Queer as Folk - Episode 2.19

Nach Unten

Brian und Michael besuchen Ted in seinem Studio und beneiden ihn um seine Arbeit, die zum größten Teil darin besteht, seinen... Schauspielern... Anweisungen zu geben, während er jede Kamera gleichzeitig auf seinem Computer überwacht. Wer hätte nur gedacht, sagt Brian, dass Ted Schmidt, Versager in Karriere und Liebesleben, es zu diesem feuchten Traum bringen würde? Ted fragt ihn selbstzufrieden, ob er da wohl eine Spur Neid aus seiner Stimme höre. Michael fragt ihn, wie er es schafft, mit all diesen heißen Männern um ihn herum zu arbeiten – das sei ja gerade seine Arbeit, meint Ted grinsend. Danach muss Brian wieder zu seinem neuesten Kunden – Babywindeln – und Michael zurück zum Laden – Comics sortieren – während Ted von seinem Assistenten die Liste seiner heutigen Aktivitäten erhält: Ein Dreier im Fahrstuhl, ein Vierer im alten Rom, zwischendurch auch mal eine Orgie unter Wasser.

Ethan und Justin liegen nackt in Ethans Bett. Justin erzählt ihm, dass Brian Liebe mache so wie er seine Violine spielt: In Trance, seine Augen geschlossen. Ethan führt diesen Gedanken fort, indem er Justin als sein Instrument bezeichnet... erst stimmt er ihn, dann streichelt er ihn mit seinem Bogen... die beiden kichern, während Ethan Justin von hinten im Arm hält und seinen Nacken küsst. Dann steht Justin jedoch auf und zieht sich an. Er muss gehen, denn er will mit Michael Poster aufhängen, um das baldige Erscheinen der ersten Ausgabe von RAGE auf der ganzen Liberty Avenue anzukündigen. Als er schon fast die Tür erreicht hat ruft Ethan ihm vom Bett aus zu, dass sie, wenn er einmal bei ihm bleiben würde, gemeinsam aufwachen und der Sonne beim Aufgehen zusehen könnten. Wie sie alles in rote und goldene Farbe taucht... Justin geht wortlos.

Debbie ist mit Carl Horvath und seinen Freunden bowlen gegangen, doch als Carl sie küssen möchte, weicht sie ihm schnell aus, mit der Ausrede, dass sie dran sei. Neben ihr spielt ein junges, schwules Paar, das Emmett alle Ehre macht. Sie und auch der junge Mann haben einen Strike, woraufhin sich das Pärchen sehr freut. Einer der Freunde von Carl macht sie spöttisch nach, woraufhin Debbie ihm empört sagt, dass es eine Menge gute schwule Bowler gebe. Sie haben sogar hier eigenes Team hier in Pittsburgh: Die Liberty Balls. Carl möchte die Unterhaltung beenden, doch sein Freund fordert Debbie dazu auf, dass das Team am Freitagabend gegen sie antritt. Die würde natürlich niemals nein sagen, auch wenn sie sich die Existenz dieser Mannschaft so eben aus den Fingern gesogen hat, und willigt ein.

Bei Melanie und Lindsay geht es im Bett dank Leda wieder so richtig zur Sache. Sie liegen nackt übereinander und küssen sich, als Linds Mel gesteht, dass sie Angst hatte, dass es nie wieder so sein würde, obwohl Leda sie beinah dreist überfallen hat. Mel sagt, sie sei froh darüber, denn das hat ihr wieder vor Augen geführt, dass die einzige Person, mit der sie zusammen sein will, Lindsay ist. Die küssen, streicheln und lieben sich, als Leda auf einmal hereinkommt. Schnell bedecken sich die zwei Frauen mit ihrer Decke, doch Leda hat offenbar eine andere Idee: Sie habe die Bretter quietschen hören und dachte, jetzt wo sie alle wach seien, könnte sie doch eine Pyjamaparty machen, nur für Mädchen... sie kniet sich auf das Bett und küsst erst Lindsays, dann Melanies Wange, doch Gott sei Dank beginnt gerade in diesem Moment Gus damit, zu brüllen. Melanie und Linds eilen zu ihrem Kind, um der unangenehmen Situation zu entgehen.

