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In Michaels Comicladen packen er und Justin gespannt ein Paket aus: Es sind unzählige Exemplar von RAGE: Vol. 1, Issue 1. Sie haben es geschafft! Das ist das erste Mal, dass Justin seine Arbeit gedruckt sieht und für Michael war das alles immer nur eine Geschichte in seinem Kopf... jetzt ist sie wahr geworden! In diesem Moment betritt Brian das Geschäft und erzählt ihnen, dass er im Babylon eine riesige RAGE-Party veranstalten wird, damit sich die ganzen Schwuchteln für das Comicbuch begeistern werden, anstatt eifersüchtig zu sein, dass jemand Erfolg hat, aber sie nicht. Justin muss zur Uni und geht ohne Verabschiedung, während Brian ihn nur fragt, ob sie sich heute Abend sehen werden. Er antwortet mit „sicher“, dann ist er aus der Tür. Brian schaut ihm hinterher und als er sich wieder umdreht, küsst Michael ihn und nimmt ihn dann in seine Arme. „Liebe dich.“ „Ich dich auch. Habe ich immer und werde ich immer.“ Beim Abendessen in Debbies Haus bewundert Michaels Mutter sein Comic und zwingt Ben, mehr zu essen, als er eigentlich möchte – er gehöre nun immerhin zur Familie. Ben lacht und nimmt das als Kompliment. Dank seines neuen Status laden ihn Vic und Debbie dazu ein, sie und Michael zu zwei Wochen in den Bergen an einem See zu begleiten. Sie würden schon seit er neun Jahre alt ist jeden Sommer in den Ferien dorthin fahren. Ben sagt, dass er gerne mitkommen würde – wenn er da sei. Er habe nämlich vielleicht vor, eine Buddhismus-Akademie in Tibet zu besuchen, die westliche Studenten akzeptiere. Ein Kollege von ihm sei gerade erst zurückgekehrt und hätte es als die tiefgründigste Erfahrung seines Lebens beschrieben. Allerdings würde das Programm sechs Monate dauern. Dieser Ankündigung folgt Schweigen, nur Ben isst gemütlich weiter. Im Fitnessstudio unterhält sich Michael mit Ted, Emmett und Brian darüber. Ted meint, dass Ben vielleicht gar nicht gehe – er könne Michael doch niemals allein lassen. Emmett sagt, dass das eine ziemlich lange Zeit sei, um enthaltsam zu leben. Er ist nur ein wenig irritiert, weil Ted über seine Witze lacht als sei er die neue Stand-Up Comedy-Legende des Jahrhunderts, ihm in allem Recht gibt und Brian anfährt, als dieser Emmett als Pussy bezeichnet, weil er nach gerade mal zehn Minuten Training schon wieder zu den Duschen geht. HMMM. Was mag da wohl hinterstecken? Ethan lädt Justin dazu ein, als sie beide sich in die Arme geschlossen nackt in seinem Bett liegen, nicht mit seinem Freund in die Szene zu gehen sondern mit ihm aufs Land zu fahren und die Sterne zu beobachten. Justin meint, er könne nicht, weil sein Freund ihm eine Party gebe, wegen dem Comic. Ethan schaut ihn an. „Er muss dich wirklich lieben.“ Justin streichelt sein Gesicht. „Auf seine Weise.“ Ethan küsst ihn. „Aber nicht auf deine.“ Dann muss Justin los, doch noch bevor er ganz angezogen ist zeigt Ethan ihm seine neueste CD. Er hat Justins Zeichnung als Cover benutzt und auf dem Rücken steht: „Für Justin.“ Er schlingt die Arme um Ethans Schultern und sie küssen sich. Ted erklärt sich in den Umkleiden freudig dazu bereit, Emmetts Rücken abzutrocknen und macht ihm Komplimente zu seinem perfekten Körper. Schon wieder lacht er über jeden von Emmetts Witzen, was diesem langsam suspekt vorkommt, besonders weil Ted ihn schon zum dritten Mal in dieser Woche zum Mittagessen einlädt. Aber laut Ted sei ihm das eine Freude. Auf der Liberty Avenue spielt Ethan in der Straße am Diner, als ein Mann ihm einen 100-Dollar-Schein in seinen Koffer fallen lässt. Ethan hört sofort auf zu spielen und ruft dem Mann hinterher, dass dieser ihm aus versehen 100 Dollar gegeben hat. Der