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Brian steht im stockdunklen Loft vor dem Panoramafenster und raucht eine Zigarette. Justin – nur in eine Unterhose gekleidet - gesellt sich leise zu ihm, massiert seine Schultern. Der Polizist, der potentielle Mörder, ist nicht in der Bar aufgekreuzt. Justin schlägt vor, es am folgenden Abend wieder zu probieren, doch Brian schüttelt den Kopf und sagt dann, Justin habe heiß ausgesehen, verkleidet wie ein Stricher... . Der nimmt die Lederjacke von der Couch, die er am Abend trug, und kehrt wieder zu Brian zurück, zieht an dessen Zigarette. Sie glüht im Dunkeln auf, und die beiden fallen langsam auf das Sofa. Justin flüstert, das würde Brian 100 Dollar kosten, der ihn daran erinnert, er habe nur vorgegeben, ein Stricher zu sein. Gerade als Justin das abstreitet, klopft es an der Tür. Es ist Hunter, der von Brian mit einem sehr genervten Blick empfangen wird. Der echte Stricher hält ein mit Sperma gefülltes Kondom in die Höhe – es gehöre dem Polizisten. Brian kann kaum glauben, dass Hunter tatsächlich den Typen gefickt hat, konserviert das Kondom aber in einem Gefrierbeutel und nimmt eine Zeitschrift entgegen, die Hunter aus dem Müll gefischt hat und dem Polizisten gehörte - offensichtlich abonniert, denn sein Name steht darauf: Kenneth Reichert. Da tritt Justin zu ihnen, dem Brian nebensächlich mitteilt, Gay as Blazes sei abgesetzt worden. Der junge Stricher fragt Brian verführerisch, ob dieser ihm nicht seine Wertschätzung zeigen wollte – doch Justin wirft ein, dass Brian das schon mit ihm getan hat, drei mal. Hunter, der ihn noch immer für einen Mitbewerber hält, fragt angewidert, was der denn hier tun würde und wie viel er Brian abknöpfen würde! Brian schaut Justin fragend an, einhundert Dollar? Ja, aber Brian würde sich weigern, zu zahlen, entgegnet Justin. Hunter antwortet, das könne er ihm nicht verübeln, er würde Justin nicht mal zehn Dollar geben; doch da greift Brian ein, sagt laut, es sei Zeit, das Hunter ins Bett gesteckt wird – aber nicht ins Brians - und schiebt ihn in Richtung Tür.
„Du hast einen Mörder gefickt?!!“ Ted fickt Emmett, der sich kaum mehr zu bewegen und es schon gar nicht zu genießen scheint. Er sagt Ted, er solle aufhören, doch der will noch weitermachen, bis er gekommen ist, doch Em sagt ihm, er habe genug, er könne nicht mehr. Ted greift zu dem Crystal, fordert seinen Freund auf, noch mehr zu nehmen, aber der lehnt ab. Wieso, fragt ihn Ted, sei es denn nicht wunderbar gewesen? Habe Em nicht jede Faser, jeden Muskel, jeden Nerv seines Körpers gespürt, sei es nicht unglaublich gewesen? Ted behauptet, dass das nämlich Crystals Geheimnis ist: Es mache alles kristallklar. Währenddessen küsst er Emmetts Wange, sein Ohr, flüstert ihm zu, dies habe ihm alles bedeutet, es gemeinsam mit Emmett zu tun – und er nimmt mehr, er atmet schwer, schnupft, keucht, fragt Emmett, ob dieser spüre, wie steif sein Schwanz ist, sie sollten ficken, weiterficken! Aber Emmett schüttelt ihn ab, sagt, er würde Duschen gehen. Ted schlägt auf einmal von zärtlich auf wütend um, und was solle er tun?! Könne Em ihm vielleicht wenigstens einen runterholen, würde er das wohl noch schaffen?! Na super! Emmett sitzt wie gelähmt auf dem Bett, greift schließlich nach dem Gleitgel und löst Ted ab, der sich bereits selbst hilft. Brian schreitet durch das