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Es regnet Glitter, perfekte Körper bewegen sich in Zeitlupe wo das Auge auch hinblickt. Die Lightshow ist spektakulär wie eh und je – genau wie die Go-Go Boys. Im Babylon herrscht geschäftiges Treiben wie immer. Wie immer? Nein. Das Hinterzimmer ist wieder verschlossen – na großartig. Justin sieht darin kein Problem, sie könnten ihn einfach wieder öffnen, aber Brian erwidert, er habe genug für die Allgemeinheit getan, jemand anders sollte für sie eintreten. Er zieht Justin zu sich heran, denn anscheinend würde er lieber ficken als sich an Stockwell zu rächen. Michael läuft durch seine Wohnung, sammelt Hunters Kleidungsstücke auf und beschwert sich bei Ben über den Jungen, der dauernd seine gebrauchten Klamotten liegen lässt! Ben erwidert, Michael sei doch sicherlich nicht anders gewesen, der bestreitet das und quengelt, dass er endlich wieder lauten, wilden Sex haben will! Ben grinst und antwortet, seinen Atem beim Sex anzuhalten sei sehr ungesund. Michael verdreht die Augen und öffnet die Tür zum Zimmer des Strichers, da Hunter seinen Wecker anscheinend überhört. Michael schaltet ihn aus und schüttelt Hunter sanft, der lieber weiterschlafen würde, denn er habe die ganze Nacht nicht schlafen können, weil Ben und Michael so zwanghaft lang versuchten, laut leise zu ficken. „Das nächste Mal, tut’s einfach, damit ich schlafen kann.“ Michael bedankt sich für den Sextipp und geht wieder zurück ins Wohnzimmer, wo Ben vorschlägt, Hunter schlafen zu lassen und ihm einen Schlüssel zu geben. Michael widerspricht, der Junge lebe nicht hier, er sei hier nur Gast, und Ben antwortet vernünftig, deswegen müsse er trotzdem ein- und ausgehen können. Aber wenn Michael nicht einverstanden sei, solle er ihn einfach mit in den Comicladen nehmen. Emmett säubert wie besessen die Fenster als es an der Tür klopft – oh Gott, bitte, lass das Ted sein! Aber stattdessen kommen Melanie und Lindsay herein, die bei der Bank waren und feststellten, dass auf einmal die 5000 Dollar wieder da waren. Was sei denn da los, in einem Moment sind sie weg, im nächsten wieder da – und wo ist Ted überhaupt? Emmett antwortet, er würde seine Reifen wechseln lassen, als das Telefon klingelt. Hoffnungsvoll hebt er ab, „Ted?!“, aber es ist nur Vic, dem er erzählt, Ted sei im Supermarkt und würde ständig etwas vergessen, deswegen halte er die Leitung besser frei. Lindsay sagt, nachdem er aufgelegt hat, dass Emmett doch behauptet hat, Ted würde seine Reifen wechseln lassen. Emmett zögert, natürlich, aber danach würde er einkaufen—doch die Frauen wissen, dass etwas nicht in Ordnung ist, und schließlich bricht Emmett in Tränen aus und er erzählt der geschockten Melanie und Lindsay, dass er seit Tagen nichts mehr von Ted gehört hat. Hunter sitzt in Michaels Laden und schaut sich den RAGE-Comic an, als Michael ihm sagt, er solle gefälligst mithelfen – was natürlich keinerlei Wirkung außer einer ironischen Bemerkung hat (woraufhin Michael, ganz der Reifere, ihn mit einem Staubwischer bewirft). Also fragt er Hunter stattdessen, was dieser von Rage hält; der Stricher antwortet, er halte es für Schwachsinn, denn alles, wofür sich Schwuchteln interessierten, sei, dass jemand ihre Schwänze lutscht, und nicht, den Schwachen zu helfen. Außerdem würde ein heißer, gutaussehender Superheld wie Rage niemals existieren, nicht in einer Millionen Jahren. Gerade da tritt Brian ein, küsst Michael zur Begrüßung auf die Lippen und lädt seinen Freund und dessen Freund zu einer Sexparty ein, die in seinem Loft stattfinden wird. Sofort ist Hunter auf den Beinen, lehnt neben Brian und sagt, dass Ben und Michael um zehn im Bett liegen würden, aber er habe Interesse: „Willst du ficken?“ Brian schaut ihn an, belustigt, und antwortet, es sei ebenfalls schön, Hunter kennenzulernen.
