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Trotz der genialen Show, die Brian im Babylon auf die Beine gestellt hat, sind mal wieder nur sechs Gäste aufgetaucht. So langsam wird seine Situation verzweifelt. Justin sagt, mit der ganzen Werbung, die Brian macht, sollten die Schwuchteln eigentlich Schlange stehen – das tun sie ja auch, aber im Club Poppers. Was nun?
Lindsay, die auf JR aufgepasst hat, trifft sich mit Melanie im Park. Dieser kommt gerade von einem Treffen mit ihrem Anwalt, der gesagt hat, Michael habe keine Chance. Das Gericht entscheide fast immer zu Gunsten der Mutter. Da sei aber noch etwas: Der Anwalt hielte es für das Beste, wenn Lindsay nicht bei der Anhörung sei; es könnte ihrem Fall schaden, wenn das Gericht sieht, dass sie zwei Lesben mitten in einer Scheidung sind. „Und was ist mit mir?“ „Unser Arrangement bleibt dasselbe“, antwortet Melanie sorglos, „du verbringst genauso viel Zeit mit Jenny Rebecca wie ich, genauso mit Gus. Daran ändert sich nichts. Du musst mir einfach vertrauen.“ Justin hilft Ben und Michael, ihr Haus zu streichen, scheinbar etwas eifersüchtig auf ihr Hochzeitsglück. Gerade als Ben den sich sträubenden Michael über die Türschwelle tragen will, weil er dach nach der Hochzeit total vergessen hatte, kommt Debbie mit Mittagessen hinein. Michael ignoriert sie zuerst, fragt sie aber dann, warum sie denn nicht für Melanie einkaufen gehen. Debbie betont, dass sie neutral in diesem Konflikt stehe, und nur auf Jenny Rebeccas Seite sie. „Ich doch auch!“, erwidert Michael, „deswegen will ich, dass sie in einem liebevollen Zuhause mit zwei Elternteilten aufwächst, was ist daran so schwer zu verstehen?“ „Es ist schwer zu verstehen wie wütend du auf mich bist, weil ich eine alleinerziehende Mutter war, während ich immer dachte, wir haben es gut durchgestanden. Tja, tut mir Leid, dass ich dir nicht alles geben konnte, was du wolltest, aber ich habe dir alles gegeben was ich konnte.“ Sie verlässt das Haus durch die Hintertür und lässt Michael alleine in der Küche zurück. Ted platzt in Brians Büro und zeigt ihm einen hervorragenden Deal: Jemand möchte das Babylon kaufen und es zu einem Einkaufscenter machen! Und sie können die Verluste einfach abschreiben! Aber Brian lehnt ab. Würde er klein beigeben würde es seiner Meinung nach nicht mehr lange dauern, bis alle Läden der Liberty Avenue Filialen großer Unternehmen weichen. Und eher würde er sterben als dass Liberty Avenue eine respektable hetero Gegend wird! Als Carl nach Hause kommt muss Debbie gerade gehen: Sie hat eine späte Schicht im Diner. Und Carl beklagt sich: Er will, dass Debbie und er tatsächlich zusammenleben, und nicht nur abwechselnd zur Arbeit gehen. Warum hört Debbie nicht auf, im Diner zu arbeiten? Carl habe doch genug Geld. „Ich war noch nie von jemandem abhängig, und ich habe noch nie jemandem um Geld gebeten, Carl, und ich will nicht jetzt anfangen.“ „Aber wer redet denn von bitten? Ich biete es dir an! Du hast dich dein ganzes Leben um andre gekümmert. Wieso kümmerst du dich nicht etwas um dich? Und um uns.“
Als der Newsproduzent Emmett dem Team als den neuen Queer Guy vorstellt erhält er nur seltsame Blicke, auch wenn er sich bemüht, freundlich zu sein und mit den News-Team Mitgliedern zu reden, als wären sie alte Freunde. Im Diner sagt Emmett zu Ted: „Du hättest sehen müssen, wie sie mich angestarrt haben. Als sei ich ein Alien! Ich kann einfach nicht hetero wirken... .“ Brian umarmt Justin, als er von der Arbeit nach Hause kommt. Auf dem Tisch verteilt liegen Drucke der Gemälde, die Teil seiner Abschlussprüfung an der Kunstschule waren. Er weiß nicht, was er tun soll; er will nicht zurück zur Schule. Er lehnt auch Brians Angebot ab in Kinnetik arbeiten, denn es ist wirklich an der Zeit, dass er seinen eigenen Weg findet. Aber was bleibt? Fürs erste massiert er erstmal Brians Schultern und hängt dessen Arbeitskleidung in den Schrank, denn Brian muss ins Babylon – das Schiff kann ja ohne den Kapitän nicht sinken. Justin erzählt ihm von einem Club in LA, der eigentlich nichts Besonderes war, aber er was immer voll, weil die Manager es so scheinen ließen, als wäre er speziell. Da dreht Brian sich um und küsst Justin: „Sunshine, wie habe ich eigentlich ohne dich überlebt?