Queer as Folk - Episode 3.01

Nach Unten

Eine fröhliche Schar schwarz-weißer Figuren steht in einem Garten und unterhält sich, unsere Gang mitten unter ihnen: Melanie und Lindsay, die lachen, Ted und Emmett, die ein wenig misstrauisch aussehen, Debbie, Vic und Ben, die sich unterhalten und Brian, der neben Michael steht, der offensichtlich auf ihn einredet – bis Brian auf einmal ausholt und Michael mit der Faust ins Gesicht schlägt. Michaels eigene Stimme spielt den Kommentator eines Boxkampfes, als er selbst zu Boden geht, die Menge tobt, er zählt laut von zehn herunter, Debbie kniet neben ihm, und er der neue Champion ist—doch halt. Damit wir, und er selbst, begreifen, was gerade passiert ist, führt er uns in die Vergangenheit, eine Woche zuvor:
Wir befinden unser wieder auf der RAGE-Party, wo die frisch-verliebten Ted und Emmett das Babylon verlassen, um ein wenig private Zeit zu genießen. Auch Ben schlägt Michael vor, zu gehen, doch der möchte erst Brian suchen. Er erzählt Melanie, Lindsay und Ben, dass Justin und Brian nicht mehr zusammen sind, die es offensichtlich selbst in dem Durcheinander nicht bemerkt haben. Doch als er das Babylon verlässt sieht er nur noch, wie Brians Jeep ihm vor der Nase wegfährt.

In Ethans Wohnung erwacht Justin am folgenden Morgen zu den Klängen eines ruhigen Violinen-Stückes. Er lächelt verträumt und öffnet verschlafen die Augen, als Ethan aufhört zu spielen – er habe ihm ja versprochen, ihn mit einem Lied zu wecken. „Du hast mir auch Frühstück ans Bett versprochen“, erwidert Justin, und Ethan reicht ihm grinsend ein Tablett mit einer roten Rose und Zartbitterschokolade darauf. Er könne gar nicht glauben, dass sie endlich eine Nacht zusammen verbracht haben. Sie küssen sich, doch dann muss Justin aufstehen – zur Uni, zur Arbeit... und seine Sachen aus dem Loft holen. „Und was, wenn er da ist?“ „Was wenn? Ich bin jetzt mit dir zusammen.“ Ethan antwortet nicht, sondern nimmt die Rose von dem Tablett und streicht damit langsam über Justins Oberkörper. Der zieht Ethan zu sich heran und sie küssen sich leidenschaftlich, bevor sie wieder auf das Bett fallen. Offensichtlich kann Justin es sich leisten, zu spät zu kommen.

Michael versucht den ganzen Tag lang, seine Kunden ignorierend, Brian zu erreichen, doch es scheint so gut wie unmöglich. Zwei Männer sagen ihm, wie sehr ihnen RAGE gefallen hat und fragen aufgeregt, wann die zweite Ausgabe erscheinen wird. Michael, der gerade dabei ist, die große Pappfigur von Rage zu entfernen, muss sie enttäuschen: Seiner Ansicht nach wird es keine zweite Ausgabe geben und auch auf die Fragen der beiden, ob Rage und JT zusammen kommen werden und ob Zephyr durchdrehen wird, wenn sie es tun, weiß er ihnen keine Antwort zu geben.

Zur selben Zeit betritt Justin das Loft. Er ruft zwei Mal Brians Namen, und als er keine Antwort erhält, läuft er schnell zum Sofa, um die Kleidung einzusammeln, die dort noch verstreut liegt. Er hat es eilig, doch auf einmal hört er ein Stöhnen. Er dreht sich um und sieht auf dem Chaise Longue sich selbst und Brian. Sie liegen nackt übereinander, er füttert Brian mit Eis, seine Zunge streicht über Brians Brust, um die Eiscreme dort zu genießen, dann teilen sie einen süßen Kuss, bevor Justins Kopf unter Brians Gürtellinie verschwindet und Brian sich zurücklehnt, eine Hand breit gefächert auf Justins Taille. Der reißt sich von dem Anblick los und stürmt ins Schlafzimmer, um dort seine Kleidung in seine Tasche zu stopfen – aber läuft da nicht die Dusche? Zögerlich tritt er ins Badezimmer, wo er wieder sich selbst und Brian sieht, dieses Mal unter der Dusche – lachend, beim Sex, küssend. Hastig packt er seine Utensilien, stürmt zu seinem Zeichentisch um seine Bilder mitzunehmen, doch gleichgültig, wie sehr er sich beeilt, er kann nicht verhindern, dass er sich und Brian auf dem Bett sieht, eng aneinander gepresst, während Brian seinen Nacken küsst und ihn fickt. Erst scheint er sich kaum losreißen zu können, doch dann verlässt er das Loft, beinah rennend, und schließt die Tür mit einem entschlossenen letzten Ruck.