Emmett liegt mit geschlossenen Augen auf der Couch und der Wetterbericht verkündet baldiges wärmeres Wetter, als Ted hereinkommt. Im Diner fragt Hunter Michael, ob er jemals mit Brian gefickt hätte – oho, da hat sich wohl jemand verknallt! Das streitet der Junge ab, doch das Thema wird abrupt abgebrochen, als plötzlich ein Eisbecher vor ihm steht. Erst beschwert Hunter sich, ob er denn wie ein Neunjähriger aussehe, was Debbie, die das Dessert gebracht hat, verneint; er sehe aus wie eine aufmüpfige Kröte, der man Manieren beibringen müsse, also wie wäre es mit einem Dankeschön? Hunter schweigt kurz, dann bedankt er sich und steht auf, um zur Arbeit zu gehen, hält aber inne, als er ein Foto von Jason Kemp sieht, worüber Debbie geschrieben hat: „In Erinnerung an Jason Kemp.“ Er starrt es lange an, bis Debbie ihn fragt, ob er etwas darüber wisse, wie er gestorben sei, doch Hunter will nichts sagen, er sei Jason nichts schuldig, im Gegenteil, er habe ihm 50 Dollar geschuldet! Debbie drückt ihm den Schein in die Hand, mit Verachtung, aber wird belohnt: Hunter erzählt, er und Jason seien in einer Bar gewesen, wo Jason mit jemandem weg ging. Hunter hatte ihn noch gewarnt, es nicht zu tun, doch Jason brauchte das Geld. Er wüsste zwar, wer der Kunde war, doch die Polizei würde ihn niemals verhaften. Wieso, das sollten sie selbst herausfinden. Debbie ist auf der richtigen Spur. Sie erzählt Carl im Polizeipräsidium, dass es ein Polizist gewesen sein muss, der Jason Kemp ermordete. Der jedoch hält das Wort eines Strichers für nicht besonders vertrauenswürdig, die seien Diebe, Drogenabhängige, gewalttätig... außerdem könne er nichts tun, denn die Chefetage habe den Fall auf Eis gelegt. „Stockwell“, stellt Debbie fest, doch Carl bittet sie, nicht wieder so anzufangen. Sie wird laut, meint, er solle seiner „Chefetage“ gefälligst sagen, der Fall müsse wieder behandelt werden, aber Carl bleibt hart. Er nehme keine Befehle von Mrs. Novotny, wie er sie nennt, an. Michael sitzt neben Emmett im Woody’s und kann kaum glauben, was dieser ihm da erzählt; am liebsten hätte Emmett Ted einfach in den Arm genommen und ihm gesagt, alles würde wieder gut werden, aber er war gleichzeitig auch so wütend... gerade da kommt sein Freund hinein. Michael fängt ihn vor der Bar ab und sagt ihm, er könne jederzeit über alles mit ihm reden, aber Ted will erst einmal zu Emmett. Er fragt ihn, wo er die Nacht verbracht habe, am Morgen wachte Ted auf und Emmett war nicht da. Der antwortet bissig, er hätte nur mal raus gemusst. Das würde Ted sicher verstehen. Und er solle Emmett auch bitte nicht erzählen, er habe keine Drogen genommen, denn das sei offensichtlich! Ted gibt zu, na gut, er sei eben ein Spätstarter, er habe auch erst mit 21 zum ersten Mal mit einem Mann Sex gehabt. Emmett erwidert, dass hätte Ted am Wochenende sicher alles wieder aufgeholt. Ted antwortet, er habe das einmal getan und nun sei es alles vorbei. Morgen früh würde für ihn ein neues Leben beginnen! Er habe sich überlegt, einen neuen Betrieb zu eröffnen, als finanzieller Berater zu arbeiten... doch erst würde er Melanie und Lindsay die Wahrheit sagen, und hoffen, dass diese seine Entschuldigen annehmen. Und dann... dann würde er es wieder gut machen, alles, was er Emmett angetan hat. Er wisse, dass das mehr als nur Worte benötigt, aber er würde einen Weg finden, ganz bestimmt. Emmett nickt... . Debbie öffnet die Lofttür – an