
|
Durch das breite Panoramafenster schauen wir ins Loft hinein, unser Blick gleitet über den Wohnzimmertisch, vollgestellt mit Bierflaschen und Zigarettenstummeln, an der weißen Couch vorbei über den Parkettboden zum Esszimmertisch, wo Brian jemanden fickt... blonde Haare, blaue Augen... es ist Justin! Sie ficken so hart, dass er sich festhalten muss, seine Beine auf Brians Schultern, der über ihm steht, Justin selbst rücklings auf der Tischplatte. Sie kommen, und plötzlich verändert sich Brians Gesichtausdruck, als er auf den Mann unter ihm starrt. ...es ist gar nicht Justin. Der Typ, den er tatsächlich gefickt hat, hat braune Haare und Augen – und Brian wirft ihn direkt herzlos raus. Der Typ fragt sich noch, warum die Besten immer die größten Arschlöcher sind, geht aber. Ted weckt Emmett, der noch friedlich schlummernd im Bett liegt, mit einer heißen Tasse frischen Kaffees und den Worten, „guten Morgen, Geliebter!“ Emmett lacht sanft. Geliebter – wie sehr er dieses Wort liebt! Der Kaffee riecht und schmeckt offensichtlich fantastisch, genau wie Ted gestern Abend laut Emmett im Bett war. So sanft, so sensibel... aber trotzdem so kraftvoll. Ted kann die Komplimente nur erwidern; die Wunder, die Emmett mit seiner Zunge vollbringe, wie er Ted damit quäle und foltere, und sein Hintern... der sei genauso weich wie... wie seine neuen ägyptischen Laken! Sie müssen beide lachen, und Ted weist Em darauf hin, nicht zu kleckern bevor er ihm mit „Sahne, Schatz?“ noch etwas davon anbietet. „Natürlich, Geliebter“, antwortet Emmett. Hach, Geliebter, sagt Ted. Wie sehr er dieses Wort liebt! Im Diner beobachtet Brian die beiden vollkommen fassungslos dabei, wie sie sich gegenseitig füttern und sich die ausgefallensten Spitznamen, von Teddybär bis Chu-Chu, geben. Brian bittet sie, ihre Perversionen für sich zu behalten. Sie erwidern, dass er sie doch nur um ihre liebende, reife Beziehung beneide. Dann tut Ted so, als sei seine Gabel ein Zug und steuert sie in Emmetts Mund, immer noch unter Verwendung der lächerlichsten Kosenamen. Debbie inspiziert gerade Michaels blaues Augen, wofür sie Brian immer noch als Tier bezeichnet, doch Michael sagt ihr, sie soll es lassen, er habe es verdient. Ein Mann spricht ihn darauf an, dass er doch der Erschaffer von Rage sei. Er liebt den Comic, es bedeute ihm so viel, dass es einen schwulen Superhelden gäbe. Er wünscht sich, dass Rage existiert hätte, als er ein Kind war, und fragt, wann die nächste Ausgabe erscheint. Brian echot diese Frage. Michael sagt ihm, dass er sich nicht sicher ist, und geht dann auf Justin zu, der gerade das Angebot des Tages an eine Tafel schreibt. Justin sagt ihm, dass Debbie ihn gezwungen hätte, zu bleiben, und dass er das Geld brauche. „Wenigstens dazu war Brian gut“, erwidert Michael. Justin verdreht die Augen, und Michaels Angebot, mit einer zweiten Ausgabe von Rage (die erste ist bereits ausverkauft) Geld zu verdienen lehnt er geradeheraus ab. Er will nichts mehr mit Rage oder Michael zu tun haben. Lindsay tobt vergnügt mit Gus auf dem Spielplatz, während Mel in Anzug und am Handy mit einem Mitarbeiter telefonierend entschlossenen Schrittes auf sie zugeht. Linds ist erstaunt, dass Melanie hier ist, immerhin hätte sie eigentlich den ganzen Tag im Gericht verbringen müssen. Mel eröffnet ihr, dass sie endlich einen Fall abgeschlossen hat, der schon seit zwei Jahren anhält. Vor Freude springt Lindsay in ihre Arme und sie drehen sich auf dem Spielplatz. Eine ihrer Freundinnen, Dusty, die auch dort ist, gratuliert Melanie ebenfalls. Sie hat ihr zweites