Im Diner horchen Melanie und Lindsay Ted und Emmett gerade über ihre erste gemeinsame Nacht aus, als Michael und Debbie sich dazu gesellen. Michael weiß noch gar nicht, dass Emmett und Ted zusammen sind! Aber er hat keine Zeit, um lange nachzufragen, denn die Frauen interessieren sich viel mehr für ihre eigene Frage; Ted und Emmett meinen einstimmig, dass es eine Nacht wie keine andere war. Sie würden sie nie mehr vergessen. Melanie und Linds finden es amüsant, dass sie nun ihre Jubiläen zusammen feiern werden und verteilen Einladungen für ihre Feier – acht Jahre sind sie schon zusammen. Aber was machen sie nun mit dem Briefumschlag, der an Brian und Justin adressiert ist? Debbie meint, dass Justin wirklich bemitleidenswert ist – er hat Brian so sehr geliebt. Lindsay erwidert, dass Brian das auch getan hat, aber Debbie sagt, dass er das ruhig hätte zeigen können. Michael antwortet ihr energisch, dass er das auf seine Art und Weise getan hat. Ted sagt, wie schlimm Brian sich fühlen muss. Traurig. Am Boden zerstört. Erniedrigt. Dann beginnt er, bösartig zu lachen. In diesem Moment tritt Brian zu ihnen, der die ganze Zeit an der Bar gesessen hat, und setzt sich an den Tisch neben ihnen. Er sei schon lang genug da gewesen, um zu wissen, wer seine wahren Freunde sind. Michael setzt sich sofort zu ihm, fragt ihm, wie es ihm geht – gut, antwortet Brian. In diesem Moment betritt Justin das Diner und es entsteht in der gesamten Gruppe ein sehr unangenehmes, peinlich berührtes Schweigen. Auch Justin steht erst untätig herum, bis Debbie ihn schließlich fragt, ob er irgendwann mal mit der Arbeit beginnen möchte.
Als Justin die Müllsäcke in den Container hinter dem Diner bringt fängt Michael ihn dort ab. Er hätte Brian nicht vor allen so erniedrigen müssen, sagt er, doch Justin tut das ab. Er hätte Brian ja gesagt, er solle sich ficken, aber damit war er schon beschäftigt als er Rage im Backroom vögelte. Michael fragt ihn, ob er etwa gedacht hätte, dass er Brian ändern könnte, dass Brian sich für ihn ändern würde?! Er wusste, wer Brian ist, von Anfang an! Und nach allem, was Brian für ihn getan hat, serviert er ihn so ab?! Doch Justin möchte nicht darüber reden. Natürlich nicht, erwidert Michael, „du hast ja das bekommen, was du wolltest, und jetzt geht’s zum nächsten.“ Justin fährt ihn an, dass er doch auch das habe, was er wolle: Justin sei endlich nicht mehr mit Brian zusammen, Michael hätte nun freie Hand! Da packt Michael Justins Arm und sagt ihm, dass er sich und selbst und den anderen allen einen Gefallen tun und verschwinden soll.

