Queer as Folk - Episode 2.14

Nach Unten

Im Babylon ist, wie immer, unheimlich gute Stimmung... wie sollte es auch anders sein, wenn Justin nur mit einer weißen Unterhose bekleidet auf der Bar tanzt? Er verdient eine Menge Geld, aber Ted, Micheal und Emmett fragen sich, wie Brian es nur aushält, dass jeder seinen Freund anstarrt. Brian ignoriert das Wort „Freund“ und meint, es mache ihm nichts aus; auch als Michael ihm sagt, dass doch jeder weiß, dass man nur auf die Bar kommt, wenn man einen blowjob vom Boss erhalten hat. Da stößt Justin, ganz aufgeregt über das verdiente Geld, zu ihnen. Die anderen würden ihn gern nach Hause schicken, aber er muss noch bis die zwei Uhr arbeiten, obwohl er jetzt schon erschöpft aussieht. Der Sap, sein Boss Gary, lässt ihm allerdings keine Pause: Stattdessen gibt er ihm eine handvoll Drogen... die Justin auch noch annimmt, was Brian beobachtet.

Am nächsten Tag betreten Emmett und George das Gestüt des Millionärs. Emmett ist weder von der Idee von Sport noch von den Pferden angetan und würde George am liebsten dazu überreden, wieder zurück in sein kuscheliges Bett zu schlüpfen. Stattdessen macht er sein Geliebter Emmett ein sehr überraschendes Angebot: Er lädt ihn zu einer Weltreise ein!

Im Diner muss er diese Nachricht natürlich sofort mit Ben, Ted und Michael teilen, die begeistert sind! George hat gesagt, dass sie sechs Monate weg sein könnten – vielleicht sogar ein Jahr. Ben erzählt, wie gern er nach China, Japan und Tibet reisen würde, Ted ist eher der europäische Typ: Berlin, Amsterdam, Prag (Wegen den Männern, versteht sich). Dann serviert Debbie den Jungs ihr Essen – außer Ben. Als dieser sich nach seiner Bestellung erkundigt weist Debbie ihn unwirsch ab, sie hätte zu tun. Michael findet dieses Verhalten unmöglich von seiner Mutter. Ben würde immer als letztes sein Essen bekommen! Also steht er kurzentschlossen auf und sagt Debbie, dass er es furchtbar findet, dass sie Ben nicht einmal begrüßt und nur mit ihm redet, wenn sie absolut muss. Doch auch ihm sagt sie nicht mehr, als dass sie beschäftigt ist. Und erst als Michael wieder an seinen Platz geht gibt Debbie Bens Bestellung überhaupt an den Koch weiter.

Der Wecker klingelt im Loft. Justin möchte sich gerade umdrehen, um das nervtötende Geräusch zu beenden, da hebt Brian, der schon fertig angezogen und bereit für die Arbeit ist, das Gerät auf einen höheren Schrank und stellt es aus. Er wirft Justin vor, dass er seinen Kurs ausfallen gelassen hat, nur um länger schlafen zu können, und dass er tatsächlich die Drogen vom Sap angenommen hat. Justin zeigt ihm die 410 Dollar, die er in dieser einen Nacht verdient hat. Doch Brian sagt, wenn er so weiter mache, würde er das Geld nicht mehr brauchen, weil ihn die Universität rausgeschmissen hätte. Justin antwortet einfach, dass Brian wie sein Vater klingt und sich verpissen soll. Das tut dieser auch, aber nicht bevor er den Wecker außerhalb von Justins Reichweite wieder angestellt und dem jungen Mann die Decke weggezogen hat.

