Queer as Folk - Episode 2.08

Nach Unten

Es ist passiert: Michael ist wahnsinnig geworden. Er läuft die Liberty Avenue entlang und sieht überall nur Ben, Ben, Ben. Doch dem möchte er nun ein Ende setzen, indem er auf Telefon-Kontaktanzeigen antwortet. Und obwohl das Ambiente (ein abgedunkeltes Restaurant, ein Klavierspieler mit rauchiger Stimme der The Man I Love singt) sehr stimmungsvoll ist, halten die gesprochenen Anzeigen leider zu genau, was sie versprechen. Im Diner erzählt er Ted die Horrorgeschichte von dem letzten Typen, der ihn in Windeln stecken wollte. Ted lacht nur und meint, dass er von solchen Kontaktanzeigen auch nicht viel erwarten würde. Debbie, die Michaels eigene Kontaktanzeige gehört hat und ihn damit auch schamlos aufzieht, rät ihm ebenfalls etwas anderes zu versuchen: Eine Freundin von ihr, Ida, sei ein so genannter „Match Maker“, der die wahre Liebe einer Person finden könne. Ted dagegen empfiehlt ihm einen Internet-Dating-Service. Michael hält von beiden Ideen nichts, dreht sich zur Tür und sagt, dass er mit der Person, die als nächstes eintritt, den Rest seines Lebens verbringen wird.
Und herein kommt... Emmett! Der ihm erzählt, dass sie heute die Miete zahlen müssen. Sofort schnappt sich Michael die Zeitung und sucht nach dem Internet-Dating-Service.

Brian ist im Loft gerade mit einem Trick fertig, der gerne noch eine Runde haben würde. Doch Brian sagt ihm, dass er niemanden zweimal nimmt – und Küssen sei auch nicht inklusive. Der Trick erkennt sofort, dass Brian wohl einen Freund hat. Er erzählt ihm, dass er auch einmal in so einer offenen Beziehung lebte. Das Problem ist: Man weiß nie, wer durch die offene Tür hineinkommt... oder hinausgeht. Er will den in diesem Moment herauffahrenden Aufzug nehmen – doch Brian sagt ihm er solle die Treppen nehmen, und das tut der Trick auch, gerade als Jennifer und Justin aus dem Aufzug steigen. Jennifer ist völlig aus dem Häuschen, weil sie so viel schöne Kleidung gekauft haben und sie gerade ein Haus verkauft hat! Justin merkt sofort, dass Brian gerade erst einen Trick im Haus hatte und macht sich gleich auf Suche nach Beweismitteln: Ein Kondompapier auf der Couch, Unterwäsche im Bett... und das alles natürlich hinter Jennifers Rücken, die sich an all die wilden Dinge erinnert, die sie in ihrer Collegezeit erlebt hat. Sie möchte gern, dass Justin zu einer Party geht, die Daphne veranstaltet, aber er möchte nicht zu dem Bier-trinkende Heteros- Treff. Jennifer versucht ihn zu überreden – sie will schließlich, dass ihr Sohn neue Freunde in seinem Alter findet – wo Brian zustimmt - verabschiedet sich aber dann. Sobald die Tür geschlossen ist stürzt Justin sich auf Brian. Sie fallen rücklings auf die Couch und Justin stellt, nur indem er an Brians Körper riecht, fest, wie der Trick aussah. Er fragt Brian atemlos, was sie getan hätten, und dieser erklärt sich großzügigerweise dazu bereit, es ihm zu demonstrieren.

