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Michael sitzt in seinem Comicladen und liest die neueste Ausgabe von Captain Astro. Der Captain kämpft auf den letzten Seiten gegen seinen Erzfeind Morphisto; sie liefern sich ein spannendes Gefecht, doch am Ende unterliegt Captain Astro... und stirbt! Die Autoren des Comics haben Captain Astro umgebracht – durch ein intergalaktisches Virus für das es keine Heilung gibt! Im Diner fassen Emmett, Ted, Brian und Justin diese Neuigkeiten mit sehr individuellen Mengen an Mitleid auf. Brian vermutet zuerst, dass das nur ein übler Cliffhanger sei um die nächste Ausgabe teuer zu verkaufen, doch Michael hat mit dem Verlag gesprochen. Captain Astro wird niemals wieder zurückkehren. Debbie fragt Michael, was passiert ist, als sie ihren Sohn am Boden zerstrört sieht, und macht sich schon wahnsinnig vor Sorge als er sagt „Sie haben ihn getötet.“ - bis er ihr offenbart dass es „nur“ um Captain Astro geht. Aber Captain Astro ist nicht nur eine Comicfigur, sagt Michael. Er war ein Held für viele Kinder, die keinen Helden hatten. Jetzt sei er tot, nur weil die homophoben Verleger ihn für zu schwul befanden – so munkelt man zumindest im Internet. Justin sagt, dass das seinen Tod zu einem Hassverbrechen macht. Brian beobachtet lediglich Michael.
Lindsay und Melanie sind bei einem Catering Service, um das Menü für ihre Hochzeit zu bestellen. Die Dame präsentiert ihnen auf französisch ihre Zusammenstellungen, unter anderem auch die crème de la crème: Ein Menü bestehend aus afrikanischem Hummer und einem neuseeländischen Filet Mignon. Geschenkte 125 Dollar pro Menü. Nachdem George Emmett, seinen eigenen Worten zufolge, den besten oralen Sex gegeben hat, den er jemals hatte, liegen sie Arm in Arm in einem Sessel und unterhalten sich. George fragt sich, warum Emmett lieber Zeit mit ihm verbringen würde anstatt mit all den wunderschönen jungen Männern, die er haben könnte. Emmett antwortet, dass all diese wunderschönen jungen Männer meist nur an sich selbst interessiert sind und der Sex so unpersönlich und schnell ist, dass man ihn Zuhause schon wieder vergessen hat. Mit George sei das anders. Sie küssen sich, dann muss Emmett sich auf den Weg machen, um die anderen im Babylon zu treffen. Als George jedoch sagt, dass er erst ein einziges mal einem schwulen Club war, überlegt er es sich anders, und schleppt den sich sträubenden Senioren mit. Im Babylon selber bläst Michael immer noch nur eines, nämlich Trübsal. Von Alkohol über Drogen bis hin zu Sex raten ihm seine treuen Freunde alle Mittel des Trostes, während Brian und Justin sich einen Typen für die Nacht suchen. Da stoßen Emmett und George zu ihnen. Erst wird George kühl begrüßt, doch mit nur einen Satz und einem Kompliment an jeden der Freunde schließen sie ihn sofort ins Herz. Brian möchte ihm sogar einen Drink ausgeben, doch Emmett zieht ihn stattdessen auf die Tanzfläche. Sie drehen sich, lachen, tanzen Hand in Hand – und George ruft irgendwann, dass er ja gar nicht wusste, was er alles verpasst hat. Währenddessen findet Justin einen Kerl, der sowohl ihm als auch Brian gefällt, und angelt ihn sich - und nach erfolgreichem Abschleppen streckt er Brian die Zunge heraus. Im Schein der blauen Lichter im Loft liegt Brian auf dem Rücken und lässt sich von Justins Trick einen blasen, während Justin den Typen fickt. Sie scheinen alle drei ihren Spaß zu haben – und Brian sagt Justin, was für einen guten Geschmack er hat. Ben und Michael liegen auf Michaels Bett und reden über Captain Astro. Michael erzählt Ben, wie er ihm zum ersten begegnet ist: Er sah ihn in einem Supermarkt; ihm gefiel Captain Astro, weil er nicht bekannt war... es war, als hätte Michael ihn entdeckt. Er konnte den Comic nicht aus der Hand legen, deswegen stahl er es und las es Zuhause zu Ende. Es ging um Captain Astro, der niemals lügen oder betrügen oder stehlen würde... daraufhin brachte er es zurück zu dem Supermarkt. Er war sich sicher, dass der Besitzer die Polizei rufen würde. Doch stattdessen schenkte er Michael den Comic. Ben sagt, dass Michael ein guter Mensch sei. Am Morgen herrscht im Hause Marcus-Peterson keine gute Stimmung. Lindsay macht nur für sich selbst Frühstück, und Melanie liest zum ersten Mal in ihrem Leben die Kunst & Literatur Sektion der Zeitung, damit Lindsay sie nicht kriegt. Als das Telefon klingelt weigern sich vorerst beide, den Anruf anzunehmen, bis Melanie sich schließlich breit schlagen lässt - und Lindsay schnappt sich schnell die Zeitung. Das Telefonat ist jedoch für Linds, also nimmt Melanie sich wieder die Zeitung. Am Telefon ist Lindsays Mutter, die ihrer Tochter sagt, dass sie das Hochzeitskleid ihrer Großmutter nicht haben könne. Großmutter Faye hätte es Lindsay zwar vermacht, aber wenn sie wüsste, dass eine Lesbe darin heiraten würde, würde sie sterben - obwohl Großmutter Faye schon tot ist. Lindsay ist am Ende des Telefonats am Boden zerstört, und Melanie schließt sie, ihren Streit vergessend, tröstend in die Arme und küsst sie beruhigend auf die Stirn.
