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Brian und Justin durschreiten die Doppelglastüren, die hinein in die Räumlichkeiten von Kinnetik führen. Die Sauna ist nicht mehr das, was sie einmal war, sondern eine moderne Werbeagentur die ihren letzten Schliff erhält: Brian lobt einen Maler und führt den beeindruckten Justin in sein Büro, wo Cynthia ihn bereits erwartet, sich glückselig Befehle erteilen lässt und ihm außerdem meldet, dass Brown Athletics um ein Meeting bittet (da sie hassen, was Vangard mit der neuen Kampagne gemacht hat) und dass sein Buchhalter gesagt hat, das Geld für die Ramson Pharmacy Kampagne würde an das Heat Magazin überwiesen werden. „Hoffentlich, unser aller Leben hängt davon ab.“ Brian schlägt Justin vor, sein neues Büro „einzuweihen“, er habe ja noch fünfzehn Minuten. Justin küsst ihn grinsend: „Stets ein Romantiker.“ Leider kann er aber nicht, er hat eine Strategie-Besprechung mit der Pink Posse. Im Diner füllen Ben, Michael und Hunter ein Formular aus, in dem sie begründen müssen, wieso die beiden Männer Pflegeeltern sein möchten – das Festlegen des Wortlauts allerdings überlässt Michael lieber seinem wortgewandten Freund, der die Aufgabe mit Bravour löst. Schockiert liest Michael dann, dass ein Sozialarbeiter ihnen jederzeit unangekündigt einen Besuch abstatten könnte! Ben versucht, ihn zu beruhigen, sie hätten doch nichts zu verbergen (abgesehen von diesem zweiköpfigen Dildo, merkt Hunter an). Emmett kommt in diesem Moment mit einem Typen herein, dessen Namen er nicht genau kennt, mit dem er aber guten Sex auf einem Friedhof hatte. Sie mussten es auf einem Friedhof tun, weil Emmett nicht bei Melanie und Lindsay Geschlechtsverkehr betreiben darf und will und er sonst keinen Platz zum ‚unterhalten’ hat - aber Natürlich wirft Hunter, ganz der Profi, ein paar Tipps für Sex-Geeignete Orte ein. Prompt stürzt auch Debbie herein, die Michael, Ben und Hunter ihre Wäsche in die Hand drückt, gewaschen und gebügelt! „Mom, das hättest du nicht tun müssen“, aber sie winkt ab, gerne! Debbie treibt sich anscheinend schon die ganze Woche lang bei Michael und Ben herum, denn irgendwie muss sie sich seit Vics Auszug ja beschäftigen. Sie ist sogar so gelangweilt, dass Debbie Emmett sagt, sie könne die Grasflecken aus seiner Hose waschen, wenn dieser sie schnell auszieht (dass die grünen Flecken aufgedruckt sind scheint Deb nicht zu bemerken). In einem Kampfsportzentrum stehen Justin und Cody in einem Boxring, die Pink Posse um sie herum versammelt. Cody erklärt und demonstriert dem begeisterten Justin einige Kampfhiebe, aber die restlichen Mitglieder starren sie angewidert an: „Ich dachte, wir sollen Leute beschützen.“ „Und nicht trainieren, um ein Elite-Mord-Trupp zu sein“, werfen zwei der Mitglieder ein. Cody widerspricht, sie sollten Gewalt verhindern bevor sie beginnt. Justin stimmt ihm zu, doch der Rest der Truppe sieht das anders. Sie gehen – mit Gewaltprovokation wollen sie nichts zu tun haben! Justin versucht sie umzustimmen, doch Cody beschimpft die Aussteiger nur als Feiglinge und Schwuchteln und beginnt dann wieder mit Justin zu trainieren. Ein befreundetes Paar ist bei Melanie und Lindsay zum Essen zu Besuch – Anna und Jennette sind allerdings nicht nur Freunde, sondern auch Melanies Klienten. Jennette wurde, als sie sich von ihrem sie misshandelnden Mann trennte, das Sorgerecht für ihre Kinder nicht zugesprochen. Nun will Melanie es ihr beschaffen, und die Chancen stehen gut. Sie haben einen homosexuell-freundlich eingestellten Richter, der bereits in vielen Fällen bewiesen hat, dass er Homosexuelle nicht benachteiligt. Trotzdem kann Jennette, die durch den kleinen Gus auf dem Schoß an ihr Kind erinnert wird, eine Träne nicht