„Fetch“ ist mal wieder hart bei der Arbeit. In einer Soldatenuniform inklusive Maschinengewehr. Danach öffnet er seine Fanpost, die Ted ihm gut gelaunt bringt. Da wäre einmal ein Dildo, den er bitte benutzen solle, außerdem ein String, den er doch bitte im Fitnessstudio tragen und dann zurückschicken möge (was Emmett mit einem „Get a life“ kommentiert) – und ein goldenes Armband von Tiffany’s. Auf der Karte, die dem Schmuckstück anbei lag, steht, dass es von Emmetts „geheimen Verehrer“ sei. Emmett wollte schon immer einen geheimen Verehrer haben! Doch Ted nimmt ihm das Armband nach viel Widerspruch wieder ab, denn seine Fans seien alle Verrückte, die nicht in sein Leben eindringen dürften. Doch, die kleine Elster die er ist, nimmt Emmett das Armband wieder an sich.

Michael versucht es dieses Mal mit Video Dating. Er muss vor einer Kamera kurz zusammenfassen, wer er ist und was er sucht. Zuerst ist er ein wenig zu enthusiastisch. Der Kameramann regt an, etwas entspannter zu sein. Dann stellt er etwas auf die Beine, das eine Bierwerbung hätte sein können. Der Kameramann regt an, etwas persönlicher zu sein. Daraufhin erzählt Michael, dass er seinen Vater niemals kannte, sein Onkel beinah an AIDS gestorben wäre und seine Mutter und er sich kaum hätten durchschlagen können. Der Kameramann regt an, etwas positiver zu sein. Dieses Mal schafft Michael es, einigermaßen natürlich zu erscheinen. Der Kameramann regt gar nichts mehr an, denn an seiner Stelle steht auf einmal Ben dort, der Michaels Satz zu Ende führt: „Ich suche immer noch nach dem besonderen Einen...“ – „...der weiß, dass unter dieser unscheinbaren, bescheidenen Erscheinung das Herz eines Superhelden schlägt.“ Und wieder laufen im Hintergrund die ersten Töne von The Man I Love, gespielt auf einem Klavier.

Emmett steht vor dem Schaufenster eines Schmuckhändlers, zum verwechseln ähnlich der Berühmten Szene mit Audrey Hepburn in Breakfast at Tiffany’s, als Debbie vorbeikommt. Er zeigt ihr das Armband seines geheimen Verehrers und erzählt ihr von seinem Traum: Dass es ein junger Prinz sei, zu schüchtern um sich zu erkennen zu geben, aber am Ende dann doch käme um Emmett mit auf sein Schloss zu nehmen, wo sie für noch heute leben, wenn sie nicht gestorben sind. Debbie hält es für einen bewundernswerten Traum, auch wenn sie Emmett sagt, dass wahre Liebe, wenn sie kommt, oft kein bisschen wie das aussehen würde, was man sich vorstellt. In diesem Moment hält hinter ihnen eine Limousine. Ein Chauffeur steigt aus und fordert „Fetch“ auf, mit ihm zu kommen. Erst weigert sich Emmett natürlich, denn der Chauffeur hat nicht einmal die Befugnis ihm zu sagen, wohin und zu wem er ihn bringt... aber dann tut Emmett es doch, denn wie Debbie sagt, hat er ja nichts besseres zu tun.

Michael zeigt Brian, Ted, Melanie und Lindsay im Loft sein Date-Video. Während Ted, Melanie und Lindsay noch etwas nettes zu sagen finden bringt Brian es auf den Punkt: Es ist erbärmlich. Michael ist verzweifelt. Doch wofür hat man einen Werbespezialisten als besten Freund, dessen Job es ja ist, „normale“ Artikel zu Objekten der Begierde zu machen? Brian holt kurzerhand seine Kamera, Lindsay und Melanie verfassen einen Kontaktanzeigentext und Michael wird in ein Sexobjekt verwandelt. Die Fotos (oberkörperfrei) und der Text (leicht überarbeitet von Brian) werden ins Internet gestellt, und Michael sieht sich mit leuchtenden Augen.