Vor dem Diner machen Melanie und Lindsay noch ein Foto von Ted und Emmett, die sie unheimlich süß zusammen finden, dann gehen sie ihres Weges. Ted und Emmett bleiben noch ein wenig in der Fotopose stehen. „Sie glauben alle, dass wir es getan haben.“ „Vielleicht, weil wir wollen, dass sie glauben, dass wir es getan haben?“ Dabei haben Ted und Emmett noch nicht miteinander geschlafen. Obwohl, technisch gesehen schon. Sie waren einfach so müde, da sind sie in einem Bett eingeschlafen. Sie haben ihre Freunde zumindest nicht angelogen. Wenn sie Sex haben, dann soll das auch richtig ablaufen. Oder? Natürlich. Sie küssen sich liebevoll auf der Straße.

In Michaels Wohnung versucht Ben, der sich nun gegen die Reise nach Tibet entschieden hat, seine Wohnung zurückzubekommen, doch seine Kollegin lässt sich nicht überreden – ihr gefällt seine Wohnung anscheinend. Ben lässt sich seufzend auf die Couch fallen, und auf einmal hat Michael einen Einfall: Er schlägt Ben vor, bei sich einzuziehen. Der ist von dieser Idee zuerst nicht so begeistert. Sie hätten das noch nie diskutiert, seien sie denn überhaupt bereit dazu? Michael setzt sich zu ihm und fragt, ob er die ganze Nacht laute Musik hören würde oder lächerlich lange Zeiten im Badezimmer verbringe, doch Ben unterbricht ihn mit einem Kuss. Michael grinst und meint, er glaubt, sie würden das schon ganz gut überstehen. Gerade als sie den Beschluss ordentlich feiern möchten betritt Emmett die Wohnung. Michael fragt ihn als seinen Mitbewohner, was er davon hält. Emmett scheint kurz zu zögern... das sei wenig Platz für viele Leute... aber er liebt wenig Platz für viele Leute! Dann gratuliert Ben ihm und Ted, und Michael fragt ihn, erstaunt, wie es auf einmal dazu gekommen wäre – er habe doch mit Michael noch besprochen, dass er Ted ‚nein’ sagen würde. Er könne sich nicht vorstellen, mit seinem besten Freund Sex zu haben. Darauf reagiert Em ein wenig pikiert, doch Michael meinte es nicht so: Er wünscht ihnen alles Glück der Welt, inklusive gutem Sex, doch er möchte nichts darüber hören. Die beiden lachen.

Als Brian nach Hause kommt legt er seine Aktentasche auf das Sofa, wo sich vor wenigen Stunden noch Justins Kleidung befand. Als er ins Schlafzimmer kommt sieht er sofort die offene Schublade und den geöffneten Schrank, die Justin leer zurückgelassen hat. Er streicht kurz mit dem Finger über den Rand der Schublade und hebt dann ein Kleidungsstück auf, das auf den Boden gefallen war. Er streichelt gedankenverloren darüber und starrt auf die leeren Bügel in seinem Schrank, bevor er einen Blick ins Badzimmer wirft und zu seinem Schreibtisch läuft. Dort ist nur eine Zeichnung zurückgeblieben: Rage, der mit einem verletzten JT in seinen Armen gen Himmel fliegt. Brian schaut sie sich an … und knüllt sie ausdruckslos zusammen.

Im Park fragt Lindsay Brian, wie er Justin einfach so hat gehen lassen können, doch was hätte er denn ihrer Meinung nach tun sollen? Sich auf die Knie werfen und Justin anflehen nicht zu gehen? Lindsay meint, dass es jeder vorhergesehen hat. Und das sei ja auch kein Wunder, so wie Brian in behandelt habe: Nicht einmal die kleinste romantische Geste, nichts, und doch sei es noch nicht zu spät, ihn zurück zu bekommen. Brian müsse Justin nur sagen, dass er ihn liebt. „Und dann?“, fragt Brian. Dann könnten sie so ein glückliches Paar werden wie Mel und Linds, oder der Professor und Mikey, oder GottStehUnsBei Ted und Emmett? Ein Paar, das glaubt, dass die Imitation eines heterosexuellen Lebens sie glücklich macht? Also möchtest du lieber allein sein, fragt Lindsay. Möchtest lieber allein sein anstatt mit der einzigen Person zusammen, die beinah jedes bisschen deiner Scheiße hingenommen hat? Brian wird langsam gereizt. Er hat Justin nie darum gebeten, anders zu sein, oder Brians Bedürfnisse über seine zu stellen, und wenn er nicht das bekommt, was er will, dann soll er es sich woanders holen. „Tja, er hat seine Lektion gelernt“, antwortet Lindsay.

