Queer as Folk - Episode 5.05

Nach Unten

Justin läuft an der langen Schlange vor dem Babylon einfach vorbei und wird von dem Türsteher als „Mr. Taylor“ begrüßt und hereingelassen. Dort findet er Emmett, der sich vor Männern dank seines neugefundenem Ruhmes als Queer Guy kaum retten kann. Justin betritt dann den neuen VIP-Darkroom, nur auf Einladung, wo ihn Brian erwartet. „Manche sagen, Babylon sie inzwischen unnütz... aber ich glaube, es ist immer noch gut 101 verschiedene Dinge ... oder auch 102.“ Und dann küsst er Justin.

Jenny Rebecca muss ja ein fröhliches Kind sein: Sie wird von Melanie an Lindsay gegeben, von Lindsay an Michael, von Michael an Melanie, Melanie an Michael, Michael und Lindsay, Lindsay an Michael...! Und das arme Mädchen fängt fürchterlich an zu weinen. An einem Morgen scheibt Michael Jenny Rebecca in ihrem Kinderwagen die Straße entlang, Ben neben und Hunter auf seinem Fahrrad hinter ihm, der immer noch verbittert und wütend ist, weil er aus dem Schwimmteam ausgeschlossen wurde und von den anderen Schülern verachtet wird. Michael teilt ihm ziemlich grob mit, dass er aufhören soll, zu jammern, und etwas Neues probieren muss. Als Brian vorfährt verabschieden sich Ben und Hunter von Michael und Brian fragt seinen Freund, warum dieser in der vergangenen Woche nicht wie versprochen ins Babylon gekommen ist. Michael erwidert, er habe es vergessen, ein eigenes Baby beschäftigte einen ganz schön. Brian nickt und meint: „Du solltest mal vorbeischauen.“

Loretta schenkt Debbie Rosen und Leckereien und umarmt ihre Freundin für eine sehr lange Zeit. Als sie gegangen ist, eröffnet Emmett seiner Mitbewohnerin etwas: „Debbie, Loretta hat sich in dich verliebt.“ Deb ist ungläubig und weiß nicht, was sie tun soll. Emmett sagt ihr, sie muss Loretta einfach sagen, dass es unmöglich ist.

Brian ist bei einem Onkologen. Furchteinflößende Gedanken schießen uns durch den Kopf: Ist der Krebs wieder zurückgekehrt?! Aber nein: Brian ist an Syphilis erkrankt. Der Arzt nimmt ihm Blut ab um sicher zu gehen, verbietet Brian für einige Tage jeglichen sexuellen Kontakt und gibt ihm den Auftrag, jeden, mit dem er in letzter Zeit Sex hatte, über seine Krankheit zu informieren. Wow – das wird eine Herausforderung!

Hunter wird von jedem an seiner Schule angestarrt, alle gehen ihm aus dem Weg – außer Callie, die sich im Unterricht vor ihn setzt und ihn um einen Stift bittet. „Versuchst du, nett zu mir zu sein?! Mach dir gar nicht erst die Mühe!“ Er glaubt, sie habe jedem erzählt, dass er ein Prostituierter war, aber Callie eröffnet ihm, es waren ihre Eltern. Und sie werde ihnen das nie verzeihen! „Kann ich jetzt endlich einen Stift haben?“

Ted hört deprimierende Phantom der Oper Musik und liegt im pechschwarzen Dunkeln auf der Couch als Emmett hereinkommt und das Licht anmacht – oh Graus! Ted hat sich unter einer Mütze, Sonnenbrille und Mantel versteckt, denn von der Schöhnheitsoperation ist sein Gesicht furchtbar angeschwollen. „Ich wollte nur schön sein! Ist das so viel verlangt? Und jetzt bin ich dazu verdammt wie das Phantom der Pittsburgh Oper mein ganzes Leben lang im Schatten zu leben!“ Emmett kann so viel Drama nicht glauben und fällt seufzend in einen Sessel zurück.

