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Justin zeigt Michael in dessen Wohnung einige Zeichnungen, die er für Rage angefertigt hat, unter anderem die Szene, in der JT zusammengeschlagen und nachher von Rage geheilt wird, indem er ihn gründlich, lange und sehr explizit... fickt. (Wundert uns das? Nein, tut es nicht.) Ben wuselt währenddessen im Raum hin und her und sucht nach seinem Organiser. Michael gibt ihm unschuldig Ratschläge, doch in Wirklichkeit hat er den selbst eingesteckt! Er erklärt Justin leise, dass Ben eine Liste seiner Freunde in seinem Organiser hätte, und er würde sie alle gern zu Bens Überraschungsgeburtstagsparty einladen. Justin erkundigt sich schnell, wann Ben Geburtstag hat – und es stellt sich heraus, dass sie am selben Tag geboren sind! Was für ein Zufall, dass Michael und Brian beide zwei Männer lieben, die am selben Tag Geburtstag haben, bemerkt Justin grinsend. Michael lädt ihn zum Essen ein, denn Ben und er möchten an diesem Abend Zuhause bleiben und danach einen Film schauen, aber Justin kann nicht. Er ist mit Brian im Babylon verabredet. Als Ben Michael liebevoll küsst, sieht der Student etwas säuerlich aus. Im Babylon selber kippen Brian, Ted und Justin Tequillas. Ted fragt Brian, wie er gedenkt, Justins Geburtstag zu feiern: Vielleicht mit einem Auto? Justin ruft, dass ihm das gefallen würde, doch Brian erwidert, dass er nichts tun wird. Jeder könne geboren werden, sogar Ted. Das einzige, das es wert sei zu feiern, wären Leistungen. Auch wenn Justin erst nicht begeistert aussieht, stimmt er Brian doch zu. Dann kommt Emmett zu ihnen, nachdem er einen Trick abgewimmelt hat. Sie erkundigen sich gefühlsvoll, ob er vielleicht nicht groß genug war, doch Emmett trauert immer noch. Er hat alles probiert: Männer, Alkohol, Drogen... nichts kann ihm helfen. Deshalb lädt Ted ihn ein, am folgenden Tag mit ihm in die Kirche zu kommen. Die „Kirche“ ist tatsächlich eher eine Bühne, auf der ein Mann in einem gold-glitzernden Jackett eine feurige Predigt hält. Selbst „feurig“ trifft es noch nicht ganz. Er ist begeistert, betont und... auffällig. Emmett hält ihn für eine Witzfigur, Ted findet ihn inspirierend. Erst als sie das erste, sehr beflügelt gespielte Orgellied singen, kann Emmett sich für den Gottesdienst begeistern. Da Ted ein Textheft fehlt, teilt er eines mit seinem sehr attraktiven Nachbarn. Nachher räumen Ted und sein „Gesangspartner“ gemeinsam die Kirche auf, und Luke erzählt von sich: Er unterrichtet eine zweite Klasse, weil er unbedingt mit Kindern zusammenarbeiten möchte; außerdem ließe ihm das Zeit, unter der Woche bei der Gay Support Line auszuhelfen, sich am Wochenende für AIDS-Projekte einzusetzen und die Kirche ehrenamtlich zu unterstützen. Er ist sehr freundlich und keineswegs wichtigtuerisch. Als er Ted fragt, was dieser beruflich macht, spielt sich vor dessen Augen ein kurzer Film, zusammengesetzt aus Männerpornos, Würsten, Hot Dogs und schnell startenden Autos, Flugzeugen und Raketen, ab. Er antwortet schließlich, dass er seine eigene Internetseite besitze, die sich um die Bedürfnisse anderer Menschen kümmere... man könne sagen, es sei Erleichterungsarbeit. Luke meint, er hatte einfach gewusst, dass Ted Menschen helfen würde. Im Diner erzählt Michael Brian und Emmett, dass er für Ben eine Überraschungsparty plant. Brian schlägt ihm vor, es dabei zu belassen, eine Flasche Sake und eine Ausgabe des Kamasutras zu kaufen und die ganze Nacht lang zu vögeln. Emmett sieht das schon ein wenig anders: Michael brauche nicht viel Geld, nur ein Thema... als er erfährt, dass Ben sich ausführlich mit Asien und Buddhismus beschäftigt, schlägt er „Geisha“ vor! Wäre das nicht wundervoll? Er solle das alles Emmett überlassen, er würde dafür sorgen, dass dies eine unvergessliche Feier würde. Da kommt Debbie zu ihnen und fragt, wer eine Feier haben wird. Michael antwortet „niemand“, Emmett