and then going? Or coming, and staying?”
Justin, der Brian bis jetzt nur in Ehrfurcht anstarren konnte (und zwar nicht sein Gesicht), löst sich aus seiner Lähmung und geht langsam, vorsichtig zu ihm. Brian öffnet die Jeans des Schülers, bevor sie sich endlich küssen – zögerlich, dann immer leidenschaftlicher bis sie regelrecht an Justins Kleidung und Brians Haar zerren.
Währenddessen hat Ted Michael und Emmett nach Hause gebracht, aber Michaels Stalker ist ihnen gefolgt und Hartnäckigkeit wird stets belohnt: Michael nimmt ihn mit in seine Wohnung.
In der Zwischenzeit haben Brian und Justin – beide nackt – ihre Aktivitäten auf Brians Bett verlegt: Justin liegt auf dem Rücke, Brian sitzt auf dessen Hüfte. Während Brian Justins Schwanz reibt, schlägt er Justin vor, dass der Schüler ihn „rimmen“ kann. Justin behauptet zwar, rimmen zu lieben, um erfahren zu erscheinen, aber kann dann doch nicht genau sagen, was „rimmen“ eigentlich ist. Brian lacht darüber leise, aber dann werden sie durch einen Anruf von Melanie, einer Freundin der „Gang“, aus dem Krankenhaus unterbrochen. Er ist so von ihren Neuigkeiten eingenommen, dass er nicht bemerkt, wie er den Druck auf Justins Schwanz immer weiter verstärkt. Justin versucht verzweifelt, ihm zu signalisieren, dass er nah vor einem Orgasmus steht, aber es ist zu spät. Er verteilt sein Sperma über Brians Bett. Brian ist wütend und als Mel ihn fragt, was los ist, sagt er, dass es nichts ist – „nur irgendein so ein Kind.“ Außerdem muss er Justin nach seinem Namen fragen, da er diesen noch gar nicht weiß. Justin ist sichtlich verletzt, sagt jedoch nichts.
Brian ruft Michael an und sagt ihm, er solle mit ihm ins Krankenhaus kommen – außerdem rettet er ihn dabei vor seinem Sexpartner, der nicht vollkommen hält, was er verspricht, da sowohl dessen perfekter Hintern als auch die Beule in seiner Hose Attrappen waren.
Brian macht sich im Loft eiligst dazu bereit, ins Krankenhaus zu fahren und will Justin vor die Tür setzen, bis dieser im sagt, dass er nicht nach Hause gehen kann, weil seine Eltern denken, dass er die Nacht bei einer Freundin verbringt. Als Brian klar wird, dass er einen Schüler in seinem Bett hat, fragt er ihn nach dessen Alter – doch Justins Aussage, er sei 21, glaubt der Mann ihm natürlich nicht. Nach einem wortwörtlichen „Alters-Countdown“ gesteht Justin sein wahres Alter: 17 Jahre. Brian hat nur ein Augenrollen für ihn übrig. Er setzt sich neben Justin aufs Bett und der Schüler gesteht ihm, dass das hier sein erstes Mal mit einem Mann ist, was Brian sowieso schon vermutete. Dann erzählt er Justin von seinem ersten Mal: Mit 14 Jahren gab er seinem Sportlehrer einen blowjob in der Dusche – und der Lehrer liebte es.
So kommt es, dass Brian, Michael und Justin ins Krankenhaus fahren und dort fast schon ein Wettrennen veranstalten, um Lindsay, Melanies Partnerin, und deren neugeborenen Sohn zu sehen. Lindsay begrüßt Brian mit den Worten „Sag Hallo zu deinem Sohn.“ Mehr als ein „Oh mein Gott“ bekommt Brian nicht heraus, nimmt den Säugling aber liebevoll auf den Arm. Die Frage der Namensgebung klärt sie schnell, in dem Brian Justin darum bittet, zwischen „Abraham“ und „Gus“ zu wählen. Justin entscheidet sich für Gus, da man mit dem Namen „Abraham“ keinen Tag an der High School überleben würde. Brian wendet sich wieder seinem „Sonny-boy“ zu und bittet ihn darum, seinem Vater ein Lächeln zu geben. Michael fotografiert Brian in dem zärtlichen Moment.