Michael hilft Debbie dabei, eine Gemüselasagne für die Jubiläumsfeier von Melanie und Lindsay zuzubereiten, während sich seine Mutter fürchterlich über etwas aufregt: Justin habe heute einfach gekündigt. Einfach so! Nach allem, was Debbie für ihn getan hat, lässt er sie so stehen – nicht einmal bei ihr selbst hat er sich verabschiedet, sondern hat es klammheimlich getan, als Kiki, ehemals Kenny, Schicht hatte. Michael kann das nur bestätigen; er erzählt Debbie, dass er Justin laut und klar gesagt hat, dass er ein egoistischer, undankbarer Idiot ist und aus ihrem Leben verschwinden solle. Debbie sieht so aus, als wolle sie ihren Sohn umbringen. Was auch immer zwischen Brian und Justin passiert sei, das gehe ihn nichts an, auch wenn Brian sein „bester Freund“ ist. Ein bester Freund, der vielleicht alles für Justin getan, ihn aber nicht geliebt hat. Der niemanden lieben kann! Nicht mal Michael. Der sagt dazu nichts.

Lindsays und Melanies Haus scheint auf die große Feier vorbereitet, während Linds Gus die Geschichte von der Schönen und dem Biest vorliest. Traurig erzählt sie ihrem Sohn davon, wie das Biest sich einschloss und in Verzweiflung versank, weil es so aussah, als würde die Schöne nie mehr zurückkehren. Melanie erinnert sie daran, dass es nur ein Märchen ist, und zeigt ihr ein Foto von ihnen beiden, gerade als sie zusammengekommen waren. Sie lachen beide fröhlich. Melanie meint, dass Linds sich nicht ein bisschen verändert hätte, und Lindsay erwidert das. Dann müssen beide anfangen zu lachen. „Lügner!“, erwidert Melanie und sie küssen sich, bevor Melanie aufsteht, um an die Tür zu gehen. Dort hat Justin geklingelt, der ihnen wegen ihres Jahrestages eine Flasche Wein vorbeibringen möchte. Sie laden ihn zu der Party ein, doch er lehnt ab, er habe schon etwas vor. Mel bittet ihn, wenigstens noch ein wenig zu bleiben, doch Ethan warte auf ihn. Sie bitten ihn darum, zu ihrer Party zu kommen – er könne Ethan auch mitbringen, Brian würde sowieso nicht dort sein. Sie lieben Justin genauso sehr wie Brian, gleichgültig, mit wem sie zuerst befreundet waren, und möchten ihn gerne an diesem besonderen Tag um sich haben.

Im Woody’s hat Brian Augenkontakt mit einem heißen Kerl hergestellt, doch gerade als er sich erheben möchte kommt jemand anders dazwischen. Zwei Typen an einem anderen Tisch haben das beobachtet und geben dem Wort „Gossip“ eine neue Bedeutung: Sie könnten ja immer noch nicht fassen, dass Brian Kinney von abgewiesen wurde – und auch noch vor aller Augen! Lange würde Brian die Rolle als schwuler Gott nicht mehr innehaben. Sie lachen darüber und stoßen an, während Ted und Emmett sie am Nachbartisch entsetzt anschauen. Wie bösartig können zwei Menschen sein? Obwohl Ted sagt, dass die zwei Typen ihn ziemlich an sie selbst erinnern. Aber so dürften sie nicht reden, sie seien ja Brians Freunde. Sie fassen den Entschluss, zu ihm zu gehen, damit er sie eine Weile beleidigen kann – vielleicht geht es ihm dann besser – als sie von Vic und Debbie abgefangen werden. Vic gratuliert ihnen und Debbie, die ihren Mund mal wieder nicht geschlossen halten kann, erzählt prompt die Geschichte von Vic und seinem Freund Carlos. Sie waren jahrelang unzertrennliche Freunde, bis Carlos Vic eines Tages sagte, dass er in ihn verliebt war. Sie kamen also zusammen und drei Monate später verschwand Carlos ohne eine Spur zu hinterlassen. Das ist für das frische Paar natürlich schwer zu verdauen, doch die Geschwister versichern ihnen, dass das nichts mit ihnen zu tun hat.