“ „Hast du nicht.“ und schon küsst Justin sich seinen Weg Brians Brust hinunter. Debbie interviewet im Diner erfolglos Bewerberinnen für den neuen Posten als der laufende Fernseher Emmetts ersten Auftritt als Queer Guy zeigt: Es ist furchtbar. Justin, Ted und Debbie, die fassungslos auf dem Bildschirm starren, können nicht glauben, worüber Emmett redet. Erstmal handelt sein Segment von Nasenhaaren, dann trägt er einen furchtbar langweiligen schwarzen Anzug und zuletzt versucht Emmett, hetero zu wirken. Oh mein Gott! Ted und Justin können das Desaster kaum mit ansehen. Zur selben Zeit bewirbt sich bei Debbie eine Frau namens Loretta, die dringend einen Job braucht, weil ihr Ehemann sie rausgeworfen hat, als er sie dabei erwischt hat, wie sie ihre Freundin küsste. Dabei war das nur eine einmalige Sache gewesen! Debbie hat Mitleid, aber sie sagt, dieser Job sei hart... Loretta fällt weiteren Warnungen ins Wort: „Bitte, gib mir einfach nur eine Chance!“ Und spontan steht sie auf und gießt Debbie neuen Kaffee ein. Lindsays Anwalt versichert ihr bei einem privaten Treffen, dass sie eine gute Chance hat, Sorgerecht an Jenny Rebecca zu erhalten – insbesondere, wenn man bedenkt, was Lindsay ihm alles über Michael und Melanie erzählt hat. Lindsay widerspricht heftig! Sie habe so furchtbare, unverzeihliche Dinge gesagt, die dürfe der Anwalt nicht benutzen. „Ich wollte nie so tief sinken!“, lenkt sie ein. „Deswegen haben Sie ja einen Anwalt angegiert. Damit Sie es nicht müssen.“ Stück für Stück überzeugt er sie.
Emmett erzählt Ted auf dem Weg ins Poppers erfreut von dem plötzlichen Ruhm, den er durch den Queer Guy erfahren hat, und der eher in seinem Kopf stattfindet als in der Realität. Ted ist immer noch deprimiert, weil er sich unattraktiv findet. Gemeinsam schauen sie beim Babylon vorbei, nur um Brian einen Gefallen zu tun, aber vor dem Club finden sie etwas Unglaubliches vor: eine Schlange! Doch der Türsteher lässt nur wenige der Leute in den Club. Brian lässt Ted rein kommen, aber Emmett, der draußen bleiben muss, sagt dem Türsteher, er sei der Queer Guy, das machen ihn zu einem VIP. „Wir sind alle besonders und einzigartig, aber das hat die anderen auch nicht geholfen“, antwortet der Türsteher und schickt Emmett davon. Lorettas erstes Training im Diner verläuft... ganz gut. Sie ist zwar ein nervöses Wrack, aber mit Debbies Hilfe schafft sie ihre ersten Bestellungen. Bis ein Typ, der darauf wartet, dass sie seine Bestellung aufnimmt, dumm anmacht. Debbie sagt ihr, sie muss sich verteidigen, hier heißt es entweder töten oder getötet werden. Immer wieder töten oder getötet werden murmelnd macht Loretta sich auf den Weg zu dem Kunden: „Das wird dann ein Milchshake und Hühnersuppe.“ Der Kunde schaut sie irritiert an und fragt: „Wieso sollte ich das denn wollen?“ „Weil, wenn du mich das nächste mal anpfeifst, du Essen nur noch durch einen Strohhalm wirst konsumieren können!“, entgegnet Loretta. Test bestanden! Als Emmett dem Newsproduzenten seine neue Idee präsentieren will hat dieser schlechte Nachrichten: Der Queer Guy ist nach dem heutigen Segment gecancelt. Weder die Zuschauer noch das Management fanden es gut. Emmett war einfach nicht „queer“ genug. Die drei Anwälte und ihre drei Klienten sitzen zusammen an einem Tisch. Melanies und Michaels Anwalt sind sich zumindest in einem einig: Lindsay hat keine legalen Rechte auf das Sorgerecht ihrer Tochter. Aber Lindsays Anwalt widerspricht, es sei doch vielmehr eine moralische Frage: Melanie habe während der Schwangerschaft das Leben ihres eigenen Kindes viele Male gefährdet, Michael lebe zusammen mit zwei HIV-infizierten Männern von denen einer ein Prostituierter sei, hat eine History von Drogenkonsum und verdient sein Geld mit einem gewalttätigen, pornografischen Comic. Michael und Melanie können nicht glauben, was sie da hören. „Das hast du ihm erzählt?!