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Im Babylon geht das thumpa thumpa immer weiter, und weiter, und weiter, während sich eine 3-D Animation langsam um sich selbst dreht. Thumpa thumpa, 3-D Animation, sich immer wieder abwechselnd – bis die 3-D Animation schließlich stoppt und auf einem Röntgenbild an Brian ausgehändigt wird. Es ist ein Bild des Knotens in Brians Hoden und Brian sitzt in dem Büro eines Arztes, der ihm erzählt, dass er vermutet, dass es sich um Hodenkrebs handelt. Aber man könne es erst mit Sicherheit nach der Biopsie sagen. Zu seinem Horror erfährt Brian, dass der Arzt dafür den Hoden wird entfernen müssen. „Ich hatte befürchtet, dass Sie das sagen würden. Und… wenn ich kein Krebs habe, dann packen Sie ihn einfach wieder rein?“ „Bedauerlicherweise nein.“ „Ich hatte auch befürchtet, dass Sie das sagen würden.“ Aber der Arzt kann ihn beruhigen, weder Brians ‚Performance’ im Bett noch Zeugungskraft würden darunter leiden – und sie werden ihm einen Ersatz für den herausgenommenen Hoden geben. Er zeigt Brian einige weißliche Ersatzmodelle, die dieser leicht suspekt betrachtet. „Wie stehen meine Chancen?“ „Mit Operation und weiterer Behandlung: 99 %. Gar nicht schlecht.“ „...und ohne?“ „Der Krebs wird sich in ihren Körper ausbreiten, ihre lebenswichtigen Organe einnehmen und Sie werden sterben.“ Bei einer Gruppensitzung lobt eine Mitpatientin ihren Therapeuten, Blake. „Er war mein Fels in der Brandung!“ Der scheint sich von ihrem Lob jedoch nicht besonders geschmeichelt zu fühlen, obwohl ihm, insbesondere von Ted, begeistert applaudiert wird. Emmett, Hunter, Ben und Michael sitzen in Debbies Wohnzimmer, allesamt gekleidet in schwarze Anzüge. Die Stimmung ist beklemmend. Sie warten auf Debbie, die sich offensichtlich Zeit lässt. „Sie war die ganze Nacht auf“, erklärt Emmett leise, „ich habe sie in der Küche gehört.“ Michael meint, wenn sie ihren Arsch nicht innerhalb der nächsten zwei Minuten hier unten hätte, dann würden sie auch noch zu spät zur Beerdigung kommen! „Als ob das den Typen auch nur einen Scheiß interessieren würde“, bemerkt Hunter trotzig, und Michael weist ihn scharf zurecht, er solle ich hinsetzen. Der Junge tut, wie ihm geheißen, und Ben möchte Michael offensichtlich dazu bewegen, Hunter in Ruhe zu lassen, aber der bleibt hartnäckig: „Das ist die Beerdigung meines Onkels.“ Emmett sagt, er ist sich nicht sicher, ob Debbie dazu bereit ist. Michael sagt, das ist er sich auch nicht, aber er steht auf, um seine Mutter zu holen. Diese jedoch kommt schließlich die Treppe hinunter. Von der regenbogenfarbenen, schrillen Debbie ist nichts zu sehen. Schwarz gekleidet, elegant, fast schon dezent und überraschend ruhig fragt sie nur „Wieso sitzen alle herum? Michael, sind Auto und Fahrer hier?“ „Warten draußen.“ „Dann lasst uns gehen.“ Und sie verlassen gemeinsam das Haus. Auf dem Friedhof sind Vics Freunde und Familie um sein Grab versammelt, ebenso eine Pfarrerin: Ted, Emmett, Michael, Ben, Brian, Justin, Hunter, Debbie, Jennifer, Rodney und noch viele andere, fremde Gesichter. Die Pfarrerin fragt die Gemeinde, ob jemand eine persönliche Erinnerung an Victor Antonio Grassi mit ihnen würde teilen wollen. Schweigen senkt sich über die Versammlung, in schwarze Mäntel gehüllt, jeder eine rote Rose in seiner Hand, bis Michael vortritt und mit zitternder Stimme beginnt: „Das... das ist so schwer... Vic war die erste Person, der ich erzählt habe, dass ich schwul bin.“ Er macht eine kurze Pause, und lächelt. „Er sagte, ‚Gott sei Dank, endlich hat deine Großmutter eine andere Seele, für die sie beten kann‘. So war er. Niemals sentimental. Wenn er sehen würde, was wir hier tun, würde er sagen: ‚Warum verschwendet ihr eure Zeit für einen toten Typen?! Geht raus, geht ficken!‘ “ Michael muss den Kloß in seinem Hals hinunterschlucken, alle schauen ihn mitfühlend an. „Danke, Onkel Vic, für alles, was du mir beigebracht hast.