Kind bekommen und kann ihr drittes kaum erwarten! Sie fragt die beiden, ob sie nicht auch ein weiteres Kind haben möchten, und während Melanie etwas schüchtern-lächelnd nickt verneint Lindsay vehement. Sie habe mit einem schon genug zu tun! Justin und Daphne haben sich in ein Café gesetzt, an dessen Straßenecke Ethan spielt. Justin hat eine wunderschöne Zeichnung von einem spielenden Ethan vor sich liegen, doch seine Hand scheint wieder außer Kontrolle zu geraten. Daphne fragt, ob alles in Ordnung sei, und Justin bejaht. Er erzählt ihr, dass Ethan 40 Dollar am Tag verdiene, und sie antwortet, dass sie nicht wusste, dass es so lukrativ sein könne, ein Bettler zu sein. Justin lacht. Er sein kein Bettler, sondern ein Straßenkünstler! „Wie romantisch“, kommentiert Daphne leicht genervt, doch er scheint das als Kompliment aufzufassen und erzählt ihr davon, wie sie in der vergangenen Nacht Liebe auf dem Dach unter den Sternen gemacht haben. Mit Brian hat er so etwas nie getan. Daphne erinnert ihn grinsend daran, dass er ihr da aber andere Dinge erzählt hat: „Erinnerst du dich noch daran, wie er dich so hart gefickt hat, dass du ihn am nächsten Morgen immer noch in dir spüren konntest? Deine Worte, Schätzchen, nicht meine.“ Ethan gesellt sich zu ihnen und begrüßt Daphne flüchtig, die sich nicht die Mühe macht, zu antworten. Daph erzählt, dass sie im nächsten Semester Computer Anatomie und Biochemie wählen möchte, und Justin teilt ihnen mit, dass er sein Studium abbrechen wird. Er hat kein Geld. „Wer hat denn bis jetzt dafür gezahlt?“, fragt Ethan. Daphne sieht Justin nur an, Justin blickt Ethan an, als sei das offensichtlich, und Ethan seufzt. Der besagte Mann sitzt vor seinem Computer, klickt sich durch Pornowebsites und hat sehr – sehr – unenthusiastisch Telefonsex, was seinen Partner am anderen Ende der Leitung nicht zu stören scheint, auch nicht, als Brian ihn einen armseligen Troll nennt, auflegt und den PC ausschaltet. Lindsay und Melanie stehen nur in offene Bademäntel gekleidet in ihrem Badezimmer und putzen sich die Zähne, als Mel Linds fragt, ob sie wirklich nach Gus keine Kinder mehr haben möchte. Lindsay meint, dass sie, nun da Gus in der Vorschule ist, gern in die Welt der Zivilisation zurückkehren würde: Lehren, ihre Kunst weiterführen – ein Freund habe ihr sogar angeboten, für sie eine Ausstellung zu machen! – wie solle sie das tun, wenn sie noch ein Kind zeugen würde. Melanie lehnt sich zu ihr und ihre Hand wandert Lindsays Bauch hinunter. Es würde ja auch nicht jetzt sein ... so etwas brauche schließlich Planung ... und Zeit ... . Später liegen sie in der Badewanne von Kerzen umrahmten, Melanie in Lindsays Armen, deren Hände über ihre Brüste streicheln. Sie teilen sich ein Glas Wein und einen Joint, während Melanie behauptet, dass Linds es geliebt hat, schwanger zu sein – sie war so sexy, hatte immer Lust auf Sex! Und ihr großer, harter Bauch und ihre großen Brüste und sowieso...! Beide müssen lachen, und Lindsay meint, dass sie es nicht ganz so angenehm in Erinnerung hat. Melanie versucht eine andere Taktik: Als sie Gus nachdem er geboren wurde zum ersten Mal mit nach Hause nahmen hatte Lindsay gesagt, dass sie ein Haus voller Kinder will, die wissen, dass sie geliebt werden, die ein Ausdruck von Melanies und ihrer Liebe sind. Dann küsst sie Lindsay sinnlich, Lippen weit geöffnet, ein beinah-Kuss und dann ein richtiger. „Sehr überzeugend ....