Polizeipräsidium, einem Wolf auf Jagd gleich, und hält Carl Horvath die Gefriertüte, die das Kondom enthält, direkt vor die Nase. Der beendet hastig das Telefongespräch, das er führt, und fragt, was zum Teufel das denn sei. Brian antwortet, es handele sich bei dieser neuartigen Verhütungsmethode um ein Kondom, welches das Sperma des verdächtigten Polizisten enthält. Der Stricher, dem Carl nicht glauben wollte, habe es besorgt, vielleicht würde der Inspektor ihn ja jetzt für voll nehmen. Und nun solle Carl dieses Sperma bitte testen und kontrollieren, ob dasselbe in Dumpster Boys Arsch war. Carl fragt ihn nach dem Namen des Verdächtigen, und Brian zeigt ihm das TV-Magazin. Kenneth Reichert. Das sagt dem Polizisten etwas – Kenneth Reichert war ein Polizist, der vor einem Jahr den Dienst quittierte, weil er sich unter Druck gesetzt fühlte. Er und Stockwell waren fünfzehn Jahre lang Partner. Der Schulleiter des PIFA hat Justin in sein Büro geordert, wo er ihm einen Brief von Vance vorliest, in dem dieser schreibt, Justin habe eine sexuelle Beziehung in der Chefetage aufgebaut und Ressourcen der Firma dazu verwendet, einen wertvollen Kunden zu untergraben. Der Schulleiter berichtet, Vance sei tobend vor Wut gewesen, und er könne ihm keinen Vorwurf machen, wenn sich denn alles so abgespielt habe. Justin korrigiert, dass er und Mr. Kinney bereits vor seinem Praktikum bei Vangard in einer Beziehung gelebt hatten, also habe er nicht „den Boss gefickt“. Und sonst habe er lediglich einige Poster bezüglich seine politische Einstellung geschaffen. Doch der Schulleiter möchte das alles gar nicht hören, auch nicht, ob Justin gute oder schlechte Arbeit leistete – alles, was ihn interessiert, sei der Ruf seiner Schule, und wenn Justin sich nicht vor dem Disziplinarausschuss für seine Handlungen entschuldige, würden sie ihn von der Schule werfen.
Michael bringt in seinem Geschäft ein lustiges Gerät an Melanies Bauch an, mit dem man angeblich zu dem Baby soll sprechen können. Er stellt sich vor, hi, ich bin Michael, aber du darfst mich Dad nennen, gibt dann das mikrofonartige Gerät an Linds weiter, die dem Kind erzählt, sie sei die andere Mama, und schließlich darf auch Mel: Sie begrüßt ihr Baby in bester Stewardess-Manier und hofft, es genieße seinen Aufenthalt. Ihr gemeinsames Lachen, ihr junges Elternglück, geht in dem Läuten der Türglocken unter. Emmett ist eingetreten, sagt jedoch, er würde später wiederkommen, als er Mel und Linds sieht. Die packen aber schon ihre Sachen, als Michael ihm noch anbietet, etwas zu dem Baby zu sagen, aber Em lehnt ab. Beim Verlassen des Ladens sieht Linds so aus, als wolle sie Emmett etwas sagen, tut es dann aber doch nicht. Michael fragt gereizt, als die beiden Frauen gegangen sind, wie lange das denn noch weitergehen solle! Em wüsste ganz genau, dass sie seine Freunde sind und ihn und Ted lieben würden. Aber der erwidert nur, dann hätten sie ihm auch vergeben müssen. Und er würde sich erst bei Melanie dafür entschuldigen, dass er sie eine Fotze genannt hat, wenn sie sich beim ihm dafür entschuldigt, ihn als eine alberne Schwuchtel bezeichnet zu haben. Na und, Ted benutze Crystal! Er sei ja nun nicht der Einzige, die halbe Community hätte das schon getan! Ich nicht, erwidert Michael, und Emmett fährt ihn an, wenn er es mal probiert hätte, würde er wissen, dass es keine große Sache ist.