“ Wieder senkt sich Stille über das Grab, aber Michaels mutiger Schritt gibt auch den Anderen die Kraft, zu sprechen. Emmett lobt seine Kochkunst, Melanie sagt, er sei der einzige Mensch gewesen, der in einem Hawaii-Hemd gut aussah, Justin meint, Vic war schwul, bevor es modisch wurde. „Ich habe nie gehört, dass er sich beschwert“, sagt Rodney. „Nicht einmal. Er lebte in Dankbarkeit.“ Brian schweigt, genau wie Debbie. Michael fragt seine Mutter, ob sie denn nicht auch etwas würde sagen wollen, doch sie lächelt nur schwermütig und antwortet: „Dein Onkel hat genug von mir gehört.“ Auf Bitte der Pfarrerin hin legen alle ihre Rosen auf den Sarg, alle, aber auch insbesondere der schweigsame Brian, mit schmerzverzerrtem Gesicht. Debbie und Michael sind am Kopf der Prozession, die sich vom Grab entfernt, weil Debbie sich beeilen möchte: Sie will noch vor dem Rest der Horde Zuhause sein, sie war die halbe Nacht auf, um zu kochen. Emmett unterhält sich mit Rodney, der erzählt, einige ihrer Umzugskartons seien immer noch nicht ausgepackt. Vic sagte, „wieso die Eile?“ Anscheinend treffe das Sprichwort, man solle jede Minute zu schätzen wissen, doch zu, aber wie sollte man das tun, wenn sie so schnell verrinnen? Emmett legt tröstend einen Arm um seine Schulter, während Ted allein ein Stück hinter ihnen herläuft. Ihm folgen Melanie und Lindsay, die sich fest im Arm halten. „Es ist schon so lange her, seit jemand gestorben ist, den wir kennen.“ „Anscheinend haben die ganzen neuen Medikamente uns zum Narren gehalten.“ Ben fragt Hunter zwei Schritte dahinter, ob es ihm gut gehe, und der antwortet wenig überzeugend mit „ja“. Zuletzt folgen von unserer Truppe schließlich Jennifer, Justin und Brian, der den Taylors gerade erklärt, seiner Meinung nach sei es besser, jung und glorreich zu sterben anstatt eine alte, kranke Schwuchtel zu werden. „Ich bin mir sicher, du würdest anders darüber denken, wenn es um dich ginge“, erwidert Justin, und Brian huscht ob der Ironie des Schicksals ein Lächeln übers Gesicht. Jennifer entgegnet, der schlimmste Weg, zu gehen, sei der eines langsamen Todes durch Krankheit – auch das hilft Brian nicht weiter. Wenn es nach ihm ginge, dann sei es ein one-way Ticket nach Ibiza, eine letzte Party, und dann ein diskretes Verschwinden. In Debbies Haus steht die Herrin gar nicht still, sie serviert Snacks und Wein und weigert sich standhaft, sich von jemandem helfen zu lassen. Als sie Lindsay und Jennifer in der Küche dabei erwischt, wie sie einige Speisen mit Frischhaltefolie abdecken (Melanie isst kalte Lasagne direkt aus der Form), bittet sie ihre Freundinnen freundlich darum, sich zu setzen, sie kümmere sich schon darum. Die Frauen fahren unbeirrt fort, und Lindsay lädt Debbie ein, sich mit ihr zu einem Töpferkurs anzumelden – sie könnten ihre Hände schmutzig machen. Melanie fügt hinzu, kreative Arbeit sei sehr geeignet dazu, Trauer zu überwinden. Debbie lacht nur gequält, sie sei Italienerin, ihr helfe vor allem Essen und Wein! Und schon ist sie wieder weg, und Rodney muss mehrere Male rufen, bevor er ihre Aufmerksamkeit erlangt hat. Er übergibt Debbie eine alte Schuhschachtel mit Familienfotos, Vics Ringen, seiner Uhr, und einem Brief, der an Debbie adressiert ist. Dann macht er sich mit einem liebevollen Kuss von Debbie und einer Einladung zum Essen von Michael auf den Weg nach Hause, er brauche ein wenig Ruhe. Debbie hingegen zieht sich in eine stille Ecke zurück, um den Brief zu lesen. Als Michael hinzustößt, um ihr zu sagen, sie könne sich ruhig helfen lassen, entdeckt auch er das Schriftstück: „Was ist das?“ „Ein Brief von deinem Onkel Vic. Er schrieb ihn vor ein paar Jahren, als wir dachten, dass er sterben würde.“ „Und was steht drin?“ Debbie schweigt kurz, dann fällt sie Michael glücklich in den Arm: „Wir werden feiern! Wir werden feiern!“ Blake und Ted betreten gemeinsam seine Wohnung, Blake mit Tüten voll Essen unter seinem Arm. Ted sagt, wie hart es gewesen sei, diesen Kasten anzusehen und zu wissen, dass Vic darin war. Aber immerhin habe Debbie ein wunderschönes Hemd ausgesucht, mit Hula-Tänzern und Palmen darauf! Sie lachen. Blake antwortet, immerhin habe Vic jetzt etwas anzuziehen, wenn er tanzen geht. Er stellt Ted kurz die Auswahl an Thai-Speisen vor, die er mitgebracht hat, und Ted schüttelt nur zärtlich lächelnd den Kopf. „Es ist unglaublich wie besorgt du bist.