“, haucht Lindsay, als Melanie sich ihrem Nacken zuwendet. Ben kocht ein vegetarisches Gericht, und lädt Emmett ein, mit ihm und Michael Abendbrot zu essen, es sei genug da, doch der lehnt ab. Er werde mit Ted ein Spiel spielen: Sie gehen ins Babylon, und Ted fragt ihn dann, „kommst du oft hierher, Fremder?“, woraufhin Emmett antwortet, „nur wenn mein Freund nicht in der Stadt ist.“ Dann würden sie zu Ted gehen und ficken wie die Kaninchen. Ben und Michael lehnen dankend ab, sie nachher mit ihnen zu treffen, denn nichts außer einer Totalkatastrophe würde sie aus dem Haus bringen. Die Katastrophe kommt, gerade als sie sich küssen: Es klopft an der Tür. Sie wissen beide, dass das nur einer sein kann: Brian. Michael möchte die Tür nicht aufmachen, dann wird er schon weggehen! Aber Brian ist nicht dumm. Er sagt durch die Tür hindurch: „Ihr habt gesagt, dass ich immer willkommen sein würde.“ Ben öffnet fluchend die Tür, und Brian setzt sich ohne Umschweife an den gedeckten Tisch. „Ich habe nur genug für zwei gemacht“, meint Ben. „Wer von euch beiden isst dann mit mir?“, erwidert Brian und schleppt die beiden trotz allen Geredes, dass sie allein Zuhause bleiben möchten, ins Babylon. Michael tanzt dort mit ihm und scheint seinen Spaß zu haben, während Ben still an der Bar steht. Emmett zieht sich währenddessen auf die Toiletten zurück, als sich plötzlich ein schwarzer Mann an seinen Rücken lehnt und ihn fragt: „Kommst du oft hierher, Fremder?“ „Nur wenn mein Freund—“ da dreht sich Emmett um und erkennt, dass es sich nicht um Ted, sondern um Dijon (wie der Senf) handelt, einen Steward, der einen dreitägigen Aufenthalt in Pittsburgh verbringt. Dijon presst seinen Körper an Emmetts und fragt ihn, ob ihre Verabredung immer noch stehen würde, die sie vor ein paar Wochen im Fitnessstudio getroffen hätten. Um Emmett daran zu erinnern, was genau das für eine Verabredung war, nimmt er seine Hand und legt sie an seinen Schwanz. Ja, jetzt erinnert Emmett sich! Er zieht seine Hand mit Mühe zurück und sagt Dijon, dass er nun einen Freund hat, doch der erwidert, dass er es seinem Freund nicht sagen würde, wenn Emmett es Dijons Freund nicht verrate. Er gibt ihm seine Adresse, die Emmett einsteckt, und sich dann endlich an die Toilette stellt, als ihn wieder jemand fragt: „Kommst du oft hierher, Fremder?“ Dieses Mal ist es Ted, der lachend bemerkt, Em sei so lange hier unten gewesen, dass er sich Sorgen gemacht habe, dass er in die Toilette gefallen – oder jemand anderen getroffen habe. Emmett lacht. „Haha, du bist ja so lustig!“ Ben fragt Michael, ob dieser endlich nach Hause gehen möchte. Brian meint, dass die Nacht noch jung sei, doch Ben sagt seinem Partner recht deutlich, dass er jetzt nach Hause gehen und nicht mehr tanzen möchte, denn er muss früh zur Arbeit. Michael versteht den Wink mit dem Zaunpfahl und geht mit Ben. Ethan, Justin und Jennifer sitzen in einem Café, damit Justins Mutter endlich seinen neuen Freund kennen lernen kann. Sie ist schlichtweg begeistert! Er verhält sich höflich, bescheiden und einfach nett. Auch die Tatsache, dass er ein Genie ist und bei dem Heifitz-Wettbewerb, im Grunde genommen einem Stipendium, teilnimmt, sagt ihr sehr zu. Sobald er gegangen ist lobt sie ihn in den Himmel – so intelligent, so begabt, so süß! – er sei definitiv angebrachter für Justin als Brian. Nicht, dass sie etwas gegen Brian hätte, fügt sie schnell hinzu, sie wüsste nicht, wie weder Justinnoch sie selbst es ohne Brian geschafft hätten... Justin bittet seine Mutter, nicht über Brian zu reden, er sei jetzt mit Ethan zusammen. Dann kommen sie auf seine Studiengebühren zu sprechen. Sie möchte ihn finanziell unterstützen, doch er lehnt das ab. Sie braucht