Mann dreht sich um – es ist Brian. Ethan und sagt ihm, dass das nicht nötig sei, auch wenn auf seinem Schild „verhungernder Student“ steht. Brian lockt Ethan mit der Aussicht auf einen weitaus höheren Verdienst als nur 80 Dollar pro Tag von der Straße ins Diner. Michael besucht Ben in der Uni, wo dieser einige RAGE-Poster aufhängt. Rage ist jetzt Pflichtlektüre für Professor Bruckners Unterricht. Er sagt Michael, dass sein Comic wundervoll sei: Die Charaktere seien nicht nur leere Hüllen sondern Menschen, um die er sich Sorge, es mache eine wichtige Aussage über Schwule und Lesben und über die Bedeutung von Freundschaft und Treue. Außerdem dankt er Michael dafür, dass er ihn dazu ermutigt hat, nach Tibet zu gehen, als er ihn im Krankenhaus dazu zwang, positiv zu denken. Er zeigt ihm die Einladung der Mönche der tibetanischen Akademie, die Ben gerne als Studenten bei sich hätten, sagt Michael aber auch, dass er ohne seine Zustimmung und Segen niemals gehen würde. Ted hat Emmett sogar in das Bekleidungsgeschäft Torso begleitet, wo er wieder arbeitet. Man merkt, dass Emmett schon ein wenig genervt ist und fragt ihn, ob Ted denn nicht zur Arbeit müsse, aber Ted meint nur, dass er Em dort als Mitarbeiter vermissen würde. Die anderen seien nicht seine Kumpel, nicht seine liebenden Freunde... dabei legt er seine Hand auf Emmetts. In diesem Moment betreten Mel und Linds den Laden, um nach Kleidung für Gus zu suchen, und Emmett packt sie beide am Arm, zieht sie in eine Ecke und fleht sie darum an, Ted irgendwohin mitzunehmen. Er würde ihm überall hin folgen, würde über alles lachen was er sagte und ihn dauernd so seltsam anschauen! Die beiden Frauen wissen natürlich sofort was los ist und draußen auf der Straße fragen sie ihn ob Ted gerade jemanden daten würde - denn Michael hätte Emmett am Abend davor mit so einem richtig heißen Typen gesehen... Ted fragt sofort erregt, wer das denn war?! Die beiden Frauen grinsen ihn an und er fragt sie, ob es so offensichtlich ist, dass er sich plötzlich in Emmett verliebt hat. Von einer Sekunden auf die andere, einfach so... . Mel und Linds raten ihm, es Emmett einfach zu sagen. Wer weiß, vielleicht erwidert dieser seine Gefühle ja. Im Diner erzählt Brian Ethan von einem Werbespot, den er drehen möchte, in dem Ethan Violine spielen soll. Brian sagt, dass er etwas ‚lächerlich romantisches’ spielen soll und schlägt ein Lied vor, dass nur *rein* zufällig auch auf Ethans CD ist. Da betritt Justin das Diner. Also sagt Brian Ethan, dass er ihm wohl am besten seine Karte gibt und stellt sich als Brian Kinney vor. Ethan erkennt den Namen sofort und der Schreck ist ihm ins Gesicht geschrieben als er seinen eigenen Namen nennt. Justin begrüßt Brian etwas überrascht – als er plörtlich Ethan sieht. Brian sagt, er habe grade ein Business Meeting und stellt die beiden jungen Männer einander vor, grinst dabei von Justin zu Ethan. Ethan steht mit einem mal auf, weil er zu einer Vorlesung müsse, und Brian ruft ihm hinterher, dass der Job ihm gehört, wenn er Interesse hat – Ethans Enttäuschung und Wut diesem ins Gesicht geschrieben. Justin starrt erst Ethan, dann Brian mit offenem Mund hinterher, während sein Freund den Blick erwidert und dann auf die Tischplatte sieht. Ted hat Emmett Zweckens seines Geständnisses in eins der teuersten Restaurants der Stadt eingeladen, wo ein Haussalat fünfzehn Dollar kostet. Emmett sagt, dass er gerne den Kellner hätte, woraufhin Ted recht genervt reagiert. Emmett fragt ihn, warum er sich in letzter Zeit so seltsam verhalten würde, und Ted trinkt erst mal ein ganzes Glas Wasser auf Ex. Wenn er noch mehr Wasser trinke, meint Em, dann würde er ertrinken. Es sei, als würde er ihm etwas verschweigen. Er möchte es ihm gerade gestehen, da kommt der Kellner und schenkt Wasser nach, das Ted erst einmal wieder in einem Zug leert. Er beginnt, Emmett zu erklären, dass er sich vor einigen Tagen verliebt hat... „Wer?