Queer as Folk - Episode 17

Nach Unten

David und Michael sind aus Paris zurückgekehrt und zeigen ihren Freunden alle Photos, die während der Reise entstanden sind – in einer langen, sehr langen Diashow, die die Zuschauer (bis auf Debbie) offensichtlich als - gelinde gesagt - langweilig empfinden. Ted schläft ein, Emmett, Melanie und Lindsay stehen kurz davor und Brian und Justin beschäftigen sich lieber mit dem jeweils anderen.
Lindsay verkündet außerdem, dass sie und Guillaume in genau einer Woche heiraten werden. Melanie gibt sich die Schuld für all das und denkt, dass sie niemals die Chance haben wird, Lindsay zurückzubekommen.
Als die anderen gegangen sind unterhält sich Michael mit David über eine Wohltätigkeitsaktion zu Gunsten der Rechte Homosexueller, die bald bei ihnen stattfinden soll – zu der die Staatssenatorin Baxter persönlich erscheinen wird. Er hat seine Familie nicht eingeladen, da er denkt, dass sie sich auf dieser politischen, sehr konservativen Veranstaltung nicht wohl fühlen werden, zweifelt nun jedoch kurz an dieser Entscheidung.
Justin und Daphne betreten gemeinsam das Schulgebäude, während sie sich darüber erregen, dass ihre Gay-Straight-Student-Alliance nicht genehmigt wurde. Als sie Justins Spind erreichen, sehen sie, dass jemand diesen von innen in Brand gesteckt und „FAGS DIE“ („Schwuchteln sterben“) auf die Tür geschmiert hat. Die umstehenden Mitschüler finden das offenbar sehr amüsant und ärgern ihn lautstark, ohne das jemand etwas dagegen unternimmt.
Emmett, Ted und Brian sind auf der Liberty Avenue unterwegs zum Fitnessstudio und unterhalten sich besorgt über Michael, denn seit er mit David zusammen ist, habe er „dieses vollkommen neue Leben“. Ted müsse ihn darum anflehen, ins Woody’s zu kommen; Emmett, der für mehr als zwei Jahre sein Mitbewohner gewesen war, würde ihn kaum noch sehen und nicht einmal Brian wird von Michael zurückgerufen. Dann entdecken sie einen kleinen metallic-goldenen, höflich gesagt lächerlich aussehenden Sportwagen am Straßenrand. Gerade, als sie sich über das Gefährt lustig machen, verlässt Michael mit zwei frischen Anzügen eine Heißmangel und erzählt seinen Freunden stolz, dass er der Eigentümer ist – David hat es ihm gekauft, inklusive eines Nummernschildes, das „CP ASTRO“ verkündet. Sie fragen ihn, ob er mit ihnen zum Fitnessstudio gehen möchte, doch er trifft David in ihrem Sportklub. Auch Woody’s schlägt er aus, da er und David an diesem Abend mit ihrem Börsenmakler in einem Restaurant essen werden, der ihre Geldanlagen verwaltet. Dann ruft David auf Michaels Handy an und Michael bestätigt ihm, dass er mit dem Partyservice gesprochen habe. Als Emmett sich danach erkundigt, lügt Michael und behaupte, einige Freunde Davids würden kommen, anstatt von der Wohltätigkeitsaktion zu erzählen.
Brian ist bei Lindsay, während sie ihr Hochzeitskleid anprobiert. Er versucht ihr klar zu machen, dass sie einen riesigen Fehler begeht und Melanie heiraten sollte und erzähl ihr außerdem, dass Melanie sich an allem die Schuld gibt. Lindsay jedoch behauptet, dass die Schuld voll und ganz bei ihr läge, da sie Mel fortgestoßen hätte und dass es mit der Hochzeit nun schnell gehen müsste, da Guillaumes Abschiebungs-Brief bereits eingetroffen ist.