einem weiteren „ruhigen Abend in der Kinney-Residenz“ – und steigt fest entschlossen über die unzähligen, sich in allen erdenklichen Stellungen und Konstellationen fickende Männer hinweg, den Hinweis streuend, doch bitte Kondome zu benutzen, bis sie das Schlafzimmer erreicht. Brian, völlig überrumpelt, bedeckt sich mit seinem Kissen. Was um Gottes Willen würde Debbie hier tun?! Sie erzählt ihm, dass Hunter Jason Kemp dabei gesehen hatte, wie er eine Bar in der Nacht seines Todes mit einem Polizisten verließ, während Brian sich Drogen einschnupft und ihr antwortet, sie solle es ihrem Freund erzählen. Debbie fährt in an und sagt etwas zu laut, Carl sei nicht ihr Freund – und der würde nichts unternehmen. Brian sollte Stockwell gefälligst festnageln, dessen Kampagne natürlich völlig zerstört wäre, würde sich herausstellen, jemand seiner Leute habe ein Kind ermordet. Doch den einzigen, den Brian nageln möchte, ist sein Trick. Debbie und Brian sehen sich einen Augenblick lang gegenseitig verständnislos an, dann dreht sie sich um und geht entrüstet. Ben und Michael sind gerade so richtig bei der Sache – nur, dass Ben plötzlich aufhört, weil er doch nicht so ganz bei der Sache ist. Seine Gedanken sind ständig bei Hunter, der Junge sei jetzt gerade dort auf der Straße, was, wenn er den falschen Mann nimmt, was, wenn er der nächste Dumpster Boy sein wird? Michael kann das nicht glauben, scheiße, erst ruiniert dieses Kind ihr Sexleben, wenn er hier ist, dann ruiniert er es, wenn er nicht hier ist! Da klopft es an der Tür, Ben steht auf, um zu öffnen, nachdem er Michaels Rücken geküsst hat, der gar nicht glücklich aussieht. Vic und Rodney kehren begeistert von einem Matratzen-Ausverkauf zurück und finden eine schlechtgelaunte Debbie vor, die ihm Schlafanzug auf der Couch sitzt und Käse-Flips in sich hinein stopft. Rodney küsst seinen Freund und zieht sich nach oben zurück, um die Laken schon mal anzuwärmen, und Vic setzt sich neben seine Schwester, die ihm nach kurzem Zögern von ihrem Leid berichtet: Carl habe sie direkt durchschaut – und sie „Mrs. Novotny“ genannt. Als sei sie eine vollkommene Fremde gewesen! Ach, wieso habe sie keine Lesbe werden können? Carl Horvath sei wie Käse-Flips. Man sollte gar nicht erst damit anfangen, denn wenn man es tut, würde man nur noch mehr wollen. Da sei es besser, nicht begonnen zu haben, anstatt ständig... und oh mein Gott, da wird gerade das wunderschöne Armband, das sie unbedingt haben wollte, in dem Teleshop ausverkauft gemeldet! Wie könnte es denn noch schlimmer kommen?! Vic lacht und versucht, seine Schwester zu trösten. Als Hunter am Morgen wieder das Haus verlassen möchte, sagt Ben ihm, er solle etwas Wärmeres anziehen, es sei kalt. Dann besinnt er sich, habe er das wirklich gerade eben gesagt, er klinge ja wie Michaels Mutter. Der weist Hunter darauf hin, immer schön seine Gummis zu tragen, und ruft ihn dann noch einmal zurück, als der Junge schon fast aus der Tür ist. Er gibt ihm einen Schlüssel. Hunter schaut ihn an und sagt, er dachte, Michael würde ihm nicht vertrauen. Der erwidert, so müssten sie nicht immer das unterbrechen, was auch immer sie gerade tun, um ihn hereinzulassen. Als Hunter gegangen ist sagt Ben, er sei überrascht, dass Michael das getan hat, doch der erwidert, sie könnten jederzeit die Schlösser wechseln. Ben lacht. Justin, noch in seinen eleganten, schwarzen Mangel gekleidet, Handschuhe in seiner Hand, steht dem völlig verwüsteten Loft gegenüber. Brian, nur mit einer Hose bekleidet, springt über die Lehne der Couch auf ihn zu um ihn zu küssen, doch der lehnt dankend ab. Er war bedauerlicherweise nicht zugegen, da er Daphne beim Lernen geholfen habe. Brian kocht Kaffee, während er Justin vom gestrigen Abend erzählt. 