Lindsay und Melanie gehen im Haus Rechnungen durch, und Lindsays Stimmung verschlechtert sich schnell. Als sie schließlich eine Rechnung über 1200 Dollar entdeckt, weil Melanie den Wasserboiler ersetzen musste, widerspricht sie schließlich: Sie wird das nicht zahlen. Doch Mel lenkt ein. Ihre Kinder baden und duschen hier, also sind das auch Lindsays Kosten! Linds sagt, Melanie sollte einfach wieder zur Arbeit gehen. Da jagt es Melanie aus dem Stuhl! Sie habe alles getan, damit Lindsay mit Gus Zuhause bleiben konnte! „Das waren andere Umstände!“, erwidert Lindsay, „da haben wir noch zusammen gelegt, da haben wir uns noch geliebt!“ Sie wird für alles bezahlen, aber nicht für den Wasserboiler.

Justin kocht Abendessen, als Brian nur mit einem Handtuch bekleidet aus dem Badezimmer tritt und die Sauce probiert. Sie schmeckt ihm, aber er erfährt nur ungern, dass Justin das Rezept von Michael hat: „Die kleinen Hausfrauen tauschen Kochbücher aus.“ Justin lacht nur; er mag eben kochen, und er mag ein selbstgemachtes Abendessen – aber wenn Brian das egal ist, könne er sich einfach zum dritten Mal diese Woche Thai bestellen. Mit Schwierigkeiten gesteht Brian Justin schließlich, dass er Syphilis hat, aber es „ist keine große Sache.“ „Keine große Sache?!“ Justin ist entsetzt. Syphilis kann Herzabnormalitäten und Blindheit hervorrufen! Aber Brian beruhigt ihn, der Patient sei bereits gesund, er dürfe nur die folgenden 48 … 42 Stunden keinen Sex haben. „Hast du jemanden ohne ein Kondom gefickt?“ „Nein. Niemals.“ Justin sieht zweifelnd aus. „Ich schwör’s. Muss jemand gewesen sein, der mir einen geblasen hat.“ Justin wird wütend und bedeutet Brian, er ficke einfach zu viele verschieden Kerle, aber die Erwiderung ist bloß, Justin komme doch selbst gut herum. „Vielleicht habe ich es ja sogar von dir. … wann gibt’s Abendessen?“

Beim Abendessen wird Michael von Melanie ständig angerufen, die sich um JR Sorgen macht. Als sie endlich eine ruhige Minute haben erzählen Michael und Ben dem immer noch deprimierten Hunter, dass sie zu einem Elternabend eingeladen wurden; dort wird auch ein Gesundheitsexperte anwesend sein, der Fragen über HIV beantworten wird. Es könnte doch sein, dass Hunter danach wieder besser behandelt werden würde! Der bezweifelt das zwar, möchte aber trotzdem an dem Abend auch anwesend zu sein: „Es geht doch schließlich um mich, oder?“

Emmett führt Ted (immer noch mit Sonnenbrille, Mütze und Jacke) aus in eine Lesbenbar, weil ihn dort niemand kennt und offensichtlich auch nicht ficken wollen wird. Und wer ist natürlich dort? Debbie! Sie will Loretta mit jemandem verkuppeln. Nachdem Ted von einer Frau für eine Lesbe gehalten wurde (die versprach, ihn zu beschützen, sollte ein Mann „ihr“ noch mal so etwas antun) rennt er verzweifelt aus der Bar – er kann einfach nicht glauben, was er seinem Körper angetan hat! Diese Operation war die blödeste Idee seines ganzen Lebens! Debbie sitzt währenddessen mit Loretta an einem Tisch und schlägt ihr verschiedene Damen vor, aber ihre Freundin hat nur an einer Interesse; Loretta legt ihre Hand auf Debbies und macht so unmissverständlich klar, wer diese Person ist.