Jennifer ist bei Debbie während Justin ihr von den Ereignissen in der Schule erzählt. Sie rät ihm, sich nicht so auffällig zu verhalten, indem er zum Beispiel eine Alliance gründet, damit er in Sicherheit ist, doch das kommt weder für Debbie noch für Justin in Frage: Für Justin geht es nicht um ihn, sondern darum, dass jeder das Recht haben sollte, zu sprechen und gehört zu werden – denn das haben ihm seine Eltern beigebracht.
Brian fährt bei Michael vorbei und findet ihn beim Polieren seines neuen Wagens vor. Er macht einen Witz, den Michael spielerisch mit „Verpiss dich“ beantwortet. Doch Brian sagt, dass Michael vielleicht gerne hätte, dass sie alle verschwinden, jetzt, wo er dieses neue, fabelhafte Leben hat. Michael sagt, dass das Unsinn ist, aber Brian kennt ihn schon sehr lange und bezweifelt das. Michael scheint glücklich darüber, endlich ein Leben zu haben, doch Brian fragt ihn nur „welches Leben – seines oder Davids?“ – bevor er davonfährt.
Jennifer geht mit Justin zu seinem Schulleiter, um die Alliance zu legalisieren, doch dieser lässt sie abblitzen; er sagt, dass er die AG nicht bewilligen wird, da viele Eltern mit einer „Schwulengruppe“ an der Privatschule, für die sie teuer bezahlen, nicht einverstanden wären.
Ted, Emmett, Brian, Vic und Debbie sind im Diner und entdecken in den Kleinanzeigen die Nachricht von der Wohltätigkeitsveranstaltung, die bei „Doktor David Cameron und Mister Michael Novotny“ stattfinden wird. In diesem Moment betritt Michael das Diner. Debbie geht selbstverständlich davon aus, dass sie eingeladen ist und überlegt schon, was sie anziehen soll, bis Brian verkündigt, dass zumindest er nichts tragen wird, da er nicht eingeladen wurde. Debbie sagt schon, dass sie natürlich alle eingeladen sind, aber Michael widerspricht dann: Immerhin müsse man Geld spenden und es würde wirklich steif werden. Brian durchschaut seine Masche sofort, doch Debbie sagt, dass sie trotzdem kommen will – Da fährt Michael sie grob an, es einfach sein lassen zu sein, weil das nicht „ihr Ding“ ist. Die Freunde sind sprachlos.
Der Abend der Wohltätigkeitsparty ist gekommen: Unzählige Persönlichkeiten in schwarzen Anzügen werden von korrekt gekleideten Kellnern mit Champagner und Kaviarhäppchen bedient und unterhalten sich zu gepflegter Jazz-Musik über wichtige politische Themen. Die Senatorin Baxter, die sich besonders für die Legalisierung der Hochzeit Homosexueller engagiert, dankt David und Michael für die wundervolle Organisation. Alles scheint perfekt zu laufen … bis plötzlich Emmetts (sehr weiblich verstellte) Stimme an Michaels Ohr dringt und diesem daraufhin nur eins von den Lippen rutscht: „ Oh Shit!“ . Brian, Debbie, Vic, Ted, Emmett und Justin stehen mitten im Raum – und für ihre "Erscheinung" gibt es keine Worte: Brian trägt weiße, enge Lederhosen und ein durchsichtiges, offenes Schlangenlederhemd. Vic hat sich für einen blaugestreiften Blazer mit Goldknöpfen, eine dunkelblau/hellblau/grün gemusterte Krawatte, violetten Lidschatten und einen violetten Hut mit groooßer Krempe entschieden. Justins rotes Oberteil reicht gerade so über seine Nippel und auch seine Hosen sind enger als erlaubt sein sollte und weiß. Debbie hat sich in einen roten Fellmantel, eine rote Brille mit herzförmigen Gläsern und rote Leggins gekleidet, außerdem trägt sie eine Tigerfellhandtasche. Ted ist als Lederdaddy in Lederjacke und –hose und einer Polizeimütze unterwegs und hat Emmett als Lady in Jacqueline Kennedys berühmten rosa Kostüm als Dragqueen an seiner Seite.
