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„They came for the queer, but they stayed for the folk“, sagte Peter Paige (Emmett) einmal; damit wollte er lediglich ausdrücken, dass es der Reiz der unbekannten Homosexualität war, der die Zuschauer anzog, sie aber dann wegen den Charakteren blieben. So recht er damit auch hat – Ron Cowen, Erfinder und Produzent, wünscht sich, dass das irgendwann nicht mehr so sein wird. Er wünscht sich, dass die Zuschauer homosexuellen Sex irgendwann so langweilig finden werden, wie sie jetzt schon heterosexuellen finden.
„I want straight people to keep seeing us having sex until they think it’s absolutely boring, till it’s so mundane and nothing, that they don’t care anymore. I think that’s when we’ve taken a step forward. I want the gay sex to be boring.“ Denn wenn dieser Punkt erreicht worden ist, dann wurde in der Akzeptanz von Homosexualität schon ein großer Schritt nach vorne getan. Und das ist es eigentlich, worum es in Queer as Folk geht. Schwule Männer haben Sex mit anderen Männern, hetero Männer haben Sex mit Frauen, lesbische Frauen haben Sex mit bisexuellen Frauen, bisexuelle Frauen haben Sex mit Männern und Frauen... aber es ist einfach keine große Sache. Es ist egal. Wir sind eben alle verschieden, also warum die Aufregung? Warum müssen Homosexuelle für ihre Rechte demonstrieren, klagen, kämpfen? Ist es nicht selbstverständlich, dass jeder Mensch dieselben Rechte hat?
Queer as Folk hat uns noch einmal bestätigt, dass es egal ist – und jedem egal sein sollte. In unserer beiden Bekanntenkreisen und schulischen Umfeldern war die Existenz von Homosexualität niemals ein Thema und nur durch viele Zufälle, Glück und eine Menge Eigenengagement konnten wir uns darüber informieren und diese Erkenntnis erreichen. Bei dem Versuch, mit engen und fernen Bekannten darüber zu reden schlugen uns besonders von den älteren Generationen so viele Vorurteile, Unwahrheiten und geheuchelte Toleranz entgegen, dass wir uns zu der Erschaffung dieser Website entschlossen. Wir wollen, dass Queer as Folk auch hier so vielen Menschen wie möglich zeigt, dass es egal ist. Und dass es egal wird, sobald wir aufhören, eine große Sache daraus zu machen. Wir könnten sicherlich noch hundert weitere Seiten schreiben, doch Michael hat es alles schon so schön gesagt:
“Sure, in a lot of ways, I am just like you. I wanna be happy, I want some security, a little extra money in my pocket, but in many ways my life is nothing like yours. Why should it be? Do we all have to have the same lives, the same rights? I mean, I thought that diversity was what this country was all about. In the gay community we have drag queens and leather daddys and trannies and couples with children. Every colour of the rainbow. My mother is standing way in the back with some friends. My friends. She once told me that people are like snowflakes. Everyone special and unique and in the morning you have to shovel them off the sidewalk. But being different is what makes us all the same. It’s what makes us family.”Links:
AIDS Hilfe Deutschland – kein ausschließlich homosexuelles Thema, doch trotzdem wichtig
PFLAG – Parents, Friends and Family of Gays and Lesbians wird immer wieder in Queer as Folk erwähnt (mit Debbie als engagierten Mitglied) und ist eine Vereinigung von Angehörigen und Freunden von Homosexuellen |

Text © QaF Germany