20 von Pittsburghs heißesten, geilsten Kerlen... und Debbie. Er erzählt, was diese ihm am vorigen Abend mitgeteilt hatte und Justin fragt ihn, ob er denn wirklich nicht daran interessiert sei – aber nein, natürlich nicht. Brian würde Spaß haben wollen, so lange, bis sein Daddy ihm alle Freiheiten nimmt. Und falls Brian das noch nicht bemerkt haben sollte, das habe er bereits getan! Brian bedeckt sein Gesicht mit den Händen, gequält, während Justin fortfährt: Aber na gut, wenn Brian sein Loft in das neue Hinterzimmer Pittsburghs verwandeln wollte, kann er das gern tun... nur wie würde er die Putzfrau bezahlen? Ted entschuldigt sich in Mels und Lindsays Wohnzimmer bei den beiden, die vor ihm sitzen, Emmett an seiner Seite. Er habe eine überstürzte Entscheidung getroffen, für die er sich sein ganzes Leben lang schämen würde... aber er hoffe, dass sie ihm, wenn nicht heute, dann wenigstens eines Tages, vergeben werden und dass er irgendwann wieder ihre Liebe und ihren Respekt verdienen wird. Emmett drückt seine Hand, und Lindsay sagt, dass das sehr mutig von ihm war. Melanie bestätigt das, doch man müsse abwarten. Emmett schaut sie verständnislos an, was hieße hier abwarten, er habe doch gesagt, dass es ihm Leid täte. Es zu sagen sei eine Sache, erwidert Mel, es zu meinen eine andere. Bevor Emmett weiterhin für ihn eintreten kann, sagt Ted, er würde Melanie verstehen und entschuldigt sich dann, er müsse ihr Badezimmer benutzen. Als er außer Hörweite ist, fährt Emmett Melanie an, was sie sich eigentlich erlauben würde, Ted so zu behandeln? Sie sei doch Teds Freundin! Wieso könne sie ihn denn nicht ein wenig unterstützen, ihm helfen?! Melanie antwortet: „Weil er ein Drogensüchtiger ist.“ Und er würde jede Form der Unterstützung, jede Hilfe, nur ausnutzen. Emmett solle gefälligst mal Eier zeigen, anstatt so eine alberne Schwuchtel zu sein – was Ted hört, der gerade wieder dazu stößt. Emmett erwidert, er sei vielleicht eine alberne Schwuchtel, „aber weißt du was Mel? Du bist eine Fotze!“ Ted und Emmett verlassen das Haus, der Schaden ist angerichtet. Michael ist voller Vorfreude (sexueller Natur) als er und Ben den Flur zu ihrem Apartement entlang laufen. Endlich können sie ficken, in der Mittagszeit wird Hunter wohl kaum dort sein! Falsch gedacht: Hunter ist in ihrer Wohnung... mit einem Kunden. Ben und Michael werfen den geradewegs aus der Wohnung, beschimpfen ihn als krank und Michael droht mit der Polizei. Hunter beschuldigt sie, schon wieder dazwischen zu pfuschen, sie hätten niemals gesagt, er könne keine Kunden mit in ihre Wohnung nehmen! „Weil wir nicht dachten, dass du das tun würdest!“, entgegnet Michael wütend. Hunter schaut zu Boden und erwidert kleinlaut, er brauche nun mal das Geld. Wofür, fragen die beiden nur entsetzt. „Für wenn ihr entscheidet, dass ihr eure gute Tat getan habt und mich rauswerft!“ Ben schaut ihn irritiert an, wer rede denn von „rauswerfen“? Wenn das eine Art Test sein sollte, wie weit er gehen kann, bevor sie ihn auffordern zu gehen, würde das nicht funktionieren, sie wollen ihn bei sich haben! Warum, antwortet Hunter, damit sie sich gut fühlen könnten? Was für eine Scheiße! Er greift nach seinem Mantel, klatscht Michael den Schlüssel gegen die Brust und verschwindet. Es ist schon Nacht, und Hunter immer noch wütend. Er reißt an einem Gitterzaun herum, tritt gegen Blechdosen und beleidigt Kunden, die ihn abweisen. Ein bewunderndes Pfeifen läuft durch die Schar der Stricher, als auf einmal eine Corvette