“ Er umarmt Blake und küsst ihn, während dieser sich jedoch nicht so wohl zu fühlen scheint und sich weiterhin dem Essen widmet. „Wie alle bei der Gruppensitzung gesagt haben.“ „Ich dachte einfach, du könntest nach der Beerdigung ein bisschen Trost gebrauchen... .“ Aber dieser Trost sieht für Ted nicht wie Essen aus. Er erzählt Blake, er musste die ganze Zeit daran denken, dass er selbst in diesem Sarg hätte liegen können. All diese Menschen hätten für seine Beerdigung dort sein können. Und außerdem... außerdem musste er die ganze Zeit daran denken, dass er Blake küssen, beißen, ficken will, er küsst Blake, seinen Nacken, der wirft schwach ein, das Essen würde doch kalt werden, aber Ted fährt unbeirrt fort. Ben sagt Michael im Hausflur, wie unheimlich gut die Beerdigung verlaufen ist, was diesen zu freuen scheint. Er wundere sich jedoch, dass es seiner Mutter so gut ging. Ben zuckt mit den Schultern, es gebe keinen richtigen oder falschen Weg, zu trauern. Wahrscheinlich... dann fangen die beide einen Geruch auf... einen verdächtigen Geruch. Michael schließt die Tür auf, und da sehen sie Hunter auf der Couch, eine Tüte rauchend. „Was zum Teufel machst du da?“ „Ich rauche euren versteckten Joint.“ „Deswegen wolltest du nicht mit zu meiner Mom kommen? Um einen durchzuziehen?!“ „Ist hundertmal besser, als mir Geschichten über einen alten Knacker anzuhören, den ich kaum kannte.“ „Dieser alte Knacker war mein Onkel!“ „Dann heul du doch. Ich ziehe ein bisschen Gras vor.“ Mit diesen Worten steht Hunter auf, nachdem Michael ihm den Joint abgenommen hat und geht in sein Zimmer. Ben weist Michael scharf zurecht, wenn irgendjemand von den Sozialarbeitern herausfinden würde, dass sie illegale Substanzen besitzen, dann könnten sie Hunter verlieren! „Ich habe vergessen, dass ich ihn überhaupt hatte. Brian hat ihn mir für Notfälle gegeben.“ Michael zündet dann auch prompt den Joint wieder an und wirft sich statt Hunters Stelle auf die Couch. „Was zum Teufel tust du da?!“ fragt Ben. „Das hier ist ein Notfall.“ „Michael, wir können ihm nicht verbieten, etwas zu tun, wenn wir es selber machen.“ „Natürlich können wir, darum geht es beim Eltern-Sein doch!“ Justin füttert Brian auf dem Wohnzimmerboden des Lofts mit Stäbchen das einladend-aussehende Thai-Gericht. Dann brechen sie ihre Glückskekse auf. Brian liest vor: „Eine Überraschung erwartet dich.“ Justins dagegen klingt schon interessanter: „Der Mann, den du liebst, wird langsam und sinnlich für dich seine Kleidung ausziehen und dabei seinen perfekten Körper enthüllen.“ Er legt sich auf die Seite, küsst Brian. „Dann wird er seinen wuuuunderschönen Schwanz rausholen – und du darfst ihn lutschen.“ „Das ist aber ein lange Vorhersage“, bemerkt Brian, und Justin zieht ihn neben sich auf den Boden, um sich über ihn zu lehnen und zu küssen, Lippen, Nacken, Kinn... „Es kommt noch mehr: Als nächstes wird er seine Zunge in deinen Arsch stecken, um dich völlig verrückt zu machen, und dann seinen Schwanz in dich rammen und dich so lange ficken, bis du ohnmächtig wirst.“ „...im Bett.“ „Huh?“ „Du hast bei jedem Glückskeks immer ‚im Bett‘ angehangen.“ Justin grinst, küsst Brian noch einmal, streicht durch sein Haar. „Ich dachte eher: auf dem Boden.“ Brian zieht Justin näher zu sich, während die Hand des jungen Mannes sich in Brians Hose hineinschleicht, sie küssen sich genüsslich bis Brian stöhnt und Justins Lippen sich seinem Nacken zu wenden, da packt Brian auf einmal Justins Hand und zieht diese aus seiner Hose. „Was?“ „Nichts.“ Er dreht sich weg. „Deine Hand ist kalt.“ Justin lacht, er würde sie aufwärmen, und beginnt, Brian zu massieren. Aber der... der gähnt nur und küsst Justin auf die Lippen. „Ich bin irgendwie müde.