Emmett, vertieft in seine eigene Version von Cinderella und die Kaviarhäppchen, die es hinten in der Limousine gibt, bemerkt erst als die Limousine schon fast hält, dass sie an einem wahren Palast angekommen sind; ein Dienstmädchen führt ihn in die Eingangshalle, wo eine großzügige Wendeltreppe nach oben führt. An ihrer Spitze steht ein Mann: Zwar nicht jung, aber attraktiv. Herrschaftliche Züge, edle Kleidung, eine melodische Stimme. Emmett läuft verzückt auf ihn zu, nennt ihn „Eure Majestät“ und „Eure Herrlichkeit“... bis ihm der arme Mann offenbart, dass er nur der Butler sei. Dann führt er Emmett in ein heimeliges Kaminzimmer, wo dieser laut mit sich selbst spricht, bis er zu Tode erschrocken bemerkt, dass jemand in einem Sessel am Feuer sitzt: ein ergrauter, alter Mann in einer roten Strickjacke. Sein Name ist George Schickel. Er ist der Herr des Hauses. Das hat Emmett natürlich nicht erwartet. Mister Schickel merkt an, dass Emmett wohl sein ‚kleines Geschenk’ (das Goldarmband) bekommen zu haben scheint und beginnt damit, Emmetts Honorar zu diskutieren, der selbst kaum weiß, wie ihm geschieht. Es dauert eine Weile, bis er begreift, was vor sich geht. Dann sagt er Mister Schickel jedoch bestimmt, dass er nicht käuflich ist, legt das Armband auf den Tisch und geht, sichtlich verstört.

In der Dusche vergnügen sich Brian und Justin – wer sonst – bis Justin sie daran erinnert, dass sie sich beeilen sollten, weil die anderen warten. Brian schlägt vor, dass Justin sich wirklich ein paar Freunde in seinem Alter besorgt. Freunde wie Daphne. Aber er möchte nicht auf ihre Party gehen, sondern lieber Zeit mit Brian verbringen. Brian erwidert, dass er doch sowieso schon die ganze Zeit mit ihm verbringt. Er will doch nur, dass Justin das Beste aus seiner Jugend macht, da er das selbst auch getan hat – und wenn er einen geilen Studenten sieht, soll er ihn für ihn ficken.

Michael checkt in Teds Studio seinen Dating-Inbox – und er hat schon 19 Interessenten, von dem einer ganz besonders vielversprechend aussieht. Und dieser jemand möchte ihn schon an diesem Abend treffen! Da betritt Emmett das Studio und erzählt ihnen von George Schickel. „Schickels’ Pickles?“ fragen die beiden entsetzt, denn George Schickel ist ihnen, ganz im Gegensatz zu Emmett, ein Begriff. Er sei ein Vermögen wert! Doch Emmett ist immer noch tödlich beleidigt, weil George Schickel dachte, er sei ein Stricher, was Michael und Ted eher weniger überrascht.

Justin langweilt sich auf Daphnes Party zu Tode, während sich alle anderen zu amüsieren scheinen (laute Musik, viel Alkohol – wer würde nicht?). Einige Mädchen zeigen Interesse an Justin, doch er selbst hat da eher einen stillen, einsam in der Ecke stehenden Jungen ins Auge gefasst. Justin stellt sich neben ihn und greift dann lächelnd zwischen die Beine. Die beiden ziehen sich augenblicklich in eins der Schlafzimmer zurück, wie man es sonst aus American Pie kennt. Dort kommt Justin ziemlich schnell zur Sache, lässt sich nicht mal genug Zeit, um seinem Trick die Socken auszuziehen. Der Junge erinnert ihn daran, dass sie Kondome benutzen müssen. Justin öffnet es mit den Zähnen in bester Brian-Manier und fordert den Jungen auf, es über seinen Schwanz zu ziehen. Dann sagt der Junge ihm noch, dass er es bitte langsam angehen lassen soll; es ist nämlich sein erstes Mal.