Nachdem Ben und Michael festgestellt haben, dass Ben zu viel Kleidung besitzt und das Michaels Schrank zu klein ist, halten sie weiteres Auspacken für zu auswendig und werfen sich aufs Bett. Sich küssen ziehen sie ihre T-Shirts aus und öffnen ihre Hosen, um Bens erste Nacht gebührend zu feiern, doch da steht auf einmal Brian in der Schlafzimmertür! Er hat sich mit seinem Notfallschlüssel Zutritt verschafft, weil er, wenn er niemanden findet, der mit ihm ins Babylon geht, sterben wird. Michael schafft ihn ins Wohnzimmer und erklärt ihm, dass Ben einzieht und dass er ihn später anrufen wird, doch da sagt Ben ihm, dass er mit Brian gehen sollte. Er braucht jetzt gerade seinen besten Freund – das würde Ben auch, wenn er Michael verloren hätte. Sie umarmen sich fest.

Ted hat für seine und Emmetts erste Nacht alles vorbereitet: eine kleine Lichtorgel dreht sich in seinem Schlafzimmer, eine erschreckend große Variation verschiedenster Sexspielzeuge liegt am Bettrand und er achtet darauf, sich selbst, nur noch in Unterhose gekleidet, gut zu präsentieren. Dann lässt er Emmett, der noch einen Bademantel trägt, endlich herein. Der sagt, dass es hier ja fast wie im Schaufenster eines Ladens à la Beate Uhse aussehe, und Ted meint, er solle die Klappe halten und ins Bett kommen. Em möchte, dass Ted sich die Augen zuhält, während er sich den Bademantel auszieht, obwohl Ted ihn schon unzählige Male nackt wegen der Website gesehen hat – er will, dass ihr erstes Mal Unschuld und Aufregung ist, dass es eine Entdeckung wird – Glückseligkeit! Ted lacht und schließt die Augen, bis Emmett neben ihm unter der Decke liegt und sie sich etwas verlegen anschauen. Sie wissen nicht so recht, was sie sagen sollen. Ted bittet Em, nicht zu viel von ihm zu erwarten, nicht enttäuscht zu sein, wenn es nicht zu einem Feuerwerk kommt. Emmett sagt ihm, dass er ihn sehr liebt... also was, wenn das hier nicht funktioniert? Werden sie so enden wie Carlos und Vic? Werden sie Freunde bleiben können, auch wenn ihre Beziehung zerstört wird? Darauf weiß Ted keine Antwort zu geben. Und Emmett steht auf und zieht sich wieder an, während Ted die Lichtorgel ausstellt.

Im Babylon ist Brian so sehr mit Drogen voll gepumpt, dass er weder geradeaus schauen noch verständlich sprechen kann. Er tanzt mit Michael, der ihm sagt, dass er nach Hause muss, weil Ben auf ihn wartet, doch Brian erwidert, dass der Professor sicher schon schläft. Er bietet Michael Drogen an, doch der lehnt ab, bis Brian auf einmal sagt, dass es wie in alten Zeiten ist: Nur Brian und Michael, „nur du und ich.“ Daraufhin nimmt Michael doch eine Nase voll und Brian zieht ihn auf ein Podest, wo sie weiter tanzen, Stirn an Stirn, sich küssen, Arme umeinander geschlungen. Michael erzählt uns, dass es wirklich wie in alten Zeiten ist: Sie verschwinden in ihrer eigenen Welt, bis alles um sie herum nicht mehr existiert, nur noch sie beide und niemand anders...