Debbie bringt den Müll aus dem Diner. Sie möchte die schwarzen Säcke gerade wegwerfen, öffnet den Deckel des Containers - und ein „Holy Shit“ entweicht ihrem Mund. Im Container liegt die Leiche eines jungen Mannes. Völlig überfordert steht Debbie in der Seitengasse, der Schock in ihr Gesicht geschrieben. Im Diner selbst frühstücken Ted, Emmett und Brian während sie sich ausmalen, wie „Dumpster Boy“ (der Müllcontainer-Junge) wohl gestorben sein könnte. Ted stellt sich in bester Opern-Manie vor, dass der junge Mann seinen Freund betrogen hatte, der ihn daraufhin umgebracht hat - und bietet danach passenderweise seinen Freunden eine Karte für die Oper am heutigen Abend an - doch beide lehnen ab. Emmett fragt sie, ob das Opfer wohl Sex hatte mit seinem Mörder hatte; und Brian hofft das doch, es sei gut immer zuerst zu kommen bevor man gehe. Debbie ist entsetzt, dass sie nur Witze darüber machen. Kümmert sie das Leben dieses jungen Mannes denn gar nicht, kümmert sie ihr eigenes Leben denn gar nicht?! Da sieht sie Michael, der die Kunden des Bistros dazu auffordert, eine Petition zu unterschreiben, um „zu zeigen, dass jedes Leben wichtig ist, schwul oder hetero.“ Erst ist Debbie begeistert und lobt ihn, doch dann sieht sie, dass es nicht um „Dumpster Boy“ geht, sondern darum, Captain Astro wieder zurückzubringen. Debbie ist furchtbar enttäuscht von Michael. Lindsay und Melanie sind in das Haus von Linds’ Eltern eingebrochen – mit Lindsays Schlüssel – um das Hochzeitskleid von Großmutter Faye zu holen. Auf dem Dachboden finden sie die Truhe, in der es sein müsste – doch es ist verschwunden, wie vom Erdboden verschluckt. Stattdessen stoßen sie auf etwas anderes: Briefe. Unzählige Briefe aus den Jahren des Krieges und davor, von 1933. Alle adressiert an Großmutter Faye. Alle von einer gewissen Vera. Während sie die Briefe lesen wird Melanie und Lindsay klar, dass sich dort zwei Frauen geschrieben haben, die einander liebten. Zwei Frauen, die die Einsamkeit des zweiten Weltkrieges nutzten, um zusammen sein zu können. Um sich zu küssen. Um Liebe zu machen. Großmutter Faye war lesbisch. Auf Georges Anwesen bespricht das jung-alte Liebespaar, wie sie den Abend verbringen möchten. Emmett schlägt ein geschmackvolles Event nach dem anderen vor, bis er eine Einladung entdeckt, die George offensichtlich zu schaffen macht: Sie lädt Mr. George Schickel zu der heutigen Galapremiere in der Oper ein. George jedoch möchte nicht gehen; er war nicht mehr dort, seit er sein Coming Out hatte. Er möchte auch nicht dorthin, oder darüber reden; er würde sich nicht wohlfühlen, wenn alle ihn anstarren würden, außerdem ist seine fast Ex-Frau eine regelmäßige Besucherin der Vorstellungen. Emmett lässt ihm seine Meinung; doch wenn es um ihn ginge, was würde er dann wohl zu jemandem sagen, der versucht, ihn davon abzuhalten, etwas zu tun, das er liebt? „Fuck ’em all?“, antwortet George. Emmett lacht. „Du sagst es, Baby.