“, fragt Michael entsetzt, aber Lindsay reagiert nicht, und ihr Anwalt sagt lediglich, entweder arbeiten sie eine gleichberechtigte Verständigung zwischen Jenny Rebeccas drei Elternteilen aus, oder sie ziehen vors Gericht. Mel schüttelt ungläubig den Kopf. Michael schaut sie ausdruckslos an „Vielen Dank, Lindsay.“ Im Fitnessstudio trainierenBrian, Justin und Ted zusammen – wobei Ted nicht trainiert, sondern sich weiterhin selbst bemitleidet und rät, wie viele der Anwesenden schon Schönheitsoperationen hinter sich haben. Da stürmt Emmett herein. Er regt sich in einem schwuler-geht’s-nicht Outfit und mit sehr hoher Stimme darüber auf, dass er nicht schwul genug sein sollte! Er wurde gefeuert!! Als Justin, Brian und Ted im beibringen, dass er sich eben bei dem Newssegment zu sehr zurückgehalten habe, gibt ihm das zu denken. Michael beklagt sich bei Ben im Woody’s über Lindsay und ihren Anwalt und begrüßt Brian mit einem: „Verpiss dich!“ Er dachte, Brian sei sein bester Freund! „Bin ich auch.“ „Warum hast du dann Lindsay diesen Anwalt beschafft? Dank dir wird Jenny-Rebecca jetzt drei geteilt!“ „Ich hätte dasselbe für dich getan“, erwidert Brian irritiert. Lindsay sei genauso sehr ein Elternteil Jenny Rebeccas wie Michael. All diese Schwulen, die Kinder haben... was sei nur los mit der Welt? Als Brian gegangen ist sagt Michael zu Ben: „Manchmal weiß ich nicht mehr, wer zur Hölle er eigentlich ist!“ Emmetts letztes Queer Guy Segment wird etwas Besonderes: Kurz bevor der Dreh beginnt entledigt Em sich entschlossen seines grauen Jacketts und seine Krawatte und zum Vorschein kommt ein modisches Hemd, welches perfekter zu Em nicht passen könnte. Er sitzt nicht starr in seinem Stuhl sonder überschlägt seine Beine und lehnt sich an den Tisch. Er bezeichnet sich als offizielles Mitglied des „4-F-Club“ – Fashion, Food, Furnishing und... na, das letzte F hebe er sich lieber fürs Kabelfernsehen auf. Während den 60 Sekunden, die er vor der Kamera steht, holt er einen der Techniker auf das Nachrichtenset und verwandelt ihn mit etwas Haarwachs, einem rosa Hemd und einem Augenbrauen-Rasierer von einer langweiligen Hete in einen fabelhaften Kerl. Alle seine Kollegen und das ganze Studio brechen in Beifall aus! Lindsay, die Gus bei Melanie absetzt, zischt Mel an, als die Gus einen Brownie geben möchte: „Du kannst ihn um 2 Uhr nachts von der Decke kratzen!“ Die beiden Frauen sind sehr, sehr missgelaunt. „Ich wäre doch verrückt, wenn ich nicht für meine Rechte eingestanden wäre!“, sagt Lindsay entschieden. Melanie erwidert: „Ich hatte ja keine Ahnung, dass du so ein Killer bist.“ „Das habe ich vom Meister gelernt.“ Als Debbie ihre allerletzte Schicht im Diner beendet haben sich ihre Freunde, Familie und Kunden versammelt und ihr Geschenke, Banner und ein Lied mitgebracht! Debbie hält eine kleine Rede, in der sie sagt, sie liebe sie alle, und diesen Ort, und dass sie gefälligst Loretta richtig behandeln sollten! Und dann tritt Michael vor: „Ich erinnere mich daran, wie ich nach der Schule hierhergekommen bin, und du hast mir Essen serviert, während ich meine Hausaufgaben gemacht habe. Die anderen Kinder waren so eifersüchtig. Ich weiß, wie schwierig es für dich war, mich allein großzuziehen. Und du hast mehr als das Beste daraus gemacht. Du warst das Beste.“ Mutter und Sohn schließen sich in die Arme. Ted, Brian und Justin genehmigen sich im Babylon einen Drink, kurz bevor es am Abend eröffnet. Dann sagt Brian dem Türsteher per Funk, er solle die Gäste hereinlassen – „wenn es jemanden zum hereinlassen gibt“, fügt Ted sarkastisch hinzu. Und tatsächlich: Die Schlange vor der Tür windet sich um den Block! Und sie ist dieses Mal nicht gekauftq Emmett schafft es nur hinein, weil er den Türsteher besticht, aber ein Mann erkennt ihn als den Queer Guy und sagt: „Du bist fabelhaft!“ Währenddessen zieht Brian Justin an der Hand in den Darkroom, wo die beiden ihren Erfolg feiern!
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