schweigt und schließlich sagt es ihr Brian. Sie erwidert, dass sie das nett von Michael findet, und geht dann. Brian schlägt Michael vor, sie doch einzuladen, doch der meint, dass sie sowieso nicht kommen würde. Justin isst bei Melanie und Lindsay und erzählt ihnen von Brians nicht vorhandenen Plänen bezüglich seines Geburtstages. Die beiden sind sich einig, dass Brian einfach nur ein Idiot ist (besonders, da er sich an seinem eigenen Geburtstag beinah umgebracht hatte), weil er denkt, dass es sich nicht lohnt, Geburtstage zu feiern – nicht einmal seinen eigenen. Jeder verdiene, laut den beiden Frauen, ein wenig Aufmerksamkeit an seinem Geburtstag, besonders von der Person, die man liebt. Dabei küsst Mel Lindsay sanft. Wenn Brian nichts mit Justin machen würde, dann müssten sie das eben tun! Sie laden ihn ein, mit ihnen zu einem Violinkonzert zu kommen; erst ist er ein wenig skeptisch, denn ihm gefällt klassische Musik nicht besonders, doch als Lindsay erwähnt, dass der Violinist nicht nur ein Genie, sondern auch noch süß wäre, überlegt er es sich anders. Michael und Ben stehen an dem Tag seines Geburtstages an einem Kiosk, und Ben schenkt Michael einen Strauß Blumen. Wie sagt man so schön, es sei doch besser, zu geben als zu nehmen. Er lächelt. Dann bittet er Micheal darum, nichts besonderes wegen seines Geburtstages zu planen. Michael schlägt vor, Essen zu gehen. Ben antwortet, dass er gerne etwas alltägliches und nichts besonders vornehmes hätte – aber doch nicht so alltäglich wie das Diner, bitte. Michael fragt Ben, wann er Zuhause sein wird, und kündigt an, ihn dann dort zu treffen. Auf einmal wird Ben von jemandem angehalten. Sie unterhalten sich kurz, dann stellt Ben Paul Michael vor, der schon von ihm gehört hat. Paul bittet Ben, ihn doch mal wieder anzurufen, dann geht er seines Weges. Ben erzählt Michael, dass es dieser Mann war, der ihn mit HIV infiziert hat. Michael ist geschockt, doch Ben meint, dass er ihm vergeben habe. Sie seien immer noch Freunde. Immerhin wusste Paul damals nicht, dass er es hatte und Ben hätte selbst vorsichtiger sein sollen. Im Fitnessstudio erzählt Michael entgeistert Ted und Emmett, dass Ben dem Mann verziehen hat, der ihn mit HIV infizierte. Wie hat er das nur geschafft?! Ted würde die Person umbringen wollen und Emmett hält Ben für wahnsinnig; Michael meint, dass sein Freund einfach perfekt ist und sich von all diesen emotionalen Lasten befreit habe, die sie immer noch mit sich herumtragen würden. Er sei beinah überirdisch. Daraufhin berichtet Ted von Luke, der der süßeste, gütigste Mann der Welt sei – und sexy noch dazu. Er fügt ebenfalls hinzu, dass er bei ihm den Eindruck erweckt habe, dass es bei seiner Webseite um Arbeit gehe, die eher mit dem Roten Kreuz als mit Pornos zu tun habe. Er konnte Luke doch nicht erzählen, was er wirklich tut! Michael erwidert, dass es einem Menschen, der so perfekt ist, wie Ted ihn beschreibt, gleichgültig sein würde. Emmett dagegen hat wieder ins Leben zurückgefunden – er sagt den beiden, dass sie ruhig ihre Heiligen haben könnten, er bleibe lieber bei den Sündern. Melanie und Lindsay, die Justin für das Violinkonzert abholen, reden auf Brian ein: Warum könne er dem armen Jungen denn nicht wenigstens einen Kuchen schenken?! Brian erwidert, dass er sowieso schon zugenommen hat, und jetzt sollten sie ihn in Ruhe lassen, er habe zu arbeiten. Da kommt Justin in einem brandneuen Anzug, den ihm seine Mutter geschenkt hat, aus dem Schlafzimmer herunter, die Krawatte noch lose um seinen Hals. Brian fragt ihn, ob sein Vater ihm nie beigebracht hat, eine Krawatte zu binden; Justin antwortet, dass dieser zu sehr damit beschäftigt gewesen war, ihn hinauszuwerfen und Brian zu verprügeln. Brian lacht und bindet ihm die Krawatte; auch sein Vater habe das nicht getan, er sei zu sehr beschäftigt gewesen, den Tag zu verfluchen, an dem Brian geboren wurde. Justin