Melanies und Lindsays Feier findet in ihrem Garten statt: Es werden Fotos gemacht, viel gelacht, alle scheinen Spaß zu haben. Auch Ted und Emmett, die mit Freude all die Gäste nachahmen: „Oh, du siehst ja so gut aus.“ „Nein, du siehst ja so gut aus!“ Da kommen Melanie und Lindsay zu ihnen, und Emmett begrüßen sie mit: „Oh, ihr seht ja so gut aus!“ Mel und Linds prophezeien ihnen, dass sie in einem Jahr hier stehen und mit ihnen feiern werden und gehen dann. Nach diesem Kommentar schweigen sich Ted und Emmett sehr geschickt an.
Michael dagegen hat noch nie so viele Paare auf einem Haufen gesehen. Ben meint, es sei eine gesellschaftliche Entwicklung, woraufhin Michael in einer hohe Stimme erwidert, dass es gut für die Homos und gut für die Heteros sei! Ben meint, er klinge wie sein Tanzpartner – wie war die letzte Nacht? „Wie immer“, meint Micheal. Dieselben gute Musik, dieselben heißen, halbnackten Typen, erwidert Ben. Dann entdeckt Michael auf einmal Justin – was mache der denn hier?! Und wieso hat er seinen neuen Freund mitgebracht?!

Im Woody’s unterhält sich Brian mit zwei breiten Männern in Leder, die sich nicht darüber einig werden können, welches Besteck sie für ihre Hochzeits-Zeremonie nehmen sollen. Brian fragt sie gereizt, ob es nicht noch irgendwo irgendwelche anständigen Schwuchteln gibt, dann jedoch erwähnt er, dass er ein Paar kennt, dass ihnen weiterhelfen könnte.

Im Haus der beiden Frauen verteilt Debbie Kuchen, als Justin mit Ethan im Schlepptau versucht, sich an ihr vorbeizuschleichen. Sie lässt so etwas natürlich nicht mit sich machen und pfeift ihn zurück. Sie sagt ihm, dass, was auch immer Michael zu ihm gesagt hat, nicht für den Rest von ihnen gilt. Sie lieben ihn immer noch, alle, und er ist immer noch ein Mitglied ihrer Familie. Und wer zum Teufel sei der Junge, der ihm hinterherläuft? Justin stellt Ethan vor, und Debbie sagt, dass sie schon seit sie Justin kennt ein Auge auf Sunshine wirft. Ethan fasst diesen Spitzname amüsiert auf, und Debbie ändert endlich ihren groben Ton und sagt ihm, wie liebenswert er sei. Debbie lässt Justin noch wissen, dass sie ihn am nächsten Morgen pünktlich im Diner erwartet.
Draußen taucht gerade Brian mit den zwei Männern auf. Melanie und Lindsay sind von der Frage des verzweifelten Paares ein wenig überrascht: Queen Mary oder King Edward (wobei es sich um Besteck dreht)? Brian lässt sie vergnügt zurück und geht auf die Toilette, wo er aber Justin schon vorfindet. Statt die Tür wieder zu schließen stellt er sich zu Justin an die Toilette und pinkelt neben ihm hinein – es sei ja nicht so, als hätte er Justins Schwanz noch nie gesehen, bemerkt er nachdem dieser sich beschwert hat. Justin steht schon in der Tür, da sagt Brian ihm noch: „Ich hoffe, du bekommst, was du willst.“ Justin erwidert nichts, sondern schließt die Tür.

Melanie und Lindsay können dem Paar hervorragend weiterhelfen, Emmett und Ted beobachten sie mit Neid, Brian läuft an Ethan und Justin vorbei als könnte er sie nicht sehen, während er ein Weinglas kippt. Michael fängt ihn ab und fragt ihn, ob er fassen kann, dass Justin seinen Freund mitgebracht hat – er habe ihm gesagt, dass Justin sich aus ihren Leben heraushalten soll, nach allem, was er getan hat. Brian erwidert, dass Justin gar nichts getan hat, er hatte immer die Freiheit, zu gehen, wohin er wollte. Doch Michael meint, dass Brian das nur so sagen würde. Er habe Brian benutzt. „Sei ruhig, Mikey.“ Er habe immer nur genommen und genommen und nie etwas zurückgegeben. „Ich sagte, sei ruhig, Michael!“ Und so würde er Brian es danken, dass er sein Leben gerettet hat. „Wenn du mich fragst“, sagt Michael, „dann hat es sich nicht gelohnt, du hättest ihn genauso gut dort liegen lassen können!“ Brian schlägt ihn. Mit der Faust ins Gesicht.
Die Menge tobt tatsächlich. Debbie kniet sich sofort zu ihrem Sohn, Ben geht auf Brian los, wird jedoch von Vic zurückgehalten, während Michael ruft, dass er Brian ihn Ruhe lassen soll, denn ihm gehe es gut. Mel und Linds fordern Brian dazu auf, zu gehen, der ebendies tut, Emmetts, Teds und Justins geschockte Blicke und Debbies Beleidigungen im Rücken.