Ben und Brian trainieren zusammen im Fitnessstudio – immer noch ein geheimes Traumpaar jedes Fans. Sie teilen dabei ihre verschiedenen Weltauffassungen: Brian bezeichnet Michaels Leben als die Imitation von Heteros; jeder, der heirate und monogam werde habe aufgegeben und sich den heterosexuellen Idealvorstellungen eines Mannes unterworfen,. Für Ben ist das Ganze einfach nur ein Prozess des Erwachsenwerdens. „Man kann nicht für immer Peter Pan sein.“ „Man kann es versuchen.“ Brian sei wenigstens froh, dass er Justin vor diesem Schicksal retten konnte, wenn schon nicht Michael – und außerdem erzählt er Ben von seinem Syphilis.

Michael und Ben wollen zu dem Elternabend an Hunters Schule, deswegen engagieren sie Justin und Daphne als Babysitter. Beide bewundern die kleine JR. Daphne fragt ihren besten Freund, ob er selbst manchmal darüber nachdenke, ein Kind zu haben. „Ja, manchmal“, gibt Justin zu, aber vergisst auch nicht, zu erwähnen, dass Brian ja nicht mal einen Hund haben möchte. Wisse Daph denn eigentlich, wie viel italienische Designermöbel kosten? Außerdem sei momentan sowieso kein guter Zeitpunkt, um mit Brian irgendwelche lebensverändernde Unterhaltungen zu führen – „zumindest nicht, bis er von Syphilis geheilt ist.“ Daphnes Blick ist unbezahlbar.

Bei dem Elternabend versichert die Gesundheitsexpertin, eine Infektion mit HIV durch Hunters Unfall mit dem Schwimmteam sei praktisch unmöglich, dazu müsse direkter Blut-zu-Blut Kontakt stattfinden. Aber Callies Vater macht sich auch um etwas anderes Sorgen: „Ich glaube, ich spreche hier für alle, wenn ich sage, dass wir nicht wollen, dass unsere Kinder jemandem wie ihm ausgesetzt sind – er ist immerhin ein Prostituierter!“ Ben erhebt sich sofort aus seinem Stuhl. Wie könnten sie es wagen, das zu sagen? Sie hätten doch überhaupt keine Ahnung, was Hunter alles durchgemacht hat! Wie er vor seiner Mutter misshandelt wurde, aus mehreren Pflegefamilien entkam, auf der Straße lebte...! „Was ist das hier, der Plot eines Charles Dickens Roman?“, fragt ein anderer Vater, und die Eltern lachen. Ben kann es nicht fassen: „Ihre Kinder leben ein privilegiertes Leben und Sie wagen es über das Unglück meines Sohnes zu lachen?“ Aber Hunter sagt ihm, es sei in Ordnung. Auch er steht auf: „Ich bin froh, dass ich heute gekommen bin. Denn jetzt weiß ich wenigstens, warum Ihre Kinder so sind, wie sie sind. Wegen Ihnen.“

Daphne und Justin schauen im Wohnzimmer fern, aber ihr Gespräch dreht sich immer noch um Syphilis. „Ich würde ja durchdrehen!“, sagt Daphne bestürzt. Aber Justin meint, er sei ja selbst gesund, sein Test ist negativ ausgefallen, also sei wohl alles in Ordnung. Seine Freundin wendet ein, beim nächsten Mal hätte er vielleicht nicht so viel Glück. Es reicht ihr einfach nicht, dass Justin Kondome benutzt! Manchmal wünschte sie sich, Brian und Justin könnten einfach... „Was?“, fragt er, „heiraten? Monogam werden? Das wird nicht passieren, Daph.“ Da fängt Jenny Rebecca an, fürchterlich zu weinen. Sie laufen ins Kinderzimmer und bemerken, dass die arme Kleine ein Fieber hat. Justin versucht, Michael anzurufen, doch der Anrufbeantworter geht ran. Er zögert kurz, dann wählt er eine neue Nummer.