unterdrücken, Anna nimmt sie tröstend in den Arm. Sie entschuldigt sich, aber Melanie und Lindsay meinen, das sei schon in Ordnung, sie könnten das verstehen, immerhin haben sie ja selbst ein Kind. Michael versucht erfolglos Blumen in einer Vase auf dem Esszimmertisch zu arrangieren – das macht Ben misstrauisch. Michael möchte eben, dass alles für die Sozialarbeiterin perfekt ist. Ben nimmt ihm erst die Arbeit ab und ordnet die Blumen zu einem ansehnlichen Gesteck, dann nimmt er Michael in den Arm und küsst ihn, sie müssten sich doch bei so einem liebevollen Zuhause keine Sorgen machen. Hunter, nur in eine Unterhose gekleidet, bemerkt lachend, sie würden sicher nicht wollen, dass die Sozialarbeiterin zwei Schwuchteln beim Ficken sieht. Als es in diesem Moment an der Tür klopft, macht Michael einen Satz in die Luft, fährt Hunter an, er solle sich gefälligst eine Hose anziehen und öffnet zitternd die Tür ... es ist Debbie, die schwungvoll Nudeln, Salat und Brot hereinträgt. Ben, der gerade mit seinem eigenen Abendessen im Küchenrahmen steht, weist sie darauf hin, dass er schon gekocht hat, aber sie drückt ihm die Formen einfach in die Hand und sagt, er solle es aufwärmen. Dann hält sie Michael die Blumen gegen die Brust, er sollte den Scheiß (auf den sie wohl allergisch ist) beseitigen. Michael und Ben seufzen tief. Im Loft liegen Brian und Justin nackt im Bett. Nachdem Justin Brian den Blowjob seines Lebens gegeben hat dreht Brian den Jugen auf den Rücken – doch der dreht sich wieder zurück und auf Brian liegend flüstert er ihm ins Ohr, heute sei er an der Reihe. Brian lacht, das hätte Justin wohl gerne. Anstatt dass dieser aber nachgibt, beginnt er ein fast schon ernst scheinendes Gerangel, springt dann auf einmal aus dem Bett und fordert Brian dazu auf, dass sie darum kämpfen. Dieser verdreht genervt die Augen, gibt aber nach. Die Beiden schlagen sich erst spielerisch, Brian kann die meisten Schläge abwehren, er scheint noch besser zu sein als Justin. Da landet allerdings ein leichter Schlag in Brians Gesicht und ihm geht das zu weit - doch als Justin ihn mit provozierender Stimme als „alten Mann“ bezeichnet, wird das Spiel für Brian ernst. Für einen Moment ist er unachtsam und Justins Faust landet erneut in seinem Gesicht. Brian boxt zurück woraufhin Justin sein Gesicht haltend aus dem Schlafzimmer torkelt. Brian geht ihm nach und legt ihm die Hand auf die Schultern - und Justin reißt Brian zu Boden. Auf ihm Sitzend zischt Justin, es sei ihm egal wenn Heten ihn verletzen solang er sie mehr verletzt. „Sie sind nicht alle Arschlöcher!“ „Lächerlich, dass das von dir kommt, dem größten Heterophoben aller Zeiten!“ Brian schafft es Justin zu überwältigen und wirft ihn auf dem Rücken, presst seine Handgelenke auf den Boden. Doch Justin lässt nicht locker „Du hast immer gesagt—“, er wehrt sich erbost, „—es gibt nur zwei Sorten von Heten auf der Welt, die einen hassen dich offen, die anderen hinter deinem Rücken! Und weißt du was?“ „Was?“ „Du hast recht!“ Justin schleudert Brian von sich herunter. Lindsay tritt in das dunkle Wohnzimmer, wo ihre Frau nur noch im Licht einer Schreibtischlampe arbeitet. Melanie klappt schnell ihre Bücher zu, schon gut, meint sie verständnisvoll, sie würde ja schon aufhören. Lindsay jedoch setzt sich bloß neben sie und schlägt das Buch wieder auf. Sie bewundere Melanie... tatsächlich sollten Justin und Michael eine Superheldin kreieren, die auf Melanies Charakter basiert. Dieser Fall sei so wichtig... alles, woran Lindsay denken könne, ist, wie es wohl wäre, wenn man ihnen Gus wegnehmen würde. Sie küssen sich liebevoll, aber dann muss Lindsay gähnen. Melanie lacht, ihre romantischen Superkräfte seien wohl an ihrem Tiefpunkt angelangt. Lindsay streitet das