“, fragt Emmett aufgeregt. „Du.“, antwortet Ted. Emmett schaut ihn erstaunt an. „Du wer?“ „Du du. Ich liebe dich, Emmett Honeycutt.“ Jetzt ist es Emmett, der sein Wasser nicht schnell genug trinken kann. Am Abend möchte Justin Brian im Loft etwas sagen, doch der deutet ihm, kurz zu warten, macht eine Eingabe am Computer und wendet ihm dann seinen Blick zu. Justin entschuldigt sich. Er wollte nicht, dass das passiert. Brian meint, natürlich, Justin sei das hilflose Opfer einer Liebesattacke gewesen. Er fragt ihn, wie groß Ethans Schwanz sei, aber Justin erwidert, damit habe das nicht zu tun. Brian steht auf, greift in Justins Hose und beginnt, ihm einen runterholen. Justin liebe Schwänze, in seinem Mund, in seinem Arsch, er liebe es, einzuschlafen, wenn sie noch in ihm wären, also solle er ihm nicht erzählen, dass es nicht zähle. Aber Justin weist seinen Arm ab und Brian geht zum Kühlschrank, während sein Freund ihm sagt, dass es noch anderen Dinge gäbe. Ethan sage ihm, dass er ihn liebe. Er sage ihm, dass Justin alles sei, was er jemals wollen würde. Brian bezeichnet Justin als verträumte Schuljungen. Justin erwidert, dass das mehr sei, als Brian jemals zu ihm gesagt hätte. Brian stellt sich wieder zu ihm, nimmt sein Gesicht in seine Hände, legt seine Stirn an Justins... „und es ist mehr, als ich jemals sagen werde, also was machst du noch hier?“ Justin fragt, ob es ihm etwas bedeuten würde, wenn er nicht hier wäre. Brian zieht sich soweit zurück, dass er in Justins Augen schauen kann, zieht das Kinn des Jungen mit seinen Finger nach oben, damit sie sich ansehen... und geht dann an ihm vorbei zu seinem Computer und drückt Justins Wangen etwas zu fest. „Du entscheidest, wo du sein willst.“ Debbie verteilt im Woody’s fleißig Flyer, um die Gäste zur RAGE-Party im Babylon einzuladen, während Michael deprimiert mit Vic an einem Tisch sitzt. Sie meint, dass Ben einfach nur durchgedreht sei. Was, wenn er – Gott verhüte! – krank werden würde und das nächste Krankenhaus wäre hunderte Kilometer entfernt?! Michael und Debbie haben beide Angst um ihn, doch Vic versteht Ben. Vic selbst lag im Krankenhaus und die Ärzte gaben ihm nicht mal mehr sieben Tage, doch er überlebte. Das erste was er tat war mit Debbie nach Italien zu fliegen und sich allen Luxus der Welt zu gönnen, egal wie schlecht er sich auch fühlte. Wenn diese Krankheit eines beibringt, dann ist es, dass es nicht oft ein „morgen“ gibt, und das man die, die man hat, auszunutzen sollte. Justin sitzt auf Ethans Couch, während Ethan mit einer Weinflasche in der Hand Justins Freund als Arschloch bezeichne. Justin widerspricht, wenn irgendjemand ein Arschloch sei, dann er, weil er gelogen hat, Brian war nur ehrlich. Ethan möchte ihm die 100 Dollar zurückgeben, fragt Justin, wie Brian es herausgefunden hat, doch der meint, dass Brian es ihm sowieso nicht sagen würde. Jetzt wisse Ethan aber wenigstens, wieso Justin mit seinem Freund zusammen ist: Er ist wunderschön. Er muss wirklich gut im Bett sein. Justin meint, das Brian das ist – aber das Problem die Zeit sei, die sie nicht im Bett verbringen! Doch Ethan hat genug. Er sagt, dass bald ein Talentwettbewerb ansteht, auf den er sich konzentrieren müsse. Er habe einfach keine Zeit, an Justin zu denken, sich zu wünschen, dass er hier ist, dass dies endlich die Nacht sein würde, in der er bleibt! Justin erwidert, dass er bleiben möchte! „Aber das kannst du nicht. Also geh zurück zu deinem Freund!