“ Mit diesen Worten steht er auf, nimmt sich einige leere Schachteln und lässt seinen geschockten Freund auf dem Boden sitzen. Debbie dreht denn Plattenspieler voll auf - und als die Platte zu spielen beginnt schießt Emmett plötzlich aus dem Schlaf: „JOY TO THE WORLD, THE LORD HAS COME!“ Bing Crosby trällert seine berühmte Weihnachtshymne, als Emmett verschlafen und verwirrt in einem Bademantel hinunter kommt: Debbies Haus ist dekoriert wie in der Adventszeit, und sie arbeitet sogar schon an einem künstlichen Weihnachtsbaum. „Okay... als ich ins Bett ging war es Februar, und ich habe nur eine Schlaftablette genommen. Also, genau wie lang habe ich geschlafen?“ Aber Debbie antwortet ihm nicht, sie ist so sehr mit ihrer Dekoration beschäftigt. „Siehst du nicht, dass Weihnachten ist? Aber bevor du jetzt die Männer in den weißen Kitteln rufst, es gibt einen guten Grund für all das hier.“ Und sie zeigt ihm Vics Brief. Vic schrieb ihn, als es kurz vor Weihnachten war, und die Ärzte gesagt hatten, er würde es nicht mehr schaffen. Also bat er Debbie darum, das schönste Weihnachtsfest aller Zeiten zu feiern, obwohl er nicht bei ihnen sein kann. „Aber er war bei euch. Und das nicht nur für dieses eine Weihnachten, sondern für viele, viele weitere.“ Doch Einwände will Debbie nicht hören, auch nicht den, dass es schon etwas spät für Weihnachten ist. Wenn jemand, den man liebt, um etwas bittet, dann muss man das auch tun! „Na, Schlafmütze?“ So begrüßt Ted Blake am Morgen im Bett, seinen Nacken küssend, sodass er nicht sehen kann, dass Blake mit schreckensstarren Augen anscheinend schon lange wach liegt. Als er dann aufstehen will, hält Ted ihn zurück, sie sollten sich erst um seine Morgenlatte kümmern... sein Kopf verschwindet unter der Decke, er küsst Blakes Oberkörper, aber der bittet ihn, aufzuhören, nimmt die Decke von Teds Kopf herunter. „Wir können das hier nicht mehr tun.“ Ted starrt ihn an, erst arglos, doch dann wird ihm die Tragweite von Blakes Aussage bewusst. Blake versichert ihm, es habe nichts mit ihm zu tun, Ted erwidert verbittert, natürlich nicht, wie immer. Blake setzt sich auf, zieht sich seine Hose an, sagt, es sei ein Fehler gewesen, aber Ted will nicht aufgeben. Wie könnte das ein Fehler gewesen sein? Sich zu verlieben, Sex zu haben, sich nahe zu sein? „Die Therapie...“ „Scheiß auf die Therapie! Ich bin erwachsen, ich kann meine eigenen Entscheidungen treffen.“ „Und als dein Therapeut ist es meine Aufgabe, dass du die Richtigen triffst.“ Aber das habe er doch! Ohne Blake hätte er nicht überlebt! Der steht auf und vergräbt das Gesicht in den Händen. Also fragt ihn Ted, wieso er denn dann mit ihm geschlafen habe. Um Wiedergutmachung zu leisten?! „Aus dem gleichen Grund, warum du es getan hast. Weil ich es wollte.“ Ted schüttelt nur verständnislos den Kopf. „Aber es verletzt dich.“ „Wie könnte mich das verletzen?!“ „Weil du dich jetzt gerade nur auf die selbst konzentrieren musst. Nichts anderes ist wichtig.“ Ben betrachtet vor der Schule Hunters blaues Auge, während der Junge erzählt, dass irgendein Idiot ihn geschubst hätte und dann behauptet hat, es sei ein Unfall gewesen. Da hat Hunter ihm eben eins in die Fresse geschlagen. „Was, wenn er dich zum Bluten gebracht hätte, dann müsste jeder erfahren, dass du HIV hast, ist es das, was du willst?“ „Ja, kann mir nichts Schöneres vorstellen.“ „Okay, hör zu, du hast dich besser geschlagen, als irgendjemand erwartet hat, also wieso würdest du das vermasseln?“ „Weil es doch scheiß egal ist, was ich bei meinen SATs kriege oder ob ich einen Doktortitel mache, wenn ich eh wie Vic in einem Kasten lande!“ Ben hält dort an, und erzählt Hunter davon, wie sein Ex-Liebhaber, der ihn mit HIV infizierte, starb, und er Steroide nahm und sich so selbst zerstörte, aber dass das immer noch nichts daran änderte, dass er immer noch HIV hat. Egal, was die beiden tun würden, sie würden es immer haben, aber sie könnten nicht zulassen, dass das ihr Leben sabotiert! „Alter, ich hab’ keine Ahnung, wovon du redest. Der Kerl hat mich geschubst, das ist alles!“ Ben nickt. „Na gut. Wenn das wirklich alles ist... .