ab, sie ist einfach müde, und kehrt ins Bett zurück. Emmett erzählt Michael in seinem Laden von seinem abenteuerlichen Sexleben - beziehungsweise dem Fehlen von diesem. Er könne einfach nirgendwo in Ruhe Sex haben, vielleicht sei es endlich Zeit für eine eigene Wohnung... das Leben mit den Lesben sei zwar schön (sauber, ordentlich und im Badezimmerschrank ist genug Platz für Emmetts Kosmetik), aber ein bisschen Sex könnte doch nicht schaden. Vic gesellt sich zu ihnen, er kann sich sicher nicht über mangelnden Sex beklagen! Er sieht viel besser aus als vor seinem Auszug und Michael bemerkt auch ein inneres Leuchten! Vic ist überglücklich darüber, endlich mit dem Mann, den er liebt, alleine zu sein. Aber wozu erzählt er das Michael? Der weiß ja, wie schön das ist! Michael stimmt zu. Ja, es ist wirklich schön. „Zusammensein mit dem Mann, den man liebt… und der Mutter, die man liebt.“ Vic ist geschockt! Hätte er gewusst, dass Debbie sich nun an Michael und Ben heften würde, wäre er nie ausgezogen und möchte schon sofort zurückziehen, aber Michael warnt ihn, das bloß nicht zu tun. Debbie sei seine Mutter, und er müsste ihr einfach sagen, dass es Grenzen gibt. „Bei deiner Mutter brauchst du keine Grenzen, da brauchst du eine Grenzpatrouille!“
Cody und Justin treiben sich in einem Buch-Laden herum, in dem Cody arbeitet. Justin zweifelt nach seinem und Brians Streit an ihrem Vorhaben... Cody stellt sich dicht vor Justin und flüstert verschwörerisch, er sollte seinem Freund doch überhaupt nichts erzählen! Die Geschäfte der Posse blieben unter ihnen. Justin scheint immer noch nicht überzeugt und sagt, Brian hielte was sie tun für verrückt. „Verrückt?“, entgegenet Cody „Ich zeige dir verückt.“ Michael und Brian spielen im Woody’s Billard, während unentwegt Brians Handy klingelt. Wie er sagt, wenn man ein eigenes Unternehmen hat, sagt das Schild an der Tür: „Wir schließen nie!“ Emmett kommt kurz zu ihnen und zeigt Brian seine neueste Bekanntschaft, dessen Namen er zwar schon wieder nicht genau weiß, aber Brian trotzdem darum bittet, sich das Loft leihen zu dürfen. Nur für eine Stunde... eine halbe? 10 Minuten? Brians Blick genügt, und Emmett macht sich davon, da klingelt sein Handy schon wieder. Er flucht so laut, dass Michael fragt, was los ist. Brian berichtet, dass seine Buchhalter bei Wertshafter es nicht geschafft hätten, das Geld für die Ramson-Kampagne an das Heat Magazin zu überweisen. Brian stirbt fast an dem Schock – von dieser Transaktion, die spätestens bis Mitternacht geschehen sein muss, hinge das Überleben seiner Firma ab! „Moment mal? Wertshafter? Du weißt doch wer für ihn gearbeitet hat!“, sagt Michael, und stößt Brian auf die Lösung. Ted ist gerade wieder in seiner Gruppentherapie und hält seine „Ich bin Ted. Ich bin Crystal Meth – süchtig“-Rede , als Brian hereinkommt und ihn wegzerren will. Als Ted protestiert, blickt Brian nur in die ihn verwundert anschauende Runde und fasst es kurz zusammen, „Es ist nichts was ihr noch nicht gehört hat: Hat Drogen genommen, hat rumgefickt, ist abgestürzt, bereut zutiefst. Jetzt komm“, und schleift den ehemaligen Buchhalter mit sich – zu Kinnetik. Natürlich hat Ted das Gefühl, er war schon mal dort gewesen (welcher Schwule war das nicht?) doch viel Zeit zum Überlegen bleibt ihm nicht als Brian ihn vor seinen Computer stößt und ihm sagt, er müsse in Wertshafters Netzwerk einbrechen, das verlorene Geld finden und es zu Heat bringen, alles bis Mitternacht. Ted steht völlig gestresst auf, das geht nicht, so geht das nicht, er ist außer Form! Er ist jetzt Sänger – und beginnt Brian sein neues Stück vorzusingen, doch Brian unterbricht ihn. „Ich weiß, dass du ein erbärmlicher Drogensüchtling bist, der alles verloren hat: Deine Ehre, deinen Beruf, deinen Liebhaber, deinen guten Namen, den Respekt und das Vertrauen von jedem den du kennst...