Der Schulleiter entschuldigt sich nach dem Elternabend bei Ben, Hunter und Michael für das Affentheater, wie er es selbst bezeichnet und gibt ihnen dann einen Rat: Vielleicht sei es im Licht dieser Abneigung besser, Hunter auf eine andere Schule zu schicken. Doch davon will der Jugendliche nichts wissen! „Sie können mir aus dem Weg gehen. Sie können mich ignorieren. Sie können mich anmachen, nicht neben mir sitzen. Sie können machen, was sie wollen, aber sie können mich nicht davonjagen!“

Im Krankenhaus wartet Melanie mit ihrer schreienden Tochter im Arm schon seit einer Stunde auf einen Arzt als Lindsay endlich dazu kommt – und kurze Zeit später auch Michael und Ben. „Wo wart ihr?!“ Melanie schreit die beiden Männer an, kaum, dass sie ihre Tochter mal hätten, würden sie ausgehen und sie bei Justin und Daphne lassen! Was wüssten die beiden denn schon? Michael sollte nur warten, bis ihr Anwalt das höre, denn dann würden sie vors Gericht ziehen uns sicherstellen, dass Michael das Sorgerecht verliert! „Versuch du das nur!“ Lindsay, die einzige noch nicht völlig irre Person im Raum, hat inzwischen einen Krankenschwester besorgt, die Melanie mitteilt, der Arzt könne JR jetzt sehen – aber nur ein Elternteil dürfe mitkommen. Michael und Melanie bestehen beide auf ihrem Recht, bis Lindsay schließlich endgültig genug hat, Jenny Rebecca auf den Arm nimmt und der Schwester folgt, um Michael und Melanie dem dritten Weltkrieg zu überlassen.

Brian ist mit seinem Wasserfläschchen und Emmett im Babylon. Dort erfährt auch dieser schließlich, dass Brian Syphilis hat – und alle seine anderen Tricks erfahren es auch. Innerhalb weniger Minuten hat sich die Nachricht durch den ganzen Club dank Schneeball-Prinzip verbreitet, kaum noch jemand tanzt – denn Brian hat sie vielleicht nicht alle gefickt (wenn doch auch wahrscheinlich), aber durch die Unmengen an Sex, die hier jeder mit jedem hat, landet das Potential der Krankheit schließlich sogar auch bei Emmett. Der nimmt es Brian nicht übel, sagt ihm aber auch, dass es Brian nicht passiert wäre, wenn er weniger herumficken würde.

Ben, Michael und Melanie springen sofort auf, als Lindsay mit der nun beruhigten Jenny Rebecca wiederkehrt. Mel nimmt ihre Tochter auf den Arm: „Wir gehen jetzt nach Hause, mein Schätzchen.“ „Ich wollte gerade dasselbe sagen“, kommt es von Michael. Melanie tut das nur höhnisch ab, Michael habe JR ja geradezu auf der Straße liegen lassen, warum sollte er sie mit nach Hause nehmen?! „Weil es immer noch meine Zeit ist! Wir haben eine Abmachung!“ „Ein krankes Kind muss bei seiner Mutter sein!“, erwidert Melanie. Als Michael einfach beide Hände ausstreckt um JR zu greifen und Melanie das Kind wegzieht reißt Lindsays Geduld und sie schubst die beiden auseinander: „Seid ihr wahnsinnig?!“ Sie sagt den beiden, die das natürlich nicht einsehen wollen, ganz klar, was Sache ist: Die beiden interessieren sich überhaupt nicht für Jenny Rebecca, sondern nur dafür, wer sie besitzt. Und Lindsay hat dabei auch noch mitgemacht! Aber das sei jetzt vorbei. Sie gibt ihr Sorgerecht ab. Sie hofft nur, dass Melanie und Michael sich genauso viele Sorgen um Jenny Rebeccas Bedürfnisse machen wie um ihre eigenen.