Michael ist – verständlicherweise – geschockt und fragt sie entsetzt, was sie hier zu suchen haben. Ihre Antwort ist, dass sie immerhin Familie seien und dachten, dass ihre Einladungen wohl in der Post verloren gegangen sind – verflucht sei dieser Postservice. Brian übergibt David einen Scheck mit einer hohen Summe, bevor er sich sofort an den erstbesten Kellner ranmacht und sich die Freunde verstreuen. Michael entschuldigt sich bei seinem Partner für seine Familie während Justin zur Musikanlage geht und Technomusik auflegt, die sehr stark an Babylon erinnert. Dann zieht er einen sehr seriös wirkenden Mann an der Krawatte auf die soeben entstandene Tanzfläche.
Debbie und Vic sprechen die Senatorin an und beginnen eine Unterhaltung. Die Senatorin sagt, was für ein charmanter Junger Mann Michael doch ist und Vics einzige Antwort ist: „Das dachten wir auch.“
Ted fordert (mit seiner uralten und nie von Erfolg gekrönten Babylon-Masche) einen Mann zum Tanzen auf, der jedoch mit der Begründung ablehnt, nicht auf Leder zu stehen. Daraufhin erzählt Ted ihm, dass er dasselbe dachte, bevor er in einen alten Schulkameraden gerannt ist, der ihn in seinem Keller gefesselt und ihn zu seinem „Suck-Pig“ gemacht hat, lässt seine angeknabberte Blätterteigstange in das Champagnerglas des Mannes fallen und geht. Brians Absichten mit dem Kellner sind inzwischen offensichtlich während Emmett erst Modetipps gibt und dann ebenfalls jemanden an der Krawatte auf die Toilette bringt. Michael steht nahe einer Panikattacke.
Lindsay währenddessen hat Probleme damit, Gus dazu zu bringen, mit dem Weinen aufzuhören. Deswegen ruft sie Melanie an, denn die konnte ihren Sohn schon immer in den Schlaf singen. Auch dieses Mal tut sie es wieder und singt ihrem Sohn Diana Kings „I'll Say a Little Prayer“ vor – doch nach den Zeilen „...I will love you, forever, and ever, we never will part...“ versagt ihr die Stimme. Gus ist still geworden und Lindsay bedankt sich bei ihr.
Inzwischen tanzt gut und gern jeder Anwesende auf der Wohltätigkeitsparty, einige wenige sogar schon ohne Oberteil. Brian führt einen Kellner in Davids und Michaels Schlafzimmer. Michael will ihn zurückhalten, hat jedoch keinen Erfolg. Dann geht Michael zu der Senatorin, die sich immer noch mit Debbie unterhält und inzwischen mit ihr auf Vornamenbasis ist: Diana Baxter besuche viele Wohltätigkeitsevents, doch sie wären alle sehr langweilig – ganz anders als dieses hier. Sie habe so viel Spaß schon lange nicht mehr gehabt. Michael fragt Debbie, ob er kurz mit ihr sprechen kann, und diese bringt Justin noch schnell zu der Senatorin, damit er ihr über seine Alliance erzählen kann, bevor sie mit ihrem Sohn geht. Der fragt sie, wie sie es alle wagen konnten, ihn und David so zu blamieren.
Das sagt er jedoch ein wenig zu laut. Seine Familie hat ihn gehört und sie sehen alle mehr als nur ein wenig verletzt aus. Debbie sagt zu Michael, dass sie weiß, dass er sich manchmal für sie schämt, aber das ist natürlich, denn sie ist seine Mutter. Doch sie hätte niemals gedacht, dass der Tag kommen würde, an dem sie sich für ihn schämt! Dann verlässt sie das Haus.