“ „Keiner motiviert so wie du, Bri.“ „...aber eines, das hast du dir bewahrt:“, fährt Brian fort „Du bist immer noch ein Buchhalter! Das ist wer du bist! Selbst die niedrigste Form der Degradation kann dir das nicht nehmen!“ Und er drückt Ted wieder in den Stuhl vor dem Computer. Melanie entschuldigt sich vergnügt bei ihrem Chef, als sie ins Büro tritt, sie war noch bei ihrer Frauenärztin und es scheint als wäre jede Frau in Pittsburgh schwanger – inklusive der Frauenärztin selbst. Dafür könne sie ihm allerdings eine wundervolle Argumentation zeigen, die sie bis spät in die Nacht geschrieben habe. Mel lässt ihren Chef gar nicht zu Wort kommen aber schließlich rückt er mit den unerfreulichen Neuigkeiten raus: „Sie ersetzen den Richter.“ Der neue Richter ist alles andere als schwulenfreundlich, sondern eher... erzkonservativ und hatte bereits für die Entlassung eines schwulen Grundschullehrers gesorgt. Das drückt Melanies Stimmung natürlich gewaltig, aber es sei kein Problem ohne Lösung, sie müssten einfach anders argumentieren – alles also noch mal von vorne. Michael, Ben, Hunter und Debbie sitzen vor dem Fernseher in Michaels Wohnung und schauen Manche mögens heiß: Die Männer scheinen gegen-den-Schlaf-kämpfend bis höflich-beschäftigt, doch Debbie ist völlig hin und weg. Nach dem Ende des Films schickt Michael Hunter zu seinen Hausaufgaben auf sein Zimmer, Ben steht auf, um eine Vorlesung vorzubereiten, Michael hat ebenfalls etwas zu tun. Debbie meint, das sei nicht schlimm, sie würde einfach allein dort sitzen und Solitär spielen. Ben wirft seinem Partner einen viel-sagenden Blick zu – worauf hin Michael sich neben seine Mutter setzt und ihr behutsam sagt, dass sie nicht ständig bei ihnen sein können. „Wie bitte?“ Debbie steht auf und fragt wütend, wieso Michael ihr so respektlos sagt, dass sie nicht mehr vorbeikommen darf?! „Wer redet denn vom Rauswerfen?!“ Gerade eben habe Michael doch gesagt, Debbie könne nicht mehr kommen! Ben meint, das Michael das so nie gesagt hat, doch Debbie fährt ihn an, er solle sich heraushalten! „Leute“, Hunter kommt aus seinem Zimmer, wieder nur in eine Unterhose gekleidet, er könne sich kaum auf seine Hausaufgaben konzentrieren. Aber Debbie schaut nur Michael an. Es klopft. Die drei Erwachsenen sind so beschäftigt damit, sich zu streiten, dass Hunter öffnet. Und wie könnte es anders sein: Vor der Tür steht die Dame vom Sozialamt. „Hast du etwa vergessen, dass ich mich tot geschuftet habe, damit du ein tolles Leben haben konntest?!“ „Wie könnte ich das?! Du lässt es mich das niemals vergessen!“, schreit Michael gerade, als Hunter den Streit unterbricht – und die Dame vorstellt. Noch fassungsloser könnte der Blick der drei nicht sein. Zwischen Unmengen von geliefertem Essen sitzt Ted völlig entnervt am Computer und versucht, sich Zutritt zu Wertshafter zu beschaffen während Brian unruhig auf und ab läuft. Gerade, als Ted sich bei Brian beschwert, dass er das Passwort nun mal nicht kenne, wird dieser vom Heat Magazin angerufen. Brian bestätigt der Person am anderen Ende der Leitung, das Geld würde so gerade eben transferiert werden. Ted starrt ihn entsetzt an als Brian auflegt. „Willst du aus mir einen Lügner machen?