vorfährt. Brian bittet Hunter, einzusteigen, der schon glaubt, ihm stehe die Nacht seines Lebens bevor. Aber als er sich zu Brian lehnt, um... sonst was zu tun, drückt dieser ihn zurück in den Sitz, lächelt charmant, befiehlt ihm, sich anzuschnallen und rast nach einer 180 Grad Wende davon. Vic, Emmett und Ted sind im Supermarkt, um die Zutaten für ihre nächste Party zu besorgen. Vic beschwert sich lauthals darüber, dass sie nun doch keinen neuen Ofen bekommen werden – das, was sie anstreben, sei mit Emmetts Ausrüstung einfach nicht zu schaffen! Der bleibt jedoch ruhig und wehrt munter ab, er habe sich eben verrechnet, als er sagte, er könne sich den Ofen leisten. Da klingelt Teds Handy, und er zieht sich an das andere Ende des Ladens zurück. Vic fragt, wie es ihm gehe, und Emmett antwortet, es sei im nur wichtig, dass Ted nun wieder Zuhause sei. Vic rät ihm, ein bisschen auf Ted aufzupassen, nur zur Vorsicht... als Emmett gereizt erwidert, es mache Ted noch lange nicht zum Crystal-Süchtigen, nur weil er einmal auf einer Drogenparty war! Doch alles, was Vic sagen wollte, war, es könne eine Weile dauern, bis Ted wieder er selbst ist. Daraufhin bittet Emmett ihn darum, die Party am folgenden Abend allein zu organisieren. Das scheint dem älteren Mann zwar nicht zu gefallen, aber er sagt nicht nein. Und Emmett wirft Ted nur einen Blick zu, der wiederum sie ständig hastig anschaut. Hunter und Brian befinden sich in einer scheinbar heterosexuellen Bar, in der eine Vielzahl an Männer mit Glatze sitzen. Brian fragt ungeduldig, ob Hunter sich sicher sei, dass der Typ hier jeden Tag herkommt. Der bestätigt das, schlägt aber vor, sich anders zu beschäftigen... zum Beispiel miteinander. Brian drückt ihn weg und schlägt stattdessen vor, nur noch fünf Minuten zu warten. Auch Hunters Vorschlag Brian zu bezahlen schlägt fehl – Brian sagt nämlich, er könnte sich ihn nicht leisten. Da tritt der Typ auf den sie warten auf einmal ein: Ein Mann mit Glatze, um die Vierzig, ein kantiges Gesicht. Brian stellt Hunter in einer Ecke ab und setzt sich in der besten Imitation eines heterosexuellen Unterschichtsangehörigen mit einem Bier neben den Polizisten. Er fängt einfach an zu reden, obwohl der Typ ihm nicht antwortet. Brians Versuche, den Mann in ein Gespräch über die Stricher in der Bar zu vertiefen misslingen, da kommt praktischerweise gerade der Werbespot Stockwells im Fernsehen. Das gibt Brian die willkommene Gelegenheit, über Stockwell herzuziehen, zu sagen, wie korrupt Stockwell sei und den Polizisten so zu provozieren, der scharf erwidert, Stockwell sei ein herzensguter Mann, er habe 15 Jahre mit ihm zusammengearbeitet und Jim habe nie einen Cent von jemandem genommen! Niemand sei so ehrlich wie er, der wird ein großartiger Bürgermeister werden! Als Brian ihn dann fragt, ob er etwa ein Polizist sei, antwortet der, er würde zu viele Fragen stellen. Daraufhin steht Brian auf und gesellt sich wieder zu Hunter, der ihn mit Fragen löchert, doch Brian antwortet nur, er würde zu viele Fragen stellen. Carl sagt Brian dasselbe wie er schon Debbie erzählt hat: Er könne nichts für ihn tun, die paar Beweise, die Brian ihm geliefert hat – nämlich, dass Hunter offensichtlich die Wahrheit erzählt, weil bestätigt wurde, dass der Typ ein Polizist ist – reichten niemals aus, um den Fall wieder aufzurollen. Außerdem gehe es Brian nicht um Gerechtigkeit, sondern darum, Stockwell zu belasten. Na gut, dann solle Carl es für Debbie tun! Carl erwidert scharf, dass Brian sie daraus lassen soll! Also, was brauche Carl, um den Fall wieder aufzuwärmen? DNS. Tatsächlich, Carl Horvath brauche DNS von dem