sieht immer noch nicht allzu begeistert aus, auch nicht, als Brian ihm sanft auf die Stirn küsst und sich wieder seiner Arbeit zuwendet. Lindsay bleibt noch zurück und fragt Brian schreiend, um sich über die Musik der Stereoanlage hörbar zu machen, wieso er Justins Geburtstag nicht feiern würde, wenn es doch offensichtlich sei, wie sehr er ihn lieben würde! Ist es nicht Leistung genug, dass er lebt und gesund ist. Ist es das nicht wert, gefeiert zu werden? Dann verlässt sie den Raum und lässt einen nachdenklichen Brian zurück. Der Violinist ist nicht nur in Justins Alter sondern tatsächlich auch sehr begabt und sicher in mancherlei Augen süß. Er spielt mit unheimlich viel Leidenschaft und zieht Justin in seinen Bann. Der zückt einen Bleistift und zeichnet den Musiker auf sein Programm, aus fünf verschiedenen Blickwinkeln. Er konzentriert sich sehr darauf und starrt den jungen Mann das ganze Lied hindurch intensiv an. Vic übergibt Michael einen Kimono, den er damals zu eine Drag Ball getragen hat, damit Emmett ihn zu einem Teil seines Kostüms machen kann. Da kommt Debbie hinzu und Michael lädt sie schließlich schweren Herzens zu Bens Feier ein... doch sie habe eine Verabredung mit ihrer Freundin Rosie. Nachdem Michael gegangen ist, teilt Vic Debbie mit, dass sie seit zwölf Jahren nicht mehr mit Rosie gesprochen habe. Doch Debbie meint, man könne ja nie wissen. Rosie könnte ja wieder anrufen. Während sie ein Bettuch zusammenfalten fragt Vic sie, ob sie es Ben und Michael nicht ein wenig einfacher machen könne. Denn, trotz aller ihrer dunkelsten Befürchtungen müsse sie zugeben, dass Ben einen positiven Einfluss auf Michael habe, und dass es beiden einfach nur gut ginge. Warum bemühe sie sich nicht ein wenig und mache Michael glücklich? Justin, Melanie und Lindsay unterhalten sich über den jungen Violinist und Justin merkt an, dass dieser schon spielt, seit er vier Jahre alt ist und teilt noch einige andere Fakten mit. Mel und Linds sind verwundert über sein wissen - doch Justin hat lediglich das Programm gelesen. Doch die beiden Frauen Stoßen an. Justin zeigt erste Anzeichen von Konvertierung. Eine weitere Lesben-Erfolgs-Story. Melanie und Lindsay danken dann schnell einer Freundin und Justin nutzt diese Gelegenheit, um allein mit dem Violinist zu sprechen. Justin sagt, dass er ihn gut fand, doch der Musiker erwidert, dass er schlecht gespielt habe und zwar nur wegen Justin; wie er ihn anstarrte, war sehr ablenkend, aber nicht notwendigerweise auf eine schlechte Art. Justin stellt sich vor, und auch der Violinist enthüllt seinen Namen: Ethan. Sie gehen auch auf dieselbe Schule. Durch Zufall entdeckt Ethan die Zeichnungen auf Justins Programmheft. Er ist sehr beeindruckt und sagt, dass Justin ein wahrer Künstler sein muss, wenn er nicht aufhören kann, zu zeichnen, egal wo er ist. Als Ethan erfährt, dass Justin Geburtstag hat, schenkt er diesem eine seiner CDs und sagt, dass er nächstes Mal als Cover eine von den Zeichnungen verwenden wird. Dann spricht den Violinisten jemand anders an, und als er sich wieder umdreht ist Justin gegangen. Ted und Luke haben Sex, sie küssen sich, und alles was eben so dazugehört, wenn es Queer as Folk ist. Luke bezeichnet ihn als ernst, als ehrlich... er hätte sofort gewusst, dass er ihm vertrauen könne. Daraufhin hält Ted inne und erzählt Luke die Wahrheit: Dass er eine Pornoseite besitze und Männer dabei filme, wie sie sich selbst und gegenseitig befriedigen würden, damit andere sich ebenfalls befriedigen könnten. Schweigen folgt, und Ted steht auf, um seine Sachen zusammenzusuchen. Doch Luke hält ihn auf. Nachdem Ted ihm erklärt hat, dass er nach Lukes beeindruckender Beschreibung von sich selbst nicht den Mut dazu hatte, die Wahrheit zu sagen, meint dieser, dass es ihm nicht ausmache. Er habe selbst ab und zu schon einmal solche Seite besucht. Ted sei das, was zähle, nicht sein Beruf.