das Geld für Molly und sich selbst. Also nennt Jennifer ihm noch einen Ausweg: Er soll seinen Vater fragen. Auch wenn Justin Craig nicht um einen einzigen Gefallen bitten möchte, war er doch sehr großzügig mit Molly. Vielleicht, wenn Justin die Situation erklären würde... . Emmett versucht während der Arbeit verzweifelt, die Gay Helpline zu erreichen, doch die ist überfüllt, als Brian gerade bei ihm im Torso ein Kleidungsstück erwirbt. Da ihm das Telefon nicht helfen kann, teilt er seine Sorgen mit Brian. Er habe da diesen Freund – „Das wärst du.“, sagt Brian – und dieser Freund sei verliebt in seinen besten Freund – „Das wäre Theodore.“, sagt Brian – und bevor sein Freund und dessen Freund zusammenkamen, habe sein Freund eine Vereinbarung getroffen – „Fick-Date.“, sagt Brian – mit diesem wirklich heißen Flugbegleiter, erzählt Em weiter. „Dijon, wie der Senf? Gott, ein erstklassiger Fick! Und dein Freund bekommt auch noch kostenlose Bonusmeilen!“ Und dann sagt Brian, Emmetts Freund solle sich keine Sorgen machen, er würde ja von der Großvaterklausel beschützt werde, die beinhalte, dass jede Vereinbarung, die vor dem Inkrafttreten anderer Umstände getroffen wurde, noch geehrt werden muss und das kein Betrug sei. Also könne er Dijon durchaus einen blasen – wenn er nachher nur seine Klappe hält. Lindsay geht gemeinsam mit Gus und Dusty und ihrem Kind einkaufen. Auf dem Weg dorthin tauschen sie Sparcoupons. Linds erzählt Dusty, dass sie manchmal denkt, dass sie all die Aufregung des Lebens verpasst; Mel sei dort draußen und würde die Welt zu einem besseren Ort machen, und was würde sie tun? Wundervolle Kinder großziehen, die darin leben können, antwortet Dusty, die eine zufriedene Vollzeitmutter zu sein scheint. Außerdem habe Melanie Dusty ja die großen Neuigkeiten schon erzählt. „Welche Neuigkeiten?“, fragt Lindsay und erfährt von Dusty, dass Mel ihr gesagt hat, dass Linds noch ein Kind zeugen wird, und dass sie sich schon so sehr darauf freuen würde! Interessant, interessant.
Im Red Cape Comics sitzt Brian auf Michaels Tresen und erzählt ihm, dass er sich in der vorherigen Nacht „die Seele aus dem Leib gekotzt“ habe. Michael meint, das könnte an den Drogen liegen, die er konsumiert hat, Brian erwidert, es könnte Bens asiatische Scheiße gewesen sein. Er fragt Michael, ob dieser mit ihm an diesem Abend zu einer Unterwäschenparty möchte, doch der lehnt dankend ab: Er und Ben sind bei Debbie und Vic zum Abendessen eingeladen. Brian wird wohl ohne in für immer jung bleiben müssen. Emmett besucht Dijon in seiner Wohnung, allerdings nur, weil seine Tante Lulah ihm immer gesagt hat, dass man schlechte Nachrichten persönlich überbringen soll. Also, das hier wird nichts, bye! Doch Dijon hält ihn fest und zieht ihn galant in das Apartment, bittet ihn, sich zu setzen und erst einmal in Ruhe zu erklären. Emmett tut das also und während Dijon ihm in bester Flugzeugmanier einen Drink zubereitet und Erdnüsse bereitstellt erklärt er ihm, dass er lieber seine Verantwortung Ted gegenüber ehrt, obwohl er dank der Großvaterklausel nichts Unrechtes tun würde. Dann fällt sein Blick auf einen Preis, der Dijon von der Fluggesellschaft verliehen wurde, weil er besonders gute Dienste erbracht hat. In diesem Moment öffnet Dijon seine Hose, und, ja, Emmett kann nicht widerstehen. Debbie versucht aufgebracht, Michael zu erreichen, und spricht ihm eine nicht gerade schmeichelhafte Nachricht auf seinen Anrufbeantworter. Sie beginnen also ohne ihn mit dem Essen, und alle drei wissen, dass Michael sich niemals von sich aus nicht