Loretta serviert Debbie im Diner ein Teller mit Götterspeise in Herzform – okay, jetzt muss Deb eingreifen. Sie bittet ihre Freundin darum, sich zu setzen und bringt ihr dann schonend bei, dass sie einfach nicht lesbisch ist. „Ich dachte am Anfang auch nicht, ich sei lesbisch“, erwidert Loretta, „aber das lag daran, dass ich die richtige Person noch nicht getroffen habe.“ „Aber ich habe die richtige Person getroffen, und ihr Name ist Carl Horvath.“ Lorettas Gesicht sieht auf einmal sehr, sehr unglücklich aus. Sie möchte schon aufstehen und davonlaufen, aber Debbie hält sie fest. „Du liebst mich gar nicht wirklich. Du bist das erste Mal wirklich du selbst... und du verdienst es, jemanden zu lieben, der dich angemessen zurückliebt.“

Emmett zieht in Teds Wohnung erbarmungslos die Vorhänge auf und lässt das verhasste Sonnenlicht hinein. Er will seinen Freund mithilfe von Schminke und Haarfärbemitteln wieder Selbstbewusstsein zurück geben, doch Ted hat keine Hoffnung; er werde einfach einer dieser alten Typen sein, über die sie sich immer lustig machten, die, die so verzweifelt versuchen, jung zu bleiben. „Teddy, egal wie alt du wirst, es wird immer eine Person geben, die von deiner strahlenden Schönheit erschlagen wird.“ Und Emmett meint das ernst. Dann greift er erneut zu seinem Schminkkoffer.

Hunter läuft gemeinsam mit Callie über den Schulhof, die ihm erzählt, ihre Eltern seien völlig durcheinander, weil Hunter sie, lebenslange liberale Demokraten, praktisch als diskriminierende Kleinbürger bezeichnet hat. Sie denkt, ihre Eltern hätten das verdient und sie freut sich sehr, dass Hunter an der Schule bleibt. Er lächelt, nimmt ihre Hand und schlägt vor, heute Abend ins Kino oder Pizza essen zu gehen – da zieht Callie plötzliche krampfhaft ihre Hand weg und begrüßt einen anderen Jungen mit einem Kuss. Sie ist jetzt offenbar mit einem Typen namens Matt zusammen und geht mir ihm weg. Hunter steht alleine auf dem Schulhof.

Michael wird von Melanie im Woody’s angerufen, die ihm mitteilt, JR gehe es gut. Er bespricht daraufhin mit Ben, dass Lindsay Recht hatte – er war egoistisch. Er wird zwar sein Sorgerecht nicht aufgeben, aber sie müssen eine neue Abmachung treffen, sodass Jenny Rebecca mehr Zeit mit ihrer Mutter verbringen kann. Als die beiden ob dieses Beschlusses anfangen, sich mit viel Zunge zu küssen gesellt sich Brian zu ihnen. Er macht mal wieder seinem Ärger und seiner Wut über Heirat Luft – „Was, verheiratete Menschen können noch Spaß haben?“, und meint das todernst. Da stürzt Emmett herein. Ihm ist es endlich gelungen, Ted aus dem Haus zu schleppen, und er bittet seine Freunde darum, Ted einfach zu sagen, er sehe toll aus! Als Ted dann eintritt sagt Michael pflichtbewusst, er sehe zehn Jahre jünger aus, Ben lobt den Arzt, der die Operation vollzogen hat und sogar Brian ringt es sich ab, zu sagen, Ted sehe fabelhaft aus! „Wirklich?“, fragt dieser ungläubig, aber glücklich, gibt dann eine Runde aus und gesellt sich schließlich zu einem anderen Typen – ein bisschen Selbstbewusstsein hat aus unattraktiv einen heißbegehrten Mann gemacht, denn Michael, Brian, Emmett und Ben stellen zurecht fest, dass Ted sich nicht das kleinste bisschen verändert hat.