Am Ende des erschöpfenden Arbeitstages verteilt Ted an jeden seiner Mitarbeiter einen Scheck für ihre Dienste. Als nur noch sein Assistent Eddy zurückbleibt fragt dieser ihn, warum er seine Mitarbeiter nicht einmal angeschaut hat. Sie seien gerade alle in der Reihe an ihm vorbeigelaufen, all diese wunderschönen, perfekten Männer, und er habe kaum hingesehen. Ted meint, dass er immerhin Schecks verteilt hat und aufpassen musste, dass alles korrekt lief. Doch Eddy hakt weiter nach: An einem der vergangenen Abende veranstalteten sie das Porno-Event des Jahrzehnts, zwölf Stunden non-stop Gefängnis Action, und Ted habe nicht einmal aufgeschaut, nicht ein einziges Mal, sondern nur seine Buchhaltung geführt. Ted erklärt ihm, dass er eine professionelle Haltung bewahren müsse... doch als Eddy mit seinem Scheck gegangen ist schaut sich Ted eine Aufnahme von einem Porno an, und ihm wird etwas furchtbares bewusst: Er fühlt nichts!

Als Justin spät nach Hause kommt ist Brian immer noch wach und arbeitet im dunklen Loft an einem Projekt für einen Kunden. Er fragt, wo Justin gewesen sei, der antwortet, dass er gelernt und die RAGE-Poster abgeholt habe. Brian findet sie gut, erinnert Justin aber daran, dass er ihm geholfen hätte. Der meint nur, dafür sei Brian zu beschäftigt sei und möchte dann um Brian herum ins Badezimmer laufen, doch Brian hält ihn fest. Justin entkommt ihm mit der Begründung, dass er duschen muss, er würde stinken. Schließlich lässt Brian ihn los, folgt ihm aber nach einigen Momenten in die Dusche. Sie küssen sich und Justin sagt Brians Namen, als würde er ihm etwas sagen wollen. Brian wartet. Justin zögert. Dann schweigt er nur noch und küsst Brian wieder, der ihn umdreht und gegen die Glassscheibe der Dusche fickt. (tick, tock)

Melanie und Lindsay spazieren mit Gus die Liberty Avenue entlang und danken Gott für ihren schreienden Sohn. Mel bemerkt nur berechtigterweise, dass sie sich nicht immer auf ihn verlassen werden können. Lindsay schlägt Türschlösser vor, doch Mel möchte Leda nicht einfach ausschließen wie einen Räuber. Offenbar habe ihre Freundin einfach nicht verstanden, dass ihr Dreier eine einmalige Angelegenheit war. Linds meint, dann müssten sie – oder besser gesagt Melanie, weil sie das einfach besser kann – Leda das eben sagen. Aber Mel kann auch das einer Freundin nicht so einfach beibringen. Dann haben sie die Idee: Sie brauchen ja nur zu warten, bis Leda das schon beinah komplette Atelier für Lindsay fertiggestellt hat, denn so lautete ihr Deal. Danach würde Leda gehen müssen!

Justin und Michael hängen gemeinsam auf der Liberty Avenue die RAGE-Poster auf, als Justin eine Violine hört. Er sagt Michael, dass sie schneller vorankommen werden, wenn sie sich aufteilen und folgt der Musik. Er hat richtig geraten: Dort spielt Ethan, dessen Geschäfte zwar nicht gut laufen, aber eine alte, vermutlich obdachlose Dame, sein treuester Fan, hört ihm gebannt zu. Justin zeigt ihm die Poster – er hoffe, mit RAGE genug Geld zu verdienen, um die Schulgebühren für das nächste Semester zu zahlen – und Ethan lädt ihn erst auf einen Kaffee, als Justin dann ablehnt zu einem französischen Film am Wochenende ein. Es geht um zwei Männer, die sich in dieselbe Frau verliebt haben. Justin meint, dass es schwierig genug sei, eine Person zu lieben. Ethan erwidert, dass man aber zwei Herzen brechen kann, wenn man derjenige ist, der geliebt wird. Dann küsst er Justin plötzlich leidenschaftlich auf offener Straße, und der hält ihn nicht zurück.
Michael steht auf der anderen Straßenseite und sieht es. Er scheint seinen Augen kaum zu trauen.