melden würde – er wird mit Brian unterwegs sein. Ben scheint das nichts auszumachen; ja, Michael verbringe sehr viel Zeit mit Brian, aber Brian sei auch verletzt und am Boden zerstört. Und je mehr Schmerz er empfinde, desto mehr versuche er, es zu verstecken, desto dringender brauche er seinen besten Freund. Debbie sagt ihm, dass das zwar wirklich einfühlsam ist, aber auch genauso großer Schwachsinn: Wenn er Michael nicht endlich zurückholen würde, dann wird Brian ihn bis zum Tode ausnutzen – er sei ja sowieso nur ein Ersatz für Justin. Ben erwidert, dass er Michael nun mal nicht kontrollieren kann! „Wieso nicht?“, fragt Vic, „das macht sie doch schon seit 30 Jahren.“ Lindsay ist mehr als nur ungnädig gestimmt, als sie Melanie am Abend eine erstaunliche Neuigkeit erzählt: Dusty habe ihr heute gesagt, dass sie noch ein Kind bekommen würde! Mein Gott, warum hat Melanie ihr das nicht gesagt?! Mel meint, dass sie doch darüber geredet und entschieden hätten—doch Lindsay unterbricht sie, alles, was sie gesagt hat, war, dass sie darüber nachdenken würde! Und weil sie ja diejenige sein wird, die es austrägt, sollte sie doch wenigstens entscheiden dürfen, wann, oder?! Sie seien ja wie eine gute alte Familie aus den 60ern! Melanie versucht, sich zu verteidigen, sie habe doch nur gesagt, dass sie ein weiteres Kind haben möchte! Ach, erwidert Linds, und nur weil du die Brötchen verdienst kannst du auch entscheiden, wann ich ein weiteren ‚Brotleib’ rausdrücke?! Wenn Mel ein Kind wolle, könnte sie es doch selber austragen! Da wird auch Melanie sauer. Lindsay wüsste genau, dass die Ärzte Mel gesagt haben, dass sie kein Kind gebären könne, doch Linds erwidert, dass das Jahre her ist, es gebe neue Methoden. Ein Schnitt mit dem Laser und alles sei in Ordnung, aber—Mel will widersprechen, doch Lindsay lässt sie nicht—aber nein, daran würde sie gar nicht denken, denn Melanie möchte lieber Vater spielen! „Tut mir Leid, Mel, keine Zigarre heute!“ Justin sitzt im Wohnzimmer seines Vaters, der ihm ein Glas Whisky einschenkt. Er meint, dass er Justin noch nie beim Trinken gesehen hätte, und Justin erwidert grinsend, dass er damit immer gewartet hätte, bis sie aus dem Haus waren oder schliefen. Craig entschuldigt sich für einen Moment, weil seine Freundin, Lori, mit der er seit einem Jahr zusammen ist, kurz etwas mit ihm besprechen möchte. Justin beobachtet, wie er ihre Hände in seinen hält und sie küsst, bevor sie Justin freundlich zulächelt und geht. Sein Vater kehrt wieder zurück. Justin sagt ihm, dass er sie hübsch findet. Nach einer kurzen Pause erzählt Craig, dass er von Molly gehört hat, dass es Justin nun besser gehe. Der bestätigt das, und zeigt seinem Vater dann einige seiner neuesten Kunstwerke – er scheint nervös. Craig bemerkt, beinah zurückhaltend, dass er kein großer Kunstkritiker sei, aber er findet sie sehr gut. Dann spricht Justin an, wieso er hier ist: Das neue Semester beginnt, und er brauche finanzielle Unterstützung. Craig antwortet, dass er Justin doch schon ganz am Anfang etwas dazu gesagt hat, doch Justin unterbricht ihn. Er weiß, was sein Vater gesagt hat, doch jetzt, wo er sein erstes Jahr mit Ehren abgeschlossen hat, trotz seiner Hand, hatte er gehofft, dass Craig seine Meinung vielleicht ändern würde. Er könne kein Stipendium beantragen, weil Craig zu viel verdiene und es sei unmöglich, gleichzeitig zu studieren und Vollzeit zu arbeiten. Sein Vater fragt ihn, was mit Brian sei. Er schweigt kurz, dann sagt er, dass sie nicht mehr zusammen sind. „Endlich, eine gute Nachricht“, sagt Craig und lächelt. Gut, dass Justin endlich zur Vernunft gekommen ist. Wenn er zu Dartmouth gehen würde, dann... doch Justin unterbricht ihn schon wieder. Er werde niemals ein Geschäftsmann sein. Und er werde niemals hetero sein. Erneut schweigen sie, dann sagt Craig, dass Justin als kleinem Jungen immer am wichtigsten war, dass sein Vater stolz auf ihn war, sogar noch wichtiger, als seine Mutter glücklich zu machen. Und es gab niemals einen Vater, der stolzer auf seinen Sohn gewesen war. „Und jetzt schämst du dich?