Debbie, gekleidet in einen ausgesprochen sexy Unterwäsche und einen sehr schönen, tief ausgeschnittenen Seidenmantel, öffnet die Tür um Carl zu überraschen – aber es ist Loretta, die ihr mitteilen möchte, dass sie Pittsburgh verlassen wird. Denn wenn sie das nicht tue, würde sie Debbie für immer und ewig lieben. Das begann schon als Kind, als ihre Eltern sie zu einem Restaurant mitnahmen in dem es jede erdenkliche Speise gab, aber sie aß immer nur Shrimp. Debbie möchte das nicht glauben. Ihr stehen Tränen in den Augen, als sie ihre Freundin umarmt – das kann doch nicht die einzige Lösung sein! Aber Loretta ist entschlossen.

Lindsay gibt Melanie ihre Kleinkindspielzeuge, denn JR wird ja nicht mehr zu Linds kommen. „Du tust das doch nicht, weil du nicht mehr Jenny Rebeccas Mutter sein willst, oder?“, fragt Melanie. Lindsay erwidert, sie sei nun mehr JRs Mutter als jemals zuvor, weil sie das tue, was am Besten für das Kind sei. Nachdem Mel sich bedankt hat fügt Linds noch hinzu, sie habe niemals gewollt, dass das alles, die Scheidung, so furchtbar verläuft. Sie dachte nicht, dass das passieren würde... immerhin hatten sie sich doch so sehr geliebt... dann gibt sie Melanie noch den Scheck für ihren Anteil am Wasserboiler. Es muss die emotionalste, und ehrlichste Unterhaltung sein, die die beiden Frauen seit Monaten gemeinsam geführt haben.

Als Michael und Ben die Liberty Avenue entlanglaufen, sieht Michael zwar sein altes Leben überall um sich, aber wie er so schön sagt: Statt das zu vermissen, was schon war, freut er sich auf das, was noch kommt. Da entdecken die beiden Hunter, der Gras rauchend wieder mit einigen Strichern herum hängt. Sie wollen ihn sofort mit nach Hause nehmen, aber Hunter denkt da gar nicht dran – er will auch nicht zur Schule zurück. Warum sollte er irgendwohin gehen, wo die Leute sich für etwas Besseres halten?! Wenigstens akzeptieren ihn seine „alten Freunde“ so, wie er ist. „Falls du das vergessen hast, das tun wir auch. Und jetzt gehen wir nach Hause“, sagt Michael bestimmt und die Familie macht sich auf den Heimweg, gefolgt von den spöttischen Rufen der Stricher, Hunter solle sich bloß vorher bezahlen lassen.

Justin sitzt auf der Couch und zeichnet, als Brian hereinkommt. „Warum bist du schon so früh Zuhause, es ist gerade mal halb zwei.“ Justin gefällt es offensichtlich nicht besonders, als Brian beide Arme um ihn legt. „Mein Zölibat ist vorbei, und ich wollte, dass du es als erster weißt.“ „Wie rührend.“ Justin freut sich keineswegs. Er müsse noch arbeiten. Brian, der offensichtlich merkt, dass etwas nicht stimmt, setzt sich auf die Sofalehne und fragt, was los sei. Justin fragt, wie er das alles so hinnehmen könne! Würde es ihn denn nie langweilen? Könnte er denn nicht etwas finden, dass befriedigender sei und... und von Bedeutung? Brian lacht nur spöttisch. „Und was soll dieses etwas bitte schön sein?“ Justin liegt das Wort „ich“ vielleicht auf den Lippen, vielleicht auch nicht. Während Brian in die Dusche steigt stellt Justin seine Zeichnung fertig: Ein Ausschnitt aus Rage, in dem JT Rage anbrüllt, wann er endlich aufhören würde, jedes beschissene Alien zu ficken! Und mit einem Edding schreibt Justin die Antwort in die Sprechblase des offensichtlich kranken Superheldens: „NEVER!“

“ Honestly I don’t want another
I love you
You and Me Together
This is it
Just Keeps on Getting Better
Stick with me
Baby, I’ll do better.”

(Jacknife Lee – Want, Reihenfolge der Lyrics geändert, Endlied)



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Text & Screencaps © QaF Germany
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