Mann, um das Opfer mit dem Täter in Verbindung zu bringen. Eine Zigarette, Haare, ein Kondom voller Sperma, wenn Brian das denn selbst besorgen möchte. Michael hat Hunter aufgespürt, der sich gerade mit einigen seiner Kollegen eine Pizza teilt, vor Michael aber Reißaus nehmen möchte, doch der hält ihn zurück und gibt ihm den Schlüssel zurück. Solange Hunter nicht wisse, wohin er geht, würde er bei ihnen bleiben. Und solange das der Fall ist, würde er sein Bett machen, seinen Scheiß aufheben, und wenn er jemals wieder einen Kunden mit in die Wohnung nimmt, würde Michael ihm hart in den Arsch treten. Mit diesen Worten dreht er sich um, aber Hunter ruft ihm hinterher, das sei Kindesmissbrauch, Hunter solle ihn doch verklagen, sie seien nicht seine Eltern, „und du bist nicht mein Sohn!“ Aber sie würden ihm ein Dach über dem Kopf geben, deswegen sollte Hunter sichergehen, dass er um Mitternacht Zuhause ist und die Tür abschließt!
Emmett und Ted sitzen auf dem Sofa, jeder mit einem Glas Rotwein. Ted sagt seinem Freund, wie viel es ihm bedeutet habe, dass er vor Melanie und Lindsay für ihn eingetreten ist. Der tut das als selbstverständlich ab, er könne kaum glauben, was die beiden da sagten! Aber das sei nun gleichgültig, jetzt, wo sie allein seien, könnten sie doch das Beste daraus machen... Justin, gekleidet in Lederjacke und schwarzes Top – mit anderen Worten, hergemacht als Stricher – setzt sich mit Brian an die Theke in der Bar, wo Hunter und er den Polizisten zuletzt entdeckten. Der Plan lautet wie folgt: Justin soll den Polizisten mit seinem eloquenten Repertoire ablenken – „stehst du auf meinen engen Arsch?“ – und dann hinter seinem Rücken einen Zigarettenstummel ergattern. Justin stellt klar, dass Brian ihm einiges mehr als hundert Dollar dafür schulden wird, als Hunter auf einmal hinter Brian auftaucht. Hoffnungsvoll fragt er, ob Brian ihn etwa gesucht habe, der erwidert, er habe an niemand anders denken können, als den Jungen. Hunter schnauzt Justin daraufhin an, er solle sich verpissen. Justin denkt er hört nicht recht. Brian lacht und stellt Justin Hunter vor, dann scheucht er den Jungen davon, der betont, Brian hätte ihn darum bitten müssen, den Polizisten für DNS zu verführen. Justin seufzt nur. Teenager. Wie käme man nur mit denen zurecht? Nun sitzt Michael besorgt auf der Couch. Ruhelos schaut er zur Tür, steht auf, geht zum Fenster. Ben sagt ihm, es sei Mitternacht, sie müssten die Tür jetzt verriegeln. Sie müssten sich an die Regeln halten, genau wie Hunter. Er streichelt sanft die Hüften seines Freundes, der immer noch beunruhigt auf die Straßen schaut. „Und was, wenn er nicht zurückkommt?“ Ben küsst nur seinen Nacken und antwortet, Michael solle ins Bett kommen. Er zögert, dann verriegelt er die Tür und schaltet das Licht aus. Vor der Bar fährt der Polizist gerade in seinem Auto vor, doch Hunter fängt ihn ab. Er müsse gar nicht erst hinein gehen, alles Interessante sei hier draußen. Der Polizist fragt, wieso Hunter sich plötzlich zur Verfügung stelle, er habe ihn doch sonst ignoriert. Hunter antwortet, das müsse das Mondlicht sein, und zählt seine Preise auf: 50 für einen blowjob, 100 für Sex. Der Polizist erkundigt sich nach dem Preis für ohne Kondom, aber das würde Hunter nicht anbieten. Der Polizist zögert einen Moment – dann stimmt er wortlos zu und geht los. Beinahe schon ängstlich bleibt Hunter noch stehen, schließlich ist dieser Mann vielleicht ein Mörder, doch nachdem dieser dem Jungen einen vielsagenden Blick zuwirft, setzt sich Hunter in Bewegung und geht mit dem Mann mit. |
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