“, fragt Brian. Ted beginnt nur panisch zu betonen, dass er kein Stress in seinem Leben haben darf, doch Brian lässt nicht locker. Also versucht Ted es weiter. Das letzte Passwort war das Geburtsdatum seiner Tochter... nein... seiner Frau... nein... seiner Mutter… nein… Moment... da war noch eine Enkelin! Auch deren Geburtsdatum kennt Ted auswendig, tippt es ein, Bling, und sie sind drin! Emmett hat nun doch einen Trick mit zu Melanie und Lindsay gebracht, denn dem strömenden, nächtlichen Regen konnten sie nur noch auf diese Weise entkommen. Er weist den Typen darauf hin, bloß leise zu sein, der ebendies verspricht. Als Emmett jedoch in seinem Dachboden-Zimmer gefickt wird, muss er ihn wiederholt auffordern, leise zu sein, und dann! Dann heult der Typ auf einmal wie ein Wolf. Melanie und Lindsay fahren entsetzt aus ihrem Bett hoch, das Heulen schallt bis in das Universum hinaus! In schummrigem Licht liegen Ted und Brian auf Kinnetiks Sofa. Die Konversation der beiden könnte missverständlicher nicht sein. „Du warst unglaublich.“, lobt Brian Ted, während er sich eine Kippe anzündet und sie dann Ted reicht. Der streitet das natürlich nicht ab. „Ja ich war verdammt gut, nicht war?“ „Wie du ran gegangen bist – nichts konnte dich aufhalten.“ Aber natürlich ist nicht das passiert, was man meinen könnte. Ted zuckt mit den Schultern, nachdem er sich erst einmal Zutritt verschafft hatte, war es ein Kinderspiel, das verlorene Geld zu finden und es zu transferieren. „Du bist ein Genie“, sagt Brian ernsthaft. Doch da widerspricht Ted. Das war nichts was nicht jeder erfahrene Buchhalter mit Kenntnissen des Wertshafter Systems hätte machen können. „Aber es warst du, Ted Schmidt, der es getan hat“, sagt Brian. „...Und du kannst es weiter machen, ab Montag Morgen.“ Ted wirkt wie überfahren. Ausgerechnet Brian bietet ausgerechnet Ted einen Job an. Zu Tränen gerührt und vor allen Dingen überrascht setzt Ted sich auf, meine Brian das etwa ernst? Er könne ja gar nicht glauben, was das für ihn bedeute... aber die Antwort ist leider nein. Momentan sei seine Therapie einfach das Wichtigste, und für das hier... dazu sei er noch nicht bereit. Emmett kommt sehr betroffen aussehend in die Küche, wo Lindsay gerade mit Gus frühstückt. „Wie hast du geschlafen?“, fragt sie Em. „Wie ein Baby. Und du?“ „Gut… abgesehen von diesem schrecklichen Heulen.“ Em versucht zu erklären. Er wusste wirklich nicht, dass er einen Wolfsmensch mitgebracht hat! „Ich dachte wir hatten eine Abmachung.“ „Ich weiß. Ich verspreche, ich werde es nicht wieder tun.“ „Ich hoffe, dass du es wieder tust. Nur nicht hier.“ Die Lösung liegt natürlich auf der Hand: Er braucht eine eigene Wohnung. Aber er habe noch nie allein gelebt, meint Emmett unsicher. „Vielleicht ist es an der Zeit“, erwidert Lindsay. Jennette sitzt währenddessen Nägel kauend mit ihrer Partnerin in Melanies Büro. Sie haben soeben erst erfahren, dass der Richter ausgetauscht wurde. Melanie hält jedoch ein Lächeln auf dem Gesicht und verspricht ihren Freundinnen zuversichtlich, dass sie es trotzdem schaffen werden! In diesem Moment unterbricht ihr Chef und bittet, Melanie privat zu sprechen. Doch das Gespräch ist eher ein lauter Streit. Er habe sich überlegt, er sollte den Fall übernehmen... „das kommt nicht in Frage!“ Melanie würde nicht zulassen, dass ein weißer Mann ihr, einer lesbischen Mutter, die Verteidigung einer lesbischen Mutter nimmt! Komme, was da wolle! Solange ihre Freunde auf sie zählen, würde sie das nicht akzeptieren – und das würden ihre Klienten sicher auch nicht! Ted singt wieder im Restaurant, wo anderweitig alles drunter und drüber geht. Gäste beschweren sich lauthals über fehlende Bestellungen, und dann ist da auch noch der Geburtstag einer alten Dame. Die Seniorinnen möchten getrennt bezahlen, aber dafür hätten sie vorher getrennte Rechnungen verlangen müssen. Ted jedoch ist zur Stelle! Aus dem verwirrten Gerede der Damen, die ihn gut gelaunt erzählen wer was bestellt hatte, wer wen einlädt, wer mit wem was geteilt hat, kann er nur mit der Rechnung in der Hand innerhalb weniger Momente sagen, wer wie viel bezahlen muss und noch dem Geburtstagskind gratulieren. Die Damen applaudieren, doch eine von ihnen sagt freundlich: „Junger Mann, Sie haben eine nette Stimme, aber wenn sie mich fragen, hätten sie Buchhalter werden müssen!