“ Hunter schaut nur zur Seite und antwortet nicht. Als Emmett aus seinem Zimmer tritt räumt Debbie gerade Blitzen und Donner vom Dachboden: Zwei Rentiere, die restlichen befinden sich bereits im Flur. Michael, der gerade hinein kommt, ist nicht gerade schlecht geschockt, und Emmett verabschiedet sich fröhlich: Er müsse Weihnachtseinkäufe erledigen, seien ja nur noch 310 Tage! Michael versucht, seiner Mutter dieses Unterfangen auszureden, oder sich wenigstens nicht bis zur Erschöpfung zu arbeiten. „Lass mich dir doch helfen“, aber Debbie schreit plötzlich „MICHAEL, LASS EINFACH LOS! Ich kann das alleine!!“ Sie hetzt, kurz die Fassung verloren, schon wieder die Treppe hinunter, Michael folgt ihr, „Mom!“ „...ich muss das einfach alles allein tun. Weil es der letzte Wunsch deines Onkels war. Und wenn alles so ist, wie er es gern hätte, dann vielleicht ... es muss einfach alles richtig sein.“ Lindsay klopft an Brians Tür, mit Gus im Arm. Brian nimmt ihr die schwere Last erst einmal ab, während die Mutter berichtet, Gus habe den ganzen Tag lang schon „dadda“ gesagt – sie sei sich ziemlich sicher, er meine ihn, während Brian eher auf den deutschen Dadaismus tippt. Er setzt sich mit seinem Sohn vor den Fernseher, nachdem er ihm sanft die Mütze abgesetzt hat, auf dem gerade eine Dokumentation über James Dean läuft. „Siehst du den hübschen Jungen dort, Gus? Er wusste nicht nur, wie man lebt, sondern auch, wie man stirbt. Anstatt sich langsam verrotten zu sehen starb er am Höhepunkt von Ruhm und Glorie – mit beiden Eiern intakt.“ „Findest du nicht auch, dass er für James Dean noch ein bisschen zu jung ist?“, Lindsay setzt sich neben ihn, und Brian antwortet: „na ja, du willst sicher nicht, dass er Teletubbies schaut, oder? Könnte ihn schwul machen.“ Linds sagt Brian, auf seine eigene Art und Weise sei er gar kein so schlechter Vater. Aber Brian sieht sich lieber als den „Anti-Dad.“ Lindsay spricht unbeirrt weiter. Wenn er mehr Zeit mit Gus verbringen möchte, müsse er nur fragen, aber Brian widerspricht, er würde bei seinen Cameo-Auftritten bleiben. Lindsay lacht. In einer nicht allzu fernen Zeit würden sie dabei zuschauen, wie Gus seinen Abschluss macht, dann ein wunderschönes Mädchen, oder einen Jungen, findet, heiratet, Kinder bekomme. „Mein Gott, du weißt wirklich, wie man einen Moment tötet.“ „Keine Sorge. Du wirst sicher der heißeste Anti-Opa aller Zeiten sein.“ Beim Abendessen macht Michael Hunter dafür zur Sau, dass dieser Ärger in der Schule hatte, woraufhin sich der Jugendliche auf das Sofa verabschiedet. „Du bist nicht entschuldigt!“ „Ich werde nicht hier sitzen und mich anschreien lassen.“ „Dann hör auf, dich wie ein Idiot zu benehmen!“ Ben schickt Hunter schließlich auf sein Zimmer und weist Michael zurecht. Er wisse ja, dass Michael sich mit viel herumschlagen müsse, aber genauso ginge es Hunter auch. „Sein Onkel ist nicht gestorben, und seine Mutter wird nicht verrückt!“ „Aber er ist 16 Jahre alt, hat HIV und muss zum ersten Mal mit einem Tod durch diese Krankheit umgehen. Hast du überhaupt eine Ahnung, wie angsteinflößend das sein muss? Wenn er sich komisch verhält, dann nur, weil er scheiß Angst hat!“ Michael schweigt kurz, und sieht recht mitgenommen aus. „Es tut mir Leid. Ich habe nicht daran gedacht.“ Ben lächelt traurig. „Wieso solltest du auch. Du hast es ja auch nicht.“ Ted ist wieder im Babylon – dort, wo es Drogen praktisch regnet, wo der Rausch an jeder Ecke wartet, dort, wo er Drogen nahm, dort, wo er auch schon nach wenigen Minuten seine alten „Freunde“ auf dem Catwalk gefunden hat. Dr. Mark ist nicht bei ihnen, aber trotzdem begrüßen sich enthusiastisch. „Heeeey, Ted, wo warst du denn, man? Wir gehen nachher zu Dr. C, kommst du mit?“ Aber Ted hat kein Interesse daran, sich lange zu unterhalten, ganz zu schweigen von ihrer nur eingeschränkten kommunikativen Fähigkeit. Er fragt sie stattdessen, ob sie Stoff haben. Und sie schenken ihm die erste Ladung sogar. Da entdeckt er Emmett und Justin unten an der Bar und flüchtet. Justin unterhält sich verzweifelt mit Emmett. „Vielleicht werde ich zu alt für ihn! Vielleicht sind es die Haare?!