Queer as Folk - Episode 16

Nach Unten

Melanie entschließt sich dazu, Lindsay um Verzeihung zu bitten, welche geraden einen riskanten Plan durchführt, den ihre Freunde überhaupt nicht gut heißen. Die Unterschiede zwischen Michael und David drohen wieder einmal, ihre Beziehung zu stören. Justin beweist Mut und Leichtsinn und schafft sich damit einen wahren Feind während Brian einmal mehr beweist, dass er alles verkaufen kann. Michael und David verbringen einen gemeinsamen, idyllischen Wintertag in Pittsburgh … oder auch nicht so idyllisch. Denn den ganzen Tag muss Michael sich „gefallen lassen“, dass David ihn nie für irgendetwas zahlen lässt. Das Taxi, das Mittagessen, die Hotdogs, die Einkäufe, die Kinokarten – alles übernimmt David indem er Michael regelrecht davon abhält, sein Portmonee überhaupt zu öffnen. Als Michael sich darüber beschwert, sagt David, dass es ihm nichts ausmacht, aber es ärgert Michael, denn auch, wenn Michael als Manager des Big Q lange nicht sie viel verdient wie sein Partner, will er wenigstens ab und zu auch etwas bezahlen! Schließlich jedoch gibt er sich damit zufrieden, dass David Michaels monatlichen Anteil an den Hauskosten annimmt.
Es ist Dyke Night im Babylon und ein Mal ist der Club überflutet von Lesben. Auch Melanie ist dort, doch sie bläst nur Trübsal, da sie Linds vermisst. Ted und Emmett (Die sich von all den küssenden Frauen regelrecht verletzt fühlen) raten ihr, sich wieder mit Lindsay zu vertragen.
Justin erzählt Brian auf dem Weg zur Schule, dass er 1500 Punkte bei seinen SATs (standard assessment task = Einstufungstest) erreicht hat. Mit diesem Ergebnis könnte er jede Universität besuchen und er hat sich auch schon bei einigen Wirtschafts-Unis beworben – alle außerhalb Pennsylvanias. Als Brian fragt, ob der Schüler den Staat verlassen wird und er auf Justins Antwort „Als ob dir das was ausmachen würde“ nur entgegnet, dass es lediglich das erste mal sei, dass er davon hört, durchschaut Justin sofort, was das bedeutet: Es macht Brian etwas aus! Doch dieser reagiert auf Justins (natürlich!) ausbrechende Freude nur genervt – jedoch ohne Justins glückliches „Brian Kinney macht es was aus!“ zu bejaen oder zu verneinen. Justin begrüßt Daph mit dem größten Lächeln auf Erden, denn er hat mittlerweile verstanden, wie man Brian Kinneys seltene Ausdrücke von Zuneigung versteht.
Im Klassenraum beleidigt Chris Hobbs einen anderen Schüler als Schwuchtel, bis Justin ihm sagt, dass er es lassen soll. Sie geraten schon wieder in ein Handgemenge und werden diesmal vom Lehrer unterbrochen, der nur Justin damit droht, ihn beim nächsten Vorfall zu bestrafen. Dann fragt er die Anwesenheitsliste ab. Bei Justins Namen ruft Chris eine homophobe Beleidigung in den Klassenraum, die der Lehrer einfach ignoriert. Das lässt Justin jedoch nicht mit sich machen. Er verlangt von dem Lehrer, dass Chris sich bei ihm entschuldigt, doch der Lehrer will Justin einfach beim nächsten Wort in das Sekretariat zum Direktor schicken. Justin jedoch steht auf, sagt seinem Lehrer, dass dieser sich ficken soll, und geht.
Michael und Brian sind in der Bank, weil Michaels Kontostand zu hoch ist; er muss feststellen, dass David seine Schecks nicht eingelöst hat.
Melanie steht vor Lindsays Haustür und klingelt. Ihre ehemalige Partnerin öffnet die Tür und schließt sich nach einer kurzen Entschuldigung wieder überglücklich in die Arme – doch das ist leider nur eine Wunschvorstellung Mels, denn wer eigentlich die Tür öffnet ist ein fremder Mann mit französischem Akzent. Als Mel ihren Namen nennt, weiß der Franzose gleich, dass sie „die Ex-Freundin“ ist und er behauptet, sehr intim mit Lindsay umzugehen und alles über die beiden zu wissen. Außerdem verbietet er Mel, Gus zu sehen.
Mel stürmt aufgebracht die Männerumkleide des Fitnessstudios, wo sie Michael, Emmett, Ted und Brian von ihrer Begegnung erzählt. Brian ruft Lindsay sofort zu Hause an, doch der Anrufbeantworter ist angestellt – und der französische Mann mit dem Name Guillaume hat die Nachricht gesprochen, die es verdächtig so aussehen lässt, als ob Linds und er ein Paar wären.