“, fragt Justin, was Craig verneint. „Du schämst dich, weil ich nicht der Mann bin, den du gerne haben wolltest?“ Craig sagt nichts. Justin nimmt seine Tasche. „Ich bin der Mann, der ich sein will. Ich bin der einzige Mann, der ich sein kann. Und wenn du nicht dafür stolz auf mich sein kannst...“, und seine Stimme versagt, „...dann ist das dein Problem.“ Und er geht. Bei der Unterwäschenparty angekommen gibt Brian dem wütenden Michael sowohl seine Autoschlüssel als auch Michaels Handy, doch der Akku ist leer. Brian meint, er könne sich auch genauso gut ausziehen und Spaß haben, wenn er schon mal hier sei. Doch Michael will nicht! Das erinnere Brian so sehr daran, als er Michael die Augen verband und ihm zum ersten Mal in die Sauna mitnahm, er war damals so heiß... aber Michael will immer noch nicht. „Du willst lieber Zuschauen?“ Brian, inzwischen nur noch (als einziger in dieser Masse von weißen Unterhosen) in eine schwarze Unterhose gekleidet, nimmt ihn von hinten in den Arm und flüstert in sein Ohr, was er einem der Typen gleich alles antun wird... aber warum sehe Michael es nicht selbst? Er geht auf den Typen zu, schlingt beide Arm von hinten um ihn und streichelt über seinen muskulösen Oberkörper, seine Brustwarzen, den weißen Stoff seiner Unterhose und in diese hinein, während er Michael hypnotisierend anstarrt. Der kann seine Augen nicht abwenden. Melanie sitzt zu so einer herrgottsfrühen Zeit im Diner und arbeitet, dass die Sonne noch nicht ganz aufgegangen und noch kein einziger Kunde da ist, weil sie etwas Ruhe brauche. Nur Debbie steht am Tresen, trinkt einen Kaffee und fragt sie, ob sie Brot oder Eier haben möchte, doch das sind ungefähr die letzten zwei Dinge, über die Melanie nachdenken will. Debbie meint, dass der beste Weg, den Tag nach einem gesunden Frühstück zu starten, ist, ihr zu sagen, was sie bedrücke. Melanie erzählt ihr, dass Lindsay meint, dass sie, wenn sie noch ein Kind haben möchte, es gefälligst selbst auszutragen habe. Debbie findet, dass sei fair. „Natürlich“, bestätigt Melanie hastig. Aber selbst, wenn sie könnte – sie hat sich nie als den Muttertyp gesehen. Ihr Leben sei am besten, wenn es nach Plan verlaufe, und Schmerz stehe definitiv nicht auf diesem Plan. „Also willst du sie lieber die Drecksarbeit machen lassen?“, fragt Debbie. Nein, antwortet Mel, das sei es nicht. Lindsay sei einfach... mutiger... und weiser... und stärker. Und die bessere Frau. Debbie ist so gerührt, dass sie leise spricht: Das sei der größte Haufen Scheiße, den sie jemals gehört hat. Sie kann nicht behaupten, dass es nicht schmerzhaft ist, denn das ist es! Und auch nicht, dass es nicht angsterfüllend sei, denn um Gottes Willen, sie habe noch nie so viel Angst gehabt. Aber trotz allem ist ein Kind immer noch die beste Erfahrung ihres Lebens. Und sie würde es schade finden, wenn Melanie sich das nehmen lassen würde, nur weil sie glaubt, dass sie nicht Frau genug sei. Ben weckt Michael mit einer sehr lauten Bedienung der Küchenmaschine, und dieser kommt sehr verschlafen aus dem Schlafzimmer