Im Diner wartet eine Überraschung auf Debbie: Carl Horvath steht am Tresen und lädt sie zum Essen am folgenden Abend ein! Erst druckst sie ein wenig herum, doch dann sagt sie ihm „nein, danke“. Carl fragt sie, ob das „nein, danke, nicht morgen“ oder „nein, danke, niemals“ bedeutet. Sie antwortet, dass es einfach „nein, danke“ ist, bietet ihm aber doch einen Zitronenkuchen für den Weg an... er erwidert: „Nein, danke.“

Emmett – entschuldigt, Fetch Dickson – hat seinen letzten Auftritt vor Teds Kamera. Und danach gibt es Geschenke! Teds Mitarbeiter sagen ihm, seine und Georges Geschichte sei eine Inspiration, Ted selber schenkt ihm einen Karton, in dem sich „sexy Unterwäsche für deine Reise“ befinden soll - Der Karton ist leer. Währenddessen stehen Justin und Brian etwas abseits; Justin kann seine Augen kaum offen halten, arbeitet aber diesen Abend wieder von 21 bis 2 Uhr. Brian versucht wieder, ihn dazu zu überreden, sich das Geld wenigstens von ihm zu leihen, aber auch das lehnt Justin ab. Hat Brian nicht einmal gesagt, dass er möchte, dass Justin der beste Homosexuelle wird, der er sein kann? Heißt das nicht auch, dass Justin ein Mann sein und für sich selbst sorgen können muss? Brian erwidert, dass ein Mann wissen muss, wann er Hilfe braucht. Und außerdem lässt er noch eine abfällige Bemerkung darüber ab, dass der Sap schon dafür sorgen wird, dass Justin die Nacht durchhält.

Vic durchsucht die Kontaktanzeigen, doch niemand der Suchenden möchte jemanden, der an HIV erkrankt ist. Debbie ermutigt ihn; An George sehe man, Liebe sei in jedem Alter und unter allen Umständen möglich, auch für ihn! Daraufhin fragt er sie, warum Debbie denn niemanden hat – und sie erzählt ihm, dass Carl Horvath sie gefragt hat. Aber sie hat abgelehnt, weil er homophob ist... aber Vic streitet das ab. Er ist kein Schwulen-Hasser. Er müsse nur ein wenig fortgebildet werden. Weil Debbie seit 1992 kein Date mehr hatte schafft ihr kleiner Bruder es, sie zu überreden, Horvath anzurufen und „ja“ zu sagen.

Wir sehen die Unterseite einer Matratze, Emmett und Michaels Stimmen sind zu hören, und Bett quietscht sehr auffällig, wir hören rufe wie „Härter! Ja!“. Das ist doch nicht möglich (und er wäre überhaupt oben?)! Ist es tatsächlich nicht. Sie versuchen nur, Emmetts Koffer zu schließen. Den stellen sie dann zu seinen gut zehn weiteren Koffern und Reisetaschen, und da hupt auch schon Georges Limousine. Der ältere Herr sieht sehr schick in seiner Lederjacke aus... aber die Zeit des Abschiedes ist gekommen. Emmett erinnert Michael mit etwas erstickter Stimme daran, dass er bloß nicht vergessen soll, den Vermieter die Heizung reparieren und die Wände neu streichen zu lassen. Dann umarmt er ihn fest, und sagt ihm, dass er ihn vermissen wird, die Tränen praktisch schon in seinen Augen. Aber er muss einen Flieger erwischen, woran George ihn erinnert, und das Paar macht sich auf den Weg.

Justin bittet den Sap darum, ihm an diesem Abend frei zu geben, denn er muss ein Projekt fertig stellen – sollte er das nicht tun, wird sein Professor ihn durchfallen lassen. Erst weigert der Sap sich, aber Justins Dackelblick kann wohl niemand widerstehen. Dafür muss Justin ihm allerdings auch einen Gefallen tun...
Im Loft sitzt Justin später vor seinem Computer und arbeitet an dem Projekt, als Brian ihn von hinten in die Arme schließt und seine Wange küsst. Er schaut sich eins von Justins Bildern an, und schlägt vor, es aufzuhängen. Diese Nachricht fasst der Schüler mit einem aufgeregten „wirklich?!“ auf. Dann fragt Brian ihn, wie er frei bekommen hat. Justin erzählt ihm, dass er den Sap nur darum gebeten hat, und der Sap hat ihm sogar das ganze Wochenende versprochen, wenn er nur als Dekoration zu einer kleinen Party des Saps geht. Brian kann sich vorstellen, was das für eine Party werden wird. Er sagt Justin, dass er weiß, wie er es geschafft hat, auf der Bar zu tanzen, aber Justin versucht es als unwichtig abzutun. Ein Blowjob, keine große Sache. Brian bietet ihm 5000 Dollar für seine Zeichnung an, doch Justin sagt, dass sie nicht verkäuflich ist. Brian schnaubt und erwidert: „Nein, nur du..“