Auf dem Weg zum Diner erzählt Justin Brian immer noch empört, dass seine Schule verlangt, er sollte sich entschuldigen. Es täte ihm doch nicht einmal Leid! Brian lacht nur, es sollte ihm ja auch nicht Leid tun, er soll sich bloß zu entschuldigen. Das sei kein Aufgeben, immerhin wolle er doch eine gute Ausbildung erhalten, um später einen guten Job zu bekommen und reich zu werden. Justin erwidert, ihm sei Geld egal, also fragt Brian, ob er denn nicht die Freiheit haben möchte, alles zu erschaffen, was er möchte, ohne sich vor jemandem zu rechtfertigen, ohne Entschuldigungen? Super, also sei Geld ihm nicht egal. Er sollte sich einfach entschuldigen, nicht für seine Schule, sondern für sich selbst.
Ben schreibt scheinbar konzentriert an seinem Buch, als Michael ihn fragt, wie es vorangehe. Ben antwortet, er sei scheiße frustriert und gesellt sich zu seinem Freund ins Schlafzimmer. Er sei einfach durch Hunter abgelenkt! Und nach dem, was in der vorherigen Nacht passiert ist, sei es doch klar geworden, dass sie Hunter nicht erreichen. Die Haustür öffnet sich und das Gesprächsthema tritt ein, aber ohne, dass die beiden Männer es bemerken. Hunter belauscht, wie Michael sagt, das bräuchte einfach alles seine Zeit, aber Ben widerspricht. Hunter würde immer noch auf den Strich gehen, nach Hause kommen, wann immer er wolle, nicht mal die Möglichkeit in Betracht ziehen, wieder zur Schule zu gehen! Sie würden zwar ihr Bestes geben, aber ihr Bestes sei einfach nicht gut genug. Sie würden ihm nicht helfen, und er würde ihre Hilfe auch nicht wollen. Vielleicht müssten sie sich einfach ihre Niederlage eingestehen und den Jungen gehen lassen. Ein Stricher bietet sich Kenneth Reichert gerade an, als Brian hereinkommt und sich neben ihn setzt. Als Reichert ihn erkennt, bezeichnet er ihn als das „Arschloch von neulich Nacht“. Brian erwidert lachend, Reichert habe ein gutes Erinnerungsvermögen, und stellt ein Foto von Jason Kemp vor ihm auf die Bar. Würde er sich auch an ihn erinnern? Regungslos starrt Reichert auf das Bild. Erst nach einigen langen, viel zu langen Momenten bestreitet er, ihn jemals gesehen zu haben. Brian erwidert, das sei seltsam, denn Jason Kemp kam jeden Abend in diese Bar. Außerdem hat die Polizei herausgefunden, dass Reicherts Sperma und das in Jasons Arsch dasselbe sei. Reichert steht auf, doch Brian ruft ihn zurück, sein Drink sei doch gerade erst gekommen! Brian Kinney sei sein Name, besorgter Bürger. Den Stricher – dieser Schlingel - den Reichert letztens mitnahm, habe das Kondom gestohlen. Er habe auch seinen Namen herausgefunden. Und die Polizei hat ein kleines Chemieprojekt gemacht und herausgefunden, dass das Sperma in Jason Kemps Arsch wirklich Kenneth Reicherts ist. Reichert setzt sich wieder. Sein Kiefer zuckt, er scheint wie gelähmt. Brian stößt mit ihm an, und fragt, aus reiner Neugier, wieso er Jason umgebracht habe. War es ein Unfall? Die Sache geriet außer Kontrolle? Oder wollte Kemp ihn erpressen, als er erfuhr, dass Reichert ein Polizei ist. „Halt die Fresse.