Ted sitzt deprimiert im Woody’s, als Brian vorbei kommt, sich von ihm einen harten Drink spendieren lässt und sich zu seinem Freund gesellt. Der verkündet, dass das Undenkbare geschehen ist; Ted sei erwacht und habe sich in eine gigantische Muschi verwandelt, fragt Brian. Doch Ted meint, es sei sogar noch schlimmer: Er ist immun. Immun gegen Pornos! Er hat all seine wildesten Fantasien in Erfüllung gehen sehen, direkt vor seiner Nase, wieder und wieder und wieder... Brian müsse ihm helfen! Dieser zündet sich erst einmal eine Zigarette an und fragt Ted dann, was seine am besten gehütete geheime Sex-Fantasie sei. Er will ihm das natürlich nicht verraten, also steht Brian auf und beglückwünscht ihm zu einem Leben im sexuellen Fegefeuer. Ted zieht ihn sofort zurück auf den Stuhl, nimmt ihm das Versprechen ab, nicht zu lachen – welches Brian nicht geben kann – und flüstert ihm etwas ins Ohr. Brians Grinsen wird immer breiter. Er habe Ted offensichtlich unterschätzt!

Die „Liberty Balls“, Debbies imaginäre Bowling-Mannschaft, ist nicht mehr so imaginär: Lindsay, Emmett, Brian, Justin, Michael und Ben haben sich mit Debbie auf der Bowlingbahn getroffen und üben nun fleißig für ihren großen Auftritt am Freitagabend. Lindsay und Emmett benötigen noch viel Erfahrung, doch sie sehen das nicht als Problem – Übung macht schließlich perfekt. Dann tritt Brian an die Bahn, wirft die Bowlingkugel und hat natürlich sofort einen Strike. Debbie sieht das als eine Bestätigung ihrer Theorie, dass Übung perfekt macht und Justin wirft spöttisch ein, dass Brian bereits perfekt sei. Michael wirft dem gelangweilt am Rand sitzenden Jugendlichen einen gedehnten Blick zu. Ben möchte Emmett dabei helfen, sich zu verbessern, und auch er hat sofort einen Strike. Debbie wirft Emmett ohne Umschweife aus der Mannschaft, um Ben an seine Stelle zu setzen, doch es ist Michael der widerspricht. Ben sei gerade erst aus dem Krankenhaus entlassen und er dürfe sich keiner körperlichern Anstrengung unterziehen. Und das sei sein letztes Wort.

Als sie die Bowlingbahn verlassen treffen sie auf Carl und seine Freunde, sie gerade betreten. Carl möchte Debbie einen Kuss geben, doch die weicht ihm wieder aus – ihr Sohn stehe doch direkt dort. Er lädt sie auf einen Drink ein, aber auch das lehnt sie ab, sie müsse sich mit ihrer Mannschaft treffen, um Strategien für das Spiel auszuarbeiten. Carl sagt, dass sie ihn Spielen ja gut sei. Er ist ein Inspektor, er weiß, wie man Leute liest: Immer wenn er versucht, Debbie ein wenig nahe zu kommen, weiche sie ihm aus. Erst ist es ein PFLAG-Treffen, dann eine Demonstration für die Rechte von Homosexuellen... jede Entschuldigung sei ihm Recht. Debbie erwidert, dass er sie doch gar nicht richtig kenne, doch er antwortet nur, wem sie das wohl zu verdanken hätten.

Ben sagt Michael im Bett, dass er glaubt, dass Michael sich zu viele Sorgen mache. Er würde leben, er sei gesund. Aber Michael widerspricht: Er wacht immer noch mitten in der Nacht auf und hört Ben beim Atmen zu, nur um sicher zu sein. Er möchte ihn nicht verlieren. Ben fängt an Michael vom Hals abwärts an zu küssen, wären Michael weiter redet, dass es in seinen Genen liege, sich Sorgen zu machen. Er macht sich Sorgen um Ben, um Vic, um seine Mutter, um Ted und Emmett, um Brian und Justin... er erzählt Ben, dass er gesehen hat, wie Justin einen anderen Mann geküsst hat. Er führt ihm sogar vor, wie dieser leidenschaftliche Kuss abgelaufen ist, nur um sich dann wieder ins Kissen fallen zu lassen. Der arme Ben reißt sich mit Mühe und Not zusammen und rät Michael, es Brian nicht zu sagen. Ob es stimmt oder nicht, dass Justin eine Affäre hat, in beiden Fällen wäre Brian so wütend wie niemals zuvor. Michael ist damit allerdings nicht zufrieden. Ben befiehlt ihm, sich nicht die ganze Nacht lang Sorgen zu machen! Es sieht aber so aus, als würde das nicht funktionieren.