“ „Schätzchen, ich liebe die Haare! Und wenn du zu alt bist gehören wir anderen in betreutes Wohnen!“ „Er hat noch nie nein zu mir gesagt!“ Aber Emmett weiß den jungen Geliebten zu beruhigen – jede (Nicht-) Beziehung, selbst eine so unkonventionelle wie die ihre, brauche ab und zu ein bisschen frischen Wind. Aber es gebe nichts und praktisch niemanden den sie noch nicht durch haben! Aber wie Emmett so schön sagt, manchmal braucht man nur ein paar neue Zutaten um ein bekanntes Gericht aufzuwürzen – wie zum Beispiel die zwei gutaussehenden Typen, die Justin vom anderen Ende der Bar her zuzwinkern. Als Brian an diesem Abend nach Hause kommt, seine Aktentasche auf die Küchenablage legt und die Rollos vor dem Schlafzimmer aufklappt, sieht er als erstes zwei nackte, heiße Fremde auf seinem Bett. „Er ist heiß!“, sagt der eine, der Zweite stimmt zu – und Justin kommt zum Vorschein, grinsend, und küsst Brian hallo. „Ich dachte, dir würde eine lange harte Nacht nach einem langen harten Tag gefallen.“ Brian lächelt schwach... und sagt dann: „Da fällt mir ein ich... ich habe etwas im Büro vergessen.“ Er dreht sich um und geht in Richtung Tür. Justin starrt ihm fassungslos hinterher, „Brian“, aber sein Freund geht weiter, Hauptsache raus hier, tu so, als würdest du ihn nicht hören...! Während Hunter und Michael mit ihren Fahrrädern zur Arbeit und zur Schule fahren, gibt Michael ihm Anweisungen, wie er sich zu Debbies Weihnachtsfeier anziehen soll – bitte etwas Hübsches, nämlich. „Und wenn du Zeit hast, zum Friseur zu gehen...“ Aber Hunter hat eine Überraschung für ihn: Er werde nicht hingehen. Dies sei seiner Mutter aber wichtig, erwidert Michael, um Onkel Vics Wünsche zu erfüllen. „Was wird sie denn für mich machen, wenn ich abkratze, ‘ne Ostereiersuche?“ „Du wirst nicht abkratzen. Du wirst noch für eine lange Zeit bei uns sein.“ „Woher weißt du das?“, schnauzt Hunter ihn an. Michael schweigt, dann gesteht er die Wahrheit: „Ich weiß es nicht.“ „Dann sag’s gefälligst nicht!“ Hunter fährt los, aber Michael hält ihn noch einmal zurück und scheint nun sehr verständnisvoll. „Du musst nicht gehen, wenn du nicht willst. Und jetzt komm.“ Gemeinsam fahren sie weiter. Ted sitzt auf seiner Couch und dreht die Phiole, die das weiße Drogenpulver enthält, vor seinen Augen herum, als es plötzlich klopft. Hastig versteckt er das Behältnis und fragt, wer dort sei. „Der Geist der vergangenen Weihnacht“, ruft Emmett, woraufhin Ted öffnet. „Fröhliche Weihnachten. Ich versuche, in Stimmung zu kommen, für Vics... vergiss es.“ Emmett ist eigentlich gekommen, weil er Teds Brief gelesen hat – mehrere Male. Die Stimmung ist gezwungen und unangenehm, bis die beiden auf einmal in eine alte Atmosphäre zurückgleiten: Emmett lobt, wie gut er geschrieben war, und erst das Briefpapier! Ted lacht, ja, das sei aus dem Laden, in dem Emmett seine Visitenkarten machen ließe. „Oh Gott, liebst du diesen kleinen Laden nicht einfach?!“, ruft Emmett begeistert und gemeinsam schwärmen sie von diesem unheimlich süßen Typen, der dort angestellt ist, mit diesem wunderbaren Akzent! Aber so plötzlich, wie die Vergangenheit zurückkommt, so schnell sind sie wieder in der Gegenwart. Emmett räuspert sich und fährt fort, dass ein Teil von ihm niemals wollte, dass Ted wieder gesund wird. Ein Teil von ihm wollte, dass Ted leidet, so wie er gelitten hatte. „Ziemlich scheiße, oder?“ Aber Ted lächelt nur. „Nicht wirklich. Ich habe mich selbst so gefühlt.“ Emmett lächelt ebenfalls, er habe also Teds Brief gelesen und—Moment, fällt da Ted auf, wie kann er ihn gelesen haben? Ted habe ihn doch weggeworfen. Emmett nickt und zieht den Brief aus der Tasche. Zum Glück für sie beide habe Blake ihn aufgehoben und zurückgegeben. „Er ist ein verdammt guter Therapeut. Und ein verdammt guter Freund. Du hast Glück, jemanden zu haben, der dich so sehr liebt.“ Ted nickt nur. „Auf jeden Fall will ich dir alles Gute wünschen, Teddy.