Sobald er Zuhause ist legt Justin Ethans CD ein, die Brian spöttisch kommentiert. Justin erzählt ihm, wie wundervoll der Violinist war, das Brian hätte dort sein müssen! Der sieht das anders. Justin zieht sich sein Jackett aus und starrt kurz ins Leere... da bedeckt Brian Justins Augen plötzlich von hinten mit seiner Hand und drückt den jungen Mann an sich. Er fragt ihn, ob er bereit für eine weitere Geburtstagsüberraschung sei. Justin lacht und dreht sich in Brians Armen um, um ihn zu küssen. Er habe die ganze Zeit gewusst, dass Brian diesen ganzen Scheiß nur erzählt habe, um ihn zu überraschen! Wo ist sein Geschenk?! Brian hält ihm erneut die Augen zu und an seiner Krawatte fest und führt ihn ins Schlafzimmer...
Ted und Luke werden von einem Geisha-Emmett, der sich einfach unfassbar... politisch unkorrekt verhält, in Empfang genommen. Luke kann es kaum fassen, doch er muss lachen. Michael begrüßt ihn freundlich, nachdem er sie hineingescheucht hat, denn Ben muss jeden Moment kommen. Bens Wohnung ist kaum wiederzuerkennen: Lampions, Pappbuddhas und alles, was sonst so zu Asienklischees passt. Ted stellt Luke Melanie und Lindsay vor, die sofort beginnen, ihren Freund in den Himmel zu loben, sobald dieser losgegangen ist, um Getränke zu holen. Sie erzählen Luke auch, wie wundervoll sie es finden, dass er so tolerant gegenüber Teds Job ist – es sei immerhin Schwänze, Schwänze, Schwänze, 24/7. Wer weiß, was noch kommen wird: Zeitschriften, Fernsehsender, Themenparks? Sie lachen, obwohl Luke ein wenig unwohl aussieht. Ted erscheint mit zwei Drinks, doch Luke trinkt natürlich nicht. Michael beschwert sich bei Brian, der gemeinsam mit ihm nach Hause läuft. Wie konnte Ben ihn nur so erniedrigen, vor all seinen Freunden, seiner Familie?! Wie konnte er es wagen?! Brian sagt ihm, er solle sich erst mal ins Woody's, saufen, kotzen, ohnmächtig werden - das hilf sich zu beruhigen. Ben habe sicher seine Gründe. Welche, fragt Michael ihn. Welche könnte er haben?! Brian will es ihm erst sagen, doch dann schweigt er. Michael würde es sowieso nicht verstehen. Als Michael eine Erklärung verlangt, antwortet Brian, dass Michael zu viel erwarte. Er erwarte von Ben, perfekt zu sein, und das kann Ben einfach nicht. Michael will zu viel. Michael faucht ihn an, was denn die Alternative sei: Nichts zu erwarten, nichts zu wollen, so wie Brian?! Luke besucht Ted bei der Arbeit, während Ted mit einem Mann aus Düsseldorf telefoniert, der gerne etwas mehr Action mit dem doppelköpfigen Dildo hätte – danke! Dann geht er zu Luke und gibt ihm seine V.I.P. Tour. Doch am Ende sagt Luke Ted, dass sie sich für eine Weile wohl nicht sehen sollten. Er hat gehofft, dass er Teds Beruf nicht beachten könnte, doch er schafft es nicht. Er hat versucht, sich zu sagen, dass es nur ein Job sei. Aber das sei es nicht. Ted bietet ihm an, es aufzugeben, doch Luke will das nicht. Ted solle nichts aufgeben, was er liebt, nur weil Luke ein Problem habe. Er verabschiedet sich mit einem Kuss auf Teds Wange, dem Ted verletzt ausweicht. Er sieht aus, als würde er jeden Moment in Tränen ausbrechen. Brian hilft Melanie und Lindsay dabei, Holz für Leda in ihrem Wagen zu transportieren. Linds hat ihre Geldbörse vergessen und geht zurück, während die anderen beiden auf dem Parkplatz warten. Melanie versucht Brian wissen zu lassen, was Justin sich wirklich gewünscht hat – keinen Prostituierten, sondern etwas romantisches. Ein Dutzend Rosen, wieso nicht? Brian antwortet, dass sie kein Paar Lesben sind; Justin sei nicht seine Frau, sie seien nicht hetero. Melanie rät ihm, seine Prinzipien dieses eine einzige Mal zu vergessen und Justin zu zeigen, dass er ihm was bedeutet. „Komisch“, bemerkt Brian spöttisch, „ich dachte, das wüsste er.