“ Ethan nimmt seine Violine und spielt laut, wild, ignoriert, wie Justin seinen Namen ruft, bis der Schüler schließlich aus der Wohnung stürmt. Emmett und Michael veranstalten in ihrer Wohnung ein Fressfest. Michael kann kaum glauben, dass Ted Emmett seine Liebe gestanden hat. Natürlich konnte Emmett danach nichts essen und schlägt sich jetzt mit allem voll, was er finden kann. Doch laut Michael müsse Emmett sich jetzt fragen, ob er Gefühle für Ted habe. Natürlich habe er das, sagt Emmett. Er mag Ted, genauso wie Michael, und Mel und Linds, und sogar Brian... aber lieben? Dann, sagt Michael, müsse Em in den sauren Apfel beißen und ihm sagen, dass er ihn nicht liebt. In diesem Moment betritt Ben das Apartment und erzählt Michael, dass er jemanden gefunden hat, der seinen Unterricht und seine Wohnung übernehmen könnte, solange er in Tibet ist. Michael tut so, als würde er sich darüber freuen, doch als Ben im Bad ist lehnt Emmett sich zu ihm und sagt ihm, dass er in den sauren Apfel beißen und Ben sagen müsse, wenn er nicht will, dass dieser geht. Justin kommt erst wieder ins Loft, als es schon stockdunkel ist. Brian liegt im Bett und starrt nachdenkend zur Seite, schaut Justin aber an, als dieser zögerlich die Treppen zum Schlafzimmer hinaufsteigt. Sie sehen sich einen Moment schweigend an ... dann zieht Justin sich sein Oberteil über den Kopf und seine Hose aus. Erneut schauen sie sich an, bis Brian die Decke zurückschlägt. Der Junge kriecht auf das Bett und legt sich mit dem Rücken zu Brian, der die Decke wieder über ihn sinken lässt und sie dann leicht zurückschlägt. Er legt den Arm um Justin und streichelt sein Handgelenk. Sie starren beide schweigend in die Dunkelheit. Viel zu lange liegen sie da – und schließlich schließen beide gleichzeitig die Augen, doch Justin öffnet seine wieder nach einem Moment, um weiterhin geradeaus zu schauen. Nachdem die beiden Sex hatten, liegt Ben entspannt auf Michaels Bett während sein Freund besorgt auf der Bettkante sitzt. Michael fragt Ben, ob es dort in der Nähe Krankenhäuser gebe. Ben bejaht das, im Umfeld seien ein paar sehr gute Institutionen, aber Michael beharrt: Was, wenn es ein Notfall ist, wie letztes Mal? Ben erwidert, dass er sein Leben nicht in Angst leben wird, doch Michael meint, dass hätte nichts mit Angst zu tun, sondern damit, dass sie praktisch denken müssen. Sechs Monaten seien eine lange Zeit. Er sieht sehr, sehr besorgt aus. Ben schweigt kurz, dann sagt er, dass Michael es ihm nur sagen müsse, wenn er nicht will, dass Ben geht. Michael setzt an, es zu erklären, doch Ben unterbricht ihn. Er müsse nichts sagen; Ben würde ohne Michaels Segen nicht gehen wollen, das meine er ernst. Doch in diesem Moment trifft Michael seine Entscheidung. Hier ginge es nicht darum, was Michael wolle, sondern was Ben brauche. „Also geh.“ Ted gießt singend und Opern hörend seine Pflanzen, als es an der Tür klopft. Es ist Emmett, der das Angebot gemeinsam zu frühstücken ablehnt, denn er möchte gerne mit ihm reden. Sie setzen sich auf die Couch. Bevor Emmett anfangen kann, sagt Ted ihm, dass es zwar wie eine verrückte Idee geklungen haben muss, aber es würde so viel Sinn machen, denn sie würden dieselben Filme und Bücher und Leute lieben... doch jetzt solle sein Freund erst mal reden. Emmett beginnt zu erzählen: Er habe die ganze Nacht lang wach gelegen und über Teds Worte nachgedacht. Er fühle sich geschmeichelt und überrascht – man könnte sogar sagen überwältigt – aber... „oh Gott, wie soll ich das sagen...