“ Oder war das Stockwells Idee gewesen? Versprach Stockwell, ihn zu beschützen, wenn er aus dem Polizeidienst austrat? Das sei natürlich wahre Loyalität... obwohl Stockwell wahrscheinlich auch dachte, seine Chance, Bürgermeister zu werden, wenn sich herausstellte, dass sein Partner ein Mörder und eine Schwuchtel ist, sei zerstört. Reichert springt auf und presst Brian bedrohlich von sich weg, er solle seine Fresse halten! Aber Brians Nerven reißen nicht, auch jetzt nicht, wo ein Mörder ihn bedrohlich anstarrt. Wenn Reichert gestehen würde, hätte sicherlich jeder Verständnis. Denn immerhin wollte Reichert doch das Richtige tun, oder? Oder?! Reichert starrt ihn weiter an, starrt nur noch ihn an – und lässt dann los und geht. Ben und Michael besprechen am Morgen leise, sie würden Hunter einfach sagen, dass es so am Besten für alle Beteiligten sei, als sich dessen Zimmertür öffnet... und oh mein Gott, wer ist dieser Märchenprinz? Gewaschene Haare, ein sauberes T-Shirt und dank eines Gürtels die Jeans mal nicht auf Halbmast! Hunter ist kaum wiederzuerkennen. Zu Bens und Michaels Erstaunen erzählt ihnen der Junge, er habe außerdem bereits gefrühstückt, sein Geschirr zur Abwechslung mal gespült und habe bald ein Date mit dem Rektor einer High School. Michael bemerkt ironisch, die Eltern der Schüler würden sich sicherlich freuen, aber Hunter erwidert ruhig, er würde darüber nachdenken, wieder zurück zur Schule zu gehen. Offene Münder starren ihn an, den beiden sind die Kinnladen hinuntergeklappt. Woher käme denn dieser Sinneswandel? Hunter zuckt nur fröhlich mit den Schultern, es könne doch nicht schaden, es mal zu probieren, oder?
In einem sehr schicken Restaurant setzt sich ein hyperaktiver, Kaugummi-kauender Ted dicht neben Emmett, der ihn fragt, wo er gewesen sei. Ted ist sehr gut aufgelegt, küsst ständig Emmetts Wange und Nacken und erzählt vergnügt, er sei bei Mark gewesen. Aha, Dr. Crystal, antwortet Emmett verstimmt, doch das bemerkt Ted nicht. Jap, bestätigt Ted fröhlich, er und Mark haben ein wenig mit dem Zeug gespielt... Emmett habe es doch auch geliebt. Emmett weicht ein Stück zurück und betont, dass er es nicht liebte. Er habe es nur genommen, um Ted glücklich zu machen, und er würde es nie wieder tun. Mit einem Mal ist Ted nicht mehr so zufrieden. Er erinnere sich noch an die Zeiten, als Emmett ein Pornostar war, eine nackte Haushaltshilfe, ein Kellner, aber das sei jetzt wohl vorbei! Jetzt würde Emmett nur noch vornehme Partys für vornehme Gesellschaften planen. Er setzt sich Emmett gegenüber und fordert ihn auf, eine Party für ihn zu organisieren – wenn er denn gut genug dafür sei. Natürlich sei er das, beginnt Emmett, doch Ted unterbricht ihn: „Wenn du mich liebst, wirst du für mich eine Party schmeißen.“ Carl klopft an Debbies Tür und bittet sie um ein Date. Die möchte ihm die Tür vor der Nase zu werfen, doch seine Hand drückt diese wieder auf. Sie solle ihm wenigstens zuhören. Debbie erwidert, in diesem Fall solle er sich beeilen, ihr Eis schmilzt. Seit wann sei Eis denn auf ihrem Diätplan? Seit wann gehe es ihn etwas an, was sie esse?, erwidert sie. Er beginnt zu sprechen, „Debbie, Schatz“, doch sie unterbricht, er solle sie gefälligst nicht Schatz nennen! Beweise für den Mord an Jason Kemp würden ihm geradezu ins Gesicht schreien, und trotzdem würde er sich weigern, den Fall wieder zu öffnen! Carl erwidert erregt, sollte sich aufgrund seiner Nachforschungen herausstellen, dass Stockwell nur versucht, seinen ehemaligen Partner zu schützen – „Du wärst ein Held!“, sagt Debbie. „Ich wäre ein toter Mann!