gestolpert. Ben meint, er habe ihn so früh nicht erwartet, weil er ja so später nach Hause gekommen sei. Halb zwei, meint Michael, versuch’s mal mit viertel vor drei, erwidert Ben, der sich seine Jacke anzieht, um zur Universität zu gehen. Michael will ihm erklären, dass Brian ihn entführt und ihm sein Handy weggenommen hat! „Aha“, meint Ben. Vielleicht sei ihr Zusammenzug einfach keine gute Idee gewesen. Michael widerspricht, natürlich war das eine gute Idee, wieso auch nicht? „Weil wir es nicht geplant haben. Es ist einfach passiert, wegen einigen Umständen. Also sind wir vielleicht noch nicht bereit. Vielleicht müssen wir erst einmal andere Dinge in unserem Leben klären. Vielleicht sollte ich mir meine eigene Wohnung suchen“, antwortet Ben und geht. Ted und Emmett sind gemeinsam im Fitnessstudio, als Dijon plötzlich auftaucht. Emmett lässt hastig von seinen Gewichten ab und meint, er habe sich verletzt, um in die Sauna zu flüchten, begleitet von Ted, doch Dijon hält ihn auf, Hand auf Emmetts Arm. Emmett stellt ihm Ted vor, seinen Freund, mit dem er in einer Beziehung ist. Ted sieht etwas verwirrt aus. Dijon erzählt, dass er heute nach Miami fliegen würde, sieht Ted kurz an und stellt sich dann zwischen das Paar, um Em laut ins Ohr zu flüstern: „Ich rufe dich an, wenn ich wieder hier bin.“ Dann verschwindet er, doch für Ted ist der Fall klar. Emmett versucht ihn abzulenken, aber Ted fragt ihn schließlich, ob er es mit ihm getan hat – und er kennt natürlich Emmetts schuldbewussten Blick. Ethan setzt sich im Büro der PIFA mit Leidenschaft dafür ein, dass Justin unbedingt sein Studium fortsetzen muss, denn sonst würde der Welt sein atemberaubendes Talent vorenthalten werden! Die Dame am anderen Ende des Schreibtischs gibt zu ihrem Bedauern Kund, dass sie das Problem nicht sehen kann. Justin fragt sie, ob er die Frist ein wenig aufschieben kann, um einen anderen Weg zu finden, zu bezahlen, oder ob es möglich wäre einen Kredit aufzunehmen. Das sei alles gar nicht nötig, meint die Frau. Die Schulgebühren seien bereits bezahlt worden. Ethan fragt ihn, ob sein Vater sich denn nicht geweigert hätte, und Justin bestätigt das – oder zumindest dachte er das, doch die Frau meint, er habe seine Meinung wohl geändert. Sie erhebt sich und streckt Justin die Hand entgegen: die Welt könne nun sein Talent erwarten! Justin lacht und schüttelt diese, während er einen Blick auf seinen Ordner wirft, der vor der Dame auf dem Tisch liegt. Im Loft schaut Brian gerade Marlon Brandos „One-Eyed Jacks“ an, den er tonlos Wort für Wort mitspricht... “ But I know that I thought about him every day for five years. And that was the only thing that kept me going.”, da klopft es an der Tür und Justin öffnet diese, ohne auf eine Antwort zu warten. Nachdem er eine Zeit lang im Türrahmen stand, fragt Brian ihn, ob er nicht hereinkommen möchte, und teilt ihm gleich mit, dass niemand hier ist. „Zur Abwechslung mal.“, antwortet Justin. Brian verdreht die Augen. Justin fragt ihn, ob er einen neuen Wohnzimmertisch hätte. Ja, antwortet Brian, von Mies van der Roth. Hat wohl ein Vermögen gekostet, sagt Justin, und Brian bestätigt das, während er seine nackten Füße darauf legt. Justin sagt ihm, dass er die Zahlung der Schulgebühren von Brian nicht akzeptieren kann. „Wieso, kommt jemand anderes dafür auf?“ „Nein.“ „Dann kannst du es dir nicht leisten, abzulehnen.“ Justin sagt ihm, dass sie nicht mehr zusammen sind, er muss ihren Handel nicht ehren. Doch Brian schaut ihn nur an und meint: „Abgemacht ist abgemacht.