“ Er schweigt. Emmett kann es nicht aussprechen. Aber Ted nimmt ihm das ab. Em müsse gar nichts mehr sagen, Emmett liebe ihn als Freund, aber nicht als mehr. Es sei auch nur so eine Idee von Ted gewesen, ein Vorschlag. Sie würden einfach Freunde bleiben. Dann steht er auf und entschuldigt sich, er müsse sich anziehen und zur Arbeit, ob Emmett bitte allein gehen könnte? Das erste, was Michael zu Justin sagt, als er mit einem Kaffee seinen Laden betritt, weil die beiden interviewed werden sollen, ist: „Du siehst scheiße aus.“ Er wirkt tatsächlich mitgenommen. Michael meint, dass er sich wenigstens Brian zu Liebe ein wenig fein hätte machen können, er habe sich eine Menge Mühe für Michael und Justin gemacht! Justin schnaubt, das sei nicht für sie gewesen, sondern nur für Brian. Brian sagt, was läuft, Brian kontrolliert alle, sogar sie. Michael erwidert, dass Brian ziemlich gut zu Justin war, ihn aufgenommen hat, sein Leben gerettet hat, sein Schulgeld bezahlt und ob Justin das nun glaube oder nicht, ihn liebt. „Er liebt mich nicht“, sagt Justin, „er fickt mich.“ Michael fragt gereizt, warum Justin sich dann nicht jemand anders besorge... wenn er das nicht schon getan hat. Justin fragt ihn, woher er das wisse, und Michael meint, dass er Ethan und Justin gesehen hat. Und dass er es Brian erzählt hat. Justin fährt ihn an, er sei ein Arschloch, Michael schleudert zurück, dass Justin ein undankbarer kleiner Wichser ist! Justin schreit „FICK dich Michael!“ - In diesem Moment betreten die Reporter das Geschäft, doch Justin stürmt zur Tür heraus. Im Diner zeigt Ben Debbie ein Buch über Tibet, das er gerade liest, dann verabschiedet er sich, um seinen Reisepass abzuholen. Draußen vor dem Diner kommt Debbie ihm noch einmal nachgelaufen, um ihm einige Zitronenkuchen zu geben, falls er später hungrig wird. Die wird er nämlich nicht in Tibet bekommen. Er werde sich auch viele andere Dinge vermissen... sechs Monate seien eine lange Zeit, um jemanden zu bitten, zu warten. Wer weiß schon, was passieren wird. Ben meint, dass er mit Michael darüber gesprochen hat, und dass er dann vielleicht sogar besser dran sein wird, wenn er sich nicht dauernd um Ben Sorgen machen müsse. Debbie fragt ihn, ob das eine Art von einem noblen Opfer sein sollte? Michael sei mit ihr aufgewachsen, er habe sich an Schwierigkeiten gewöhnt! Wenn Ben also nur gehen würde, um Michael einen Gefallen zu tun, dann habe er sich sehr verschätzt! Michael ist stark genug, um alles durchzustehen – die Frage ist nur, ob Ben das auch ist.
Die Besucher betreten das Babylon durch die Beine einer gigantischen Rage-Pappfigur hindurch. Überall tanzen Männer und Frauen mit schwarzen Rage-Masken, die Drinks wurden umbenannt, um zu dem Abend zu passen. Massenhaft glitzerndes Konfetti fällt von der Decke, und alle sind da, um zu feiern! Daphne, Jennifer, Debbie, Vic, Michael, Ben, Justin, Brian, Ted und Emmett. Doch Ted weicht Emmett aus, während Jennifer und Debbie ihre talentierten Kinder in den Himmel loben. Gerade als Jennifer ihren Sohn fest in die Arme geschlossen hat, beginnen Sirene die Aufmerksamkeit der Gäste auf eine Bühne zu lenken. Dort erzählt ein Moderator in einem glitzernden Kostüm von Rage und Gayopolis, bis auf einmal die Musik dramatischer wird und eine Bande von Heteros mit Baseballschlägern einen schwulen, blonden jungen Mann auf die Bühne jagen. Dieser schreit verzweifelt um Hilfe, und auf einmal spielen Gas und Licht verrückt, als zwei Schauspieler kostümiert als Zephyr und Rage von unten auf die Bühne gehoben werden. Sie schlagen die Heteros zurück, bis Rage sie mit einem Gedankenfeld einkreist, dass sie denken lässt, sie seinen Schwuchteln. Sie schlagen sich gegenseitig zu Tode. Danach beherrscht blaues Licht die Bühne, Rage geht vor dem leblos am Boden liegenden Jungen auf die