“, korrigiert Carl. Er habe 24 Jahre lang bei der Polizei in Pittsburgh gearbeitet, bald könnte er in Rente gehen. Carl sagt, dass doch alles, was er will, seine Pension ist, damit er endlich und endgültig nach Hause gehen kann. Das müsse Debbie doch verstehen. Debbie antwortet, wenn das der Fall sei, solle er auch genau das tun. Er solle gehen und Tomaten in seinem Garten pflanzen - aber sie habe nun ein Date mit ihrem Eis. Geschlagen gibt Horvath auf. Michael, Ben und Hunter verlassen die High School, eingedeckt mit tausend verschiedenen Formularen. Es sei zwar viel Arbeit, all diese Dinge auszufüllen, aber wenigstens würden sie so endlich alles über ihn herausfinden! Also, was sei Hunters Name? Erst weigert sich der Junge, den herauszurücken, Nachnamen stehen ihm bei seiner Arbeit nur im Weg. Doch Ben erklärt ihm, dass seine einzige „Arbeit“ von nun an Schularbeit wäre, also raus damit. Hunter zögert, doch dann sagt er es: James Hunter Montgomery. Michael grinst. „Schön, dich kennen zu lernen, Jimmy.“ Hunter boxt ihn spielerisch, und alle drei müssen lachen. Also, weiter im Text: Sein Geburtsdatum? Hunter antwortet, er wurde nicht geboren, seine Mutter war dafür zu betrunken, also wurde er geliefert – letzten Dienstag vor 16 glorreichen Jahren. Ben und Michael können nicht glauben, dass Hunter Geburtstag hatte und ihnen nichts gesagt hat, sie hätten doch feiern können! Aber Hunter erwidert, er habe an diesem Tag mit drei blowjobs 150 Dollar verdient, das sei für ihn feiern.
Seine Berater berichten Jim hocherfreut, dass die Presse ihn praktisch schon als ihren Bürgermeister angenommen hat, alle Umfragen würden außerdem ihn als Sieger präsentieren. Stockwell erinnert sie daran, dass sie die Stimmen nicht zählen sollten, bevor sie gezählt sind, und bittet die beiden nach einem Wort mit seiner Sekretärin dann, ihn zu entschuldigen, denn ein Gast ist eingetroffen: Es ist Brian! Stockwell bedankt sich bei Brian dafür, dass er gekommen ist und dieser fragt, was er für „Jim“ tun kann. Doch dieser sagt, er würde sich eher fragen, was er für Brian tun könne. Brian habe ja sicher die Wahlen verfolgt – was dieser schnippisch verneint, er wäre viel zu beschäftigt mit Einkaufen und Haare föhnen gewesen – doch Stockwell fährt lachend fort, er würde vermutlich in einer Woche der neue Bürgermeister sein, nicht zuletzt dank Brian. Er solle sich doch bitte setzen. Brian antwortet, er würde lieber stehen. Stockwell fährt fort, dass er vielleicht zu überstürzt reagierte, die Situation falsch beurteilte. Brian lacht schmerzhaft, bitte keine Entschuldigungen, und keine Reue. Aber Stockwell beharrt, sie beide seien ein wunderbares Team gewesen, Brian habe ihm einen hervorragenden Dienst erwiesen. Dieses Mal lacht Brian wirklich, biete Jim ihm etwa seinen Job wieder an? Der erwidert, er würde Brian eine Zukunft bieten. Er könne all die Unterstützer, die seine Kampagne finanziert haben, immer noch als Kunden an Brian weiterreichen, ohne Probleme, als Bürgermeister nun noch mehr als schon vorher. Und jetzt könne sie Brian sogar alle ganz für sich allein haben. Nur für sich. In Teds Wohnung hat Emmett ein Buffet und Dekoration aufgebaut, wunderschönes Ambiente, doch Ted scheint nicht besonders enthusiastisch – bis es klingelt. Dr. Marc und einige Männer