Dann braucht Lindsay ihre Ruhe, die immerhin gerade erst eine Geburt hinter sich gebracht hat. Michael und Brian ziehen sich auf das Krankenhausdach zurück, wo Brian realisiert, was er durch die Bereitstellung seines Spermas wirklich getan hat und fragt Michael, warum ihm das niemand ausgeredet hat. Überwältigt von all dem klettert Brian auf den Rand des Daches und droht Michael damit, hinunter zu springen, sollte er ihn nicht aufhalten. Brian zieht seinen besten Freund dann hinauf, vor sich und umarmt ihn von hinten. Sie stehen dort auf dem Rand des Daches, mit einem Vertrauen zu einander das beneidenswert ist. Michael dreht sich in den Armen seines Freundes um und umarmt diesen immer noch viele Stockwerke über der Straße, nachdem er ihm zu der Geburst seines Sohnes gratuliert hat.
Brian geht noch einmal zu Linds und wirft sich neben seiner Freundin auf das Bett, wo ihnen endlich etwas Zeit allein vergönnt ist, denn Mel verlässt den Raum. Lindsay fängt fast sofort an, zu weinen, einfach weil sie sich so verletzlich und erschöpft fühlt, aber Brian verspricht nur, es niemanden zu sagen und wischt die Tränen sanft weg.
Schockiert von der Tatsache, einen Sohn zu haben, nimmt Brian eine ordentliche Menge E bevor er, Michael und Justin das Krankenhaus verlassen. Brian will Justin wieder mit zum Loft nehmen, aber Michael – der Brians Jeep fahren muss, weil dieser nicht mehr in der Lage dazu ist – ist dagegen, doch Justin entscheidet für sich selbst, mit Brian zu gehen.
Wieder im Loft angekommen ist es für Justin nun soweit. Er liegt auf seinem Bauch, während Brian mit seiner Zunge dessen Wirbelsäule hinunter zu seinem Hintern fährt, dazwischen verschwindet und schließlich sein Loch erreicht. Justin stöhnt und Brian erlaubt sich den selbstzufriedenen Hinweis, dass der Schüler nun weiß, was rimming ist, bevor er fortfährt.
Währenddessen ist Michael wieder geil und in seiner eigenen und Emmetts Wohnung. Er ist außerdem wütend auf Brian, da dessen Anruf ihn den Sex mit seinem Stalker gekostet hat, denn Michael hat – ganz im Gegensatz zu seinem besten Freund – schon seit Monaten keinen Sex mehr gehabt. Frustriert sitzt er auf dem Sofa im Schatten seiner überlebensgroßen Captain Astro-Pappfigur, Emmett jedoch hat genau das richtige für seinen Freund: Einen neuen Porno.
Brian und Justin sind inzwischen bei dem Höhepunkt angelangt: Brian weist ihn dazu an, seine Beine auf Brians Schulter zu legen und rückt dann so nah wie möglich an den Schüler heran. Dieser hält ihn auf, bevor irgendetwas weiteres passiert, und bittet Brian indirekt darum, ein Kondom zu benutzen – unnötigerweise, denn ohne wäre es für Brian sowieso nicht in Frage gekommen. Er nimmt eines von seinem Nachttisch, reißt die Verpackung mit den Zähnen auf und gibt das Kondom Justin, der es nach zweimaliger Ermutigung von Brian und kurzem Zögern dann über Brians Schwanz zieht. Währenddessen verteilt Brian Gleitgel auf Justins Loch und nachdem Justin ihm das Versprechen abgenommen hat, es langsam angehen zu lassen, dringt er das erste Mal in den Schüler ein.
Justin kann den Schmerzensschrei nicht unterdrücken und fragt Brian außer Atem, ob es immer weh tut. „Ein kleines bisschen, aber das ist ein Teil davon...“, ist seine Antwort, dann fordert Brian ihn dazu auf, sich zu entspannen, denn er will, dass Justin sich immer an sein erstes Mal erinnert; sodass, gleichgültig mit wem auch immer Justin zusammen ist, Brian immer dort sein wird. Er beginnt, sich aus Justin hinaus und wieder hinein zu bewegen und jedes Mal verzieht der Junge sein Gesicht vor Schmerzen und er hält sich an Brians Armen fest, bis dieser sich hinunterbeugt und Justin küsst. Der Schmerz weicht und Justin beginnt, sein erstes Mal zu genießen – sehr, sehr zu genießen.