“ Brian entzündet in Captain Astro-Gläsern Kerzen für den verstorbenen Superhelden und stellt sie neben dessen lebensgroße Pappfigur in Michaels Laden. Er hält ihm eine kleine Rede – genaugenommen die Rede, die der Priester am Grab seines Vaters hielt. Der Priester wusste nichts über Jack Kinney, genauso wenig wie Brian etwas über Captain Astro weiß. Deswegen fordert Michael ihn dazu auf, zu schweigen. Brian versucht, ihn zu trösten, aber Michael schüttelt seine Hand ab. Brian lässt nicht locker und folgt ihm hinter die Theke, wo Michael ihn fragt, ob seine Prioritäten wirklich gefickt sind, weil er sich mehr um den Tod von Captain Astro als um den von „Dumpster Boy“ kümmert. Brian sagt, dass das Schwachsinn ist und umarmt seinen Freund von hinten. Michael habe den Captain sein ganzes Leben lang gekannt, „Dumpster Boy“ erst seit diesem Morgen. Captain Astro war Michaels Jugend, er war sein Held. Michael dürfe trauern, so viel er wolle, egal was seine Mutter oder irgendjemand anders sagt. Michael ergreift schweigend Brians Hand und Brian küsst seine Wange. Melanie und Lindsay sind immer noch auf dem Dachboden im Hause ihrer Eltern und lesen laut die Briefe von Vera and Gromutter Faye. Sie sind inzwischen am Kriegsende angelangt: Vera schreibt Faye, dass sie mit ihrem Mann fortziehen wird, sobald er aus dem Krieg zurückgekehrt ist. Sie habe ihr zwar versprochen, dass sie es ihm sagen würde, aber sie kann nicht. Nicht, weil sie Faye nicht lieben würde, sondern weil sie nicht so tapfer wie Faye sei. Sie bittet ihre Geliebte um Vergebung. Lindsay stellt fest, dass Vera ihre Oma verlassen hat, um zurück zu ihrem Ehemann zu gehen, aber Mel sagt es: Damals mussten Frauen das tun. Sie hatten keine Wahl. George und Emmett sind in der Oper, eine Vorstellung von AIDA. Natürlich treffen sie in der Pause auf Ted, der gerne ein Glas Champagner mit ihnen trinkt. Als sie an der Bar stehen trifft noch jemand zu der Gesellschaft: Georges ehemalige Ehefrau, Virginia Hammond. Sie fragt ihn, was ihn dazu veranlasst hat, aus seinem selbstauferlegten Exil wieder zu erscheinen, in einem sehr verletztenden Ton. Das lässt Emmett sich natürlich nicht bieten: Er beantwortet, dass er es gewesen sei. Er und George verbrächten gemeinsam einen wundervollen Abend. Sie fragt daraufhin, wie sie sich kennen gelernt hätten; sei er sein Frisör? Sein Pudel-Pfleger? Emmett erwidert erfreut, dass er sich beruflich auf Teds Website einen runterholt und George ihn dabei gesehen hätte. Virginia erwidert, dass George ihn wohl sehr gut bezahlt. Emmett jedoch widerspricht mit einem Lächeln. George bezahle ihn gar nicht. Der Grund, warum er mit George zusammen sei, ist der, dass er einfach *spektakuläre* blowjobs geben kann – eine Fähigkeit, die er sicher nicht von Virginia gelernt hat. Virginia klappt die Kinnlade runter – und Emmett und George verabschieden sich wieder zurück zur Vorstellung - und Ted bleibt ein wenig unsicher neben der entsetzten Virginia stehen. Justin liegt auf dem Bett, während Brian sich schon für Babylon fertig macht. Der Student liest in der Zeitung den Bericht über Dumpster Boy und fragt sich, wer ihn wohl getötet hat. Vielleicht kennen sie ihn ja. Vielleicht haben sie ihn gefickt. Wie dieser Typ, den sie letztens mit nach Hause nahmen. Sie wussten gar nichts über ihn. Er hätte ihnen alles antun können. Brian steigt, fertig angezogen, auf das Bett und lässt sich auf Justin nieder. Er erinnert ihn daran, dass er ihm in der ersten Nacht auch alles hätte antun können. Justin hat damals auch nichts über ihn gewusst. Nachdem er Justin gefickt hatte, was wäre, wenn er ihn dann erwürgt hätte? Brians Hände schließen plötzlich blitzartig um Justins Kehle, der erstickt lachend sagt, dass Brian ihn lieber mit seinem Schwanz hätte ersticken sollen. Doch Brian geht nicht darauf ein. Stattdessen sind seine Hände immer noch um Justins Hals geschlossen und er beugt sich hinunter und flüstert: „Du hättest tot sein können.