treten ein, die Ted nicht vorstellt; Dr. Marc bemerkt allerdings, es sehe hier ja aus wie bei John Eltons Oscar Party. Ironisch lässt Ted verlauten, dies sei ihrer Gastgeberin des Abends zu verdanken, Emmett Honeycutt! Und falls sie alle ihre Umgebung aufmerksam beobachten würden, würde ihnen auch auffallen, was denn das Thema dieser göttlichen Kreation Emmetts sei: kristallene Gläser, kristallene Teller, kristallene Kerzenleuchter... . Dr. Marc lächelt, na, dann sei es ja gut, dass er Crystal dabei hat! Ted küsst ihn dankbar und zündet sich eine Pfeife an, während sich die anderen Gäste entkleiden. Emmett weist auf die Leckereien hin, die er zubereitet hat, doch niemand hört ihm zu und er kann nur hilflos zusehen, wie die ersten Männer zur Sache gehen. Teds Welt beginnt wieder zu leuchten, als er mit nacktem Oberkörper auf der Couch sitzt, und Emmett... Emmett nimmt sich seine Jacke und geht. Es ist wohl gut, dass ihm der Anblick der Orgie, die nun entsteht, erspart geblieben ist. Brian läuft mit Carl die Straße entlang und erzählt ihm von Stockwells plötzlichem Sinneswandel, der auf einmal wieder Freund sein wollte. Vielleicht habe Reichert ihn ja angerufen und nun habe Stockwell eine Scheißangst – doch Carl sagt, dass Reichert tot sei. Er wollte ihn zum Verhör aufs Präsidium bringen und fand ihn in seiner Garage; er habe sein Auto gewaschen und sich erschossen. Brian sieht ungläubig entsetzt aus... doch fängt sich wieder. Emmett, der in einem Captain Astro T-Shirt auf einer Couch schläft, die nur Michaels sein kann, wird von den Geräuschen eines Mixers geweckt. Verschlafen schleicht er in die Küche, wo Michael gerade einen Rührstab ableckt und vor einem Kuchen steht, der sehr, sehr windschief aussieht. Er begrüßt ihn freudig, doch Emmett hat keine Freude übrig. Außerdem ist das Sofa wohl absolut unbequem. Wo sei ein guter Chiropraktiker, wenn man einen braucht? Michael schaut Em wortlos an – „Sorry“, sagt dieser als er den Blick bemerkt und wechselt das Thema, wieso er denn nicht Vic gebeten habe, seinen Kuchen zu backen. Michael erwidert, er wollte einen Kuchen haben, genau, wie seine Mutter ihn immer gemacht hat! Emmett lächelt und schubst ihn zur Seite, um den Kuchen zu retten, während Michael fröhlich die Glasur nascht und Emmett erzählt, dass Ben und er für Hunter eine kleine Geburtstagsfeier veranstalten würden; möchte Emmett kommen? Der erwidert, er würde nur traurige Stimmung verbreiten und schlägt Michaels Angebot, so lange bei ihnen zu bleiben wie er will, dankbar aus. Michael habe ein volles Haus, und er müsse Ted konfrontieren. Die ganze Nacht lag er wach und dachte darüber nach, was er sagen würde. Er wisse ja selbst nicht, ob Ted ihm überhaupt zuhören würde, aber laut genug schreien werde er in jedem Fall. Justin entschuldigt sich bei dem Schulleiter und zwei Kollegen; Wort für Wort presst er heraus, es täte ihm Leid, wenn er in irgendeiner Form den Ruf der Schule oder das Praktikum-Programms geschädigt habe. Die drei nicken, der Schulleiter antwortet, sie würden seine Entschuldigung annehmen, denn er habe nun nachgedacht, was er nicht tat, bevor er so unangebracht handelte. Justin schluckt. Aber angesichts der schwierigen Situation sei irgendeine Form der Strafe notwendig, fährt der Schulleiter fort, deswegen müsse Justin einen Brief an Vance schreiben, in dem er sich für etwaige entstandene Schäden an seiner Firma entschuldige – Justin beißt sich auf die Lippe – und außerdem würde er einen Entschuldigungsbrief an Stockwell schreiben—„nein.