In Michaels und Emmetts Wohnung herrscht schlechte Stimmung, denn Emmett möchte sich nicht aus der Wohnung entfernen und erzählt Michael außerdem, dass sein Date wahrscheinlich sowieso gelogen hat und gar nicht so perfekt aussieht wie auf dem Foto. Michael erzählt ihm gerade, dass es auch noch ehrliche Leute auf der Welt gibt, da öffnet er die Tür, sein Date erwartend... und schlägt die Tür sofort wieder zu - denn dort steht ein mindestens 300 Jahre alter Typ in einer roten Strickjacke. „Du hast Recht. Sie lügen alle.“ Emmett jedoch horcht auf, als er die Beschreibung hört und geht selber zur Tür, als es noch einmal klopft. Dort steht nämlich George Schickel. Erst fährt Emmett ihn an, er solle gefälligst verschwinden, doch George lässt nicht locker. Er entschuldigt sich zutiefst bei Emmett und bietet ihm das goldene Armband wieder an. Emmett, obwohl er sehr versucht ist, lehnt ab. Daraufhin lädt George ihn zum Essen ein; es sei ja nicht viel, aber wenigstens ein Zeichen seines ehrlichen Bedauerns, Emmett so schändlich behandelt zu haben. Da lässt er sich schließlich breitschlagen und weist „Prinz Charming“ an, die Kutsche vorfahren zu lassen, während er seine Glaspantoffeln einzieht. Kaum eine Minute später steht dann auch schon Michaels Date in der Tür, der tatsächlich so göttlich aussieht wie im Internet. Michael und sein Date einigen sich sehr schnell darauf, Zuhause zu bleiben und zu ficken, fragen noch kurz ob der jeweils andere HIV hat und legen dann los.

Justin zündet sich nach dem Sex eine Zigarette an, doch der Junge neben ihm lehnt ab. Sie reden über Justins erstes - als ein Mädchen klopft lautstark an die Tür, und die beiden fangen an zu lachen. Gott, wie sie diese Party hassen! Justin rät dem Jungen, abends in Clubs zu gehen; dort würde er eine Menge Kerle treffen. Aber der Junge will gar nicht viele Kerle treffen, sondern nur den einen, mit dem er zusammen sein kann. Justin lacht leise. So würde es leider nicht immer funktionieren. Der Junge lehnt sich zu ihm für einen Kuss, doch Justin zieht zurück. Er darf ja nicht. Etwas niedergeschlagen beginnt der Junge wieder, sich anzuziehen, als Justin ihn zurückruft, ihn küsst und vielsagend auf sich zieht..

Das Abendessen findet in Georges Limousine statt und besteht aus Burgern, natürlich mit Georges eigenen Gewürzgurken, den „Schickels’ Pickles“. Emmett erzählt von seiner Kindheit in Hazelhurst, Mississippi, wo niemand außer seiner Tante Lulah etwas mit ihm, der lokalen Tunte, zu tun haben wollte. Doch das hat ihn nicht davon abgehalten, der zu sein, der er ist. „Fuck ’em all“, war und ist sein Motto. Daraufhin erzählt George, der Emmetts Mut bewundert, seine eigene Geschichte: Er versteckte wer er war, um das Familienvermögen zu bereichern. Er ließ zu, dass sie ihn an eine Frau verheirateten. Das funktionierte alles schön und gut, bis sie vor fünf Jahren nach Hause kam und ihn dabei erwischte, wie er dem Gärtner inmitten ihrer Rosenbeete einen blowjob gab. Emmett ist beeindruckt! George jedoch weniger. Seine Frau verließ ihn – ohne Scheidungsurkunde, aber mit Millionen in der Tasche – und hetzte die eigenen Kinder gegen ihn auf. Emmett sagt, dass er jetzt wenigstens frei ist, der zu sein, der er ist. Doch George denkt eher an seine Einsamkeit. Keine Freunde, keine Familie, und keine Gesellschaft außer der, die er sich im Internet kauft.