Ted und Emmett sind wieder in Teds Schlafzimmer – dieses Mal ohne Spielzeug, ohne Lichtorgel, und ohne Bademantel. Nur die beiden. Sie sind sich natürlich immer noch nicht sicher, ob das hier gut ausgehen wird. Doch sie wollen es versuchen. Ted möchte Emmett gerade küssen, da hält dieser ihn noch mal zurück und verspricht ihm, dass er nicht einfach so spurlos verschwinden wird, was auch immer passiert. Ted lächelt und möchte ihn noch einmal küssen, doch wieder hält Em ihn zurück, um ihm viel Glück zu wünschen. Dieses Mal müssen beiden lächeln, und dann küssen sie sich, und endlich kann ihre Beziehung beginnen!

Am Abend besucht Brian Michael in seinem Comicladen, mit einem Geschenk. Michael nimmt er zögernd an – es blutet! Was ist da drinnen? „Das Herz deiner Mutter.“ Es ist, in der Tat, ein Steak – von der teuersten Sorte natürlich, für Michaels Auge. Brians Daumen berührt sanft den Bluterguss als er fragt, ob es weh getan hat. Michael antwortet nicht und Brian beugt sich herunter, um ihn zu umarmen, doch Michael weicht ihm aus. „Du hast mich noch nie geschlagen!“ Brian schaut ihn an, und Michael gibt zu, dass er es vermutlich verdient hat, nach dem, was er gesagt hat. Auch das kommentiert Brian nicht, und so sagt Michael schließlich: „Du musst ihn wirklich lieben.“ Brian schnaubt. Er habe Justin von Anfang an gesagt, dass er nicht an Liebe, sondern nur ans ficken glaube – jaja, die Leier kennt Michael schon. „Mit Ausnahme von dir natürlich“, sagt Brian. Michael lacht ein wenig. Er fühle sich geehrt. Da entdeckt Brian die RAGE Papp-Figur und drückt sie an sich. Er legt Michael nahe, sich mit Justin zu versöhnen, schließlich haben sie Arbeit: RAGE. Michael macht eindeutig klar, dass er nicht vor hat, sich mit Justin zu versöhnen. „Und was ist dann mit Mikeys großem Traum?“, fragt Brian, RAGE noch immer an sich gedrückt. „Er muss sich einfach einen neuen suchen.“, antwortet Michael. Brian will gehen - Mikey lädt ihn ein, mit ihm im Diner zu essen, doch Briab hat Pläne.

Er liegt mit freiem Oberkörper auf dem Bett und raucht eine Zigarette. Ein junger Mann mit einer blauen Sweat-Jacke und blonden, langen Haaren läuft die Treppe zum Loft hinauf. Er sieht aus wie... aber das ist unmöglich... oder?! Er klopft an die Tür, und nach dem dritten Mal öffnet Brian. Es ist nicht Justin. Den wahren Namen des Prostituierten erfahren wir nie, denn Brian unterbricht seine Vorstellung mit den Worten, es spiele keine Rolle. Der junge Mann fragt, ob er das sei, wonach Brian sucht. „Nah genug dran“, antwortet der. Er bezahlt ihn, dann legen sie sich ins Bett. Der Prostituierte möchte ihn küssen... doch Brian lässt das nicht zu, wendet den Kopf ab und rollt ihn auf den Rücken. Er streichelt sanft durch das blonde Haar und über den blassen Rücken... dann nimmt er ein Kondom und fickt ihn.

Speshul Thanks to Matze, der uns in der Stunde der Not für diesen Guide mit Caps in guter Qualität versehen hat ^^.


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Text & Screencaps © QaF Germany
Background Image © Showtime