“ Der Schulleiter glaubt, er höre nicht richtig. Justin habe überhaupt keine Wahl. Keine Wahl, entgegnet dieser, ja, das wäre Stockwell am liebsten, wenn ich das nicht hätte. Er habe ihm ja schon das Recht der Versammlung genommen, das Recht zu ficken—„Mr. Taylor“, unterbricht der Schulleiter ihn abwehrend, dies habe wirklich nichts damit zu tun, dass Justin schwul sei. Und Justin stimmt ihm zu. Hier ginge es um Meinungs- und Ausdrucksfreiheit, sowohl als Künstler als auch als Mensch, ohne Zensur oder Verfolgung fürchten zu müssen! Deswegen würde er sich nicht bei Stockwell entschuldigen. Niemals. Ted verabschiedet lachend Dr. Mark, der ihn für den Abend wieder zu einer Party einlädt, als Emmett herein kommt. Als alle gegangen sind herrscht zwischen dem sichtlich an sich haltenden Emmett und dem schniefenden, zuckenden Ted eine unangenehme Stille. Em merkt an, dass niemand das Essen angefasst hat – doch Ted antwortet nur spöttisch, es sei zu schön gewesen, um es zu essen. Em nimmt eine Dose mit Duftspray und versprüht die Chemikalien in der Wohnung, denn es rieche einfach scheiße, als Ted ihm sagt, er habe ihn blamiert. „Ich habe dich blamiert?!“ Er sei so plötzlich gegangen, da dachten seine Freunde, Emmett würde sie nicht mögen. Der erwidert, er würde sie auch nicht mögen! Ted schüttelt nur angewidert seinen Kopf; seine Haut ist käsig, sein Oberkörper immer noch nackt, er sieht halbtot aus. Seit wann sei Emmett bloß so überheblich? Nur weil er Käse auf einen Cracker tue, fühle er sich besser als alle anderen, oder?! Tja, Ted müsse ihm mal etwas sagen: Gleichgültig, wie viele Partys er veranstalte und gleichgültig, wie viel Geld sie ihm dafür geben würde, Emmett würde immer ein Stück Scheiße aus Hazelhurst, Mississippi bleiben! Emmett schreit zurück, er wisse das, das würde er sich selbst jeden Tag sagen, aber wenigstens sei er keine abgefuckte, drogensüchtige Crystal-Queen!! Sofort bereut Em seine Worte, und fleht Ted den Tränen nahe an, wieder der Alte zu werden. Es sei noch nicht zu spät, wieder der verklemmte, süße Buchhalter zu sein, der durchdrehen würde, wenn jemand ein Glas abstellt, ohne einen Untersetzer zu benutzen - aber Ted unterbricht ihn, hält kurz inne, und schaut Emmett dann in die Augen. Er will nicht mehr er selbst sein. Er hasste diese Person! Zum ersten Mal in seinem Leben wäre er entspannt, wäre er glücklich und würde Spaß haben! Emmett schaut ihn verzweifelt an, fragt nur noch im Flüsterton, wie er das nur Spaß nennen kann, dies sei erbärmlich. „Erbärmlich?“, antwortet Ted, Emmett denke also, er sei erbärmlich? Er nimmt noch einen Zug Crystal, schnupft schon die ganze Zeit. „Ich bin wunderschön. Alles ist wunderschön. Und wenn du das nicht so siehst kannst du dich einfach verpissen!“ Seine Augen quellen beinah aus den Höhlen, als er schreit, und Emmett wendet sich nach einem Moment des Schweigens ab, sein Blick so kalt wie Eis. Er wischt sich über die Augen, schaut seinen zitternden Freund... schaut den zitternden Mann, dessen Arme und Beine zucken, noch einmal an und verlässt schließlich die Wohnung.