“ Michael streunt missgelaunt durch die Wohnung, Ben bittet ihn darum, sich zu beruhigen. „Was gibt es da zu beruhigen?!“ „Wir kennen die Entscheidung des Sozialamtes nicht.“ Aber für Michael ist die Sache klar: Das, was die Frau dachte, war: „Hol’ das arme Kind weg von diesen Irren!“ Hunter sitzt mit angezogenen Knien auf dem Sofa und fragt leise, ob sie ihn sofort mitnehmen würden. „Das können sie nicht“, beruhigt ihn Ben, „sie können machen, was auch immer sie wollen“, regt Michael sich auf. Als es klopft bleibt ihnen allen fast das Herz stehen, aber es ist nur Debbie, die sich entschuldigen möchte. Michael will ihr die Tür vor der Nase zuschlagen, aber Ben bittet sie herein. Er meint auch, es sei nicht ihre Schuld, die Dinge sind einfach ein wenig außer Kontrolle geraten... Michael jedoch sieht immer noch ungehalten aus. Es klopft wieder, und dieses Mal ist es die Sozialarbeiterin. Michael und Debbie entschuldigen sich beide auch bei ihr und Michael versichert, es sah vielleicht das letzte Mal nicht so aus, aber sie würden Hunter wirklich lieben und für ihn sorgen wollen, wenn sie nur eine Chance erhielten. Die Sozialarbeiterin hört ihnen aufmerksam zu und antwortet, sie sehe das genauso. Bei allem Respekt, sie habe auch eine Mutter. „Und das, was ich an diesem Abend gesehen habe, ist etwas, das ich nicht oft sehe: Liebe.“ Brian sitzt am Schreibtisch in Kinnetik und macht seine eigene Buchhaltung, als Ted eintritt. Dieser räuspert sich, und bittet Brian dann darum, ihn doch einzustellen. Der fragt, wieso er es sich anders überlegt habe, und Ted bemerkt lächelnd, der Grund war Ida Friedmanns 80ster Geburtstag – und die späte Einsicht, dass Brian habe Recht hatte. „Ich muss sein, was ich wirklich bin … Ein Buchhalter.“ Brian grinst und sagt ihm, er solle Montag pünktlich erscheinen. „Ach, und Theodor – wenn du verscheißt, lass’ ich dich umlegen.“ Erst lacht Ted, aber dann macht er sich lieber schnell davon, als er Brians humorlosen Blick bemerkt. Justin und Cody sind wieder in der Hetero-Zone. Sie stellen sich neben ein sich küssendes Paar und tun es diesem gleich, woraufhin die Frau sie angewidert anschaut und sich und ihren Partner davon zieht. Cody und Justin folgen ihnen, Beleidigungen werden ausgetauscht, die Pink Posse wird handgreiflich, der Kerl zieht ein Messer! Justin weicht erschrocken zurück, aber Cody – Cody hält ihm eine Knarre an die Schläfe. Das Mädchen schreit, der Typ folgt Codys Anweisungen bedingungslos, lässt das Messer fallen, entschuldigt sich, Justin drängt Cody, die Waffe wegzunehmen, aber der denkt gar nicht daran. Er lässt die beiden schließlich laufen und rennt dann mit Justin davon, die Polizeisirenen klingeln schon, sie verstecken sich außer Atem in einer spärlich beleuchteten Gasse. Justin fährt ihn an, was das sollte?! Aber Cody zeigt ihm, dass die Waffe nicht geladen ist, sie soll den Leuten nur Angst einjagen. „Hat funktioniert“, bestätigt Justin immer noch verstimmt, nimmt die Pistole dann aber auf Codys Vorschlag hin selbst in die Hand. Wo er aufwuchs, da hatte jeder eine. „Ich durfte nicht mal eine Wasserpistole haben“, erwidert Justin. Cody nimmt sie wieder entgegen und fragt Justin, ob er einen Steifen hätte... „Vielleicht…“ antwortet Justin beinahe flüsternd. Das sei zumindest Cody passiert, als er das erste Mal eine Waffe in der Hand hielt. Cody drückt die Pistole zwischen Justins Beine, öffnet dann den Reißverschluss und holt ihm einen runter. Und Justin scheint es sehr zu genießen.
“Well, you come in baby, |
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