“ Ted scheint den Tränen nahe als er die Tür schließt. Brian reicht Michael im Loft einen Joint mit den Worten, er sehe so aus, als brauche er einen blowjob. Tatsächlich geht es Michael nicht gut: Er kann nicht aufhören, daran zu denken, obwohl es so furchtbar ist, das zu denken, dass Hunter und Ben genauso sterben könnten wie Vic. Dann wäre es an ihm, ihre Sachen zusammenzupacken und das Licht auszumachen. Nur weil sie positiv seien, antwortet Brian, hieße das ja nicht gleich, dass sie die ersten sind, die gehen. Michael könne von einem Mercedes überfahren werden (so viel mehr Klasse als ein Bus) oder von einem verstimmten Postbeamten erschossen werden, wenn er eine Briefmarke kaufen will. Die sind nämlich heutzutage alle verstimmt. Michael umarmt Brian spontan, und erst nachdem er seinen Freund losgelassen hat fährt er fort: „Der Gedanke, allein zu sein, macht mir einfach Angst.“ Brian holt zwei Bierflaschen aus dem Kühlschrank. So würden sie geboren werden, so würden sie auch sterben. „Ich würde trotzdem die Illusion bevorzugen, dass irgendjemand bei mir sein wird, wenigstens temporär.“ „Glaub, was du willst, aber je weniger du hast, an dem du dich festklammerst, desto einfacher ist es, loszulassen.“ Brian stößt seine Flasche an Michaels, der zweifelnd aussieht. „Vielleicht. Aber ich bin froh, dass ich dich habe.“ Brian, der inzwischen mit dem Rücken zu ihm am Küchentresen sitzt und raucht, fragt irritiert, wer denn von ihm gesprochen habe. Michael umarmt ihn von hinten und küsst seinen Nacken. „Es ist einfach schön zu wissen, dass wir immer einander haben werden, egal, was passiert, so wie es immer war.“ Brian schweigt und schließt die Augen. Ted fängt Blake vor der Entzugsklinik ab und bietet an, ihn nach Hause zu fahren, aber der lehnt ab. „Ich habe es dir schon erklärt und ich wüsste nicht, was ich noch sagen sollte.“ „Dann lass mich sprechen! Als du mich verlassen hast, war ich so mitgenommen, rate, was ich getan habe?“ Blake zuckt nur mit den Schultern, also holt Ted die Phiole mit den Drogen hervor. „Scheiße“, flucht Blake, schaut zur Seite, aber Ted kann ihn beruhigen: Nachdem er es eine ganze Weile spazieren getragen hatte, ging ihm auf, dass ihn das in die roten Zahlen werfen würde, vermutlich auch noch dauerhaft. „Also habe ich es gelassen.“ Und Ted entschuldigt sich: „Das erste Mal verliebte ich mich in dich, weil du mich brauchtest, das zweite Mal habe ich mich verliebt, weil ich dich brauchte. Tatsächlich würde ich ohne dich nicht einmal hier stehen! Und es tut mir Leid, wenn ich zu egoistisch und geil war, um das bemerken.“ Blake nickt. „Danke, Ted.“ Aber wo belasse das jetzt die beiden? Abgesehen davon, dass sie mal wieder schlechtes Timing hatten. „Vielleicht“, antwortet Blake, „wird das Timing eines Tages richtig sein.“ Ted lächelt schwach: „Glaubst du wirklich?“ „Man kann immer hoffen.“ Dann streckt Blake die Hand aus. „Nur, falls du in Versuchung gerätst.“ Aber Ted lächelt nur, schraubt die Phiole auf und schüttet das Crystal aus. Und zur selben Zeit, als das weiße Pulver wie Schnee aus der Phiole rieselt, beginnt es wirklich zu schneien. Cynthia stürmt wutentbrannt in Brians Büro: „Ich kann nicht glauben, dass du gehst!“ Offensichtlich hat Brian einen spontanen Ausflug nach Ibiza geplant. „Du hast Meetings with Ramson, Brown, Eyeconics.“ „Sie können warten! Sie können alle warten, bis ich wieder zurück bin.“ „Und wann wird das sein?“ Brian tut so, als würde er nachdenken. „Ich werd’s dich wissen lassen.“ Cynthia sieht aus, als würde sie ihm am liebsten an die Kehle gehen. Sie arbeite schon seit fünf Jahren für ihn, und so etwas habe er noch nie getan! „Tja, das ist doch der Vorteil daran, sein eigener Boss zu sein, oder? Zu kommen und zu gehen wann man will, sich vor niemandem rechtfertigen zu müssen.“ „Fast niemandem“, fügt Justin hinzu, der gerade zur Tür hineingekommen ist. Brian murmelt etwas nach dem Motto „auch das noch“ und schickt Cynthia hinaus. „Fährst du weg?“ „Ja. Ibiza. Heute Abend geht mein Flieger.