“ Er leckt Justin kurz über die Lippen, der seinen Namen haucht, und ihm dann sagt, dass er aufhören soll. Brian lässt ihn schließlich los. Justin sei an jenem Abend hierher gekommen, weil er nicht wusste was passieren würde, und das war ein Teil der Spannung. Es habe ihn hart gemacht, der Gedanke an die Gefahr und die Aufregung würde ihn sogar jetzt noch geil machen. Justin bestätigt das, indem er Brian zu sich zieht und ihn dazu auffordert, ihn zu ficken. George und Emmett sind auf dem Weg nach Hause (natürlich in der Limousine). Emmett ist traurig, doch nicht wegen dem dramatischen Ende der Oper, sondern wegen George: Er hätte nicht so mit Virginia sprechen dürfen. Jetzt könne George, dank ihm, nie wieder in die Oper gehen. Der jedoch sieht das anders: Dank Emmett würde er zu jeder Aufführung dieser Saison gehen. Er habe sich königlich über Virginia amüsiert und noch nie gesehen, dass sie ihren Mund so weit öffnete! Wer weiß: hätte sie das während ihrer Ehe gemacht wären sie ja vielleicht noch zusammen. Beide lachen und setzen sich enger zusammen. George legt die Arme um Emmett und sagt glücklich, dass er in den vergangenen paar Tagen mehr gelebt hätte als in den vergangenen paar Jahren.
Melanie kommt, schon im Schlafanzug, die Treppe hinunter und setzt sich neben ihre Partnerin, die ebenfalls in ihrem Nachthemd dort sitzt. Ein Brief ist noch übrig. Doch Linday hat ihn nicht geöffnet – denn er wurde niemals geöffnet. Michael und Ben stehen auf dem Dach des Gebäudes gegenüber vom Babylon. Alles läuft wie immer: Kerle kommen und gehen, ficken und nehmen Drogen... Michael hat erwartet, dass die Dinge anhalten. Wenigstens für eine Nacht. Ben sagt ihm, dass es niemanden interessieren wird; genauso, wie niemand an AIDS oder Gewalt gegen Schwule und all die andere Scheiße denken wird, mit der sie sich täglich alle herumplagen müssen. Michael meint, dass der Captain es verdiene, dass man sich an ihn erinnert. Also entzündet Ben sein Feuerzug, um eine kleine Gedenkfeier für Captain Astro zu haben. Doch Michael ist immer noch nicht zufrieden: Jede Sekunde könnte einer von ihnen den falschen Typen abschleppen, oder in das falsche Flugzeug steigen, oder gerade dann die Straße überqueren wenn der Bus um die Ecke kommt. Ben erwidert, warum er denn denkt, dass Ben Yoga mache und meditiere? Dreißig Sekunden Sorglosigkeit sei ihm all der Aufwand schon wert. Außerdem fände er es ebenfalls hilfreich, jemanden mitten in der Nacht im Arm halten zu können. Er legt seinen eigenen Arm um Michael und eng beieinander stehen die zwei auf dem Dach und schauen auf die kleine Flamme des Feuerzeugs. Unten in der Straße vor dem Babylon verlässt Brian mit einem Fremden den Club. Justin folgt ihm und fragt ihn, wo her hingeht. Brian sagt, dass der Kerl, dessen Namen er nicht einmal kennt, ihn zu sich nach Hause eingeladen hat um sich seine Briefmarkensammlung anzusehen. Justin fragt ihn unglaubwürdig, ob er nicht einmal den Namen des Typen kennen würde und fragt den Trick dann danach. Der denkt gar nicht daran, zu antworten. Justin zieht Brian zu sich und bittet ihn darum, mit ihm nach Hause zu gehen, aber Brian lacht nur. Er fragt Justin, ob er sich Sorgen machen würde, dass er ermordet werden würde. Justin tut das ab, doch als er den beiden hinterher schaut, wie sie in dem von den Lichtern rot gefärbten Nebel verschwinden, sieht er nicht begeistert aus. |
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