Ben und Hunter kehren von einem ausführlichen Einkauf zurück, der Hunter mit einigem „coolen Zeug“, wie er es nennt, gesegnet hat. Als sie die Tür zur Wohnung öffnen trötet es auf einmal aus Pfeifen und viele Stimme rufen: „Überraschung!“ Melanie, Lindsay, Debbie, Vic, Gus und Michael haben die Wohnung geschmückt und den Jungen überrascht, der sie anstarrt, als seien sie alle Aliens mit mindestens fünf Köpfen. Völlig irritiert fragt er, was denn hier für eine Scheiße abgehe, und Michael erklärt ihm das Konzept einer Überraschungsparty, bevor er alle nacheinander vorstellt und dann den Kuchen hereinträgt. Debbie bricht vor Rührung fast in Tränen aus, als sie bemerkt, dass es der gleich ist, den sie auch immer für ihn gebacken hat. Hunter kommt das alles immer noch sehr suspekt vor, doch er lässt sich von Ben zum Tisch schieben und in das Geheimnis einweihen, dass er sich etwas wünschen muss, bevor er die Kerzen ausbläst – etwas, dass er mehr als alles andere auf der Welt haben möchte. Er denkt kurz nach, holt dann tief Luft und bläst alle Kerzen auf einmal aus! Alle klatschen und pfeifen, auch Gus grinst begeistert, und da begreift Hunter endlich die angebrachte Reaktion: Lächeln. Debbie und Vic sind die letzten, die sich mit Küssen und Lachen verabschieden. Debbie sagt ihrem Sohn noch, er sei ein guter Mann, was dieser gerührt vor Ben wiederholt, der ihn lächelnd küsst. Das hätte er ihm auch so sagen können. Hunter ist völlig in seinen neuen Game Boy Advance vertieft; als Ben ihn fragt, ob er denn nicht weggehen möchte, antwortet Hunter nur: „Vielleicht später.“ Im Woody’s ist Brian betrunken und Justin auf dem besten Weg. Er meint, Reicherts Selbstmord würde doch gerade beweisen, dass er der Mörder ist, aber ein Toter redet nicht und Brian hat aufgegeben. Nächste Woche um diese Zeit wird Stockwell Bürgermeister sein und er Arbeitslosengeld beantragen. Justin sagt ihm, er würde seinen Arsch oder seine Kunst auf der Straße verkaufen, was auch immer mehr Geld einbringe. Da erst erfährt Brian, dass Justin von der Schule geworfen wurde; Brian solle bloß nicht so enttäuscht aussehen, meint sein Freund, er könne doch sowieso nicht mehr für seine Schulgebühren aufkommen. Brian fragt ihn gereizt, wieso er sich denn nicht entschuldigt habe, Justin antwortet, er habe sich entschuldigt, aber dann wollten sie, dass er das auch bei Stockwell tut, und das konnte er nicht. „Ich konnte mich nicht bei jemandem entschuldigen, der mich lieber tot sehen würde, der uns alle lieber tot sehen würde, als dass wir ein Teil seiner familienfreundlichen Welt sind!“ „Also hast du alles geopfert.“ „Manchmal musst du das tun, für das, an was du glaubst.“ Brian sieht Justin abschätzend an... dann zieht er seinen Freund, Hand in seinem Haar, zu sich heran und küsst ihn. Ihre Stirnen treffen sich danach, sie lachen beide und Brian zieht Justin noch näher... .
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