Am nächsten Morgen werden sie vom Klingeln des Weckers geweckt. Brian fällt sofort zurück in den Halbschlaf, sodass Justin sich noch einmal kurz an ihn kuscheln kann; erst wendet Brian sich der Berührung auch zu, bis er realisiert, dass jemand neben ihm liegt – und fragt den ihn verliebt anschauenden Justin vollkommen verwirrt, was zum Teufel er hier macht! Brian kann sich nämlich an fast nichts erinnern, was letzte Nacht geschehen ist. Justin erinnert ihn daran, dass er ihm gesagt hat, er könne bleiben – und dass Michael den Jeep hat. Während der Schüler eine Dusche nimmt, hört Brian seinen Anrufbeantworter ab und Melanies aufgesprochene Nachricht, dass Lindsay mit Wehen im Krankenhaus liegt, bringt Brian schlagartig wieder ins Gedächtnis: „Fuck! ...Ich hab ein Baby!“
Michaels Morgen währenddessen wird von zwei Kindern gestört, die den Jeep mit einem Baseballschläger und einer Sprühdose demolieren und Michael lauthals als Schwuchtel beschimpfen. Er jagt sie davon, aber der Schaden ist bereits getan - was Emmett, der auf dem Weg zur Arbeit ist - eher amüsiert.
Brian sieht Justin in der Dusche und kann einfach nicht widerstehen: Er gesellt sich zu ihm und fragt Justin nach dem Namen seines Sohnes, dann seift er den Jungen ein und sie unterhalten sich kurz darüber, dass Brian nicht im geringsten vor hat, Gus aufzuziehen – bevor sie ein weiteres Mal Sex haben.
Als Michael Justin und Brian in dessen Loft abholt, sind sie schon wieder dabei, fast ein drittes Mal zu vögeln – und dass, obwohl sie sich nur beim Anziehen „helfen“. Michael fährt Justin an, sich gefälligst zu beeilen. Trotzdem findet der Schüler genug Zeit, um Brians Unterhose von letzter Nacht mitzunehmen.
Vor dem Haus erwarte Brian eine böse Überraschung: Der Jeep. Auch er ist nicht allzu begeistert von dem Schaden, doch es lässt sich nicht rückgängig machen.
Weit über die Geschwindigkeitsbegrenzung hinaus und rücksichtslos gegenüber den die Straße überquerenden Schülern jagt Brian das Auto vor Justins Schule und kommt mit laut quietschenden Reifen, quer auf der Straße, zum Stehen. Dabei offenbart er das Kunstwerk der Kinder, das sie mit der Sprühdose geschaffen haben: „FAGGOT“ ist in rosa über die ganze Seitenfront geschmiert. Justin versinkt vor Scham im Rücksitz. Ein Mitschüler läuft am Jeep vorbei und fragt Justin, ob er seinen Schwanz lutschen will, während dieser nur noch tiefer im Sitz versinkt und schweigt. Brian jedoch öffnet seine Tür, richtet sich auf und ruft dem Jungen hinterher: „Nein. Aber ich werde deinen kleinen engen Jungfrauenarsch so fest treten, dass du dich für eine Woche nicht hinsetzen wirst!“
Auf Justins Frage, wann er Brian wiedersehen kann, rückt dieser nur die Kleidung des Jungen zurecht und antwortet: „In deinen Träumen.“ Als der Schüler dann endlich zu seiner besten Freundin Daphne stoßen kann, sagt diese ihm sofort, dass seine Mutter bei ihr angerufen hat und sie ihr vorlügen musste, dass Justin noch schläft. Doch dieser erzählt Daphne nur, dass er gerade das Gesicht Gottes gesehen hätte – sein Name sei Brian Kinney.
In Brians Jeep, der immer noch ein Kunstwerk auf Rädern ist, will Brian Michael bei der Arbeit absetzen, aber Michael ist strikt dagegen, da niemand an seiner Arbeitsstelle weiß, dass er schwul ist. Michael rät seinem Freund, das Graffiti zu entfernen, bevor er selbst ins Büro fährt. Brian jedoch sagt, dass er es so mag. Michael fragt ihn, ob er wahnsinnig ist – denn immerhin drehen sich alle Menschen, an denen sie vorbeifahren, nach dem Schriftzug auf dem Auto um. Brian jedoch widerspricht seinem Freund; er sei nicht verrückt, aber sie! Doch ihre Meinung ist ihm egal – von ihm aus können sie es in den Himmel schreiben: „FAGGOT!“ Das ist auch, was er aus seinem Jeep herausbrüllt, während sie tiefer in Pittsburghs Stadtverkehr hineinfahren.


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Text & Screencaps © QaF Germany
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