“ Justin folgt im PIFA der Violinenmusik, die nur von einem stammen kann: Ethan, der in einem verlassen Raum übt. Der talentierte Violinist unterbricht seine Übung und erzählt Justin, dass die Heizung ausgefallen ist - aber nun sei ihm warmer, denn Justin sei ja hier. Er bedankt sich für die CD, er habe sie schon sechsmal gehört. Ethan fragt Justin, ob er einen schönen Geburtstag verbracht habe, doch Justin antwortet wahrheitsgemäß, dass sein Freund keine Geburtstage feiert. Ethan bedauert sehr, dass zu hören – aber nicht, dass Justin nicht gefeiert hat, sondern, dass er einen Freund hat! Denn wenn Ethan Justins Freund wäre, würde er ihm einen Geburtstag schenken, den Justin niemals vergessen würde. Erst würde er ihm Frühstück ans Bett bringen, dann würde er spielen, nur für ihn, und zwar das Stück „Noble and Sentimental“... den so stelle er sich Justin vor, nobel und sentimental. Danach würden sie Liebe machen, ein paar hundert Mal. Justin fragt etwas beschämt „Und das alles vor dem Mittagessen?“ Ethan antwortet mit einem aufrichtigen „Ja.“ - Doch er sei nicht Justins Freund. Justin geht nach diesen Worten, und Ethan übt nach kurzem Zögern weiter. Ben steht vor Michaels Tür - und Michael lässt ihn wortlos herein. Ben sagt Michael, dass er ihn die letzten Nächte vermisst hat - und Michael antwortet, dass er das für besser hielte – es sie möglicherweise für immer besser. Als Ben zu einer Erklärung ansetzen möchte unterbricht Michael ihn und fährt ihn an, wie er es nur wagen konnte, ihn und sich selbst so zu erniedrigen?! Doch auch Ben lässt Michael nicht ausreden. Ganz ruhig sagt er, dass seine T-Zellen drastisch angegriffen und sein Viro-Load in die Höhe geschossen sind. Die Medikamente arbeiten nicht so, wie sie sollten, der HIV-Virus in seinem Körper ist resistent geworden. Vor der Party war er bei den Ärzten und hat die Ergebnisse bekommen. Sie haben die Medikamente geändert, doch was heißt das schon. Ben zündet sich eine Zigarette an. Michael will sie ihm wegnehmen, seit wann würde Ben überhaupt rauchen, doch Ben behält sie. Er raucht, seit er nervös ist! Und Michael solle ihn bitte nicht so entsetzt anschauen, er sei nicht perfekt. Er habe alles versucht, Buddhismus, Yoga, Meditation, nur um ein wenig inneren Frieden zu finden – doch alles, was er erreicht hat, ist sich selbst Glauben zu machen, dass er diesen ganzen Scheiß wirklich glaube. Michael erwidert sanft, aber bestimmt, dass es kein Scheiß sei. Er müsse daran glauben! Ben sagt ihm, dass er Michael verletzt hat. Er hat ihn verletzt, die Person die ihm am meisten auf der Welt bedeutet. Dafür gäbe es keine Entschuldigung. Doch Michael streitet das ab und streicht über Bens Wange; natürlich gäbe es eine: Ben sei nur menschlich.
Justin sitzt allein im Loft und schaut sich einige Rage-Zeichnungen an, in denen JT zusammengeschlagen und von Rage gerettet wird. Darunter liegt Ethans CD, die er daraufhin einlegt und verträumt zu der Musik auf seinem Drehstuhl durch das Loft rollt, dreht sich weiter und weiter und weiter und weiter... das Bild verschwimmt zu Brian, der im Dunkeln an einem Kiosk steht und sich einen wunderschänen Strauß Rosen anschaut. Der nette Verkäufer sagt, dass das schöne Blumen sind. Brian lächelt und riecht an ihnen und der Verkäufer fragt, ob er Brian die Blumen einpacken darf. Dieser antwortet nicht sofort. Er schaut die Blumen erneut an, dreht sie in seiner Hand herum. Dann schaut er den Verkäufer an... und wieder die Blumen. |
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