Michaels und sein Date sind gerade gekommen, da fangen sie langsam an, sich zu unterhalten. Während Michael sich einen Bottich Eis holt, um daraus mit einem Löffel zu essen, erzählt ihm sein Date, dass er nicht immer so perfekt war. Das kam erst nach unzähligen Schönheitsoperationen, Haarentfernungen und dem sechsmaligen Fitnessprogramm in der Woche, natürlich mit einem persönlichen Trainer. Dann macht er noch ein paar konstruktive Bemerkungen zu Michaels Aussehen: Er solle doch mal über Haarentfernung auf seiner Brust, eine Nasenoperation und eine Penisvergrößerung nachdenken. Michael ist natürlich nicht wirklich begeistert und futtert weiter sein Eis.

Am Nachmittag weckt Brian Justin, der um 2:58 Uhr von Daphnes Party zurückgekehrt war, mit einem Handjob auf. Nun dreht sich das Spiel um: Brian riecht an Justins Haut und versucht zu erraten, wer Justins Trick war: Ein Sportler? … Ein Computer-Streber?... eine Jungfrau!... . Dann küsst er Justin kurz und zärtlich – doch hält, noch mit geschlossenen Augen, einen Moment inne – und sagt: „Du hast ihn geküsst.“ Es herrscht einen Moment Stille, dann steht Justin auf, mit den Worten, dass er duschen wolle. Brian verharrt dort, wo er ist und sieht ihm nach.

Am selben Morgen im Diner erzählt Michael Melanie und Lindsay von seinem Date. Katastrophe schlechthin, denn als Folge erzählen sie ihm auch noch, wie gut und wie viel Sex sie haben, ohne mit Details zu sparen. Er versteckt sich verstört wie ein Kind in Debbies Armen, die ihm noch einmal rät, ihre Freundin Ida anzurufen.

Im Fitnessstudio trainiert Brian wie besessen. Ted sagt, er sollte es langsam angehen lassen, doch Brian meint, dass er dafür keine Zeit hätte. Emmett und Ted reiten natürlich sofort darauf herum, dass Brian immer mit der nagenden Angst leben muss, dass Justin ihn für einen jüngeren, schöneren, besseren Typen verlassen wird – und treffen ihn dabei stärker ins Herz, als sie ahnen können. Brian erwidert sofort, dass er immerhin keinen 103 Jahre alten Senioren vögelt. Emmett reagiert sofort gereizt; er würde George nicht daten, sondern sie hätten nur einen Burger gegessen, und immerhin sei George netter als gewisse Arschlöcher, die er kenne. Als Ted entgeistert fragt, ob sie sich etwa wiedersehen werden, sagt Emmet, dass sie, als sie Gute Nacht gesagt haben, auch Lebewohl gesagt haben. Brian sagt lediglich, dass manche Menschen eben auf alte Schwänze stehen. Als Ted sagt, dass Justin das hoffentlich tut, trainiert er verbissen weiter – doch Brian kann das Gewicht nicht halten.

Michael hat endlich den Rat seiner Mutter wahrgenommen und sich mit Ida getroffen. Es stellt sich raus, dass Ida ein Transvestit ist – und in ihrer kleinen, gemütlichen hellen Küchen setzen sie sich mit einem Kuchen hin und besprechen, wie Michaels Traummann sein sollte. Sowohl äußerlich als auch innerlich beschreibt Michael jemanden... nämlich Ben. All das, was er sagt, dass sein Traummann sein sollte, trifft auf Ben zu wie die Faust aufs Auge: Groß, blauäugig, gütig, lebt im Hier und Jetzt, und wenn Michael bei ihm ist, fühlt er sich, als sei er ein besserer Mensch. Ida sucht ein wenig in ihrem geblümten Rezeptschächtelchen, dann fischt sie den perfekten Mann heraus – nennt Michael jedoch nur ein Restaurant, ein Datum und eine Uhrzeit. Als er verduzt nach einem Foto oder einem Erkennungsmerkmal fragt, sagt sie lächelnd, dass er wissen wird, wer der richtige ist.