Knie und küsst ihn, begleitet von einem Feuerwerk. An der Bar gesellt sich Emmett zu dem völlig deprimierten Ted. Der versucht natürlich vor ihm zu flüchten, weil er glaubt, sich völlig lächerlich gemacht zu haben. Emmett widerspricht ihm energisch, während er sich seine Rage-Maske regelrecht abreißt. Ihm seine Liebe zu gestehen sei nichts, weswegen Ted sich schämen müsse! Es sei mutig, mutiger noch, als die Welt vor allen vorstellbaren und unvorstellbaren Bösewichten zu retten! Ja, das sei er, antwortet Ted spöttisch, Pathetic-Man, während auch er wütend seien Maske vom Gesicht zieht und zur Seite legt. „Du bist nicht armselig! Du bist lustig und schlagfertig!“ Ted sagt ihm, er solle ihm die Preisung ersparen, doch Emmett beharrt. „Es ist wahr! Das ist, was dich sexy macht, dass du so klug bist. Sie sagen ja, das Gehirn sei das zweit-sexieste Organ. Was nicht heißen soll, das der Rest von dir nicht heiß ist!“ Emmett kann seine Aufzählung gar nicht aufhalten: Teds Arme, sein Bauch, und er sei so lustig! (...moment, hatten wir das nicht in einer vorherigen Szene schon mal gehört?) Und seine süßen Hundeaugen, in denen man sich einfach verlieren will... Ted schaut Emmett sehr irritiert an. Emmett schaut Ted an, als habe er den Faden verloren und fixiert seinen Blick auf seine Lippen. Die seien ja so... so... er nimmt Teds Wange und zieht ihn zu sich, um ihn zu küssen! Und es ist kein Freundschaftskuss. Zunge, Leidenschaft und oh Gott, die beiden hören ja gar nicht mehr auf! Bis Emmett kurz atemlos versucht, Luft zu holen und er Ted fragt, was zum Teufel sie hier für Drinks servieren, aber was auch immer es ist, antwortet Ted, er will noch zwei davon!
Justin kämpft sich lachend mit Daphne einen Weg durch das Getümmel, bis sie von den tanzenden Melanie und Lindsay abgefangen werden, die Justin sagen, dass Brian ihn suche. Der kann das kaum glauben, aber sie finden das selbstverständlich: Es sei Justins großer Abend, natürlich will Brian da mit ihm zusammen sein! Also macht Justin sich allein auf die Suche nach seinem Freund, während Ben und Michael sich auf dem Catwalk darüber unterhalten, dass Ben Babylon sicher vermissen wird: Kein Tanzen, keine Drogen, kein Alkohol. Michael sagt ihm, dass er nicht hierher kommen wird, während Ben in Tibet ist. Lachend fügt er hinzu, dass er Zuhause sitzen und stricken würde, darauf wartend, dass sein Mann zurückkehrt. Ben meint, er würde wollen, dass Michael Spaß hat! Michael erwidert, dass er auf jeden Fall Spaß haben wird, obwohl Telefonsex nach Tibet ein wenig teuer werden wird. Sie verlieren ihren spielerisch-lachenden Ton, als Ben sagt, dass es davon wohl nicht viel geben wird. Natürlich, antwortet Michael, Ben müsse ja im Zölibat leben. „Nein“, sagt Ben. „Es wird davon nicht viel geben, weil ich nicht gehe.“
Auf der Suche nach Brian verschlägt es Justin schließlich in Babylons Hinterzimmer. Vorbei an fickenden Paaren findet er ihn schließlich: Brian fickt Rage, und sieht Justin dabei an. In dem blauen Licht wirkt der Junge nur noch blasser als vorher, als er die Augen schließt, sich umdreht und geht.
Und die Feier geht weiter. Als würde das schwule thumpa-thumpa jemals aufhören. Daphne, Melanie und Lindsay tanzen lachend, Glitzer fällt von der Decke, Michael schaut seinen Freund an, um ihn herum wird getanzt und getrunken, Emmett und Ted sind in ihrer eigenen kleinen Welt gefangen, die Lichtorgel spielt verrückt, und Brians maskiertes Gesicht scheint nun wirklich ausdruckslos, als er mit dem Trick tanzt, seine Augen verborgen...
“Be ready to get confused (Bjork – Human Behaviour, Endlied, Lyrics von sing365.com) |
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