Ein Hand, dessen Gelenk von einem Muschelarmband umschlungen ist, hält eine Flasche Evian umschlossen, hebt sie zu einer männlichen Brust, und danach zu...
Teds Gesicht. Es ist Ted, der sich à la Brian Kinney die Flasche Evian über den Kopf schüttet, Ted, der mit der Miene eines Jägers in die Kamera blickt, Ted, der sich einen Ladung Poppers durch die Nase zieht und Ted, der in Brians schwarzer Hose wie ein Sexgott auf das blau-beleuchtete Bett im Loft steigt, nur um sofort von drei wundervollen jungen Männern umringt zu werden, die er unter totaler Kontrolle hat.
In Torso, dem Geschäft, in dem Emmett arbeitet, erzählt Ted Brian, dass der Abend unschlagbar war. Wie könnte er ihm nur danken? Brian erwidert, dass er dazu nicht in der Lage ist. Dann verlangt er sein Armband zurück, welches Ted beinah behalten hätte. Nachdem er gegangen ist fragt Emmett Ted, worum es dabei ging. Erst will Ted es ihm nicht erzählen, aber sie haben erstens keine Geheimnisse und zweitens keine Geheimnisse, die sie mit Brian teilen aber nicht mit dem jeweils anderen. Also sagt Ted ihm, was er getan hat: Er tauschte für eine Nacht sein Leben mit dem Brians. Das war seine ultimative sexuelle Fantasie – Brian Kinney zu sein. Doch schildert er Emmett, was wirklich passiert ist: Ted gießt sich das Wasser über den Kopf und verschluckt sich daran, Ted nimmt ein Poppers und findet es zu stark, Ted klettert auf das Bett und schafft es nicht, sich an dem aktiven Dreier, der bereits in vollem Gang ist, irgendwie zu beteiligen. Es sei bedeutungslos und leer gewesen, sagt er Emmett, der ihn dazu nötigt, ein frisches, hellblaues Hemd anzuprobieren. Teds wahre Liebe wird schon noch kommen, prophezeit er seinem Freund währenddessen, doch darüber kann Ted nur lachen. Das sei doch ein Witz. Er habe gehofft, das mit Luke zu finden... . Emmett meint, Luke sei zwar süß gewesen, aber hätte Ted nicht so akzeptieren können, wie er ist. Er knöpft das Hemd zu, legt den Arm um Teds Schultern und dreht sie zum Spiegel. Ted sehe toll aus.

Leda führt Melanie und Lindsay in das nun hergerichtete Atelier auf dem Dachboden. Es ist überwältigend: weiß, hell, der perfekte Lichteinfall, ein Waschbecken, das sogar funktioniert! Lindsay sagt, es sei alles, wovon sie geträumt hat. Leda schenkt jedem von ihnen ein Glas Wein ein und spricht einen Toast aus – auf Kunst, auf das Glücklichmachen von Freunden... und auf das Liebemachen. Danach schlägt sie den beiden vor, ihre Garage in ein Gästezimmer umzubauen. So könnte ein Gast für einige Tage bleiben, oder sogar für längere Zeit. Oder sie könnten es an eine sehr besondere Freundin vermieten... und da sagt Lindsay es ihr. Sie sagt ihr, dass der Dreier ein einmaliges Ereignis war, während Melanie ergänzt, dass sie ihr zutiefst für alles dankbar sind und es liebten, sie bei sich zu haben. Leda verstehe das. Erst lassen Mel und Linds sie den Dachboden und dann ihr Sexleben renovieren, und danach werfen sie sie also hinaus. Lindsay meint, dass sie es so nicht gemeint haben, doch Leda geht wieder nach unten, mit den Worten, dass es aber so klang.