Der Junge von der Party steht mit einem Mal im Diner. Er ist auf der Suche nach Justin. Draußen auf der Straße erzählt er Justin, wie sehr er ihn vermissen würde. Justin sagt, dass er ihn doch noch nicht mal kenne. Dann sagt der Junge, dass er ihn liebt. Und Justin weist ihn so grob und gefühllos ab, wie Brian ihn damals abwies. Er sagt ihm, dass eine Schwuchtel alles tun würde, um jemanden zu ficken. Er bedeute ihm gar nichts. Der Junge streitet das ab, als Justin ihn geküsst hat habe er doch eine Verbindung gespürt!, doch Justin unterbricht ihn. Es war nur ein lausiger Fick und der Junge würde sich gerade so erbärmlich benehmen. Soweit es Justin betrifft sei er der Trick vom vergangenen Tag, und nicht mehr. Mit Tränen in den Augen verschwindet der Junge schließlich.

Emmett ist wieder auf Georges Anwesen, dieses Mal im Garten. Dort findet er den Herren des Hauses auf Knien vor einem großen Blumenbeet, dessen spezielle Pflanzen er dem (neuen) Gärtner nicht anvertrauen möchte und die Zwiebeln selbst pflanzt. Emmett hat, um George für das Abendessen zu danken, Mittagessen mitgebracht: Burger, mit extra vielen „Schickle’s Pickles“. George lacht. „Das war sehr aufmerksam von dir, Fetch.“ Emmett zögert... dann verrät er dem alten Mann seinen richtigen Namen: „Eigentlich ist mein Name nicht Fetch. Es ist Emmett.“ „Nett, dich kennenzulernen, Emmett.“, erwidert George und die beiden setzen sich auf den Boden und verspeisen gemeinsam die Burger.

Michael ist wieder im selben Restaurant wie zu Beginn. Wieder spielt ein Mann am Klavier The Man I Love. Während Michael sich fragt, wie er sein Date erkennen soll und warum er auf seine Mutter hört entdeckt er auf einmal Ben, der allein an einem Tisch sitzt. Erst dreht er sich erschrocken weg... doch dann wird Michael klar, dass Ben sein Date ist! Ida hat ihm tatsächlich ein Date mit Ben besorgt! Überglücklich geht er zu Bens Tisch und erzählt ihm, dass Ida wirklich Recht hatte: Er würde sofort wissen, wer sein Date wäre. Michael setzt sich dem etwas überrascht wirkenden Ben gegenüber. Ben fragt ihn, wer Ida sei, und langsam dämmert es Michael. Er erwidert, ob Ben denn nicht auf wegen einem Date hier sei. Ben bejaht das... aber nicht für eins mit Michael. In diesem Moment kommt ein anderer Mann an Bens Tisch, der sehr offensichtlich an Michaels Platz sitzen sollte. Michael steht auf und verlässt das Restaurant. Im Hinausgehen stößt er einen Mann an, der sich noch einmal nach ihm umdreht.

Im Babylon suchen sich Brian und Justin jeweils einen Kerl aus. Justin entscheidet sich für jemanden, den Brian als „irgendwie jung“ beschreibt, aber trotzdem zustimmt. Brian will schon los auf „Beutejagd“, da hält Justin ihn zurück und macht einen neuen Vorschlag: Sie könnten auch einfach nach Hause gehen. Nur sie beide. Brian fragt ihn, was mit dem Spiel sei, doch Justin antwortet nur: „Scheiß auf das Spiel.“ Sie küssen sich auf dem Catwalk im Babylon, zwischen tanzenden, halb-nackten Männern aber doch allein, umgeben von blitzenden Lichtern und pulsierender Technomusik, die noch während sie eng umschlungen da stehen zu The Man I Love auf dem Klavier wird, welches den schwärzer werdenden Bildschirm begleitet.


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