Debbie bringt Justin Kekse in sein Zimmer und spricht mit ihm darüber, was in der Schule geschehen ist. Sie schlägt ihm vor, eine Gay-Straight-Student-Alliance (eine AG, in der es darum geht, Homophobie entgegenzutreten) an seiner Schule zu gründen, doch Justin bezweifelt, dass es noch anderen schwule Schüler an St. James gibt. Debbie widerspricht ihm: Schwule Kinder gibt es überall, aber sie sind nicht alle so mutig wie er.
Im Diner konfrontiert Michael David damit, dass der Arzt seine Schecks nicht eingelöst hat. David sagt, dass das, was Michael ihm gibt mit Geld nicht aufzuwiegen ist, doch gesteht dann, dass er alles tun wird um Michael glücklich zu machen. Deswegen entschließen sie sich nur noch Dinge zu tun, die sie sich beide leisten können. Dann offenbart David Michael, dass er einen Überraschungsausflug nach Paris gebucht hatte, den er jetzt jedoch wohl absagen muss. Michael bestätigt das.
Emmett, Ted, Brian und Mel tauchen währenddessen bei Linds auf, welche den Überraschungsbesuch erst nicht einmal hineinlassen will, aber Melanie betritt das Haus einfach. Dort wird ihnen Guillaume vorgestellt, der Gus auf dem Arm hat – Brian geht sofort zu seinem Sohn und nimmt ihn aus den Händen des Fremden. Während Ted und Emmett zusammen mit Guillaumes etwas von dem von ihm zubereiteten Abendessen probieren, fragen Brian und Mel Lindsay, was zum Teufel vorgeht. Linds erklärt ihnen, Guillaume ist ein schwuler Franzose, der, sollte er nicht innerhalb weniger Wochen eine Green Card erhalten, die USA verlassen muss. Er ist bei Lindsay eingezogen und hilft sowohl finanziell als auch im Haushalt - Und er und Linds werden heiraten.
Die Freunde verlassen das Haus entsetzt und gehen ins Woody’s. Sie wurden wie vollkommene Fremde behandelt während Guillaume so tat, als würde er schon seit Ewigkeiten an Linds’ Seite leben. Melanie gibt sich die Schuld, doch Brian sagt ihr, dass sie das nicht verdient. Dann stößt Justin dazu, der ihnen erzählt, dass er für zwei Tage von der Schule suspendiert worden ist und berichtet von den Ereignissen. Das erweckt Erinnerungen in Ted, Emmett und Brian, die alle in der High School dasselbe durchmachen musste – sogar Brian, obwohl nur einmal: Sein Kopf wurde von einem Footballspieler in die Toilette gesteckt, woraufhin er diesem mit der Tür seines Spintes drei Finger brach – das war das „Saison Ende“ für ihn.
Natürlich nimmt Brian Justin an diesem Abend wieder mit in das Loft, doch als sie schon nackt auf dem Bett liegen bittet Justin Brian um Rat: Wie soll er die Idee der Alliance an seiner Schule vermarkten? Brian sagt ihm, dass er Kondome verteilen soll – denn Sex verkauft alles.
Michael erzählt Ted und Emmett beim Frühstück im Diner davon, dass David ihn nach Paris eingeladen und er abgelehnt hat. Seine Freunde offenbaren ihm, wie egoistisch Michael eigentlich ist, weil er David es verweigert, ihn zufrieden zu stellen und Ted, der alles über Geld weiß, sagt ihm, dass er mit seinem falschen Stolz nur seine und Davids Beziehung zerstören wird.
Daphne und Justin haben sehr viel Erfolg mit der Werbung für die Alliance. Brian hatte Recht: Sobald sie beginnen, die Kondome mit den Flyern zusammen auszuteilen, nimmt beinah jeder Schüler einen der Zettel. Dann kommt Chris Hobbs und beginnt damit, Justin zu ärgern, doch dieser lässt sich nicht einschüchtern und spielt auf den hand-job an, den er Chris während dessen Strafarbeit (dem Aufräumen der Sport-Abstellkammer der Schule) gegeben hat. Daraufhin hebt der Footballspieler ihn von den Füßen, presst ihn mit seinen Fäusten gegen die Wand und droht ihm, nie wieder von diesem Ereignis zu sprechen. Justin jedoch zeigt kein Zeichen von Angst, eher Selbstzufriedenheit, bis Chris verschwunden ist - Dann senkt er den Kopf.
Brian spaziert mit Lindsay durch einen verschneiten Park und sagt ihr, dass sie Guillaume nicht aus finanziellen Gründen heiraten soll, da er ihr problemlos Geld geben kann. Doch Linds findet, dass sie langsam für sich selbst sorgen muss, und es nur ein „Arrangement“ ist, damit Guill in den USA bleiben kann - da Guill als Homosexueller hier keine Ehe schließen kann und sie das nicht fair findet. Brian fragt sie, wo die entschlossene Lesbe geblieben ist, die er einst gekannt hat und fängt an, ihr davon zu berichten, was “Mel und er“ sich überlegt haben – doch Lindsay lässt ihn nicht ausreden. Sie hat Jahre damit verbracht, “Mel und ihn“ dazuzubringen, zivilisiert miteinander umzugehen und auf einmal verbünden die beiden sich gegen sie? Linds lässt Brian auf der Parkbank sitzen, da sie keine Zeit hat, über die Meinungen ihrer egoistischen, egozentrischen Freunde nachzudenken und das tun muss, was das Beste für ihren Sohn ist.