Michael führt es in das wie immer sehr nackte, sehr heiße, sehr tanzende Babylon, wo er nach Brian sucht, der für ihn einen potentiellen Trick zur Seite schiebt. Michael fragt ihn, wo Justin sei. „Er arbeitet Zuhause an irgendeinem Schulprojekt.“ Justin und Ethan küssen sich in Ethans Bett. Michael erwidert, er habe im Loft angerufen, und niemand habe abgehoben. Justin - nackt - zeichnet Ethan, während dieser Violine spielt. Brian meint, dass er wahrscheinlich raus gegangen ist, um zu ficken. Sie könnten kommen und gehen wie sie wollten, ohne anzurufen und jedes Ziel abzusprechen. Justin und Ethan machen Liebe, küssen sich. Michael fragt ihn, was wäre, wenn es jemanden anders gebe, mit dem sich Justin trifft, von dem Brian nichts wüsste. Ethan spielt Violine. „Er schuldet mir nichts“, erwidert Brian. Justin zeichnet ihn, gebannt von dem Bild. „Und was ist mit der Wahrheit?“, fragt Michael. Justins und Ethans Hände verschlingen sich zu einer Einheit. Brian steht allein im Babylon.

Leda will gerade auf ihr Motorrad steigen, als Melanie zögerlich aus dem Gartentor tritt und sie fragt, ob sie schon eine Bleibe gefunden hat. Leda erwidert, dass sie das doch einen Dreck interessiert. Sie sei eine heuchlerische Schlampe geworden. Mel aber sagt ganz ruhig, dass Lindsay und sie ein Paar sind. Und es gibt in ihrem Leben und in ihrem Bett keinen Platz für eine dritte Person, gleichgültig wie viel diese ihnen auch bedeuten mag. Leda atmet tief ein, dann gesteht sie, dass sie gesehen hat, wie glücklich Mel und Linds gemeinsam sind und ein Teil davon sein wollte. Manchmal würde ihr Leben ein wenig einsam sein... Melanie sei eine sehr glückliche Frau. Mel nickt und rät Leda, sich vielleicht auch bald die Frau für ihr Leben zu suchen. Leda antwortet, dass sie das vielleicht sogar tun wird. Sie küssen sich zum Abschied auf den Mund. Außerdem bittet sie Melanie, auch Linds einen von ihr zu geben. Dann braust Leda auf ihrem Motorrad davon.

Es ist Zeit für das große Duell! Die Liberty Balls gegen die Hippen Heteros (frei von uns erfunden ;)). Es ist knapp. Lindsay wirft gerade den ersten Wurf des vorletzten Frames und trifft sechs Kegel, angefeuert von Ted, Emmett, Debbie, Vic, Brian, Michael und Ben. Durch den zweiten Wurf möchte die am Rande eines Nervenzusammenbruchs stehende Linds einen Strike erzielen, doch gerade als sie die Kugel loslässt macht Carl ein Geräusch und die Bowlingkugel landet in der Rinne. Lindsay ist wirklich deprimiert, doch Debbie muntert sie auf, indem sie Carl beschuldigt und sagt, dass sie ja immerhin noch einen Frame haben! Emmett muss also drei Strikes verwandeln, damit sie noch gewinnen. Brian gibt jetzt schon auf. Emmett nimmt die Kugel in die Hand, tritt unter Beifallstürmen auf die Bahn zu und sein Handgelenk knickt um, bevor er überhaupt die Chance hatte, zu werfen. Die unendlichen Schmerzen, die er erleidet, werden sofort mit der Unterseite einer Bierflasche gekühlt, während Brian grinsend anmerkt, dass er findet, dass das abgeknickte Handgelenk gar nicht so anders aussieht. Debbie bittet Ben darum, einzuspringen, doch der lehnt ab. Debbie sagt, sie verstehe das, aber Michael fragt ihn, was denn das bitte für eine Einstellung sei? Wenn er sich gut fühle, solle er spielen gehen! Und das tut er auch. Carl protestiert gegen dieses plötzliche neue Teammitglied, aber Debbie überzeugt ihn mithilfe eines Sportfalles im Baseball, wo der Spieler Fernando Gueteres von der Verletzungsliste genommen und auf das Feld geschickt wurde. Einer von Carls Freunde fragt, woher sie denn wissen sollen, dass Ben überhaupt schwul ist. Als Beweis küsst Michael seinen Partner leidenschaftlich, was allen Anwesenden genügt. Als Debbie sich hinsetzt fragt Vic sie, seit wann ihr Briefträger Fernando Baseball spielt. Sie grinst nur und sagt, dass man mal sieht, wie viel Heteros wissen.
Ben verwandelt den ersten Strike. Seine Bewegungen sind präzise, sein Wurf perfekt. Alli - sogar Brian - applaudieren ihm! Auch der nächste räumt alle neun ab, und nun gilt es, noch einen Strike zu vollbringen. Unter den Liberty Balls herrscht angespanntes Geschrei, Ben schließt die Augen, dann wirft er den Ball, Homos wie Heteros beugen sich nach vorne um besser sehen zu können...!
Ein verdammter Kegel bleibt stehen.
Das Team der Heteros fällt sich in die Arme, während Debbie beleidigt ist und der Rest ihnen die Hand schüttelt. Michael tröstet Ben, der ein wenig enttäuscht von sich ist. Emmett bleibt als letzter niedergeschlagen zurück, doch Ted setzt sich neben ihm und fragt ihn, was los sei. Er antwortet, dass er die Mannschaft hat sitzen lassen. Ted widerspricht. Es sei der Geist, der zählt, nicht der Punktestand. Und niemand habe so ein fabelhaftes Sport-Outift wie Emmett getragen. Da muss Emmett verlegen lächeln und fragt: „...wirklich?“ Ted nickt bestätigend: Die Schuhe passen zum Oberteil, es sind kleine Kegel auf seinem Arm aufgenäht... nachdem er darauf gedeutet hat beginnt er damit, Emmett durchzukitzeln, bis dieser nicht anders kann als zu lachen. „Weißt du was, Ted Schmidt? Ich liebe dich.“ Dann küsst Emmett seinen Freund lächeln auf den Mund und steht auf. Ted jedoch bleibt sitzen und schaut ihm dann hinterher, als würde er über etwas nachdenken.