Am nächsten Tag trifft Brian zufällig Guillaume und Gus auf dem Markt. Er nimmt Gus auf den Arm und unterhält sich mit seinem Sonnyboy, Guillaume kaum Beachtung schenkend, bis dieser sagt, dass Brian nach der Hochzeit Distanz zu Gus wahren muss, damit es nicht so auffällig aussieht. Guillaume habe sogar darüber nachgedacht, Gus zu adoptieren, um die ganze Sache weniger illegal zu machen.
Währenddessen hat sich eine ordentliche Anzahl von Menschen vor St. James, Justins Schule, zusammengefunden, um gegen Homophobie zu protestieren. Der Schulleiter möchte schon die Polizei rufen, als plötzlich Senatorin Baxter, die ebenfalls dort ist, auftritt und das Fernsehen mitgebracht hat. Sie sagt in die Kamera, dass auch eine Privatschule das Recht für die Freiheit der Meinungsäußerung wahren muss, so lange sie öffentliche Dollar annimmt.
In der Nacht im Loft wacht Justin auf, weil Brian nicht mehr neben ihm im Bett liegt. Justin findet Brian, wie dieser , ein Glas Whiskey in der Hand, sich ein Photo von Gus und ihm anschaut. Er lässt sich auf der Couch nieder und sagt laut, dass er eben ein schlechter Vater ist – immerhin sei das eine Familientradition. Justin widerspricht ihm und fragt ihn dann, ob Gus wohl Französisch sprechen wird, bevor er Englisch spricht – der Schüler weiß genau, worüber Brian sich den Kopf zerbricht. Dann setzt er sich neben ihn, küsst sein ganzes Gesicht und lässt sich auch von Brians groben Worten nicht davon abbringen, denn Brian’s Gemeinheiten haben den Schüler noch nie zum Fliehen gebracht. Er streicht Brian ein letztes Mal durchs Haar und geht dann zurück ins Bett.
Lindsay und Guillaume sind am nächsten gerade auf dem Weg zum Standesamt, um ihre Hochzeitslizenz abzuholen, als Brian mit Melanie das Haus stürmt. Brian übergibt Melanie ein Dokument, dass seine elterlichen Rechte an sie überträgt – er gibt Gus für sie auf, da sein Sohn es verdient, von zwei ihn und sich gegenseitig liebenden Elternteilen aufgezogen zu werden - doch nur, wenn Mel und Linds wieder zusammenkommen. Mel und Linds zögern keinen Moment, denn die beiden lieben sich noch immer, und nachdem sie sich mit Liebeserklärungen überschwemmt und sich geküsst haben ist diese Vorraussetzung erfüllt. Nur Guillaume ist über den Ausgang nicht erfreut, lässt Gus’ Babytasche sinken und verlässt das Haus.
Am Abend treffen sich Emmett, Ted und Brian bei Debbie um Justins Sieg über St. James’ Schulleitung zu feiern und auch die Senatorin ist da – nur Michael fehlt. Es stört jeden, aber nur Brian spricht es klar und deutlich aus. Dann steht Michael jedoch auf einmal im Raum und wird mit langem Schweigen begrüßt. Schließlich steht Debbie auf und umarmt ihn fest – allen beiden stehen die Tränen in den Augen. Die Entschuldigung und das Vergeben laufen lautlos ab.
Brian verlässt das Haus und Justin folgt ihm. Einen Joint rauchend warnt Brian den Schüler - auf seinen Kampf gegen die Homophobie an seiner Schule bezogen - bloß nicht zu denken, dass er gewonnen hätte – denn sobald er das tut, sei er tot. Die beiden teilen einen „Shorty“, dann zieht Brian Justin mit seinem Arm näher an sich. Justin legt seinen Kopf an Brians Schulter und sagt, dass er sich keine Sorgen macht, solange er Brian hat um ihn zu beschützen.


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Text & Screencaps © QaF Germany
Background Image © Showtime