Nach der Schule findet das erste Treffen der Gay-Straight-Student-Alliance statt. Es sind einige Schüler erschienen – und Debbie, mit selbstgemachten Keksen, die sie fröhlich verteilt. Außerdem bringt sie die Anwesenden mit einem schrillen Pfiff zur Ruhe, als Daph und Justin beginnen möchten. Als ihre Mitschüler jedoch erfahren, dass es in dieser AG um ernste Themen und nicht um Sex geht, wollen viele den Raum verlassen, bis Justin anfängt, verschiedene Beleidigungen zu rufen: „Schwuchtel“, „Schwanzlutscher“... alles Dinge, „die auch schon zu ihm gesagt wurden, weil er schwul ist“. Er erzählt außerdem, dass man ihm gesagt hat, er solle an AIDS sterben und in der Hölle brennen - Das bringt die Schüler dazu, sich wieder zu setzen und ihm zuzuhören. Sie sind auf dem besten Weg, einen guten Anfang für diese AG zu finden, als auf einmal Justins homophober Lehrer den Raum betritt und das Treffen trotz Debbies Eingreifen beendet, da Justin bei der Schulleitung nicht um Erlaubnis für die Alliance bat. Hobbs, der vor der Tür steht und dem Lehrer wohl von dem Treffen erzählt hat, freut sich ungemein, während Justin beinah verzweifelt.
Michael sieht Teds Vorhersage bestätigt, als David sich am Abend im Bett von ihm wegdreht und keine Anstalten macht, Sex zu haben. Daraufhin erzählt Michael seinem Partner, dass er doch mit ihm nach Paris gehen möchte, da er wirklich will, dass David glücklich ist und er weiß, dass sie diese Reise beide glücklich machen wird - Der Sex folgt dieser Entscheidung natürlich auf dem Fuße.
Guillaume und Lindsay tauschen gerade Bilder von ihnen gegen Bilder von Melanie und Linds, Brian und Linds, Melanie und Gus und Brian und Gus aus, als Mel an der Tür klingelt. Guillaume lässt die zwei allein und Melanie bringt ihren Unmut über Lindsays Plan zum Ausdruck. Dann gesteht sie ihr, dass sie Linds vermisst – jede Minute an jedem Tag. Lindsay sagt dasselbe von sich und Mel fragt sich zurecht, warum sie dann nicht gemeinsam in ihrem Haus wohnen und gemeinsam ihren Sohn großziehen? In diesen Moment unterbricht Guillaume ihre Zweisamkeit und Linds antwortet ihr nicht.
Michael hat seinen falschen Stolz endgültig abgelegt und sich von David für den Urlaub in Paris reich beschenken lassen – Koffer, Kleidung und eine Kamera. Emmett, Ted, Brian und Justin sind noch ein letztes Mal bei ihm, bevor Michael die große Reise antritt, und gehen dann ins Woody’s. Justin rät ihm jedoch vorher noch ironisch, David so lange zu behalten, bis dieser ihm eine Rolex schenkt.
Auf der Liberty Avenue angekommen, sieht Justin vor der Bar jedoch auf einmal Chris Hobbs und einige seiner Freunde. Brian, dem Justin hastig erklärt, wer dieser Hobbs ist, sagt ihm, dass er ihn einfach ignorieren soll, aber Justin stellt sich seinem Mitschüler quer in den Weg und fragt ihn, was er hier zu suchen hat. Brian ist sofort neben Justin.
Chris schubst Justin, weil er den Gehweg blockiert und beleidigt ihn sofort - und Brian stellt sich innerhalb eines Augenblickes zwischen die zwei Schüler, um Justin zu beschützen und Chris vermutlich ordentlich eine zu verpassen, doch Justin hält ihn zurück. Stattdessen teilt dieser der gesamten Liberty Avenue und damit auch Chris’ Freunden lauthals mit, dass „dieser Kerl hier Chis Hobbs heißt, ihn gerade eine Schwuchtel genannt hat und dass Chris Schwuchteln nicht mag!“ Die „Schwuchteln“, die sich inzwischen um die Szenerie versammelt haben, schüchtern den wütenden Chris sichtlich ein, doch Justin setzt noch einen drauf und verkündet weiter, „dass er Chris einen runtergeholt hat und dass der Footballspieler es geliebt hat“. Chris ist außer sich vor Wut und er macht wieder einen drohenden Schritt auf Justin zu, als Brian sich erneut schützend an dessen Seite drängt. Daraufhin dreht Chris um und stürmt davon.
Die Umstehenden und auch Ted und Emmett applaudieren Justin für seinen Mut, doch als dieser erwartungsvoll Brian ansieht sagt dieser nur: „Herzlichen Glückwunsch. Du hast dir so eben einen wahren Feind gemacht.“


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Text & Screencaps © QaF Germany
Background Image © Showtime