Melanie und Lindsay helfen Debbie dabei, sich auf das Date vorzubereiten: Kleidung aussuchen, schminken, Haare... als Debbie endlich in den Spiegel schauen darf, findet sie sich wirklich hübsch. Als Carl Horvath an der Tür klopft stellt sie ihm Mel und Linds vor. Sie sagt, dass sie lesbisch sind, woraufhin er antwortet, dass das nett ist. Die beiden lachen und gehen dann ihres Weges. Ein Stück die Straße hinunter sind gerade Michael und Vic auf dem Weg zu Debbies Haus; Ben arbeitet an seinem Buch, deswegen wollte Michael mit seiner Familie essen und seine Mutter bearbeiten, etwas freundlicher zu Ben zu sein. Vic sagt ihm, dass er das vergessen kann, und erzählt dann, dass sie ein Date hat. Michael bleibt stehen und fragt Vic geschockt „Mit einem Mann?“ – was Vic bejat – warum sollte Debbie so anders als Schwule sein? In dem Moment kommt Deb mit Kriminalinspektor Carl Horvath aus dem Haus. Michael ist völlig überrascht, dass seine Mutter mit so einen homophoben Idioten ausgehen würde und antwortet dem Polizisten nur kühl, als dieser Debbie die Autotür aufhält.

Emmett bestellt in der ersten Klasse des Flugzeugs die gesamte Speise- und Getränkekarte rauf und runter – er möchte schließlich nicht, dass Georges Geld verschwendet ist. George lacht, und Emmett sagt ihm, dass die Welt für ihn eine Bedeutung erlangen wird, weil er sie mit George gemeinsam entdecken wird. George erwidert, dass niemand ihm je so viel Freude, Genuss und Zufriedenheit bereitet hat wie Emmett. Er könne kaum darauf warten, an jedem Ort Liebe zu machen. Emmett hält das für eine hervorragenden Idee und die beiden treffen sich – natürlich der eine zuerst, dann der zweite – in der Flugzeittoilette, um dort... nun, Ihr wisst sicher, was sie dort tun wollen.

Carl und Debbie essen in einem schicken Restaurant Hummer. Er erzählt ihr von seinen Kindern: Ein Sohn, der mit seiner Familie im Rahmen der Airforce in Deutschland stationiert ist, und eine Tochter, die in Australien lebt. Sie ist mit einem schwarzen Anwalt verheiratet. Das gefällt Carl nicht, aber er arbeitet daran. Er verstehe einfach nicht, warum sie ihr Leben noch schwieriger machen wollen würde. Debbie erzählt ihm dafür, dass Michael mit jemandem zusammen ist, der HIV hat. Aber wenn sie mit ihm darüber reden wolle, dann würde er ihr den Kopf abreißen. Carl denkt, dass Debbie Recht hatte, als sie gesagt hat, dass man seinen Kindern nicht vorschreiben kann, wen sie lieben. Sie als Eltern seien nur die armen Idioten, die sie auf die Welt gebracht hätten. Debbie bezeichnet sich selbst ironisch als Oger, dafür, dass sie ihren Sohn beschützen will, und Horvath antwortet, dass sie ein sehr hübscher sei. Sie lacht. Es sei so lang her, dass sie ein Kompliment bekommen habe, sie wüsste nicht damit umzugehen. Er demonstriert ihr wie, indem er ein Stück seines Hummers genüsslich verschlingt – sie soll das Kompliment genießen. Debbie versucht das ebenfalls, beschmiert aber ihr Gesicht. Carl lacht und wischt es mit seiner Serviette weg.

Bei Emmett und George geht es gar nicht romantisch, sondern heiß zu: In der kleinen Toiletten-Kabine ist kaum Platz für die beiden, aber mehr als Bewegungen der Hüfte benötigen sie ja sowieso nicht. Emmett lehnt mit den Armen an der Wand, George steht hinter ihm vor der Tür. Nachdem sie beide einen Orgasmus hatten, wobei Georges sehr vokal war, und sich ein wenig beruhigt haben fängt Emmett wieder an, atemlos zu lachen und zu reden... doch George antwortet nicht. Emmett sagt seinen Namen... und wieder keine Antwort. Noch einmal. Nichts. George liegt leblos zusammengebrochen auf Emmetts Rücken. Emmett beginnt, verzweifelt um Hilfe zu rufen - denn er kann sich nicht bewegen.