“ Justin schaut ihn irritiert an. „...ohne mich?“ „Du gehst doch zurück zur Schule“, erklärt Brian, während er seine sieben Sachen weiterhin zusammenpackt. „Es wäre völlig unverantwortlich von mir, dich einfach so schwänzen zu lassen.“ Aber das reicht seinem Freund nicht: „Scheiß auf Schule. Scheiß auf die Wette. Und fick dich, wir sollten zusammen fahren—“ „WIR SIND NICHT SCHEIß VERHEIRATET!!“, schreit Brian plötzlich mit so einer Heftigkeit, dass Justin erstarrt. Auf Brians Gesicht zeigt sich für eine Sekunde, dass er alle Fassung verloren hat, müde und mitgenommen, aber er überspielt es sofort wieder, geht aus dem Büro, um irgendetwas zu holen: „Und ich brauche nicht deine beschissene Erlaubnis, wenn ich irgendwo hin fahren will!“ Justin ist so geschockt, dass ihm der Mund offen stehen bleibt, so verletzt, dass er keine Worte findet, bis auch er sich wieder fängt. „Du hast Recht“, antwortet er ruhig, als Brian zurückkommt, „wir haben nicht die Verpflichtung, uns irgendetwas zu erzählen.“ Brian schüttelt den Kopf, beißt sich auf die Lippe, Justin streichelt mit seinen Händen über dessen Arme und sagt beinah entschuldigend: „Wenn ich irgendetwas gemacht oder gesagt habe, dass dich angepisst hat, ich habe es wirklich nicht mit Absicht getan.“ Brian schaut ihn an, und zieht ihn in eine halbe Umarmung. „Es liegt nicht an dir.“ Justin küsst sanft seinen Nacken: „Woran dann?“ Brian schaut nachdenklich zu ihm hinunter, dann auf den Boden, ins Leere, wieder zu Justin... und schließlich zuckt er nur mit den Schultern, löst sich von ihm und schreitet zum Schreibtisch. Justin hingegen hat noch etwas zu sagen: „Okay. Tu das, was du tun musst, aus welchem Grund du es auch tun musst. Aber ich will, dass du weißt, dass ich dich liebe.“ Brian schaut plötzlich vom seinem Werkeln auf. „Und dass ich hier sein werde, wenn du zurückkommst.“ Wieder zeigt Brian für einen kurzen Moment, wie verletzlich er ist, dann senkt er den Blick und nickt. Nachdem Justin gegangen ist stellt Brian seine Schreibtischlampen aus und geht zu der Stehlampe neben dem Sofa, die ebenfalls noch leuchtet. Er greift nach dem Aus-Schalter, doch stattdessen packt er aber die Lampe unter dem Kopf, wirbelt sie einmal herum und schlägt sie mit voller Wucht auf den Boden, so heftig, dass sie in ihre klappernden Teile zerspringt. Brians Schultern zittern, aber wir sehen nur seinen Rücken.
Auf Debbies Weihnachtsfeier singt ein bekanntes Gesicht: Shanda Leer ist wieder da! In einem roten Weihnachtsmannkostüm und mit blonden Haaren heimst sie viel Applaus ein, und insbesondere Justin gratuliert seinem Freund Darren zu seinem Comeback. Debbie und Rodney essen Weihnachtsplätzchen wie Vic sie immer gegessen hat, Melanie freut sich schon die ganze Zeit auf den Winterschlussverkauf, den es nicht geben wird, und Lindsay bewundert mit einem etwas suspekt gestimmten Ben die Dekoration. In der Küche schenkt sich Emmett gerade ein Glas Eierlikör und bietet auch Ted eins an, der ein Getränk im Kühlschrank sucht. Der lehnt dankend ab, er möge keinen. „Ich auch nicht. Aber irgendwie fühle ich mich verpflichtet.“ Der eine Schluck, den er probiert, läutert ihn allerdings recht schnell wieder von seinem Vorhaben. „Weißt du, was das Schöne daran ist, Weihnachten außerhalb der Saison zu feiern?“, fragt Ted ihn, und beantwortet seine Frage selbst: „Man wird wieder an daran erinnert, seinen Nächsten zu liebe.“ Er erhebt sein Glas: „Fröhliche Weihnachten, Em.“ Und Emmett stößt mit ihm an: „Fröhlich Weihnachten, Teddy.“ Brian liegt unter den Lampen eines OPs. Die Ärzte um ihn herum tragen die volle Ausrüstung, und auch Brian ist mit einem Kittel und einer Beatmungsmaske geziert. Eine weibliche Stimme weist ihn an, sich zu entspannen und von zehn herunter zu zählen. Brians Augen flitzen umher, als er zu zählen beginnt. „Zehn.“ Sie schließen sich. „Neun.“ Öffnen sich wieder. Bis Acht kommt Brian gar nicht mehr. Alles, was er sieht, ist die grell-leuchtende OP-Lampe... .
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