Im Woody’s trinkt die versammelte Mannschaft auf die Liberty Balls, als Carl Horvath hereinkommt. Er gratuliert ihnen, denn sein Team habe immerhin nur sehr, sehr knapp gewonnen. Sie waren wirklich gut. Er lächelt ihnen zu und dreht sich dann wieder um, doch Debbie hält ihn an der Bar auf. Sei es nicht üblich, dass der Gewinner dem Verlierer einen Drink spendiert? Carl sieht sich spielerisch um, als müsse er sich jemanden aussuchen, und Debbie lacht. Hier drinnen sei niemand an ihm interessiert... „...außer mir.“ Ungewöhnlich schüchtern lehnt sie sich zu ihm hoch und er zieht sie zu sich heran, und plötzlich sind sie in einen atemberaubenden Kuss verwickelt. Die Liberty Balls brechen in schockiertes Gelächter aus. Michaels Augen weiten sich zu der Größe von Tellern, dann dreht er sich um und versteckt sein Gesicht in den Händen. Brian starrt die Szenerie an. Vic lächelt. Emmett sagt, dass das wohl der erste hetero Kuss im Woody’s sein muss, und Ted ergänzt, dass die Liebe wohl tatsächlich an den seltsamsten Orten gefunden wird. Emmett fragt ihn, ob es jemanden gibt, an dem er interessiert ist und Ted bestätigt das, doch er sagt Emmett, dass es zu früh ist, um zu verraten, wer es ist.
Michael flüchtet sich zu Brian an die Bar, wo sie in relativer Zweisamkeit ungestört reden können. Er sagt ihm, er werde so tun, als habe er nicht gerade gesehen, wie seine Mutter einem Polizisten ihre Zunge in den Hals gesteckt hat. Brian erwidert, er müsse auch so tun, als würde seine Mutter diesem Polizisten nicht gleich in seinem Wagen einen blasen. Eine kurze Stille tritt ein, dann... „zu schade, dass Justin heute nicht hier sein konnte“, sagt Michael. Brian schaut ihn kurz an, legt ihm dann seine Hand auf die Schulter und antwortet, dass er nach Hause geht. Ben beobachtet das und legt von hinten die Arme um Michael, als sein bester Freund gegangen ist. Michael erzählt ihm, dass er es Brian gesagt hat, und dass es diesen nicht mal zu kümmern schien.