Michael wartet in dem Haus seiner Mutter auf sie, bis sie ein wenig angetrunken und fröhlich mit ein Paar Resten des Essens in einen „Alufolie-Schwan“ eingewickelt hereinkommt. Michael fragt Debbie, wie sie all ihre Prinzipien vergessen kann, nur weil sie mal wieder ein Kerl beachtet. Der Typ ist homophob! Doch Debbie berichtigt. Er ist nicht homophob. Er ist ein 55 Jähriger Hetero mit 55 Jahren Hetero-Attitüde, ihm müssen nur die Augen geöffnet werden. Michael hat sich ja auch nicht dafür interessiert, was sie über Ben denkt; sie habe endlich wieder ein Date, nachdem sie sich jahrelang nur um Michael und Vic gekümmert hat, und er kann sich nicht mal darüber freuen? Worüber sollte er sich freuen, erwidert Michael. Dass seine Mutter so verzweifelt sei, dass sie jeden nimmt? Da verpasst Debbie ihm eine Ohrfeige. Michael geht, wortlos.

Die Party des Saps ist genau die Art von Party, die Brian sich vermutlich vorgestellt hat: Drogen und Alkohol fließen ungehemmt. Ein junger Mann, der wohl ebenfalls zur Dekoration da ist, unterhält sich kurz mit Justin. Er trägt schon kein Oberteil mehr und wird kurz danach von zwei Männern weggezogen. Da stellt sich der Sap zu Justin und weist ihn dazu an, sein Shirt ebenfalls auszuziehen; er bietet ihm einen Joint an, den Justin erst ablehnt, doch der Sap besteht darauf. Einer von seinen Freunden möchte seinem „kleinen Freund“ etwas zu trinken anbieten, doch der Sap verschiebt das auf später. Vor Justins Augen dreht und verschwimmt die Umgebung schon, aber er kann noch ausmachen, dass dem anderen Jungen eine Getränk gegeben wird... dann ziehen diesem einige der Typen auch noch seine Hose aus und er lässt das alles mit sich machen.

Brian und Ted sitzen im Woody’s, beide betrunken, Brian ein wenig mehr. Ted beschwert sich darüber, dass alle einen Freund haben, nur er nicht, doch Brian erklärt ihm das: Ted habe keinen Freund, weil er keinen will. Das würde nämlich die Meinung, er sei ein wertloser Haufen Scheiße, den niemand haben will, die Ted von sich selbst hat, erschüttern. Deswegen würde er Typen verfolgen, von denen er wüsste, dass sie ihn ablehnen und hier herumsitzen und jammern wie eine Teenagerin wenn er doch genau das hat, was er wollte: Nämlich nichts. Ted bedankt sich bei Dr. Kinney dafür, dass er ihm viele 1000 Dollar und anstrengende Jahre Therapie erspart hat.
Da stürmt Michael herein und erklärt ihnen aufgebracht (nachdem er erst nicht darüber reden wollte), dass seine Mutter ihn geschlagen hat. Ted und Brian sagen, dass sie das doch immer tut – so zeigt sie ihre Zuneingung. Aber dann erklärt Michael, dass sie es ernst gemeint hat, weil er ihr gesagt hat, dass sie armselig ist, da sie mit diesem homophoben Polizisten ausgeht. Sie, die Schwulen, sind ihre Prinzipien! Wie könne sie das über den Haufen werfen? Und Brian sagt es ihm: Wenn du Schwanz willst, sind Prinzipen das erste, was geht.
Sie setzen sich alle drei in Brians Jeep, obwohl Michael als einzig nüchterner fährt. Auf dem Weg nach Hause singt Brian von Rücksitz aus, dass Michael eifersüchtig sei. Sein ganzes Leben lang sei seine Mutter für ihn da gewesen, und jetzt kommt so ein dahergelaufener alter Schwanz und nimmt sie ihm weg. Michael sagt ihm, er soll die Klappe halten. Daraufhin fragt Brian, ob sie wohl glauben, dass Debbie und Carl schon gefickt haben. Ted droht damit, ihn aus dem Wagen zu werfen.
Es kommt, wie es kommen muss: Michael fährt zu schnell und sie werden von der Polizei angehalten. Ted fragt Brian erschrocken, ob er Drogen dabei hat. „Ja. 16 Pfund Kokain und gut 700 Gramm Heroin.“ Ted sagt ihm, dass er keine Witze machen soll – und Brian erwidert „Wer macht Witze?“
In seiner gereizten Verfassung ist Michael kein guter Gesprächspartner – schon gar nicht für Polizisten. Er tut so, als sei er erstaunt, dass der Beamte rechnen könnte, als er ihnen mitteilt, dass sie zu schnell gefahren sind; außerdem fährt er ihn an, ob sie denn nichts nützliches zu tun hätten, zum Beispiel ein Mörder fassen. Es wird dem Polizisten zu dumm und er fordert die Drei dazu auf, auszusteigen. Ted ist schon völlig nervös, und Brian so besoffen, dass er nicht mal mehr stehen kann und mit der Flasche Jim Beam in der Hand praktisch aus dem Auto fällt. Michael ist nur genervt, als die Freunde abtransportiert werden.