“ Justin erwidert, dass er für sehr lange Zeit arm sein könnte, aber Brian lacht nur. Wie er Justins Geschmack kennt wird dieser das besser nicht sein. Es sei ja nicht so, als hätte er so viele Möglichkeiten, Geld zu verdienen, antwortet Justin. „Du hast eine“, sagt Brian, und beide grinsen. Justin dreht sich um und geht, doch Brian fragt ihn, ob er nicht etwas vergessen würde. „Danke“, sagt Justin, doch Brian lacht nur spöttisch. Nicht das – sondern seinen Computer. Er hat ihn für Justin zusammenpacken lassen. „Er gehört dir“, antwortet Justin. „Bullshit. Du brauchst ihn. Nimm ihn.“ Brian schaut wieder auf den Bildschirm, wo sich das Paar leidenschaftlich küsst, und beobachtet nur noch aus den Augenwinkeln, wie Justin das Loft verlässt. Emmett besucht Ted bei der Arbeit, der seine Erklärung von der Großvaterklausel bis hin zu dem Zweck des Besuches, dass Emmett Dijon ja eigentlich nur absagen wollte, zerfetzt. Emmett solle bitte gehen, jetzt. Doch Emmett geht nicht, sondern folgt ihm zu seinem Schreibtisch und sagt ihm, den Tränen nahe, dass er sich gerade im Moment nichts mehr wünsche, als mit seinem besten Freund Teddy zu reden, aber der sei nun sein Freund, und es gebe einige Dinge, die könnte man seinem Freund nicht erklären, egal wie sehr man ihn liebe. Also hört Ted ihm als bester Freund zu. Emmett erzählt ihm, dass er nicht wisse, was mit ihm los sei. Er sei in einer Beziehung mit diesem wundervollen Mann, und dann tue er so etwas, das ihm absolut nichts bedeute. Warum ist er so dumm? Ted antwortet, dass er nun mal niemals einen Schwanz getroffen hat, den er nicht mochte. Außerdem war er jahrelang Single, es ist klar, dass es schwierig für ihn sei, einfach über Nacht monogam zu werden. Aber als sein Geliebter war es trotzdem ein furchtbarer Betrug, und er wisse nicht, ob er ihm je wieder vertrauen könne! Das zu wissen, und es zu akzeptieren, sei einfach schwierig... . Emmett beginnt, haltlos zu weinen, und Ted reicht ihm ein Taschentuch. Emmett sagt, dass er Ted nicht zum Vorwurf mache, dass er ihn hasse, und entschuldigt sich dafür, dass er in verletzt und das zerstört hat, was sie hätten haben können. Ted seufzt. Er hasst Emmett nicht. Er liebt ihn. Er kennt ihn sehr, sehr gut, und er liebt ihn immer noch. Und das sagt er sowohl als sein bester Freund als auch sein Geliebter. Er nimmt Emmett in den Arm, der sich weinend bei ihm entschuldigt, und sagt ihm, dass es in Ordnung sei... .
Michael hat spätabends einen überraschenden Besucher, als er noch in seinem Laden einen Comic liest: Es ist Justin, der seinen Scheck annehmen möchte. 600 Dollar – das sei das, was sie mit RAGE bis jetzt verdient hätten, minus der Kosten. Justin schweigt kurz... dann lehnt er sich auf den Tresen und erzählt Michael von einer Idee für einen Handlungsstrang, die er hatte: Rage bringt JT bei, eine Note auf der Trompete zu spielen, so hoch und so laut, dass er damit Dinge in die Luft sprengen kann. Seinen homophoben Schulleiter zum Beispiel, meint Michael grinsend, nicht schlecht. Justin erwidert, dass es genial sei und Michael wüsste das. Michael muss lachen, aber Justin hatte doch gesagt, dass er nicht mehr mit ihm arbeiten wollen würde. „Abgemacht ist abgemacht“, antwortet Justin. Michael schaut ihm scharf hinterher, und der Student lächelt ihm noch einmal zu, bevor er das Geschäft verlässt. Da ruft Brian Michael auf dem Handy an. Er sei da, wo man für immer jung bleibt! Da, wo alles wunderschön ist! Er bittet Michael, zu kommen, doch der muss nach Hause, und hofft, dass Ben dort sein wird! |
![]()
|
< Episode 3.01 / Episode 3.02 / Episode 3.03 >