Justin betritt das stockfinstere Loft leise ein romantisches Lied summend. Er erkennt Brian in der Dunkelheit erst, als dieser mit einem Glas Jim Bean vor den Stufen zum Schlafzimmer direkt vor ihm steht. Er fragt, wie das Spiel gelaufen sei und möchte dann duschen gehen, doch dieses Mal lässt Brian ihn nicht los, sondern hält ihn fest in seinen Armen. Die Kamera beginnt um die beiden zu rotieren. Justin würde in letzter Zeit eine Menge duschen, bemerkt Brian, er solle jetzt herkommen. „Später“, erwidert Justin. „Jetzt“, sagt Brian. Könnten sie das nicht bitte tun, nachdem Justin sich geduscht hat? Doch Brian lässt ihn immer noch nicht los.
„Ich mag es, dich zu riechen. Keine Seife.“
Justin hält sofort inne und beendet seinen Versuch, ins Badezimmer entkommen zu wollen. Sie sehen sich in die Augen, während Brian sanft durch die Nase direkt über Justins Haut einatmet, seinen Daumen durch Justins Haar und über seine Wange streicht, seine Hand unter sein Kinn gleiten lässt, es leicht anhebt... dann packt er Justins roten Pullover fest mit beiden Händen, zieht den Jungen hoch und zu sich heran und küsst ihn heftig. Justins Arme liegen um seine Schultern, an seinem Rücken, verkrallen sich in seinen Haaren. Brian reißt an Justins roter Jacke, sein Gesichtsausdruck beinah schmerzerfüllt als er sie von Justins Schulter auf den Boden wirft und kurz inne hält. Sie sehen sich schwer atmend an, dann stürzt Brian sich erneut auf ihn und sie küssen sich wieder, ohne Unterbrechung, Köpfe gehen von einer Seite zur anderen, Justin schlingt beide Arme um Brians Nacken, greift mit den Fingern sein Haar, zieht sich auf dieselbe Höhe. Sie hören nicht auf, sich zu küssen, als hinge ihr Leben davon ab, Körper eng zusammengepresst, beide Gesichter verzweifelt, während sie sich mit aller Macht aneinander festhalten. Brian zieht, den Kuss niemals unterbrechend, Justins Shirt zu seinen Schultern und zwingt sie dann beide auf die Knie, wo er es ihm endlich auszieht. Justin stürzt sich sofort wieder auf ihn, Brian legt ihn, seinen Rücken stützend, auf den Parkettboden und sich selbst über den Jungen. Sie küssen sich, Justin versucht, Brians weißes Shirt auszuziehen, seine Hose zu öffnen, doch der setzt sich auf und schlägt seine Hand weg. Stattdessen öffnet er Justins Jeans, der beide Arme wehrlos zur Seite ausgestreckt hat, und beugt sich wieder zu dem Jungen hinunter, immer noch komplett bekleidet. Er fragt Justin, ob Justin das gefalle, der antwortet ohne Umschweife mit ja, und er bekommt mehr. Ihr Kuss ist so wild, so ungezähmt, ihre Hände und Arme und Beine berühren den anderen ohne Unterbrechung, wechseln immer den Ort, drücken sie noch enger zusammen...
Und dann hört Brian auf. Justin küsst noch ein paar Mal sein Gesicht, und fragt ihn, wieso er aufgehört habe. Doch der schaut Justin nur ausdruckslos an, bis dieser es nicht mehr aushält, und Brians Namen sagt.
Erst dann riecht Brian erneut an Justins Haut. Das Parkett quietscht, als er sich aufrichtet. „Geh duschen. Du stinkst.“

Brians Beine verschwinden im Hintergrund. Justin richtet sich wieder auf, mit einem Gesicht der Mutlosigkeit und Verzweiflung, das nicht zu beschreiben ist.

“in more than words I
tried to tell you
the more I tried I failed. […]
I would not let myself believe
that you might stray
and I would stand by you
no matter what they’d say
I would have thought I’d be with you until my dying day.”

(aus dem Endlied dieser Folge: Sarah McLachlan – Plenty)

Anmerkung der Webmaster: Ja, wir sind und durchaus bewusst, dass die letzte Szene sehr ... SEHR ausführlich geworden ist. Aber wir brachten es nicht über uns diese emotional starke, vielsagende - und nicht zu schweigen heiße - Szene in einem Satz zusammenzufassen. (Und ihr wisst, eigentlich mögt ihr das ja ;) )


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Text & Screencaps © QaF Germany
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