Die Wohnung das Saps dreht sich und macht auch sonst sehr seltsame, verzerrte Bewegungen. Justin schnupft Drogen von einem Spiegel ein, lacht hin und wieder, beobachtet die Leute dabei, wie sie Sex haben, bewegt sich zu der Musik – während Sap und ein Freund Justin beobachtet. Da bietet der Sap ihm etwas zu trinken an. Er nimmt es an ohne nachzudenken. Sein Gastgeber führt die „Dekoration“ in einen Spielraum, wo eine Schaukel hängt – aber nicht die Art, die man auf dem Kinderspielplatz findet. Der junge Mann von vorhin wird darin gerade von allen möglichen Männern gefickt, begrabscht und zu Gott weiß noch was verwendet. Der Sap muss Justin schon mit beiden Armen umschlossen halten, damit dieser nicht fällt, und befiehlt ihm in Form einer Bitte, sich ebenfalls in die Schaukel zu legen. Justin sagt lachend, dass er nicht will. Ein anderer Mann greift ihm unter die Arme, während der Sap sich vor ihn kniet und seine Hose öffnet. Justin ist völlig schlaff, sackt leicht zusammen - aber er wiederholt, dass er nicht will, doch niemand tut etwas. Justin sagt es noch mal „Ich sagte, ich will nicht!“ und tritt den Sap mit letzter Kraft ins Gesicht und zu Boden; er wird sofort von dem Mann fallen gelassen und sinkt in sich zusammen wie eine leblose Puppe. Die Freunde des Saps versammeln sich schnell um ihn, um zu schauen, ob ihm etwas passiert ist, und Justin macht sich sie so rasch davon, wie es in seinem zugedröhnten, orientierungslosen Zustand möglich ist. Der Sap ruft ihm noch hinterher, dass er gar nicht erst daran denken muss, wieder zur Arbeit zu kommen.

Emmett und ein Doktor sitzen auf dem Flugzeugboden im Personalbereich. Der Doktor schildert Emmett, dass George an einer Herzattacke gestorben ist, die durch Überanstrengung verursacht wurde. Sein Körper liegt vor ihnen und ist mit einer Decke verhüllt. Emmett dankt dem Herz-Spezialisten, welcher ihm dann aber sagt, dass er seinen Doktor in Wirtschaft hat – aber seinem Onkel sei das selbe passiert wie George. Dann lässt er Emmett und seinen Gerogy allein. Ein Steward fragt Em, ob er ihm irgendetwas bringen kann und übergibt ihm etwas Hochprozentiges. Emmett bittet den Steward, hier bleiben zu dürfen, denn er will George nicht allein lassen. Der Steward lässt er ihn wissen, dass er ihm alles bringen wird, was er benötigt – und benutzt dafür das englische Wort „fetch“. Emmett fragt den leblosen George, ob er das gehört hat? Der Steward hat ihn erkannt. Emmett setzt sich auf den Boden neben George, die Knie eng an seine Brust gezogen, die kleine Flasche hilflos in der Hand. Er sieht verloren aus. Er spricht mit George, der so nah neben ihm liegt... hier sind sie also, irgendwo zwischen Himmel und Erde, verloren zwischen den Sternen...

Brian, Ted und Michael sind am nächsten Morgen immer noch in einer Gefängniszelle. Ted ist enttäuscht, weil seine Gefängniszellenpornos sich als unwahr herausgestellt haben – keine Heiße Man-on-Man-Action. (Und der mit ihnen eingesperrte alte Obdachlose lässt Ted wissen, dass auch er nicht gerade das ist, was er sich erhofft hat.) Die einzige Sorge des total fertig aussehenden Brian ist hingegen, wem er hier einen blasen muss um einen dreifachen, fettfreien Latte zu kriegen. Carl Horvath befreit sie schließlich aus ihrer misslichen Lage. Ted bedankt sich bei ihm, Brian sagt ihm, dass der Reinigungstrupp eine Trachtprügel verdient, und Michael schweigt – bis Carl ihn anspricht. Wenn er ein Problem habe, sollte er das mit ihm besprechen und nicht die Polizisten, die ihre Arbeit tun, anfahren. Michael sagt ihm ohne große Emotion, dass er ein homophober Arsch sei, das sich von seiner Mutter fernhalten solle. Carl erwidert, dass er Schwule nicht hassen würde, er würde es nur nicht verstehen. Das Selbe kann Michael sicher auch über Heteros sagen, also sind sie da quitt. Aber er mag Debbie – ihr großes Herz, großen Charakter und ihre große Klappe. Und sie liebt Michael in jedem Fall. Und jetzt solle er gehen und seinen Strafzettel bezahlen. Sie würden keinen Vermerk für Brian, Ted oder Michael vornehmen. Michael bedankt sich zögerlich.

Im Diner bestellt er bei Debbie für sich und Ben Essen und bittet seine Mutter um Entschuldigung, doch die möchte das nicht einfach so annehmen und ihm vergeben. Ben will die beiden schon allein lassen, damit sich ihre Probleme regeln können, doch Michael bittet ihn zu bleiben. Michel sagt seiner Mutter, dass er kein Recht hatte, Carl Horvath zu beurteilen ohne ihn zu kennen und kein Recht hatte, die Dinge zu sagen, die er zu ihr gesagt habe; sie könne mit jedem ausgehen, mit dem sie ausgehen will. Aber dann soll er das auch können!
Debbie schweigt für einige Momente... dann sagt sie Ben, dass sein Frühstück sofort kommt.

Im Loft kommt Brian endlich nach Hause. Justin sitzt schon wieder an seinem Computer, und erinnert seinen Partner daran, dass sie eine Regel bezüglich der Uhrzeit ihrer Rückkehr haben. Brian versichert ihm, dass er nichts verpasst hat, schnappt sich eine Flasche Wasser und beginnt, sich auszuziehen. Justin steht auf und teilt ihm mit, dass er gekündigt hat – und sich das Geld nun doch von ihm leihen möchte. Er sehe ein, dass die ganze Nacht zu arbeiten kontraproduktiv seinen eigentlichen Zielen gegenüber sei. Er zieht sein Hemd aus und legt sich zu Brian ins Bett. Der Student sagt, sie müssen einen Rückzahlungs-Rahmen festlegen, und müssen die Bedingungen schriftlich festhalten. Brian frag, wieso Justin seine Meinung geändert hat. Und dieser sagt es ihm: Ein Mann müsse wissen, wann er um Hilfe bitten muss. Sie küssen sich, Justin zieht seine Hose aus und Brian greift nach einem Kondom. Doch Justin nimmt es ihm aus der Hand und drückt Brians Schulter, damit dieser sich auf den Bauch legt. Brian schaut ihn an, Justin schaut zurück....... und das Unglaubliche passiert: Brian dreht sich auf dem Bauch und lässt Justin ohne ein weiteres Wort den aktiven Part übernehmen. Na wenn das mal kein Anblick ist!


< Episode 2.13 / Episode 2.14 / Episode 2.15 >

Zurück nach Oben

Text & Screencaps © QaF Germany
Background Image © Showtime